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Datum Die nächsten Termine
Ergebnis
27.01.17

I. Mannschaft :

Vorbereitungsauftakt, 19:30 Uhr, Sportplatz Am Eisenhammer
 

27.01.17

II. Mannschaft:

Vorbereitungsauftakt, 19:30 Uhr, Sportplatz Am Eisenhammer

 
Datum Die letzten Termine
 Ergebnis

14.01.17

I. Mannschaft :

Hallenstadtmeisterschaft, Vorrunde, ab 18:18 Uhr, Turnhalle im Löwental

18:18 Uhr gg. Essener FC (Freizeitliga)

19:12 Uhr gg. Heisinger SV (Kreisliga A)

20:24 Uhr gg. Teutonia Überruhr (Kreisliga B)

 

4. Platz

1:2

3:7

3:7

17.12.16

II. Mannschaft: 

Weihnachtsfeier, 19:30 Uhr, Bei Caro

 

Tobi Schmitz verlängert

16.01.2017

Heute gilt es, Tobias Schmitz zu würdigen, der unlängst auch seinen Kontrakt um ein weiteres Jahr zu verlängern in Aussicht stellte. Das vermag unsere Seele gleichermaßen mit Stolz wie mit Freude zu erfüllen.

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Wenig ruhmreiche Vorstellung in der Halle

15.01.2017

Nach unserem Weiterkommen in der letzten Woche hatten wir unser Ziel prinzipiell erreicht, wollten aber dennoch auch in die Hauptrunde am Hallo, wenn wir schon einmal dabei waren. Die Aussichten waren gar nicht einmal so schlecht. Auf dem Papier war die Gruppe eine der leichteren, dank der sonderbaren Konstellationen in den anderen Gruppen würde eine Ausbeute von drei Punkten sowie einer Tordifferenz von -1 reichen, um weiterzukommen (sofern man damit nicht Letzter werden würde). Doch am Ende des Tages waren wir im Rechnen bedeutend besser als im Fußballspielen.

 

 

VfL Kupferdreh I – Essener FC 1:2, Samstag, 14.01.2017, 18:18 Uhr

Hammerjungs: Gajewski – Hitpass, Renell – Rustemov, Barrotta (Bank: Plohmann, Haarnold, Gonzalez, Bammsiepe, Witt,
                       Lampey, S. Strub)

Tore: 0:1 (2.), 1:1 S. Strub (12.), 1:2 (14.)

 

Ob verdient oder nicht, ob die später auch noch Teutonia schlagen oder nicht, gegen einen Freizeitligisten darf man mit unserer Klasse nicht verlieren. Wir waren wieder mit einer sehr starken Bank die Hammerstraße herunter nach Werden gefahren und sahen schon seit letzter Woche dieses Spiel als das wichtigste des Tages. Auch wenn vorher im Trainerstab eindringlich vor der Truppe aus der Freizeitliga gewarnt wurde, drei Punkte waren eingeplant.

Die Ernüchterung direkt nach weniger als 120 Sekunden: Ecke von der rechten Angriffsseite des EFC, flach hereingegeben, 0:1. Aus dem Nichts lagen wir mal wieder nach einem Standard zurück. Aber in der Halle besitzt ein Gegentor natürlich noch keine Endgültigkeit. Dass ein Tor mit jeder vergebenen Torchance mehr an Bedeutung gewinnt, ist ebenso klar. So dauerte es nach langem Anrennen bis zur zwölften Minute, bis Gaga mit einem beherzten Sprint an der rechten Außenlinie in Tornähe kam. Er legt den Ball mit gutem Auge rüber auf Gerrit, der in den Ball schlittert, aber am linken Pfosten scheitert. Steffan ist in bekannter Stürmermanier da und vollendet mit Links aus kurzer Distanz. Das war nur der Startschuss für unseren Sturmlauf. Ein paar Tormöglichkeitne waren noch zu verzeichnen. Doch dann verlieren wir in der Vorwärtsbewegung den Ball. Der Ballverlierer kommt nicht hinterher, so kann sein Gegenspieler fast unbehelligt aufs Tor zulaufen und schiebt ehrlich gesagt schon ziemlich gekonnt den Ball ins Tor, es war höchstens der vierte Torschuss des FC. Auch in der Folge sind wir offensiv zu abschlussschwach und zu statisch, um hier noch einen Punkt mitzunehmen. Der Essener FC machte das deutlich besser als erwartet, war offensiv zwar mit dem ein oder anderen Fehlpass, aber im Angriffsspiel schnörkellos. Defensiv machten sie das, was uns in dieser Runde schlussendlich den Kopf kostete: Sie verteidigten alle. Einer lief für den anderen und nutzte auch die Schwäche des VfL, der weit unter seinen Möglichkeiten agierte.

 

 

VfL Kupferdreh – Heisinger SV 3:7, 19:12 Uhr

Hammerjungs: Gajewski – Rustemov, Hitpass, Haarnold – S. Strub

Tore: 0:1 (1.), 1:1 Rustemov (2.), 1:2 (3.), 2:2 Barrotta (4.), 2:3 (6.), 2:4 (8.), 2:5 (9.), 2:6 (12.), 3:6 Rustemov (14.), 3:7 (15.)

 

Mit dem Heisinger SV wartete dann ein ganz anderes Kaliber auf die Hammerjungs. Wir passten uns wieder an, wurden auch stärker. Generell scheinen wir stets so gespielt zu haben, dass wir immer ein bisschen schlechter waren als der Gegner, egal, wie gut dieser war.

In den ersten vier Minuten war es ein sagenhaftes Spiel, jede Minute fiel ein Tor. Der Reigen begann mit einem Einwurf, der die direkte Vorlage für einen Fernschuss war, 0:1. Dann trafen auch wir mal nach einem Standard. Ecke von rechts, Steffan verpasst noch, Djemail trifft aber mit dem schwächeren rechten Fuß. Wieder eine Minute später legt der HSV wieder per Fernschuss vor, Gio nutzt einen Ballverlust zum Ausgleich. In der fünften Minute passierte mal nichts, in der sechsten klingelte es aber wieder im Gajewski'schen Kasten. Von hinter der Mittellinie kommt ein absoluter Zuckerpass in den Lauf eines der Heisinger, die wegen der Farbgleichheit in Leibchen auflaufen mussten. Dieser nutzt den Pass in die Schnittstelle zwischen rechtem Stürmer und rechtem Verteidiger, der genau in seinen Lauf kommt, und vollendet in die kurze Ecke. Dann kam der Einbruch beim VfL. Innerhalb von vier Minuten bekamen wir drei Gegentore, die Sache war geritzt. Zwischenzeitlich durften wir sogar nur in Unterzahl agieren. Der Holzhacker vom Dienst, nicht zu Unrecht Bammsiepe genannt, ist am Gegenspieler und reißt ihn dermaßen um, dass er mit einem riesigen „Bamm“ zu Boden geht. Die zwei Minuten sind noch sehr gnädig vom Unparteiischen. Keiner der letzten zwei Sätze entspricht auch nur im Ansatz der Wahrheit, aber auch die zwei Minuten waren etwas zweifelhaft. Nach dem 2:6 berappelten wir uns zumindest ein bisschen und kamen nach Einwurf von Steffan auf Djemail mit 3:6 wenigstens aus Blamagen-Regionen heraus. Heisingen zeigte beinahe mit der Schlusssirene noch einmal, was sie können, und kombinierten sich zum 7:3-Siegtreffer.

Der HSV spielte sehr stark, sehr schnell und war äußerst treffsicher aus der Distanz wie aus der Nähe. Defensiv war nur durch Standards und Ballverluste ein Durchkommen. Die Qualität der Mannschaft lässt sich auch daran ablesen, dass sogar ausgemachte Weltklasse-Spieler wie Timo und Torben Schmidt nicht von Beginn an und auch nicht beide gleichzeitig spielen durften. (Dass keiner von beiden getroffen hat, treibt zumindest ein winziges schelmisches Grinsen in das VfL-Gesicht.)

Auch wenn das Ergebnis es nicht aussagt: Mit Ausnahme katastrophaler fünf Minuten, in denen die Einstellung in vielen Teilen nicht stimmte, waren wir bedeutend stärker als noch im ersten Spiel. Ich maße mich sogar an, zu behaupten, dass wir mit einer Leistung wie gegen Heisingen relativ unbedrängt den Essener FC geschlagen hätten. Hätte, hätte, Mautvignette. So kam es wie auch letzte Woche zum Showdown im letzten Spiel.

 

 

VfL Kupferdreh – Teutonia Überruhr 3:7, 20:26 Uhr

Hammerjungs: Plohmann – Rustemov, Hitpass, Lampey – Barrotta

Tore: 0:1 (1.), 0:2 (2.), 0:3 (6.), 1:3 Rustemov (8.), 2:3 S. Strub (8.), 2:4 (9.), 2:5 (12.), 2:6 (13.), 2:7 (13.), 3:7 S. Strub (14.)

Ausgangslage: VfL Kupferdreh: 0 Punkte, Tordifferenz von -5. Teutonia Überruhr: 0 Punkte, Tordifferenz von -5. Da die Teutonen ein Tor mehr geschossen haben, sind sie nur Vorletzter. Mit einem Unentschieden wäre die Mannschaft aus Überruhr also Dritter, hätte aber mit der nächsten Runde genauso wenig zu tun wie der VfL. Gewinnt eine Mannschaft, ist sie Dritter, hat aber ebenso wenig mit der nächsten Runde zu tun, sollte sie nicht mit mindestens vier Toren Unterschied gewinnen. Also wird die Devise ausgegeben: 4:0 ist das Ziel. Easy. Sollten wir ein Gegentor kriegen, machen wir halt 5. Kein Ding. Problem: Das gleiche wird wohl auch in der gegnerischen Ansprache Thema gewesen sein. Ein hochinteressantes Spiel scheint in Aussicht gestellt zu sein. Nur einer legt den imaginären Taschenrechner wieder aus der Hand und hebt imaginär selbige. „Die liegen eh nach ein, zwei Minuten wieder Zwei Null zurück.“ Wie schon am vierzehnten Spieltag (Spielbericht „Fünf Gegentore in 17 Minuten – schöne Grüße nach Hamburg“ (06.11.2016), siehe unten) nimmt André wieder die Funktion des Fußballphilosophen ein. Müdes Lächeln. Teutonia verliert gegen den Essener FC 5:2 und soll uns jetzt auseinander nehmen?

Ja. Das ist die traurige Antwort. Nach zwei Minuten steht es 0:2. Das zweite Gegentor resultiert aus unserer eigenen Ecke. Dann fangen wir allmählich mit dem Fußballspielen an. Reichlich spät. Aber es ist auch noch reichlich Zeit. Wieder einmal ist es dann ein Standard, der uns die Hoffnung auf's Weiterkommen nimmt (6., 0:3). Offensichtlich ist es wirklich wahnsinnig schwer, drei Gegenspieler mit vier eigenen Spielern zu decken. Kaum war es fast hoffnungslos, kam auch wieder die Hoffnung auf zumindest Platz Drei zurück. Nach schnellem Abwurf von Schnapper Thomas läuft Djemail über rechts Richtung Tor und verkürzt (8.). Noch sieben Minuten. Wenige Sekunden später der Anschluss durch Steffan. Immer noch sieben Minuten. Aufregend, wie war das schon wieder passiert? Und vor allem: Passiert hier wirklich noch was Wahnisinniges und kommt tatsächlich eine Mannschaft aus dieser Gruppe weiter? Ja. Leider!!! Kaum sind wir wieder dran und haben Lunte gerochen, werden wir eiskalt ausgekontert (9., 2:4). Dann wird es ein offenes Spiel. Mindestens ein Punkt ist für uns noch drin. Mit genauso vielen Toren (2) wäre Teutonia aber sogar direkt in der nächsten Runde. Drei Minuten später: Immer noch 2:4, kein gutes Spiel mehr von uns. Noch eine Minute später: 2:7. Nicht zu fassen! Drei Gegentore in zwei Minuten. Einstellungstechnisch war da gar nichts mehr. Wir brauchten jetzt zwei Tore, um Teutonia die Suppe noch zu versalzen, fünf Tore, um nicht mit null Toren auszuscheiden, sechs, um Dritter zu werden und läppische zehn Törchen, um noch die Hauptrunde zu erreichen. Als hätte der Fußballphilosoph hellseherische Fähigkeiten... Zumindest das letzte Tor des Turniers zu schießen, ist uns vergönnt. Fast auf der linken Auslinie stehend lässt Steffan einen Schuss ab und trifft zum 3:7-Endstand. Dass es für die Gelben jetzt in den letzten Sekunden um sehr viel mehr ging als für uns, merkte man daran, dass der Teutonen-Torwart den Ball nicht herausgeben wollte, Gio wollte ihn aber herausgegeben haben. Ende vom Lied: Zwei-Minuten-Strafe für die Nummer Zehn. Trotz nicht besonders herausragenden Defensivverhaltens in der Unterzahl überstehen wir die letzte Minute mit Vier gegen Fünf ohne Gegentor.

 

Klar, es war im Prinzip die Bonusrunde. Die Kür nach der Pflicht in der Quali-Runde. Nichtsdestotrotz war das Abschneiden enttäuschend. Vielleicht stünden wir kommende Woche sogar am Hallo, wenn wir etwas mehr Glück gegen den Essener FC gehabt hätten. Mental wären wir dann in einer ganz anderen Ausgangslage gewesen – der Freizeitligist übrigens auch. Doch so eine Konjunktivschlacht ist mit unseren Ansprüchen einfach nicht vereinbar. Es war auch nicht alles schlecht. Die Stimmung in der Mannschaft war größtenteils vernünftig, ein paar schöne Angriffe waren dabei, defensiv hat vor allem Gerrit viel gearbeitet, manch einer hat wieder einen Torerfolg mehr.

Jetzt heißt es aber wieder: Volle Konzentration auf die Liga. In knapp zwei Wochen starten wir wieder in die Vorbereitung. Endlich wieder Hammerluft schnuppern.

 

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Langzeitverletzte verlängern im Doppelpack

11.01.2017

Kommen wir heute zu der Doppelpack-Verlängerung der beiden Pechvögel. Sowohl Marcel Bernreuther (links) als auch Tim Grundmann (rechts) sind die beiden Langzeitverletzten der Hammerjungs. Dennoch haben beide ihren Kontrakt bis zum Ende der kommenden Saison verlängert.

 

Während Tim in dieser Spielzeit zumindest schon das ein oder andere Mal über die volle Spielzeit ein paar Minuten sammeln konnte, reichte es für Mel nur für einen Kurzeinsatz über 26 Minuten. Beide mussten anschließend wieder ihrer Verletzung Tribut zollen und konnten nicht einmal mehr im Training dabei sein.

Hoffen wir, dass wir 2017 etwas mehr von den Mittelfeldstrategen haben, die uns mit Sicherheit helfen können.

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UPDATE: Plan für Samstag steht

09.01.2017

Am Samstag, den 14.1. geht es für uns wieder nach Werden, sicherlich eine der besten Nachrichten. Sowohl, dass wir uns qualifiziert haben als auch, dass es nicht die Halle in Bergeborbeck geworden ist. Wir werden ab 18:18 Uhr in Gruppe 5 den Mannschaften vom Heisinger SV (Kreisliga A), von Teutonia Überruhr (Kreisliga B) und des Essener FC (Freizeitliga) antreten. Die genauen Uhrzeiten:

18:18 Uhr gg. Essener FC

19:12 Uhr gg. Heisingen

20:24 Uhr gg. Teutonia

Um sicher weiterzukommen, müssen wir Erster oder Zweiter werden. Falls wir Dritter werden sollten, müssen wir den Rechenschieber herausholen und hoffen, dass wir unter den zwei besten Gruppendritten der Gruppen 1-6 sind.

Alle Freunde des VfL sind herzlich nach Werden eingeladen.

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Hallenstadtmeisterschaft: VfL kommt gegen Eiberg weiter – wer hätte darauf gewettet?

07.01.2017

Ein gutes Pferd und so. Unentschieden war das Ziel, das man vor dem entscheidenden Gruppenspiel gegen Preußen Eiberg auslobte. Und genau das wurde es. Ohne in diesem Spiel einmal geführt zu haben und 25 Sekunden vor Schluss noch mit 3:4 in Rückstand. 3:4 gegen Eiberg. Klingelt da was? Genau, 3:4 hatten wir noch im Dezember in Eiberg ganz bitter verloren und somit eine gehörige Rechnung zu begleichen. Dass wir durch Steffans 4:4-Ausgleich eine Runde weiter gekommen sind (und Eiberg nicht...) freut uns natürlich doppelt, dreifach und wenn nicht sogar vierfach, nach allem, was wir in den vergangenen Wochen und Monaten durchgemacht haben.

Aber: Für einen Last-Minute-Ausgleich und pure Emotion tritt man ja bekanntlich gerne den Weg zur obligatorischen Stadtmeisterschaft in der Halle an.

 

 

VfL Kupferdreh – Croatia Essen 2:2, Samstag, 07.01.2016, 13:18 Uhr

Hammerjungs: Gajewski – Hainold, Henn – Barrotta, Rustemov („Bank“: Plohmann, Bammsiepe, S. Strub, Renell, Witt, Lampey, Winkler, Hitpass)

Tore: 1:0 Renell (5.), 2:0 Henn (9.), 2:1 (9.), 2:2 (14.)

 

Mit einem sehr breiten Kader angereist und der (schönen) Qual der Aufstellungswahl im Gepäck standen wir im zweiten Spiel unserer Gruppe Croatia Essen gegenüber. Wenige Minuten vorher zeigte TGD gegen Eiberg, dass die Ligenzugehörigkeit nicht besonders ausschlaggebend in der Halle ist. TGD, B-Ligist, gewann schließlich hochverdient nach 2:0-Führung vor Ablauf der ersten Minute und zwischenzeitlicher 5:0-Führung gegen unseren A-Ligakonkurrenten aus Eiberg mit 6:3.

Nun also wieder Kreisliga A gegen Kreisliga B. Die Hammerjungs, vielleicht seit langer Zeit mal wieder so etwas ähnliches wie „Favorit“ nahmen zu Beginn die Spielgestaltung in die Hand, auch wenn beide Mannschaften keine übermäßigen Offensivambitionen verfolgten. In den ersten Minuten blieb es ein Abtasten, hin und wieder mal hier oder dort ein Torabschluss. Dann übernahm Gaga den Ball. Der geneigte Leser würde sich jetzt womöglich im Stuhl zurücklehnen und ein paar Zeilen überspringen, denn die personifizierte Torgefahr ist er ja nun wirklich nicht. Was dann allerdings folgte war nicht nur eine passable Torannäherung, nicht nur ein Torerfolg, sondern schlicht und ergreifend das Tor des Tages (und es fielen einige am heutigen Samstag). Nach einem wahnsinnig starken Zweikampf (das klingt schon eher nach Gaga) setzt er sich gegen den Gegner durch, ist allein gegen den Torwart, überlupft (!!!!!!!) diesen und schiebt lässig die Kugel ins Netz. Sensationell ist auch Sascha Renell. Dieser Vers war wohl eine Prophezeihung. Und der Verfasser eben dieses Verses wusste, dass er am Abend zumindest über eine Szene wieder einen Bericht schreiben würde.

 

Sensationell ist auch Sascha Renell

Aber es ging ja noch weiter. Croatia kam etwas mehr, Kupferdreh hielt gut dagegen und war defensiv stark und diszipliniert. Nach Balleroberungen ging es dann schnell, wie in der 9. Minute. Djemail wird lang auf die Reise geschickt, legt den Ball rüber auf den mitgeeilten Dennis, der hält den Fuß rein, 2:0. So spielt man Hallenfußball.

Im Anschluss die einzige Strafe gegen den VfL im kompletten Turnier. Eine gelbe Karte für Dustin, weil Dennis bei ganz ganz strenger Regelauslegung vielleicht einen Wechselfehler begangen hat. Interessant. Die Karte blieb folgenlos. Genauso übrigens die gelbe Karte für einen Croatia-Akteur, der ebenso für einen Wechselfehler verwarnt wurde, weil sein verletzter Mitspieler nicht an derselben Stelle den Platz verlassen hat, an der er hereingekommen ist. Alles nicht schlimm, die Schiedsrichter waren in allen drei Spielen sehr stark, besonnen und annähernd fehlerlos.

Mit dem Anstoß nach dem 2:0 kommt der Ball postwendend zu uns zurück und ohne, dass ihn ein heute weiß gekleideter VfL-Spieler berührt hätte, schlägt er nach wenigen Stationen im Tor ein. Etwas mehr als fünf Minuten noch. Nach dem 2:1 drängte Croatia immer mehr, wir kamen kaum zu Torchancen, verteidigten aber weiterhin gut. Das geht nur leider in der Halle nicht besonders lang gut, so sehr man sich auch bemüht. Mit einem Lars in Topform und viel Kampfgeist können wir uns zumindest noch fünf Minuten ohne Gegentor erarbeiten, bevor ein offen gesagt etwas unglücklicher Ball doch den Weg zum Ausgleich findet. Ein hoher Ball, der von der Wand abprallt, springt genau zu einem Offensivmann des NK, der etwas lasch verteidigt wird. Der lässt es sich nicht nehmen, den Ball in die Maschen zu hauen (14.). Kurz vorher hatten wir schon Glück, dass es da noch nicht 2:2 stand: Einen fälligen Freistoß hatte Croatia zwar verwandelt, allerdings ohne, dass der Schiedsrichter die Partie freigegeben hatte. Zwischen dem also zu wiederholenden Freistoß und dem Ausgleich hatten wir aber auch noch eine Chance, die nicht genutzt wurde.

Mit einer ansehnlichen Leistung, die sowohl zu Sieg als auch zu Niederlage hätte führen können, teilten wir uns so nach dem ersten Spieltag den zweiten Platz mit Croatia Essen.

 

 

VfL Kupferdreh – TGD Essen-West 1:6, 14:12 Uhr

Hammerjungs: Gajewski – Hainold, Henn – Rustemov, Barrotta

Tore: 0:1 (2.), 0:2 (5.), 0:3 (7.), 0:4 (9.), 1:4 Hainold (11.), 1:5 (12.), 1:6 (13.)

 

Auch der VfL Kupferdreh hinderte TGD nicht daran, erneut sechs Tore zu erzielen und sich mit zwölf Toren aus zwei Spielen zu einem Turnierfavoriten hochzumausern. Vor allem zwei Spieler aus der Offensive waren schlichtweg überragend und konnten weder von der Eiberg-Defensive noch von der VfL-Verteidigung gehalten werden. So stand es nach neun Minuten bereits 4:0 für TGD, die enorm hoch pressten, sich Torchancen erspielten und diese dann auch mit dem nötigen Glück versenkten, so zum Beispiel als ein Wandabpraller beim zweiten Nachschuss ins Tor gelümmelt wurde.

Eine der raren Möglichkeiten für uns versenkte Kevin, als wir schnörkellos die linke Linie hinunterspielten und Hainold (beziehungsweise Haarnold) in der Nähe des Handballkreises ins lange Eck zielte. Dann das gewohnte Bild: TGD dominierte und machte unter anderem mit einem weiteren Pfostentor das 6:1 und somit den Sieg perfekt.

Da aber anschließend Eiberg in einem enorm spannenden, hochklassigen und packend mitanzusehenden Spiel Croatia mit 3:4 unterlag, lief es auf einen Showdown zwischen den beiden A-Ligisten (1 zu 0 Punkte nach zwei Spielen) hinaus...

 

einer der wenigen Angriffsversuche

 

VfL Kupferdreh – Preußen Eiberg 4:4, 15:24 Uhr

Hammerjungs: Gajewski – Hainold, Henn, Hitpass – Barrotta

Tore: 0:1 (1.), 1:1 Barrotta (2.), 1:2 (3.), 2:2 S. Strub 4.), 2:3 (8.), 2:4 (9.), 3:4 Hitpass (13.), 4:4 S. Strub (15.)

Was war das, wenn kein Showdown? Allein in den ersten vier Minuten fielen vier Tore, beide Teams trafen doppelt. 34 Sekunden waren gespielt, als das erste Dribbling der Preußen mit der Führung belohnt wurde, schon da änderten wir unsere Taktik, hinten drin zu stehen und attackierten weiter vorne. Als Konsequenz spielen die Blauen einen haarsträubenden Fehlpass in Gios Füße, der zum Ausgleich verwandelt (2.). Für kurze Zeit ist der VfL wieder in der Blitztabelle vorbeigezogen. Wieder keine 60 Sekunden später: Eiberg spielt einen Sahnepass in Djemails Rücken, der Stürmer nimmt den Ball zweimal mit, steht vor Lars und versenkt. Eiberg wieder eine Runde weiter. Heiter weiter. Anstoß Kupferdreh. Nach mehreren Stationen verpufft der Angriff tief in der Eiberger Hälfte. Doch die Kugel fällt Gaga wieder zu, der einen Pass abfängt. Er passt rechts raus auf Steffan, der nicht lange fackelt und seine Farben wieder auf Platz Drei springen lässt. Toremäßig entspannt sich die Partie dann etwas, bevor es am Ende richtig schön adrenalingeladen werden solte. Zwar fielen zwischen der vierten und achten Minute keine Tore, munter nach vorne gespielt wurde trotzdem. Ein weiteres Mal zeigte sich aber, dass wir hinten (trotz insgesamt 12 Gegentoren) gute Zweikämpfe führen können und mit Lars einen der besten Schnapper hinten in unseren Reihen haben.

Neues Jahr, altes Leid: Da ist auch schon wieder ein Eckengegentor. Kurz ausgeführt, Abschluss, 2:3 (8.). Wir wollen natürlich wieder innerhalb von 60 Sekunden ausgleichen. Das klappt allerhöchstens mittelprächtig gut. Der Ball ist eine Spielminute später wieder im Tor, aber es ist wieder Lars, der hinter sich greifen muss. Ein Fernschuss aus Mittellliniennähe besorgt das 4:2. Die Fünf aus Eiberg mit einem Bein in der Zwischenrunde. Wir brauchten ein paar Angriffe, um uns darauf zu fokussieren, den Zuschauern hier noch einen Schlussspurt zu bieten. Ab der elften Minute aber rannten wir an. Rannten, sprinteten, kämpften, spielten, wurden offensiver und offensiver. Mit Erfolg! Knappe zweieinhalb Minuten sind noch auf der Uhr im Löwental, als Dustin eine Vorlage von Gio zum Anschluss verwertet. Dann kam Steffan für Gio zur absoluten Schlussoffensive. Die Männer vom Sachsenring kamen kaum noch nach vorne, auch wenn es dann brenzlig wurde. Aber die meisten Angriffe gingen auf das Tor vor der Wechselbank der Cichon-Mannschaft. Eine Minute noch. Kurze Besprechung auf der Hammerbank. Gio für Björn? Gio für Björn! Abwehr wird überbewertet. Wir rennen an, suchen Lücken, finden aber keine. Verzweiflungsschüsse. Ärgern. Ball wiedergewinnen. Ball hinterherlaufen. Grätschen. Weiterversuchen. Und hoffen. Hoffen auf den einen Ball. So einen wie den auf Steffan 25 Sekunden vor Schluss. Halbrechte Position, knapp vor dem Handballhalbkreis. Annehmen? Nee, so einen Ball doch nicht. Draufziehen muss man den. Wenn der nicht drin ist, ist es das. Kein Druck. Die Bank steht. Die Zeit steht. Steffan nicht. Der bewegt sein rechtes Bein in Richtung Ball. Und haut das Ding trocken in den Giebel! 4:4! Nicht zu fassen! Was ein Spiel!

Doch man denke an das Spiel gegen Werden 80, da lag man sich nach 3:3 in der Nachspielzeit in den Armen und verlor das Spiel noch. Netto noch 20 Sekunden. Time-Out und Anstoß. Letzter Angriff. Und es passiert... NICHTS. Ball im Aus. Kupferdreh in der nächsten Runde. Sensationell! Hammer, Jungs!

 

Steffan trifft

 

Im letzten Spiel unserer Gruppe führte übrigens Croatia bis zu letzten Minute mit 2:0 gegen das bockstarke TGD Essen-West, das in der 15. Minute aber noch zwei Treffer erzielte. Verrücktes Spiel. Verrückte Gruppe. Wir hätten fast gegen Croatia gewonnen und die gewinnen fast die Gruppe. Vollkommen egal. Wir sind weiter!

Schön war's in Werden. Und wir dürfen noch eine Runde. Die Termine und die Örtlichkeit werden in Kürze hier bekannt gegeben, sobald ausgelost wurde.

 

Vorrunde überstanden

 

 

Impressionen in ruhenden und bewegten Bildern sind auf unserer Facebook-Seite (https://www.facebook.com/vflkupferdreh) und bei den Kollegen von Reviersport (https://www.facebook.com/reviersport/?hc_ref=PAGES_TIMELINE) zu finden.

 

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Weitere Doppelpack-Verlängerung

05.01.2017

Mit Björn Metzler (links) und Patrick Gonzalez (rechts) haben zwei weitere Spieler ihr Bekenntnis zum VfL abgegeben.

 

Verlängerung Björn Metzler Gonzo

Björn hat in dieser Saison leider wieder leidvoll erfahren müssen, dass sich auf "Metzler" nicht nur zufällig "verletzt war" reimt.
Wie in beinahe jedem seiner Jahre im Herren-Bereich verbrachte er die fast komplette Hinrunde wahlweise im Krankenhaus, zu Hause oder auf der Tribüne, ohne ins Spielgeschehen eingreifen zu können. Jetzt ist er wieder zurück und konnte der Zweiten schon helfen. In der Vorbereitung wird er bei der Ersten bleiben und zum ersten Mal Kreisliga-A-Luft schnuppern.

Den Schritt vom Kader der Zweiten zum festen Bestandteil der Ersten hat Gonzo dagegen schon am Anfang der Saison beschritten. Mit seiner sagenhaften Ruhe am Ball, seinen Diagonalpässen und seinem sensationellen Stellungsspiel hat er schon viele brenzliche Situationen bereinigt.

Nun also stehen die beiden, die sich schon seit Kindesbeinen an kennen, endlich wieder gemeinsam im Kader einer Fußballmannschaft und werden das auch über die laufende Spielzeit hinaus tun.

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Nächster Vollzug einer Vertragsverlängerung

03.01.2017

Verlängerung Roesch

Die mannschaftsübergreifend wohl meisten Minuten dürfte Marvin Roesch gesammelt haben, der für "seine" Zweite noch keine Minute verpasst hat, das ein oder andere Mal für die Erste gespielt hat und sogar bei den Alten Herren schon ausgeholfen hat. Zuverlässig spielt er da, wo er gebraucht wird, sei es im Feld, im Tor oder nur auf Abruf auf der Bank. Dementsprechend sind wir froh, verkünden zu dürfen, dass auch er unlängst seinen Kontrakt beim VfL verlängert hat.

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Vorbereitungsplan für Interessierte

03.01.2017

Wer Interesse an einem Probetraining hat oder aus sonstigen Gründen den VfL in der Vorbereitung sehen möchte, kann gerne am Eisenhammer vorbeischauen. Hier ist der Vorbereitungsplan.

 

Vorbereitungsplan

Der Fehlerteufel hat sich leider eingeschlichen. Es müsste heißen "Nach dem ersten Meisterschaftsspiel findet das Training wieder wie gewphnt dienstags und DONNERSTAGS jeweils um 19:30 Uhr statt."

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Nützliche Links

31.12.2016

Die (ehemalige) Rubrik "Service" heißt nun "Service/Links" und beinhaltet eine Menge Links zu verschiedenen Fußball-Seiten, bei denen wir auftreten. Sowohl Erste als auch Zweite sind dort reichlich vertreten. Klickt euch durch!

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Vertragsverlängerung im Doppelpack

31.12.2016

Und auch der Dauerbrenner und der Top-Torschütze verlängern ihre Kontrakte.

Verlängerung Pumba Steffan

 
Marcel Lampey (links), genannt Pumba, lief in 18 von 19 Spielen für den VfL auf und traf mit einem sensationellen rechten Hammer gegen Werden-Heidhausen. Der 23-Jährige hat in dieser Saison einen der größten Sprünge gemacht und glänzt mit hohem Trainingseifer.

Der Zweite der Doppelpack-Verlängerer ist Steffan Strub (rechts), der in dieser Spielzeit schon sieben Mal in der Kreisliga A und auch schon in der Kreisliga C für die Zweite genetzt hat.

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Die Nummer Zehn ist auch in Zukunft vergeben

31.12.2016

Giovanni Barrotta, der fünffache Torschütze in dieser Spielzeit, bindet sich an die Hammerjungs. Damit bleibt dem VfL ein Spieler erhalten, der in guter Form seiner Mannschaft mit Toren, Laufarbeit und Vorlagen durchaus helfen kann.

Verlängerung Gio

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Bammsiepe verlängert!

29.12.2016

Der Defensiv-Allrounder Marcel Bramsiepe, der sich nach überstandener Verletzung immer weiter ins Team kämpft, wird auch künftig noch das Jersey seines VfL tragen.
Im Training überzeugt er nicht nur mit ständiger Präsenz und großem Einsatz, der ihn schon zu einigen Minuten auf dem Feld geführt hat, sondern auch durch Freistöße. Genauer gesagt durch einen extrem strammen Freistoß, der für Schnapper Thomas schier unhaltbar war und der ihm postwendend den Spitznamen Bammsiepe einbrachte.

Verlängerung Bammsiepe

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Festtagsgrüße vom Eisenhammer

25.12.2016

  

Wer sich das Video durch Plugin-Probleme nicht ansehen kann, sei auf unsere Facebook-Seite verwiesen, wo das Video ebenso hochgeladen wurde:

https://www.facebook.com/vflkupferdreh/?hc_ref=NEWSFEED&fref=nf

 

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Hammer Typ: Armin Brehmer

22.12.2016

Ein weiterer Bekenner zum VfL und deshalb auch ein Hammer Typ ist Armin Brehmer, der uns über die Saison hinaus unterstützt. Danke dafür, lieber Armin.

Armin Brehmer

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Hammer Typ: Frank Füsers

22.12.2016

Frank Füsers, ein Mann, der sich vielfältig um den VfL verdient gemacht hat und macht, hat sich zum VfL bekannt und unterstützt die Jungs vom Eisenhammer. Seit Jahren im Vorstand tätig, Medienbeauftragter und von Zeit zu Zeit immer wieder als Libero im Dienste des VfL tätig, ist er auf dem Weg zur Vereinslegende. 

Frank Füsers

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Trainingszeiten aktualisiert

22.12.2016

Die Trainingszeiten unter der Rubrik "Mannschaften" sind nun an die Saison 2016/17 angepasst.

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Rubrik "Sponsoren" auf dem aktuellen Stand

21.12.2016

Nicht nur die "alten" Sponsoren wurden entfernt, sondern sogar durch die aktuellen ersetzt. Außerdem wurde die Rubrik durch die Unterseite "Hammer Typen" ergänzt, wo nun auch alle Hammer Typen ihren dauerhaften Platz auf unserer Homepage bekommen haben.

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81 Jahre geballte Fußball-Erfahrung verlängern

20.12.2016

Unsere beiden Haudegen, die läuferisch Spieler in die Tasche stecken, die gerade einmal halb so alt, bekennen sich zum VfL und hängen mindestens noch eine Spielzeit dran.

Von der Einstellung her sind sowohl Rene als auch Djemail absolut vorbildlich und stehen so häufig wie kaum ein anderer am Eisenhammer auf dem Fußballplatz.

 

Verlängerung Rene Djemail

Bei den wenigsten besteht ein Zweifel, dass ihr noch einmal 81 Jahre in unserem Dress weiter spielen könntet, da könnte sich der ein oder andere noch eine Scheibe von abschneiden. Schön, euch für die kommende Saison noch einplanen zu können!

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Hammer Typ: Mike Gonzalez 

20.12.2016

Der nächste Hammer Typ, den wir kurz vorstellen wollen, ist dem VfL noch besonders aktiv verbunden. Denn Mike Gonzalez spielt selbst noch für die Alten Herren. Wir bedanken uns für dein Bekenntnis und hoffen noch auf viele schöne gemeinsame Jahre!

Mike Gonzalez

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Sascha "Ole" Kohlmann bindet sich über Saison hinaus an den VfL

19.12.2016

Oleoleeeeeee, Sascha Kohlmann lässt sich nicht lang bitten und verlängert seinen Kontrakt ebenfalls über die kommende Saison hinaus und wird weiterhin Teil der Hammerjungs bleiben! Der Kapitän, der vielseitig in der Defensive und als Geheimwaffe auch weiter vorne beziehungsweise überall eingesetzt werden kann, ist längst unverzichtbar im Kader des VfL geworden. Auf dem Platz führt er das Wort und versteht sich doch mit jedem gut. Nach dem Spiel oder Training gibt es kaum jemanden, der länger am wunderschönen Eisenhammer bleibt.

Verlängerung Ole


Und jetzt steht also fest, dass wir die "neue" Mannschaft für die kommende Spielzeit um ihn herum aufbauen können. Sauber, Ole!

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Erster Neuzugang des Winters: Mali ist zurück

19.12.2016

Der erste Neuzugang ist unter Dach und Fach gebracht worden! Es ist das Comeback des Jahres! Thomasz Maliglowka, der schon etliche Spielzeiten im Jersey des VfL gespielt hat, wird uns mit sofortiger Wirkung verstärken! Das bestätigte er unlängst mit einem "Vertrag" der Kreisliga-Art. Herzlich Willkommen an unseren neuen Hammerjung Mali!

Mali 1

 

Mali 2

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Weihnachtsgedicht ohne weihnachtlichen Inhalt

18.12.2016

Im Rahmen unserer Weihnachtsfeier gab es auch durchaus lyrische Einflüsse. Vorgetragen wurde das nicht ganz weihnachtliche Gedicht von unserem literarischen Quartett - das nur aus Käpt'n Ole bestand.

Angelehnt ist das an das 2006 zur Fußball-WM von Xavier Naidoo geschriebene Lied "Danke".
Wer Interesse an den Parallelen zum Original hat oder sogar den Hammertext über das Original singen möchte, kann sich hier die beiden Texte nebeneinander ansehen (das Original links, unser Text rechts):
https://www.dropbox.com/s/3e7d85npjsrg3l0/Danke_VfL.pdf?dl=0

Das Lied findet ihr hier:

https://www.youtube.com/watch?v=pajuo-aaNZI

Und hier der Songtext:

Uns bleibt nichts zu tun, außer Danke zu sagen,
Denn ihr habt Großes geleistet in diesen Tagen.
Die Hinrunde dieser Saison war keine schlechte Zeit
Die Hinrunde dieser Saison war nur einfach nicht eure beste Zeit.
Ihr habt Yurdum geschlagen nach nem schweren Spiel,
Neues Spiel, neues Glück, denn diese Liga bietet viel.
Ihr habt uns so viel geboten, eure Namen sollen klingen,
Lasst den Lehrer ein Lied für euch schreiben Ole eure
Namen singen.

Wir salutieren vor Kapitän Sascha Kohlmann,
geht er zum Kopfball, denkt der Gegner „Oh Mann“
Am Himmel des VfL ist sein Stern so grell,
wir feiern ihn und sagen „Sensationell!“

Sensationell ist auch Sascha Renell
macht er viele Meter ermüdet er – nicht!
Muss früh zur Arbeit, kommt spät zum Platz,
Hast du nen Einwurf? Der Gaga macht's!

Dann der loyale Björn Metzler,
der viel zu lange verletzt war,
läuft und läuft, Stück für Stück,
und dann den ganzen Weg noch einmal zurück,

Vorname Kevin, Spitzname Haini, glaub mir, Kevin,
es ist bei di' genauso grausam,
wie beim Metzler, die Verletzung,
sei es der Fuß oder der Arm.

Der große Star der Zweiten heißt Philipp Schmidt,
tut mir Leid, Philipp, aber das stimmt nicht.
Doch für dei'n Einsatz im Training
spielst du zu wenig,
Dich kämpfn zu sehn, ist 'ne Offenbarung.
Philipp, nie vergessen wir deinen Namen.

Unser Trainingsweltmeister war Lars Gajewski,
Doch darauf reimt sich leider nur Jetski,
Und genauso flink läufst du den Platz ab,
du gingst den Gegnern ganz schön auf den Sack

Er wurde gesperrt, so ein Schrott,
doch den Sieg über Teutonia holt der Fußballgott,
Tobi Arlt, jetzt geht's erst los,
Übernimm das Spiel und stell den Gegner bloß.

Auch unser Marci ist der Bammer,
Bammsiepe und echt der Hammer,
kommt nach Zwangspause zurück, wird nicht erdrückt,
herzlich willkommen zurück am Eisenhammer!

Unsere neue Stammkneipe, ja klaro,
die ist hier bei der Caro.
Sie lädt auch zur Weihnachtsfeier ein,
Caro, wir sind froh, hier zu sein.

Im Mittelfeld der Zweiten
sieht man Sven Beeker angreifen,
ob defensiv oder offensiv,
er ist der, über den es lief.

Mauer, Freistoß, schieß ihn rum da
für solche Fälle haben wir den Pumba,
hat getroffen im Löwental
und für die Hammerjungs gespielt schon achtzehn Mal.

Weniger gespielt haben Mel und Tim,
doch kommen fast zu jedem Auswärtsspiel hin,
haben eine Übersicht wie Thomas Broich,
Jungs, auf dem Platz, da brauchen wir euch.

Giovanni Barrotta ist ein echt kranker Zocker
bei ihm sind Zunge und Tore locker
Es hieß, wer ist dieser Gio, er ist unbekannt,
Jetzt wär' jeder Schiri gern mit dem verwandt.

Das ist jetzt kein Spaß, Dustin Hitpass,
Gio will ein Tor und du spielst ihm den Pass,
Der Ball ist sein Freund, er passt ihn,
doch er erobert ihn auch, unser Dustin.

Currywurst und Bier gibt’s beim Perry,
eigentlich alles außer Cola Cherry,
lebende Legende, so viel ist klar,
geht man zum Eisenhammer, ist der Perry da.

Schaut man zurück, ist Gerrit Witt,
nicht der, der in seiner Ausbildung unter Gio..... arbeitete
Sondern mit seinem linken Fuß der Hit,
Zurecht nehmen wir zu jedem Spiel ihn mit.

Man merkt schon am Reim zu Sardellen,
hier ist die Rede von Frikadellen,
die bekommen wir von Malwin
oder auch nicht. Malwin, mach hin!

Der Gonzo hat wohl die allergrößte Ruhe
an seinem Fuß ist der Ball wie in 'ner Truhe
Ob zuerst auf der Bank oder auf dem Feld,
er ist genau da, wohin man ihn stellt.

Im Mittelfeld und in der Abwehr
kommt von Dennis stets der Takt her,
Glänzt mit Übersicht und Zweikampfhärte,
unzählig sind die Bälle, die er klärte.

Dann der Orkan, Strubbi Steffan,
den wir schon sieben Mal beim Torjubel sah'n.
Nicht nur in der Ersten, auch in der Zweiten,
lass uns jetzt bitte aufhören alle zu streiten.

Vom Jahrhunderttalent bekommt man vieles geschenkt,
Doch bestimmt nicht den Ball, hat er den einmal,
lässt er bald ab einen Strahl,
Winkler, unser Heilige Grahl.

Nur ein einziges Mal wurde aus Djemail
den man sonst als perfekten Spieler sah
als er den Schiri benannte als toall und als Qual,
nur da wurde aus ihm DjeMOAl.

Und so kommen wir auch schon zu unserem Trainer Emre Moa,
ThoMOAs ins Tor, DjeMOAl davor,
Noch dreimal MOAcell, we want MORE,
EisenhamMOA, sag noch einMOAl „MOA!“

Wir wünschen allen Bekennern, Freunden und Gönnern des VfL frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wer Zweckreime, lyrische Ungenauigkeiten oder Majestätsbeleidigungen an Herrn Nadioo findet, möge sich bitte gnädig mit dem Autor zeigen.

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Weihnachtsfeier der Ersten und Zweiten - VfL feiert  bei erster Hammer Typin

18.12.2016

Die Weihnachtsfeier des VfL war ein voller Erfolg. In der wunderschönen Gaststätte BEI CARO hatten beide Mannschaften von der Ersten und Zweiten eine Menge Spaß. Bei leckerem Essen und reichlich Getränken amüsierte man sich prächtig.

Ein herzliches Dankeschön geht noch einmal an Caro, die sich als erste Hammer Typin zu den ganzen Hammer Typen einreiht und sich ebenfalls zum Eisenhammer bekennt.

 

Bei Caro

Ebenso gilt der Dank unseren Gästen Perry und Hermann, die es sich nicht haben nehmen lassen, mit uns den Jahresabschluss zu feiern.

Weihnachtsfeier Erste

 

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Hammer Typ: Auch Faxe bekennt sich

17.12.2016

 Heute gilt es einen weiteren Hammer Typen zu ehren. Und zwar niemanden Geringeren als den weltberühmten Faxe. Er trainiert nicht nur mit Herzblut die Alten Herren, sondern bekennt sich auch weiterhin zu seinem VfL. Danke, Faxe, du Hammer Typ!

Faxe

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Hammer Typ: Gerd Landers

15.12.2016

Gerd Landers

Wir stellen den nächsten Hammer Typen vor: Auch Gerd Landers bekennt sich mit Kudel im Arm zum Vfl. Wir freuen uns, dich in der nächsten Saison immer noch an unserer Seite und am wunderschönen Eisenhammer zu haben.

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Hammer Typ: Hermann Esser

14.12.2016

 Hermann Esser

Der nächste Hammer Typ, bei dem wir uns für seine Loyalität und sein Bekenntnis zum VfL bedanken wollen, ist unser Hermann! Danke, dass du nicht nur in dieser Saison, die sicherlich nicht ganz einfach ist, sondern auch darüber hinaus deinem Verein über die Maßen erkenntlich bist!

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Hammer Typ bleibt uns über die Saison hinaus erhalten

12.12.2016

Im Zuge der Weihachtsfeier gebührt unser Dank auch dem Ausrichter, der Theater Klause. Besonders danken wir Besitzer Robbie, der uns trotz der schwierigen sportlichen Situation weiterhin zum VfL bekennt und uns über die Saison hinaus seine Unterstützung zugesichert hat. Du bist ein echter Hammer Typ, wir hoffen auf viele weitere gemeinsame Momente!

Robbie Theater Klause

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Danke für die Weihnachtsfeier der Alten Herren

12.12.2016

Der "Musik Student" hat auf der Feier der Alten Herren für die musikalische Untermalung gesorgt. Von dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön dafür. Er darf bei (fast) keiner Feierlichkeit rund um den Eisenhammer fehlen. Hoffentlich kommt noch die ein oder andere dazu, bis dahin!

Musik-Student

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Erste mit hundertstem Gegentor und erster zweistelligen Niederlage – Beide Mannschaften ihren Gegnern eine Klasse unterlegen

11.12.2016

Blau/Gelb Überruhr I – VfL Kupferdreh I 13:0 (5:0), 18. Spieltag, Sonntag, 11.12.2016, 15:15 Uhr

Hammerjungs: Plohmann – Hainold, Bammsiepe, Marcow (46. Rustemov, gelb/rot: 89.), Kohlmann (C), Gajewski – Witt, Hitpass (66. Lampey), Renell, Barrotta – S. Strub (78. Roesch)

Tore: 1:0 (15.), 2:0 (17.), 3:0 (20.), 4:0 (38.), 5:0 (43.), 6:0 (46.), 7:0 (50.), 8:0 (55.), 9:0 (62., FE.), 10:0 (65., FE.), 11:0 (83.), 12:0 (83.), 13:0 (89.)

 

ESG II – VfL Kupferdreh II 17:0 (5:0), 14. Spieltag, Sonntag, 11.12.2016, 14:15 Uhr

Hammerjungs: Roesch (C) – Ekin – Katzenmeier, Päsler – Schmitz, Ramirez – Schmidt, Ajoud, Menzel  – C. Strub, Rzepala

Tore: 1:0 (EM., 9.), 2:0 (14.), 3:0 (20.), 4:0 (24.), 5:0 (28.), 6:0 (50.), 7:0 (55.), 8:0 (60.), 9:0 (65.), 10:0 (66.), 11:0 (70.), 12:0 (75.), 13:0 (79.), 14:0 (80.), 15:0 (83.), 16:0 (85.), 17:0 (89.)

 

30 Gegentore in zwei Spielen... Rabenschwarzer Tag für den VfL. Aber die Ansetzungen für den heutigen Sonntag waren auch sehr undankbar. Während die Erste nach Überruhr zu Blau/Gelb musste, die nach 17 (!) Siegen in Folge ihr erstes Spiel verloren und mit entsprechend viel Wut gegen das Tabellen-Schlusslicht agierten, musste die ausfallgebeutelte Zweite den beschwerlichen Weg an die Hubertusburg antreten, wo der mit fast perfekter Ausbeute (31 Punkte aus 11 Spielen) ungefährdete Tabellenführer und Aufsteiger in spe ESG wartete. So hart das klingt: Schon vor den beiden Spielen waren Niederlagen, die nahe an der Zweistelligkeit waren, erwartet worden. Beide Mannschaften spielten mit dem Ziel der Schadensbegrenzung. Ob das gelungen ist, ist eine schwer zu beantwortende Frage. Denn man darf nicht vergessen, dass in der Kreisliga „Spitzenreiter gegen Tabellen-Letzter“ ein ganz anderes Kaliber ist als in der Bundesliga, zu groß sind die Abstände unter den Vereinen. So kommt das Spiel nicht Bayern München gegen Darmstadt 98 gleich, sondern eher Bayern München gegen Rot-Weiss Essen. Allein das Etat hat beispielsweise in Überruhr ganz andere Dimensionen als am „beschaulichen“ Eisenhammer. Wo man zwischen Darmstadt und Bayern zumindest noch handliche Zahlen hat, um zu beschreiben, wie viel höher der Etat ist, braucht man in unserem Fall wohl einen Taschenrechner, höhere Mathematik und ein abgeschlossenes Grundlagenstudium, um die Größenverhältnisse symbolisieren zu können.

 

Wie die Borussia aus Mönchengladbach sich am Mittwoch freuen konnte, kostenlos sich das Camp Nou einmal ansehen zu dürfen und den großen Lionel Messi beim Torjubel aus nächster Nähe zu betrachten, so staunte man auf (beziehungsweise vor) der Trainerbank des VfL Kupferdreh nicht schlecht, wie gut der Gastgeber kombinierte und harmonierte, die (teilweise Oberliga-)Erfahrung zeigte sich in fast jeder Situation. Auf dem heimischen Kunstrasen dominierte der Favorit, ohne in den ersten 15 Minuten zu 100%igen Chancen zu kommen. Die Hammerjungs machten es den hoch bezahlten Edeltechnikern schwer, auch wenn natürlich nicht alles verhindert werden konnte. Nach 20 Minuten waren aber schon alle Zweifel ausgeräumt, wer hier den Platz als Sieger verlassen würde. Zwischen der 15. und 20. Minute schaltete Blau/Gelb den Turbo an und erzielte drei Tore, darunter eines der wenigen, was sich der VfL ankreiden lassen muss. Das 2:0 resultierte aus einem schnell ausgeführten Freistoß, wo die Defensive schlichtweg geschlafen hat. Das war übrigens Gegentor Nummer 100 in der laufenden Spielzeit. Mit 0:5 ging es in die Pause. Dann kam Djemail, oder heute DjeMOAl. Im Laufe der zweiten Halbzeit spielte er allein sich drei Chancen heraus und sorgte für viele Offensivbemühungen, die aber leider vergeben wurden. Ansonsten hatten nur Steffan und Gio im Duett Chancen. Nach zwei Elfmetern, von denen einer strittig war, und weiteren technisch hochwertigen Kombinationen seitens der Hausherren, war das Dutzend nach 83 Minuten voll. Doch sowohl Gegentor Nummer 13 als auch ein sehr überflüssiger Platzverweis sollten noch folgen. Kaum schlug ein Fernschuss zum 13:0-Endstand ein, ließ sich DjeMOAl zu einem Meckern hinreißen und bekam wohl folgerichtig die gelbe Karte. Anschließend wurde ihm aber noch eine gelbe Karte und somit der Platzverweis ausgesprochen, was sehr, sehr unnötig war – beim Stande von 0:13 wohl gemerkt. Schlussendlich schlugen wir uns (ich weiß, wie blöd das klingt, aber ich habe es zu erklären versucht) ziemlich wacker und hielten im Rahmen dessen, wie man gegen Blau/Gelb nun mal dagegen halten kann, ganz vernünftig dagegen. Wäre die gelb/rote Karte nicht gewesen, hätte man wenig zu meckern gehabt. Konjunktiv ist die Sprache der Verlierer. Aber da wir verloren haben, könnte man ja auch mal den Konjunktiv bemühen.

 

Vermutlich könnte man obige Worte noch einmal wiederholen, wenn man über das Spiel der Zweiten spricht, aber bei Interesse kann der geneigte Leser ja auch den obigen Absatz ein weiteres Mal lesen, ohne Details zu beachten (Platzverweis, Ortsangaben, genaue Ergebnisse).

 

Das war's also für dieses Jahr. Schade, dass es so enden muss, aber immerhin haben beide Mannschaften jetzt die größten Brocken, die im Sommer ziemlich sicher aufgestiegen sein werden, aus dem Weg und können sich 2017 mit anderen Problemen auseinander setzen.

 

Aber das nächste Ziel, auf das man sich freuen darf, ist eh die Weihnachtsfeier in der kommenden Woche. Bis dahin!

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Wichtigste Frau im Trainerstab verlängert

10.12.2016

Auch der Trainerstab stellt die Weichen für die Zukunft. Als Erste ist offiziell Fabienne Rose nächstes Jahr weiterhin an der Seitenlinie für den VfL aktiv. Die Fachfrau für medizinische Angelegenheiten half in der laufenden Spielzeit schon bei dem ein oder anderen (mehr oder weniger großen) Wehwehchen. Durch ihre Professionalität und ihren guten Draht zu den Ersatzspielern machte sie sich am Eisenhammer wie auf des Gegners Platz bereits unverzichtbar.

Verlängerung Fabienne

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Grüße von der Weihnachtsfeier der Alten Herren

10.12.2016

Dass der VfL nicht nur aus der ersten und zweiten Mannschaft besteht, ist den allermeisten klar. Es geht nur leider in der öffentlichen Wahrnehmung (insbesondere durch die sozialen Medien) zu sehr unter, wie sehr die (zu Unrecht) so genannten „Alten“ Herren den Verein mitprägen. Dieser Teil der Hammerjungs schickt nun auf diesem Wege seine Grüße an alle Sympathisanten des Vereins vom Eisenhammer.

Weihnachtsfeier Alte Herren

Von der diesjährigen Weihnachtsfeier in der Theater Klause werden an alle Fans, Freunde und Gönner des VfL ein besinnliches Weihnachtsfest und ein guter Rutsch ins Jahr 2017 gewünscht. Wir sehen uns auch nächstes Jahr am Hammer!

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Kapitän der Herzen bleibt an Bord

08.12.2016

Diese Nachricht schlägt hohe Wellen: Trotz des Gegenwindes, der uns in der Kreisliga A entgegenweht, streicht unser Ex-Kapitän Sascha Renell nicht die Segel, sondern bleibt seiner Mannschaft erhalten. Wir hoffen, mit seiner Zusage, jetzt das Ruder noch einmal herumreißen zu können, auch wenn das schwer wird.

Doch genug der nautischen Wortspiele. Wir freuen uns sehr, dass Gaga uns bis über die Saison hinaus erhalten bleibt. Wie auch Björn ist er eine fast schon schillernde Figur am wunderschönen Eisenhammer, der neben seiner Qualität auf dem Platz ebenso durch Vorstandsarbeit viele Verdienste für fußballbegeisterte Leute leistet.

 

Verlängerung Gaga

Auf dem Platz vereint Gaga sowohl Offensivdrang als auch defensive Zweikampfstärke und Spielintelligenz. Auch ohne die Binde am Arm hat er auf dem Platz und in der Kabine eine Menge zu sagen, von seiner Erfahrung und seiner Einstellung profitieren alle, die auf ihn hören. Doch es sind nicht nur seine Zweikämpfe und seine Impulse nach vorne, die ihn für uns so wichtig machen. Denn bei sämtlichen Standards, seien es Einwürfe, Freistöße oder Ecken, ist er stets eine Waffe für uns und dem Gegner ein Dorn im Auge.

Wie das „Jahrhunderttalent“, so hat auch dieser Defensivstratege das Zeug, den Verein langfristig zu prägen und befindet sich auf dem Weg zur VfL-Legende. In dem Sinne: Ahoi!

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Die Rubrik "Mannschaften" wurde für die erste und zweite Mannschaft aktualisiert

08.12.2016

Nun findet sich unter dem Reiter auf der linken Seite das jeweils aktuellste Mannschaftsfoto sowie ein Link zur Kader der Mannschaften bei der Fußballplattform fupa.

 

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Erneut knappes Spiel hat wieder keine Punkte für Erste übrig

05.12.2016

Preußen Eiberg I – VfL Kupferdreh I 4:2 (1:1), 17. Spieltag, Sonntag, 04.12.2016, 14:15 Uhr

Hammerjungs: Plohmann – Hainold (75. Lampey), Henn, Kohlmann (C), Winkler – Renell, Hitpass,
                        Gajewski – Barrotta, Rustemov (65. Witt) – S. Strub (79. Cuetinho, rot: 90.) (Bank:     
                        Bammsiepe, Marcow)

Tore: 0:1 Barrotta (17.), 1:1 (34.), 2:1 (60.), 2:2 Hainold (70., FE.), 3:2 (81.), 4:2 (89.)

 

Dass Eiberg-Trainer und Ex-Bundesliga-Profi Thomas Cichon Lars in der Schlussphase der Partie kurz am Einwurf hinderte, sagt wohl viel über die Partie aus. „Die haben Angst“ hörte man vonseiten der Kupferdreher Zuschauer. Rückblickend betrachtet ist das wohl deutlich übertrieben. Aber es zeigt, dass das vermeintliche „Kanonenfutter“ aus dem Essener Süden nun ernst genommen wird und man sich Vorteile davon verspricht, das Spiel der Hammerjungs etwas zu verlangsamen. Tatsächlich sind wir seit einigen Wochen überaus konkurrenzfähig. Wie schon gegen Werden 80 erzielten wir die Führung, gingen mit einem Unentschieden in die Pause und hatten kurz vor Schluss einen Punktgewinn in Reichweite.

 

In der Wintersonne von Eiberg gewannen wir die Platzwahl, entschieden uns aber für die Seite, die im Nachhinein betrachtet eher die ungünstigere war. Die Wahl ist zwar in keiner Weise spielentscheidend gewesen, doch bleibt es ein kleiner Fehler, der im Laufe des Spiels häufig aufgegriffen wurde und von dem sich der Verfasser dieser Zeilen nicht freisprechen kann. Wie dem auch sei, nach der Platzwahl wurde dann auch Fußball gespielt. Die Partie begann furios, mit sehr hohem Tempo auf beiden Seiten. Als sich das Spiel gerade etwas beruhigte, fiel dann Tor Nummer Eins. Dustin spielt aus zentraler Position einen Ball in Djemails Lauf, den er zwar nicht direkt verwerten kann, im Zweikampf aber so gewinnt, dass er den Verteidiger abgeschüttelt hat. Mit enormer Geschwindigkeit geht er zur Grundlinie, tanzt mehrere Eiberger aus und bringt den Ball an die Fünferkante, wo Gio dankbar und ohne große Mühe einschiebt (17.). Eiberg wird nun noch offensiver, ist mit drei statt vorher zwei Stürmern in unserem hinteren Drittel und beschäftigt unsere Defensivabteilung fast ununterbrochen. Aber die Gäste vom VfL verteidigen das sehr stark, immer wieder hilft ein Mittelfeldspieler mit, die Lücke zu schließen. Die Preußen können so aus dem großen Ballbesitzvorteil kein Kapital schlagen, kommen sogar kaum zu ernsten Torannäherungen. Was dann das 1:1 beschert, muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Eiberg trifft nach einem Konter (!) zu Hause (!!) gegen den Tabellen-Letzten (!!!), der auch noch führt (!!!!). Schwer vorstellbar, aber beim VfL ist natürlich alles möglich. Wie der Gastgeber es aber spielt, ist nicht von schlechten Eltern. Ein Diagonalball auf die rechte Außenbahn kommt genau in den Lauf des zu freien Eibergers, der knappe 20 Meter vor dem Tor Thomas eiskalt und gekonnt überlupft (34.).

 

Taktisch sah die ganze erste Halbzeit sehr zufrieden stellend aus. Die Allermeisten ordneten sich dem System unter, standen kompakt, sprachen untereinander und machten es den Hausherren schwer. Offensiv kamen wir auch zu Chancen, wie in der fünften Minute nach Doppelpass von Gio und Djemail. Nach den Angriffen zogen wir uns zumeist wieder zurück und spielten diszipliniert weiter. Ab und zu hätten wir etwas schneller zurückkommen können und uns energischer verschieben können, aber im Ganzen war die Laufleistung sehr vernünftig.

 

Beinahe das gleiche Bild in der zweiten Hälfte. Nicht wirklich viele Chancen auf beiden Seiten, aber schöne Angriffe, die nur nicht zu Ende gespielt wurden. Dem Spielbericht des Gegners zufolge war man mit dem eigenen Offensivspiel nicht besonders zufrieden, was wir uns ohne mit der Wimper zu zucken auf die Fahne schreiben können und worauf man am Eisenhammer stolz sein kann. Nach 60 Zeigerumdrehungen die strittigste Szene des Spiels: Ecke für die Hausherren, nach einem Pass wird der Ball auf den zweiten Pfosten gegeben, wo ein Eiberger sträflich frei steht. Kevin orientiert sich auf die Torlinie, wo er sich direkt neben den Pfosten stellt. Den Kopfball kann er tatsächlich mit ganzem Körpereinsatz erreichen, woraufhin ein Mitspieler die Kugel wegdrischt. Der Schiedsrichter entscheidet, dass der Ball die Linie bei Kevins spektakulärer Rettungsaktion bereits überschritten hatte und zeigt auf den Mittelpunkt. Da es für mich persönlich sehr schwer zu sehen war, enthalte ich mich eines Kommentars, insbesondere da dem Schiedsrichter ansonsten kaum etwas vorzuwerfen ist. Daraufhin agierte der Gast etwas offensiver, kam zu Abschlüssen. Zehn Minuten nach dem Rückstand hat Gio Platz und fällt im Sechzehner. Nach Spielbericht der Gastgeber ein „berechtigte[r] Elfmeter“. Kevin tritt an und schickt den Ball in genau die gleiche Ecke wie den Torwart, die rechte vom Schützen aus gesehen. Allerdings ist der Strafstoß so gut geschossen, dass er für den Schlussmann unerreichbar ist, so lang er sich auch macht (70.).

 

Eiberg war nun wieder am Zuge. Für Kupferdreh nur noch die Hoffnung auf einen Zähler oder sogar den einen Konter... Doch erst einmal ging Preußen wieder in Führung. Erneut liegen knappe zehn Minuten zwischen beiden Toren. Die Hintermannschaft des VfL gewährt dem Gegner auf der linken Angriffsseite zu viel Platz. Als er in den Strafraum eindringt, ist es fast schon zu spät. Kein Kupferdreher kann ihn am Abschluss hindern und er schlenzt den Ball in die lange Ecke, wo er perfekt platziert einschlägt (81.). Wie schon vorige Woche machten wir wieder auf. Durch Standards wurden wir gefährlich, aber für ein Tor sollte es nicht mehr reichen. Stattdessen machte der heimische SV den Deckel drauf. Kontersituation, 2 gegen 2. Wohl zu einfach können sich die zwei Angreifer bis zu Thomas durchspielen, der keine Chance mehr hat, den Treffer zu verteidigen (89.). Unrühmlicher Schlusspunkt war dann eine Rudelbildung in der Nachspielzeit, die damit endete, dass der eingewechselte Cuetinho sowie ein Eiberger den Schlusspfiff nicht mehr auf dem Spielfeld miterlebten. Dieser Pfiff kam dann ziemlich schnell, nachdem sich die Situation beruhigt hatte.

 

Mit den ersten 80 Minuten konnte man sehr zufrieden sein, wenn man es nicht gerade mit den Preußen hielt, auch zwischen der 80. und 90. hielt die Defensive den Angriffsbemühungen meist gut stand, vorne lief mehr als noch vor wenigen Wochen. Was nach der 90. Minute geschah, war dagegen etwas, das nicht noch einmal vorkommen darf, auch wenn die Situation nicht eskalierte und sich schnell beruhigte, was auch an dem besonnenen Unparteiischen lag. Alles in allem spiegelt sich aber wider, was auch die hohe Trainingsbeteiligung aussagt: Wir denken von Spiel zu Spiel, nehmen alles mit, was wir kriegen können und versuchen, als Mannschaft immer das beste aus jedem Mal zu machen, an dem wir auf dem Fußballplatz stehen.

 

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Das Spiel der Zweiten beim SV Isinger fiel witterungsbedingt aus

05.12.2016

Die Asche im Kray-04-Stadion wurde als unbespielbar begutachtet und so zögert sich das sehnsüchtig erwartete Debüt von Tobi Arlt weiter hinaus. Ein Nachholtermin steht zur Stunde noch nicht fest.

 

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Nächste Verlängerung im Doppelpack

05.12.2016

Das Grundgerüst für die kommende Saison baut sich immer mehr auf. Mit den Defensivspielern Dennis Henn (links) und Björn Winkler (rechts) haben zwei weitere wichtige Spieler ihre Dienste für die kommende Spielzeit zugesichert.

 

Verlängerung Dennis Björn

Dennis, der zur laufenden Saison aus der Kreisliga A in Gelsenkirchen an den Eisenhammer gekommen ist, kann in der Defensive fast jede Position bekleiden und wurde auch schon vielseitig eingesetzt. In der Vorbereitung lieferte er gegen Rüttenscheid zudem auf der „Zehn“ ein sehr gutes Spiel mit vielen Torbeteiligungen ab und ließ seine offensiven Qualitäten aufblitzen. Im Aufbauspiel von hinten ist er ein wichtiger Mann, wenn es um eröffnende Pässe geht.

 

Ebenso auf vielen Positionen, insbesondere auf allen in der Viererkette, einsetzbar ist Björn oder Jahrhunderttalent, wie er (vor allem, aber nicht ausschließlich von sich selbst) genannt wird. Als Hauptsponsor, Vorstandsmitglied und Kassenwart hat er sich in etlichen Jahren Vereinszugehörigkeit stark um den VfL verdient gemacht.

Obwohl der Sprung zum „Jahrtausendtalent“ vielleicht nicht mehr gelingen wird, ist er kämpferisch vorbildlich, kaum ein Spiel auf Asche beendet er ohne aufgeschürfte Knie oder sonstige Blessuren und transportiert so den Kampfgeist, der den VfL ausmacht.

 

Wir freuen uns auf zahlreiche weitere Spiele mit euch, DH7 und BW5.

 

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 Wahnsinns-Sensationsmeldung Nummer Zwei und Drei am wunderschönen, eingefrorenen Eisenhammer

02.12.2016

 

Es geht (Pauken)schlag auf Schlag, Schritt für Schritt geht es in Richtung Hammerzukunft, unsere langfristige Kaderplanung nimmt Formen an. Wir sind wahnsinnig stolz, dass nach beidseitig positiven Verhandlungen die Jungtalente und Leistungsträger Dustin Hitpass (links) und Kevin Hainold (rechts) sich verpflichtet haben, ihre Verträge um eine weitere Saison ligenunabhängig zu verlängern. So werden sie mindestens bis zum Sommer 2018 das rot/schwarze Logo mit dem Förderturm und dem Deilbach auf der Brust tragen.
Doch was macht diese beiden Spieler so wichtig für uns?

 

Verlängerung Dustin Kevin

 

Dustin, gerade einmal 21 Jahre alt, zieht jetzt schon im zentralen Mittelfeld die Fäden. Seine Kampfleistung kann in jedem Spielbericht herausgehoben werden, seine Einstellung sehr vorbildlich. Bestes Beispiel: Sonntag noch verletzungsbedingt ausgewechselt hatte man ihn diese Woche im Krankenhaus vermutet. Doch wo war er? Dreimal im Fußballstadion am Eisenhammer! (Dreimal in dieser Woche waren übrigens neben ihm nur die beiden Trainer der Ersten am Platz!)

Der andere, Kevin, hat ein ähnlich großes Kämpferherz. Auf der linken Seite zu Hause beackert er den ganzen Platz. Nachdem er die meisten Minuten in der Vorbereitung gesammelt hatte, stoppte ihn eine Fingerbruch, den er sich im Spiel gegen Werden-Heidhausen zuzog und der ihn acht quälend lange Wochen außer Gefecht setzte. Doch in der Vorbereitung und in allen Spielen, in denen er spielte, auch kurz nach seiner Verletzung, ohne große Spielpraxis, drückte er dem Spiel seinen Stempel auf. Er ist einer der zwei verbliebenen Spieler der Generation, die 2012 aus der A-Jugend den Weg in unsere Senioren-Abteilung gesucht hat und ist mit 23 einer der dienstältesten und verdientesten Spieler im Kader.

Wir werden in naher Zukunft bei noch mehr Hammerjungs Vollzug melden können und unseren Weg gemeinsam bestreiten können, wo auch immer er uns hinführen mag.

 

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VfL plant Zukunft – der Fußballgott verlängert für Saison 17/18

02.12.2016

Am Hammer ist man schon ganz hibbelig. Noch zwei Mal schlafen, dann kommt es zum offiziellen Pflichtspieldebüt von Fußballgott Tobias Arlt. Sonntag, 04.12.16. 12:30 Uhr. Kray 04-Stadion, SV Isinger II gegen VfL Kupferdreh II. Die Spatzen pfeifen es von den Dächern: Standesgemäß wird Tobi, jetzt schon Vereinslegende, wohl auch die Kapitänsbinde tragen. Ein Einsatz in der Ersten wenige Stunden später steht noch in den Sternen, der Körper muss ja auch mitmachen.

Doch als wäre diese Sehnsucht, die an diesem Wochenende endlich gestillt werden wird, nicht genug Grund zur Euphorie – oder gar Ekstase – wartet der Verein direkt mit der nächsten Sensationsmeldung auf! Was in den frühen Morgenstunden aus Perrys mystischem Kiosk, dem Ort, wo Legenden geschrieben, erlebt und wiedererzählt werden, bestätigt wurde, war DIE Nachricht der Woche, wenn nicht der Saison: Unsere Nummer Fünf wird über die Saison hinaus das rote Trikot tragen!

Verlängerung Tobi Arlt

In diesem Sinne: Auf eine gelingende Zusammenarbeit und auf drei Punkte in Kray. Vielleicht reicht der positive Nachhall dieser zukunftsweisenden Nachricht ja auch bis nach Eiberg, wo die Erste auf die ersten Auswärtspunkte hofft…

 

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Wunderschöner Eisenhammer mit kleineren ästhetischen Einbußen

02.12.2016

Stirnrunzelnd blickte man am Donnerstag zu Trainingsbeginn auf die heimische Hammerasche. Irgendwas war anders, nicht ganz wunderschön der Anblick. Man informierte sich im Internet, ob in den letzten Tagen ein Orkan womöglich den Essener Süden heimgesucht hat, ob Einbruchmeldungen vorliegen oder ob tatsächlich Maulwürfe in diesen Gefilden auftreten können. Nichts davon konnte bestätigt werden, es scheint einfach nur zu (großen) Problemen beim Abziehen des Platzes gekommen zu sein.

Zum Glück konnten und wollten wir gestern auf den Kunstrasen ausweichen und das Training nahm seinen gewohnten Gang. Ein skurriler Anblick war es dennoch…

Nicht-So-Hammer-Asche

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Tabellen-Zweiter mehrere Hausnummern zu hoch

27.11.2016

VfL Kupferdreh II – Blau/Gelb Überruhr II 0:11 (0:7), 12. Spieltag, 27.11.2016, 13:00 Uhr

 

Es glich in weiten Teilen dem ersten Spiel der Saison, als man gar 14 Gegentore von ESG auf der Hammerasche eingeschenkt bekam. Als kleine Randbemerkung sei der bemitleidenswerte Marvin erwähnt, der in beiden Spielen das Tor hütete und in beiden Spielen sich wenig bis gar nichts hat zu Schulden kommen lassen.

 

Das Ergebnis spricht Bände: Wir hatten kaum etwas zu melden und waren über 90 Minuten dem Aufstiegsaspiranten unterlegen. Während wir streckenweise diese Tatsache akzeptierten und alles, was zweikampftechnisch ging, in die Waagschale warfen, um nicht komplett unter die Räder zu kommen, gab es Zeiten, in denen der Rückwärtsgang nicht gefunden wurde und vorne stehen geblieben wurde. Das war wohl das einzige, was sich der VfL heute wirklich ankreiden lassen kann. Offensiv hatten wir erwartbar wenig zu melden, hätten aber nach ein paar Torschüssen sicherlich auch den Ehrentreffer verdient gehabt.

 

Ob das Ergebnis in der Höhe verdient ist, ist immer schwer zu sagen. Auch vier Tore in Halbzeit Zwei sind selbstredend schon eine ganze Menge, zwei davon waren aber Strafstoßtore und eins sogar – man höre, staune und lese noch einmal – ein Kontertor (!!!) der Gäste.

 

Nach Spielschluss konnte man das Ganze schon wieder realistischer sehen und das Spiel als das einschätzen, was es war: Ein Bonus-Spiel, in dem man (vor allem defensiv) eine Menge lernen konnte. Ein Lichtblick sicherlich Rückkehrer Pierre. Er machte (nicht nur des Reimes wegen) Lust auf mehr. Auf der anderen Seite jedoch auch ein Schreckmoment: Nur sechs Minuten waren gespielt, als es für Kevin nicht mehr weiter ging. Die traurige Diagnose: Schlüsselbeinbruch und mindestens sechs Wochen Pause! Auf diesem Wege nochmal: Gute Besserung!

 

Kevin Krankenhaus

  

Nächste Woche geht es zum Tabellennachbarn nach Kray, wenn man dem SV Isinger gegenüber steht. Hoffen wir auf eine gute Trainingswoche und die ersten Punkte am Wochenende!

 

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Furioses Spiel endet doch mit Fortsetzung der Unentschieden-Allergie

27.11.2016

VfL Kupferdreh I – SG Werden 80 3:4 (1:1), 16. Spieltag, Sonntag, 27.11.2016, 11:00 Uhr

Hammerjungs: Plohmann – Hainold, Henn (46. Bammsiepe), Kohlmann, Gajewski – Witt,
                        Hitpass (21. Marcow), Lampey aka Hollywood (82. Gonzalez) – Barrotta, Rustemov – S. Strub

Tore: 1:0 Witt (4.), 1:1 (27.), 1:2 (65.), 1:3 (71.), 2:3 S. Strub, 3:3 S. Strub (88.), 3:4 (90.+1)

 

Was ein Wechselbad der Gefühle! Führung, Ausgleich, Halbzeit, Rückstand, Anschluss, viel umjubelter Ausgleich, Last-Minute-Niederlage! Da gab es auf unserer Seite schon viel, das dem Trainerstab gefallen hat.

Das Spiel war kaum vier Minuten alt, als die zweite VfL-Führung der Saison und der erste Kreisliga-Treffer von Gerrit bejubelt wurden. Nach tollem, schnörkellosen Vorwärtsspiel unter Beteiligung von Steffan und Djemail kommt der Ball auf rechts zu Gio, der 35 Meter bis zur Grundlinie zurücklegt, an dieser Grundlinie in die Mitte zieht und (offen gestanden vollkommen verwunderlich) auf seinen Azubi ablegt. Für den ist es kein großes Problem, aus kürzester Distanz den Eisenhammer auf Betriebstemperatur für ein packendes Spiel zu bringen.

 

In der Folge haben wir den Gegner um Torjäger Markus Dymala (schon mit einer stolzen Ausbeute von 17 Toren aus 15 Spielen) ziemlich gut im Griff. Wir standen kompakt und ließen nicht mehr als nötig zu, obwohl uns die taktische Ausrichtung von Werden Probleme für unsere defensive Marschroute bereitete. Das VfL-Mittelfeld erwies sich als sehr variabel und so wurde Werden zumeist nur über die so genannten zweiten Bälle gefährlich. Doch die Organisation wurde vor eine weitere Herausforderung gestellt: Nach 21 Minuten musste Dustin die Segel streichen, nachdem er falsch aus der Luft aufgekommen war. Gute Besserung!

 

Die resultierende Unruhe nutzte die abgezockte SG wenige Zeigerumdrehungen später. Die Gäste bekommen den Ball in recht ungefährliche Position, halblinks in den Strafraum. Das Tempo ist raus, die Abwehr leistet ganze Arbeit im Stellungsspiel. Doch die Hintermannschaft übersieht einen mitgelaufenen Achtziger, auf den das Spielgerät zurückgelegt wird. Durch die sich ihm bietende Zeit schafft er es, sehr präzise in den Fünfer zu flanken, von wo aus die Kugel ohne große Mühe zum Ausgleich verwandelt wird (27.).

 

Das Spiel wurde nicht schlechter, beide Mannschaften hatten ihre Chancen. Exemplarisch dafür eine Möglichkeit für uns: Dennis erobert den Ball in unserem Strafraum, geht mit einem Gewaltmarsch bis auf Höhe der Mittellinie, spielt da einen Doppelpass mit Djemail und schickt Steffan auf die Reise. Der möchte uneigennützig auf Sturmpartner Gio ablegen, verpasst ihn aber, sodass die Gäste wieder in Ballbesitz gelangen (38.). Aber auch hier wieder schnörkellos und schnell gespielt, so konnte es weiter gehen. Dann ging es erst einmal mit 1:1 in die Pause.

 

Ein weiteres Spiel hielten wir die „kritische“ Viertelstunde nach der Pause aus und nach einer Stunde blieb es weiterhin bei 1:1. Fünf Minuten später passiert es dann doch, die Achtziger spielen schnell von links nach rechts, wo Gerrit überlaufen wird. Sein Gegenspieler kann ebenfalls wie Gio vor ihm an die Grundlinie gehen und von dort den Pass in die Mitte bringen, wo ein Mitspieler dankbar einnetzt (65.). Weitere sechs Minuten später lassen wir oben erwähnten Markus Dymala in der Mitte gewähren, der aus knapp 18 Metern eiskalt vollstreckt. Die Messe schien gelesen.

Kurz vor dem 1:3 wollten wir eigentlich offensiver werden. Jetzt hieß es: Die Idee durchziehen oder Schadensbegrenzung betreiben? Wir entschieden uns für erstere Variante. Lange Zeit schienen wir Werden damit zwar zu nerven und ein wenig zu beeindrucken, erkämpften uns aber fünf Minuten vor Schluss einen Eckball. Kevin schickt gleich zwei Spieler, die schießen wollen, weg und legt sich selbst die Kugel hin. Dann hält er kurz Kriegsrat mit Gio, der ihm sagt, dass er Steffan frei laufen möchte. Gesagt, getan. Steffan bekommt tatsächlich mit zu viel Raum den Ball, sodass es für ihn ein Leichtes ist, mit links zu vollenden (85.). Und es wurde noch verrückter. Djemail steckt mustergültig von der Mittellinie aus auf Steffan weiter, der mit Bestimmtheit nicht wie bemängelt im Abseits stand. Meter für Meter läuft er auf das Tor zu, schneller als jeder Gegenspieler. Die Nerven auf der Bank sind zum Zerreißen gespannt, keinen hält es mehr auf selbiger (außer Dustin vielleicht, aber der konnte ja eh nicht mehr laufen). Ein Duell Steffan gegen den zögerlich herauskommenden Schlussmann – das Steffan gewinnt. Er schiebt den Ball am Torwart vorbei in die linke untere Ecke und der Hammer steht Kopf (88.)!

Notiz auf dem Trainer-Blatt zum Ausgleich

Notiz auf dem Trainer-Zettel zum Ausgleich

 

Ohne einen Schuldigen ausmachen zu wollen: Ein hochrangiger Spieler der Heimmannschaft hatte wohl im Gefühl, da ginge noch etwas mehr als dieser eine Punkt. Unentschieden spielt man ja beim VfL nicht! Das haben wir 14 Spiele nicht gemacht und damit muss man ja jetzt nicht anfangen... Und Tatsache! Ein Unentschieden wurde es nicht. Sondern eine Niederlage. Schon in der Nachspielzeit kommt Werden auf rechts durch und das Unheil nimmt seinen Lauf... (90.+1). Ein richtig toller Kampf ohne viele (vermeidbare) Fehlern, der nicht belohnt wird. Schade. Aber die Emotion war wieder drin. Den Zuschauern wurde im leichten Fisselregen von Kupferdreh viel geboten und vermutlich nicht langweilig. Ich kann zwar nicht für alle sprechen, aber mir hat das Spiel Spaß gemacht!

 

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Ein Abwehrklops, zwei Fernschusstore – 0:3

19.11.2016

VfL Kupferdreh I – FSV Kettwig I 0:3 (0:3), 19. Spieltag*, Samstag, 19.11.2016, 15:00 Uhr

Hammerjungs: Plohmann – Hainold (67. Lampey), Kohlmann (C), Marcow (70. Bramsiepe), Winkler – Henn,
                        Hitpass (70. C. Strub), Renell – Rustemov, Gajewski – S. Strub (Bank: Ekin, Grundmann)

Tore: 0:1 (11.), 0:2 (33.), 0:3 (41.)

*Spiel vorverlegt

 

Wieder nichts zu holen für den VfL. Dabei sah das über weite Strecken taktisch sehr diszipliniert aus, unsere Nadelstiche führten aber nicht zum Erfolg. Im neuen Tannenbaumsystem präsentierte man sich sehr kompakt, der Tabellen-Fünfte tat sich sichtlich schwer, nicht zuletzt dem Boden geschuldet, mit Sicherheit aber auch nicht Hauptursache. Die Hauptursache trug heute Schwarz und Weiß, lief sich in der Anfangsviertelstunde wie über die ganzen 90 Minuten die Hacken wund und nervte die aus Kettwig angereisten Gäste gehörig. Nach zehn Minuten hatten die Hammerjungs geschätzte 25 Prozent Ballbesitz. Die reichten aber, um den ersten Torschuss des Spiels abzugeben. Ohne selbst hinten etwas zugelassen zu haben, war plötzlich die erhoffte Kontermöglichkeit da: Über wenige Stationen wird der Ball nach vorne gespielt, wo aber Kaltschnäuzigkeit und Glück fehlen. Kettwig aber kommt hinten nicht recht heraus und muss sich mit einem Befreiungsschlag behelfen. Dieser Befreiungsschlag findet nicht nur einen Mitspieler, sondern sogar einen blitzeblanken Mitspieler, der 25 Meter zentral vor dem Tor komplett ungedeckt ist und die Einladung in Manier einer Klassemannschaft nutzt. Er geht noch fünf Meter auf unseren Sechzehner zu, Thomas kommt heraus, der FSV-Akteur lupft, 0:1 (11.). Hüben wie drüben eine Chance, wir liegen zurück. Es ist zum Mäusemelken. Es war aber spürbar, dass die Hammerjungs nun ihren Stiefel weiter herunter spielen wollten, keiner meckerte, es ging weiter. Schließlich hatte man mit dem System ja beinahe das 1:0 geschossen. In der Folge Chancen Mangelware, was wir als Erfolg verbuchen können. Thomas hielt in den seltenen Fällen, dass der Ball mal zu ihm durchkam, sehr gut; Lars hatte für unsere Farben sogar zweimal die Möglichkeit zum Ausgleich. Kein Grund also, sich zu verstecken. Noch mehr als eine Stunde zu spielen, das Waage konnte noch in beide Richtungen ausschlagen.

 

Bedeutend schwieriger wurde es dann nach Ablauf der 33. Minute, als Steffan wieder anstoßen durfte. Was war passiert? Einen Eckball der Gäste konnten wir souverän klären, in der zweiten Welle stellten wir die Räume noch gut zu, ließen aber einen Schuss aus linker Halbdistanz zu, der von der Latte an den Pfosten sprang und von dort aus den Weg ins Tor fand. Machse nix! Alle Schüsse aus dieser Entfernung verhindern zu wollen ist reine Utopie, weshalb man niemandem einen rechten Vorwurf machen möchte. Dass dieser Sonntagsschuss auch am Samstag rein geht, ist schlicht und ergreifend bitter.

Leichte Zweifel am ersten Punktgewinn auf Asche kamen auf, die Jungs ließen sich kurze Zeit etwas hängen, fingen sich aber wieder. Thomas sorgte dafür, dass wir diese Phase unbeschadet überstanden. Als wir gerade wieder die Ordnung fanden und das Spiel in unsere Bahnen leiteten, kam der nächste Rückschlag. Keine fünf Minuten vor der Pause ist es wieder ein Distanzschuss in die lange Ecke, die den Pausenstand besiegelt.

 

Dieser Pausenstand sollte auch der Endstand bleiben. Nicht nur die erste Viertelstunde der zweiten Hälfte überstanden wir heute schadlos, sondern gleich die ganzen 44:21 Minuten, bis der Schiedsrichter ein letztes Mal in seine Pfeife pfiff. So richtig trauerte keiner den fehlenden 39 Sekunden bis zur Beendigung der Dreiviertelstunde nach, skurril war es trotzdem.

Für Fußballfeinschmecker war die zweite Hälfte ebenso nicht besonders geeignet, aber kämpferisch war das von unseren Jungs wieder große Klasse. Allein gegentorlos zu bleiben, ist schon einiges an Respekt wert, wenn man mit 0:3 in die Pause geht. Aber über viele Strecken die bessere (von zwei offensiv nicht berauschenden Mannschaften) zu sein, ist ein gutes Zeichen. Und nicht nur, dass das System neu war: Zehn Minuten nach Wiederanpfiff brachen wir aus diesem System aus, spielten offensiver und mit weiteren neuen taktischen Marschrouten. Die daraus entstehenden Torchancen waren zwar nicht zahlreich, aber hochklassig. Schade, dass wir hier mit 0 Toren rausgegangen sind, mindestens eins hatten wir uns verdient! Kettwig hatte lange Zeit keine Gelegenheit auf ein Tor, über manche Strecken mehrere. Doch nicht wie in den vergangenen Spielen ließen wir uns a) davon beeindrucken und b) höher als nötig schlagen. War in der ersten Halbzeit das Ergebnis sicherlich angesichts der Anzahl an FSV-Torchancen zu hoch, verdienten sich die Gäste das dritte Tor vielleicht nachträglich, waren damit aber auch gut bedient. Dass Rot-Weiß Schwarz-Weiß spielerisch überlegen war, ist unbestritten. Vier Gegentore täten der VfL-Defensive, die bei Stürmer Steffan begann, aber deutlich Unrecht. Wie bereits erwähnt, Unrecht tut das Ergebnis der VfL-Offensive vor dem Doppelpunkt.

 

Apropos Punkte: Mehr als drei dürften es bei Ablauf der Hinserie schon sein, wenn man weiter so kämpft.

 

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Wieder Standardergebnis und Kacktore

14.11.2016

SV Leithe I -VfL Kupferdreh I 6:0 (3:0), 15. Spieltag, Sonntag, 13.11.2016

Hammerjungs: Gajewski – Rustemov (66. C. Strub), Marcow, Renell (C), Winkler (65. Roesch) – Hitpass,
                             Gonzalez – Witt, Bramsiepe, Lampey – Barrotta (gelb/rot: 71.)

Tore: 1:0 (7.), 2:0 (16.), 3:0 (45.+1), 4:0 (59.), 5:0 (62.), 6:0 (89.)

 

Das schlimmste ist, dass man niemandem persönlich einen Vorwurf machen kann. Im Gegenteil: An dieser Stelle könnten tatsächlich dreizehn Spieler lobend erwähnt werden. Die Einstellung stimmte diesmal von Anfang bis Ende, wir blieben sogar die ersten 14 Minuten nach der Pause ohne Gegentor, hatten in beinahe allen Phase des Spiels unsere Chancen. Selbstredend kann man bei 0:6 schlecht von Pech sprechen. Trotzdem der Versuch eines Erklärungsansatzes: Was wir vorne vergeben haben, haben wir uns hinten selbst wieder eingeschenkt. Besonders viele Chancen hatte der Gastgeber nicht, in der Summe vermutlich nur wenige mehr als der VfL. Aber was damit angestellt wurde, trennte schlicht und ergreifend beide Mannschaften voneinander. Auch wenn bei Leithe viele Bälle in der Vorwärtsbewegung verloren oder hastig weggeschenkt wurden, so erkannte man doch den Zug zum Tor. Den Großteil der Möglichkeiten nutzte die Heimmanschaft dann auch: Schnörkellos vor dem Tor und rein ins Glück. Auf der Gegenseite spielte der VfL es eben nicht konsequent zu Ende, war Gio mal in guter Position vorne, fehlten zumeist die Anspielstationen. Lediglich Dustin unterstützte ihn noch in dem Maße, dass neben Gio auch er mehrere Torschüsse abgab.

 

Er ist es aber auch, der unsere unaufhaltbare Serie an Kacktoren wieder fortführt. Eine Hereingabe der Gastgeber kommt so komisch in den Sechzehner, dass unsere Nummer Sechs nur mühevoll mit dem Knie klären kann (ästhetisch anspruchsvoll ist anders, aber es war nun einmal nur so möglich und notwendig), natürlich genau vor die Füße des einzigen Stürmers, der den Ball dankbar vollendet (7.). Wieder mit dem ersten Torschuss und der ersten Halbchance in Rückstand. Munter ging es auf beiden Seiten weiter. In einem Anflug von Chaos unserer Hintermannschaft herrscht plötzlich wieder Kuddelmuddel und Alarmbereitschaft in unserem Strafraum. Lars kann den ersten Schuss aus kurzer Distanz noch entschärfen, der Nachschuss landet aber bei einem Schwarz/Weißen, der ohne allergrößte Mühe den Spielstand auf 2:0 hochschraubt (16.). Dann eine Druckphase des Schlusslichtes, Djemail tanzt sich von unserem Sechzehner bis zur Mittelllinie durch („Trainer, ich kann gar nicht mehr laufen“) und steckt den Ball perfekt auf Dustin durch, der den Ball mit einem Bauerntrick am Gegner vorbeilegt und ihn auf der anderen Seite erläuft. Das Tor ist ihm nicht vergönnt (22.). Der Anschlusstreffer liegt nicht direkt in der Luft, wäre aber nicht unverdient gewesen. Doch nicht einmal das 0:2, das eine knifflige Aufgabe gewesen wäre, können wir zur Pause „retten“, sondern bekommen per Freistoß (jaja, diese Standards…) noch das 0:3 in der Nachspielzeit.

 

In der Halbzeit herrschte trotzdem Einigkeit: Wenn wir schon keine besonders große Chance mehr hatten, wollten wir sie doch nutzen. Und wenn es nur der Anschluss und „Ergebniskosmetik“ (dazu später mehr) gewesen wäre, wir wollten uns gut verkaufen und womöglich etwas Selbstvertrauen tanken. Gaga rückte etwas vor, Gonzo zurück, ein Sechser wurde zum Zehner, es wurde offensiver. Das ging auch gut. Beinahe sehr gut, der SVL kam kaum zu Möglichkeiten, wir insbesondere in Person von Gio, Dustin und dem in der zweiten Halbzeit sehr präsenten Gaga zu mehreren. Die brachten nichts ein, wir spielten weiter. Doch bevor die Hoffnung allzu groß wurde, sodass ein Tor für uns die ganz logische Konsequenz geworden wäre, machte Leithe uns einen Strich durch die Rechnung und einen Haken an das Spiel: Auf rechts durchgesteckt, Lars überlupft, 4:0, Feierabend (59.). Das Spiel war entschieden. Das gibt man natürlich zu dem Zeitpunkt weder als Trainer noch als Spieler zu, aber es war in den Köpfen aller. Solche Situationen möchte man von Natur aus vermeiden, aber man kann sich nicht dagegen wehren. Drei Minuten später erhöhte Schwarz/Weiß auf 5:0 (62.). Da fingen wir uns wieder. Das Spiel wurde zwar generell schlechter, wir aber waren besser. Auch das brachte nichts ein – außer einen weiteren Spielerverlust. Während Leithe sich vier gelbe Karten abholte, hatte Gio nach 77 Minuten die einzige gelbe Karte für unsere Farben auf dem Konto (33. Minute: taktisches Foul). In dieser 77. Minute bekamen wir unsere zweite und letzte gelbe Karte zugesprochen, auch hier traf es Gio. Während die erste Gelbe vollkommen in Ordnung ging, auch wenn es sein erstes Foul war, scheint die zweite sehr hart. Vielleicht regelkonform, aber die Notwendigkeit, sie zu ziehen, schien nicht besonders hoch. Nachdem er sein mindestens zehntes Foul einstecken musste, ließ er sich zu einem kleinen Rempler im Zweikampf hinreißen. Ohne Vorbelastung hätte man hier eine Verwarnung womöglich angezweifelt, aber spätestens einen Tag wieder vergessen. Da unser Zehner aber bereits verwarnt war, fehlt er auch in der kommenden Woche (Samstag!!!) gegen Kettwig. Unter dem Gesichtspunkt, dass das Spiel beim Stand von 5:0 bereits gelaufen war, hätte wohl auch Leithe wenige Probleme mit einer „letzten Ermahnung“ gehabt. Sei es wie es sei. Zu zehnt kamen wir immer noch zu einzelnen Gelegenheiten, der SV tat nicht mehr für das Spiel als nötig. Selbstironisch betrachtet ist „für das Spiel nötig“ unser sechstes Gegentor. Und tatsächlich: 89 Zeigerumdrehungen gab es seit dem Anstoß schon, als auf der linken Seite nicht energisch genug gestört wird, der Offensivakteur der Heimelf setzt sich durch und setzt den Schlusspunkt des Spiels.

 

Ein Nachsatz noch zu dem Thema Ergebniskosmetik: Weder Spieler noch Trainer, Vorstand oder Spielberichtschreiber haben Freude an einem halben Dutzend Gegentore mit trauriger Regelmäßigkeit. Wir versuchen, uns dagegen zu stemmen und machen das ja streckenweise auch passabel, lediglich über volle 90 Minuten will es nicht gelingen. Aber wir arbeiten, trainieren, kämpfen und treten jeden Sonntag an. Letzteres scheint die größte Selbstverständlichkeit in dieser Aufzählung zu sein. Für uns. Denn auch mit Blick auf die Tabelle und das Torverhältnis darf nicht unerwähnt bleiben, dass unser „schärfster Konkurrent“, der SV Kray, gegen die Topmannschaften von Blau/Gelb Überruhr und Kupferdreh/Byfang mit „nur“ neun Gegentoren verzeichnet ist. Während wir jeweils 0:6 unterlagen, brach Kray das Aufeinandertreffen in Überruhr nach 35 Minuten beim Stande von 0:7 (amtliches Endergebnis) ab, am Hinsbecker Berg trat man gar nicht an. Das trügt den Blick auf die Tabelle natürlich. Dass das im Prinzip vollkommen egal ist (außer man kommt aus Überruhr oder Kupferdreh und möchte Torschützenkönig werden), weil im Kampf um Abstieg oder Klassenerhalt/Relegation die Tordifferenz irrelevant ist, ist ebenso klar. Es soll aber nur nicht untergehen und mal im Hinterkopf sein.

 

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Fünf Gegentore in 17 Minuten – schöne Grüße nach Hamburg

VfL Kupferdreh I – SuS Niederbonsfeld I 0:6 (0:1), 14. Spieltag, Sonntag, 06.11.2016, 11:00 Uhr

Hammerjungs: Plohmann – Marcow, Kohlmann (C), Henn, Winkler – Grundmann (65. Gonzalez), Renell,
                            Hitpass (55. Rustemov), Gajewski – Witt (68.Rzepala)

Tore: 0:1 (32.), 0:2 (47.), 0:3 (54.), 0:4 (57.), 0:5 (62.), 0:6 (65.)

 

Hasse Scheiße am Schuh, hasse Scheiße am Schuh. Das ist so und wird auch so bleiben. Leider. Bezeichnend für das heutige Spiel zwei Szenen: Die erste mutet ganz harmlos an. 16 Minuten gespielt, Schuss aus der zweiten Reihe. Drüber. Weit drüber. Sogar über den Zaun. Kreisliga halt. Kostet. Nächster Ball. Fertig. Aber nicht beim VfL. Der langzeitverletzte Kevin, der heute seine Freundin als Betreuerin vertrat (So viel zum Thema „Kreisliga“...), nahm den nächsten Ball und schoss ihn in Richtung des Tores, noch nicht einmal schlecht, die Richtung sogar ziemlich gut. Der Ball tupft kurz vor der Tor auf – und fliegt ebenfalls über den Zaun. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen... Der nächste Ball fand seinen Weg zum Torwart und das Spiel konnte endlich mit Abstoß fortgesetzt werden.

Zweite Szene: „Jungs, wir spielen genauso weiter wie in der ersten Hälfte, halten das 0:1 noch ein wenig und dann kommt der Djemail gleich und bringt Schwung in die Partie“. Das waren die Worte von Fabian Witzler in der Halbzeit. Djemail kam dann auch in der 54. Es stand 0:3. Weitere elf Minuten später war das Spiel bei einem Stand von 0:6 verhältnismäßig hoffnungslos. Während die Zweite genau das tat, was ihr Trainer in der Halbzeit von ihr verlangte (s. Spielbericht der Zweiten), tat die Elf hier genau das Gegenteil. Mit einer solchen Gegentorausbeute kann man nicht einmal beim HSV mithalten... Dass Djemail tatsächlich Schwung in die Partie brachte, war nur noch aus Ergebniskosmetiksicht von Belang. Aber auch typisch für den VfL in dieser Saison: Nach der leider obligatorisch gewordenen Grusel-Viertelstunde fing sich die Mannschaft wieder und beendete das Spiel mit Anstand und ohne weiteres Gegentor.

 

Von Anfang an merkte man dem Spiel an, dass der Hockeykunstrasen am wunderschönen Eisenhammer viele Probleme nach dem heftigen Regen barg. Erstaunlich aber, dass wir, die wir zwei- bis dreimal in der Woche darauf trainieren, genauso viele Schwierigkeiten mit dem Geläuf hatten wie der Gast, der ganz anderen Kunstrasen gewohnt ist. So war es ein zähes Spiel, das Gefahr insbesondere durch Fehler (vor allem Fehlpässe im Aufbauspiel) und Fernschüsse versprühte. Mit dem Offensivspiel konnte keiner der Trainer richtig zufrieden sein, auch wenn unser Anspruch in dieser Hinsicht rein aus tabellarischer Sicht weit hinter denen des SuS-Trainerstabes liegt. Defensiv machten es beide Mannschaften besser und so bekam man den Eindruck, ein 0:0 könnte man sich vielleicht aus VfL-Sicht „ermauern“. Der ein oder andere träumte auch von „dem einen Konter“, der das 1:0 brachte und das man nur noch mit Mann und Maus verteidigen musste.

32 Minuten waren gespielt, Chancen auf beiden Seiten immer noch Mangelware. Beide Torhüter wenig geprüft, aber wenn, dann solide. Der neben Dustin beste Mann in den Kupferdreher Reihen ließ sich dann zu einem ungestümen Foul hinreißen: Lars stellt den Gegner an deren linker Angriffsseite, knapp 13 Meter von der Grundlinie entfernt, ganz gut, entscheidet sich dann aber doch für die etwas riskantere Methode des Zweikampfes und wird mit der Freistoßentscheidung des sehr guten Schiedsrichters bestraft. „Recht ungefährliche Situation“ denken alle – außer André. „Blöde Fouls führen zu blöden Gegentoren“ sind seine Worte im O-Ton (Ich habe sie mir sofort aufgeschrieben, Zitate von Fußballphilosoph Wölting sollte man nie unbeachtet lassen). Wie sehr doch ein Kommentar den Blick auf die Sachen verändern kann: Mit Stirnrunzel beobachtet die ganze Bank nun sorgenvoll den Freistoß. Er wird hereingegeben – und ein Kupferdreher kann klären. Doch nicht, danebengetreten. Weitere Spieler aus beiden Lagern verpassen, bis der Ball vor einem einschussbereiten Blauen liegt und das Unheil seinen Lauf nimmt. Mit der Hacke kommt er an den Ball, schaut ihm hinterher und dreht jubelnd ab. Schon wieder ein Standardgegentor.

 

Anschließend noch zwei Szenen, die Torgefahr versprachen: Rene spitzelt den Ball in der 36. Minute an seinem und an Tims Gegenspieler vorbei, woraufhin Tim auf Links frei durch ist. Auf Höhe des Sechzehners spielt er den Pass genau in den Lauf von Gaga, der nicht lange fackelt und abzieht. Leider verfehlt die Kugel ihr Ziel. Björn tankte sich nach einem gewonnenen Defensivzweikampf über die rechte Seite noch durch, der anschließende Schuss bringt nichts ein. So geht es mit 0:1 in die Pause. Was dann folgte, ist bereits bekannt. Die zweite Halbzeit zu schildern, wäre masochistisch, die Tore lassen sich beinahe komplett aus vorherigen Spielberichten rauskopieren und hier einsetzen. Von einem Angriff über rechts (47.) und einem Foulelfmeter (54.) über einen Fernschuss in den Winkel (62.) bis zu einem Kopfball, dem zu viel Platz nach der Flanke gewährt wird (65.) alles schon mal in dieser Saison gesehen. Wer mitgezählt hat, scrollt verwundert nach oben. Ja, das waren erst fünf Tore. Das letzte, das 0:4 in der 57. Minute setzt dieser verrückten Viertelstunde die Krone auf. Und es zeigt auch, dass der sonst so starke Thomas auch nicht der einzige fehlerfreie Spieler ist, wobei es aus Sicht eines ehemaligen Torwarts ein sehr undankbarer Ball ist und „Fehler“ ein sehr hartes Urteil wäre. Aber jetzt zur Situation: Der gegnerische Torwart klärt einen Ball. Kein Blauer fühlt sich als Abnehmer besonders angesprochen und so tickt der Ball, der bei jedem Aufspringen schneller wird, mehr oder weniger zielstrebig in Richtung Tor. Dass Thomas damit nicht rechnet, ist logisch und so bleibt ihm nur noch der vierte Griff ins Netz. Der Gäste-Schlussmann lässt sich gebührend feiern und die Resignation ist groß am Eisenhammer. Wenn man bedenkt, dass Kevins Schuss, der ins Tor gehen sollte, über den Zaun gesprungen ist und der Klärungsversuch im Tor landet, kann man gut und gerne mal das Wort „Pech“ in den Mund nehmen. Spielentscheidend war es selbstredend nicht, aber so etwas ärgert einen maßlos.
Mehr zu diesem denkwürdigen Tor bei den Kollegen von Reviersport:
http://www.reviersport.de/342032---niederbonsfeld-aus-80-metern-keeper-prophezeit-eigenes-tor.html 

 

Dass wir nach den fünf Rückschlägen uns noch wacker aus der Affäre gezogen haben, ist umso beachtlicher. Noch einmal gebührt Dustin und Lars, dem Ex-SuSler, Respekt, dass sie so unerbittlich gekämpft haben, egal, was die Anzeigetafel vor dem geistigen Auge zeigte. Auch Gio bewies Kämpfergeist und war dem „Ehrentreffer“ zumindest relativ nahe. Obwohl Niederbonsfeld sicherlich die Hoffnung hatte, das Ergebnis zweistellig zu gestalten und nicht viele Gänge zurückschaltete, gelang es uns, ab Minute 65 gegentorfrei, was nicht nur an Katze Plohmann lag, zu bleiben. Das wirft unweigerlich die Frage auf, wie man sich vorher so zerstören konnte.

 

Also wieder das Standard-Ergebnis 0:6. Und das trotz 75 vernünftiger Minuten. Als Erkenntnis bleibt aber ganz klar, dass unser Teppich für uns heute mehr Fluch als Segen war. Vielen guten Ansätzen stehen darüber hinaus schwache Ausführungen entgegen. „Auf ein Neues“ heißt es nächste Woche in Leithe, vielleicht mal ohne Schwäche-Phase...

 

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Dem ersten Punktgewinn so nah und doch so fern

06.11.2016

VfL Kupferdreh II – RSC II 2:6 (1:2), 10. Spieltag, Sonntag, 06.11.2016, 13:00 Uhr

Hammerjungs: Ridzewski (70. Hanke) – Bäsch (75. Bramsiepe), Pfeifer – Oberste-Ufer, Ekin – C. Strub,
                             Ramirez (35. Schmidt), Roesch – Ajoud, S. Strub (Bank: Katzenmeier, Metzler)

Tore: 0:1 (32.), 0:2 (43.), 1:2 C. Strub (45.), 2:2 S. Strub (47.), 2:3 (55.), 2:4 (80.), 2:5 (85.), 2:6 (90.)

 

Das sah doch streckenweise schon ziemlich gut aus in der ersten Zeit. Offensiv mit den meisten Chancen dieser Saison und ansehnlichem Fußball, hinten nur durch ganz blöde Dinger in Rückstand geraten.

Das Spiel begann chancenarm, nur Fernschüsse, die auf diesem Boden natürlich immer kreuzgefährlich sind (ein Beispiel s. Spielbericht Erste, ein weiteres Beispiel soll noch folgen), brachten den Puls gelegentlich etwas höher. Auf unserer Seite verfehlte Sercans Strahl nur hauchdünn sein Ziel und die VfL-Führung. Die Gäste aus Rüttenscheid ihrerseits kamen kaum in unseren Strafraum und schossen ebenfalls nur ab und zu aus der zweiten Reihe.

Oder auch mal aus der dritten, vierten oder fünften. Von einem Torschuss konnte kaum die Rede sein, als die Kugel auf das Ridzewski'sche Gehäuse flog. Ein Ball, der von hinter der Mittellinie abgelassen wurde, wurde vom Rückenwind getragen und flitschte so unglücklich auf dem seifigen Geläuf auf, dass der düpierte Rille dem Ball nur hinterher laufen konnte, nachdem er über ihn gesprungen war. Die Rettungsaktion brachte nichts ein, der Ball war schon hinter der Linie, 0:1 (32.). Nicht bedeutend viel besser sah unsere Hintermannschaft aus, als ein harmloser Ball in die Spitze verhungerte und Marvin B., genauso wie Rille, den Ball haben wollte. „Nimm du ihn, ich hab ihn sicher“. Bevor dieser berühmte Satz vielen über die Lippen gehen konnte, zappelte das Netz schon wieder (43.). Nicht die schwierigste Aufgabe, den Ball ohne Gegenwehr aus 15 Metern einzuschieben. Zwei Kacktore. 0:2 zur Halbzeit.

Denkste! Kurz vor der Pause tankt sich Sercan (Uleee) noch einmal durch, beginnt sein Dribbling 20 Meter vor unserem Kasten und – wird knapp hinter der Mittellinie gefällt. Chris tritt zum Freistoß an. Er versucht es direkt. Der Ball aber viel zu hoch, „weg!“ hört man kollektiv aus Rüttenscheider Mündern. „Ja, ist ok, Chris“ aus Kupferdreher Mündern. Dass sich dieser Ball tatsächlich noch in die Nähe des Tores bewegen sollte, schien unwahrscheinlich, dass er aber sogar den Anschlusstreffer markieren sollte, schon fast unmöglich. Aber so ist der Fußball nun einmal! In einer überaus seltsamen Flugbahn und mit starker Unterstützung des Gegenwindes senkte sich die Kugel über den bemitleidenswerten Torwart (45.). Der Schiedsrichter pfiff die Begegnung gar nicht erst wieder an. Egal, ob es psychologisch ungünstige Momente gibt, ein Tor zu erzielen, oder nicht: Das war sicherlich ein psychologisch sehr günstiger Moment.

 

In der Halbzeit aber auch mahnende Worte von Trainer Malwin. Zurecht, auch wenn die Gegentore vollkommen glücklich (oder unglücklich, je nach Perspektive) gefallen sind: In der Defensivabteilung standen wir gegen Ende nicht mehr so sicher. Die Gäste machten zwar wenig daraus und chancentechnisch lag der VfL wohl weiter knapp vorne, aber es sollte uns eine Warnung sein. Einfach an der starken Anfangsphase anknüpfen, was die Defensive angeht und mit dem Tor im Rücken den Ausgleich suchen.

 

Und wenn der Trainer das sagt, dann machen wir das als gute Schützlinge natürlich auch. Hinten den ersten Angriff des RSC abgewehrt, nach vorne gespielt, den Bäsch durchgesteckt, den Steffan gesehen, eingeköpft, 2:2 (47.). Dann wurde es für wenige Minuten ein richtig gutes Spiel, bei dem beide Abwehrreihen gefordert wurden. Gast und Gastgeber verlegten sich aufs Angriffsspiel, die Schwarz/Weißen wurden belohnt. Knappe zehn Minuten hielt unser hart erkämpfter Auslgeich, der den ersten Punkt der Saison bedeutet hätte, dann liefen wir wieder einem Rückstand hinterher (55.). Das aber machten wir gut. Rille wurde zwar hin und wieder geprüft, die Abwehr räumte auch noch ein paar Angriffe ab, aber der VfL erspielte sich ebenfalls Chance um Chance. Der erneute Ausgleich lag in der Luft. Aber daraus wurde nichts. Schon nach etwas mehr als einer Stunde endeten die Offensivbemühungen der Hammerjungs und man überließ Rüttenscheid mehr und mehr das Feld. Dann verletzte sich Torwart Rille auch noch. Marvin Roesch zog sich das Torwart-Jersey unserer Nummer Eins über, Robin H. kam über Rechts. Marvin hielt, was es zu halten gab, musste aber noch drei Male innerhalb kurzer Zeit hinter sich greifen, weil seine Vorderleute die Angriffe nicht mehr unterbinden konnten. So stehen da wieder sechs Gegentore, was richtig ärgerlich ist. Denn zwischendurch hatte man in jedem Fall das Gefühl, dass richtig was gehen könnte für die Männer in Rot. Nicht nur das Unentschieden, sogar auch ein Sieg war in greifbarer Nähe. Mit dem Unentschieden hätten wir uns aber wohl abgefunden und auch ein wenig Selbstvertrauen getankt. Wir wissen, dass wir heute häufig gut gespielt haben, aber bei einem Ergebnissport wie Fußball hat man am Ende des Tages erschreckend wenig davon.

 

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VfL unterliegt in friedlichem Kupferdreh-Derby

31.10.2016

SG Kupferdreh/Byfang I – VfL Kupferdreh I 6:0 (2:0), 13. Spieltag, Sonntag, 30.10.2016, 15:00 Uhr

Hammerjungs: Plohmann – Kohlmann (C) – Marcow, Gonzalez, Renell, Winkler (88. Schmidt) –
                            Hitpass (75. Schmitz) – Gajewski, Barrotta, Lampey – Rustemov (57. Roesch)

Tore: 1:0 (11.), 2:0 (43.), 3:0 (52.), 4:0 (53.), 5:0 (55.), 6:0 (79.)

 

Man konnte viel erwarten von diesem Derby, wenn man in den letzten Tagen und Wochen diverse Fußballplattformen im Internet durchforstet hatte. Zum einen war da die tabellarische Situation: Kupferdreh-Byfang auf Relegationsplatz 2, Stadtteilnachbar VfL Schlusslicht. Von den finanziellen Mitteln auf beiden Seiten ganz zu schweigen. Zum anderen aber die womöglich etwas angespannte Lage zwischen den beiden Vereinen. Von Mannschaftsüberläufen über Stadionverboten bis hin zu der Aussage des SG-Trainers Wüsten, man habe „eine Rechnung zu begleichen“, wie er fupa gegenüber sagte. Doch sportlich kam es so, wie es die wenigsten erwartet hätten: wenige Fouls – ein freundlicher Handschlag und eine Entschuldigung danach, nur drei gelbe Karten. Auf dem Platz beschimpfte man sich nicht, sondern spaßte sogar gemeinsam, wenn der Ball woanders war. Auch von dem erstaunlich wenig besuchten Stadion kamen keine Provokationen von beiden Seiten. Sehr schön, wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf.

 

Das Spiel tat sein Übriges, dass es keine emotionalen Entgleisungen gab. Die Hausherren dominierten das Spiel, wurden ihrer Favoritenrolle aber erst einmal nur in puncto Ballbesitz gerecht, nicht aber in Sachen Torgefahr. Gegen einen VfL, der so defensiv stand wie noch nie in dieser Spielzeit, taten sich die Männer in Blau sehr schwer, Thomas ernsthaft zu testen. Mehr als halbgare Flanken und Weitschüsse brachte man nicht zustande. Genau ein solcher Eckball führt nach zehn Zeigerumdrehungen zu einem Eckball. Dieser wird zu kurz abgewehrt und im zweiten Anlauf von rechts wieder in die Mitte gegeben. Zum ersten Mal sieht unsere Verteidigung extrem schlecht aus und lässt ganze drei Mann in Fünfernähe unbewacht. Dass einer davon die Einladung nutzt und einköpft, ist auf dem Niveau unvermeidlich (11.). Dann kam die wichtigste und entscheidendste Phase des Spiels: Wie machen die Männer vom Eisenhammer nach Rückstand weiter? Die Antwort: Genauso wie vor dem 1:0. Die fünf Verteidiger, die immer wieder von Dustin unterstützt werden, stellen die Räume sehr gut zu, gehen bei den Männern mit, übergeben, übernehmen. Dass das keine 90 Minuten gegen eine individuell so starke Mannschaft funktionieren kann, ist jedem klar, aber ging es mal schief und entwischte ein Offensivspieler, hatten wir das Glück des Tüchtigen (danke an die Latte und den Pfosten des Wilhelm-Haneke-Stadions an der Stelle) und einen bockstarken Thomas zwischen eben diesen Pfosten. Exemplarisch eine der wenigen hochkarätigen Möglichkeiten für die Heimelf: Einen saftigen Fernschuss kann nur die Latte vorm Einschlag hindern. Aufgrund des Spins, den der Ball hat, kommt er unserem Kasten beim Runterkommen aber bedenklich nah und hätte auch den Weg ins Tor gefunden, hätte nicht Björn (Stichwort: Jahrhunderttalent) Leib und Leben riskiert, um mit vollem Körpereinsatz den Ball wegzupöhlen. Dabei wird er vom Pfosten, gegen den er springt, in Mitleidenschaft gezogen, kann aber weiterspielen.
Eine Szene, fernab der vereinzelten Torchancen, die mit Szenenapplaus belohnt wurde und die man vor allem im Derby und auch nicht beim Stand von 1:0 erwartet hätte, trug sich in der 35. Minute zu: Pumba schießt den Ball in der Nähe der Mittellinie Richtung Auslinie, streift dabei aber – für den Schiedsrichter, der Einwurf für Blau pfeift, nicht sichtbar – den Gegenspieler. Nach zaghaften Protesten der Roten gibt dieser tatsächlich zu, den Ball berührt zu haben und tritt den Einwurf ab.

 

Dass es nach 43 Minuten noch 1:0 steht und scheinbar so in die Pause geht, mag man auf Heimseite vielleicht als leicht schmeichelhaft für unsere Farben sehen. Allerdings lassen sich auch Argumente dafür finden, dass wir es uns tatsächlich verdient haben, in der ersten Hälfte mit nur denkbar knappem Rückstand geraten zu sein. Wir hielten uns in der Tat ziemlich gut, machten mit großer Laufleistung eventuelle Schwächen wett und ließen deutlich weniger Torschüsse zu als man das hätte erwarten können. Darüber hinaus konnten wir auch immer mal wieder Nadelstiche in Richtung SG-Tor setzen. Doch als sich das weite Rund des Stadions mit einem Unentschieden zur Pause anfreundete, kam der Tabellen-Zweite noch einmal. Der ansonsten fehlerlose Schlussmann des VfL unterschätzt einen Steilpass in seinen Sechzehner, der mit enormer Geschwindigkeit noch erlaufen und an Thomas vorbei gespitzelt wird, Gonzos Rettungsgrätsche fehlen ein paar
Zentimeter (43.). So geht es mit 0:2 und dennoch erhobenen Hauptes zum Pausentee. Wie bisher wollte man auch in Durchgang Zwei weiter machen, nur kleine taktische Sachen wurden angesprochen.

 

Doch dann zehn grausame Minuten, die uns ein vernünftiges Ergebnis verwehrten. Erst bekommt Dustin nach wenigen Sekunden und einer Grätsche die gelbe Karte, wodurch er vorsichtiger agieren musste und vorsichtshalber eine Viertelstunde vor Schluss das Feld für Tobi räumen musste. Während es in der 52. Minute noch 2:0 stand, war das Ergebnis nach 55 Minuten, also knapp vier Minuten später, auf 5:0 geschraubt. Erst wird ein gut herausgespielter Konter eingeschoben (52.), dann unser Anstoß verspielt, durchgespielt, verwandelt (53.) und schließlich die wenige Gegenwehr bestraft, die unsere Abwehr in der Situation bot (55.). Unerklärlich, wie das passieren konnte. Die Abwehr stand sehr offen, die Unterstützung aus den vorderen Reihen war nicht mehr da und so machen wir es dem Gegner natürlich leicht. Wenig später geht es bei Djemail, der endlich wieder spielen konnte, nicht mehr weiter, Marvin ersetzt ihn. Vernünftiges Comeback von Djemail, der viele Defensivaufgaben wahrnehmen musste und sein Offensivtalent zu selten ausspielen durfte. Aber er ist zurück und das freut hier alle.

Der Druck der Gastgeber nahm wieder ein wenig ab, blieb aber fortan bestehen. Wir erspielten uns Möglichkeiten durch Standards und wenige Konter, ein Torerfolg war uns nicht vergönnt. Aber, trotz der Chancen, die sich Kupferdreh-Byfang jetzt boten, standen wir wieder besser. Auch die Offensivspieler beteiligten sich wieder am Verteidigen, unsere Abwehrreihe tat in weiten Teilen ihr bestmögliches, um Abschlüsse der Hausherren zu verhindern, die auch durch Flanken Gefahr ausstrahlten. 

Ein weiteres Mal bei Latte bedanken durften wir uns in der 79. Minute, als sie einen Einschlag verhinderte. Den Abpraller löscht Björn per Grätsche. Situation aber noch nicht bereinigt. Der humorlose Nachschuss von halbrechts trifft zwar wieder die Latte, aber deren Unterkante, sodass Thomas keine Chance bleibt als den Ball wieder aus dem Netz zu holen.

Die einzige etwas ruppige Situation des Tages trug sich kurz vor Schluss zu. Björn marschiert die rechte Seite entlang und wird danach rüde von den Beinen geholt, er muss ausgewechselt werden. Phil bekommt sein Kreisliga-A-Debüt, der Übeltäter die gelbe Karte. Wenig später pfeift, der gute Schiedsrichter, der vor nicht besonders viele knifflige Situationen gestellt wurde, die Partie überpünktlich ab. 6:0. Naja. Hinzu kommen drei Tore in vier Minuten. Andererseits hat Thomas auch sensationelle Dinger rausgefischt. Im Endeffekt kann man mit unserer ersten Hälfte durchaus zufrieden sein. In der zweiten Hälfte ließen wir mehr zu, hielten aber, so gut es ging, von der 46. bis zur 51. und von der 56. bis zur 90. dem Druck ganz gut Stand. Was dazwischen war, vergessen wir ganz schnell. Auf jeden Fall bleibt, dass wir nach dem Dreifachschlag uns wieder zusammengerissen haben und nicht eingebrochen sind wie in der Vergangenheit.

 

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Eiskalte Niederweniger nutzen erste sechs Chancen – Packung trotz Ehrentreffer für Erste

23.10.2016

VfL Kupferdreh I – SF Niederwenigern II 1:7 (0:5)

Hammerjungs: Plohmann – Winkler, Renell (63. Grundmann), Marcow, Kohlmann (C) – Henn,
                             Hitpass – Gajewski, Barrotta, Lampey (76. Dogan)– Ajoud (46. Witt) (Bank: Roesch)

Tore: 0:1 (4.), 0:2 (21.), 0:3 (28.), 0:4 (30.), 0:5 (35.), 0:6 (46.), 1:6 Kohlmann (76.), 1:7 (90.+3) 

Mannschaftsfoto Erste 16/17

Bei anfangs winterlichen und im weiteren Verlauf des Spieles immer angenehmeren Temperaturen war unser wunderschöner Kunstrasen („Teppich“) glatt wie die Torlatte. Man hätte annehmen können, dass der heimische VfL damit wohl besser umgehen könnte, aber hüben wie drüben unterliefen viele dem Boden geschuldete Fehlpässe. Aber es trog wohl der Eindruck nicht, dass die Gäste aus Hattingen das Geläuf besser unter Kontrolle hatten.

Vier Minuten waren erst vorbei, als Niederwenigern zur ersten Ecke des Spiels antrat. Der Schütze tritt den Ball hart in die Mitte des Sechzehners, von wo aus er den Weg zu einem Spieler findet, der etwas außerhalb des Strafraums postiert ist, etwa 19 Meter vom Tor entfernt. Er fackelt nicht lange und drischt die Kugel direkt auf dem nassen Boden in die Maschen. Wir wehrten uns nach Kräften und wurden beinahe belohnt. Nur vier Minuten nach dem Rückstand Ecke für uns, die Gio erreicht. Sein Kopfball küsst die Latte, Nachschuss Ole, Unterkante der Latte. Es sah sehr extrem nach Tor aus, manch einer jubelte auch schon. Der Schiedsrichter entscheidet darauf, dass der Ball die Linie nicht überschritten hat, was nach dem Spiel auch ein Kupferdreher zu bestätigen meint. Im Aufbauspiel bleibt danach vieles Stückwerk. Mal ein gelungener Pass, mal ein gutes Dribbling, mal ein Abschluss. Aber nichts, was den Gästen richtig Angst einjagen würde. Die spielten ihren Stiefel herunter und kamen mehr zu Ballbesitz als zu richtigen Torchancen.

Genauer gesagt, war auch der zweite Torschuss wieder drin. Nach einem katastrophalen Fehlpass im Mittelfeld unsererseits erobert ein Gelber den Ball, nutzt den sich ihm bietenden Raum, geht bis zur Grundlinie, bringt den Ball in die Mitte und bejubelt seinen Kollegen, der nur den Fuß hinhalten muss (21.). Ein weiterer Konter ist es, der das dritte Tor für die die Gäste besorgt. Ein Einwurf für die Roten, zwanzig Meter vor dem Tor der Sportfreunde, kommt postwendend zurück. Drei gelbe Stationen nach unserem Einwurf darf Thomas den Ball wieder aus dem Netz holen (28.). Wieder zwei Minuten später: Einwurf von der linken Angriffsseite der Niederweniger, Kopfballverlängerung an die Strafraumkante. Der daraus resultierende Schuss ist der erste (!!!), der nicht den Weg ins Tor findet – zum Vergleich: Wir hatten zu dem Zeitpunkt allein zweimal die Latte getroffen – Thomas hält stark. Er lässt den Ball auch mustergültig zur Seite abklatschen, wo aber dummerweise ein Gelber steht und weit und breit kein Roter. Egal, ob der Spieler nun im Abseits stand oder nicht: So viel Platz darf man einem Gegenspieler nicht lassen. Dass er gegen den geschlagenen Thomas einschiebt, ist nur Formsache.

Der VfL stellt nun das Spielen größtenteils ein, man möchte sich zur Halbzeit mausern und SFN das Spiel überlassen. Das klappt nur semigut. Freistoß von halbrechts für die Hattinger, Thomas lässt unglücklich abklatschen, der Nachschuss lässt das Netz zittern (35.). Man mag es gar nicht sagen: Zwischen dem 4:0 und dem 5:0 schoss der Gast nicht auf's Tor. Ergo: Fünfte Chance, fünftes Tor. Der Freistoß war der sechste, der Nachschuss der siebte Schuss auf's Gehäuse unseres Schlussmanns. Selbstredend ist Niederwenigern über sehr weite Strecken die bessere Mannschaft, zweifellos. Aber so eine gnadenlose Ausbeute verfälscht das Ergebnis schon extrem. 0:5 zur Pause klingt nach vollkommen überforderter Selbstaufgabe, aber so lässt sich bei reinem Gewissen die erste Hälfte nicht beschreiben. Die Geschwindigkeit der Gäste war gut, die individuelle Klasse höher, wir kamen häufig nicht in die Zweikämpfe, aber von Selbstaufgabe konnte nie und nimmer die Rede sein, vor allem die Sechser und Gio liefen den Bällen unermüdlich hinterher und versuchten, die Räume für die Gelben eng zu machen. Darüber hinaus fehlte uns vorne das Glück, das den Sportfreunden hold blieb.

 

In der Halbzeit stellten wir um, Dennis stärkte die Defensive noch mehr, Gerrit fand sich im Sturm wieder. Aber was war das dann für ein Horrorstart für den Neuzugang? Mit dem Anstoß zur zweiten Halbzeit hat er seinen ersten Ballkontakt für die neuen Farben. Die Mannschaftskollegen vertendeln den Ball und handgestoppte 16 Sekunden nach seinem Anstoß kann er sich schon ein Kreisliga-A-Gegentor in die Vita schreiben. Dann stößt Gerrit ein zweites Mal an und es beginnt eine von ihm kämpferisch-läuferisch gute Leistung und eine Druckphase des VfL. Hinten stellt Dennis seine Verteidigerkollegen gut, das Mittelfeld ackert und die vorderen Reihen kommen zu Möglichkeiten. Erst noch über Fernschüsse, aber im weiteren Verlauf der zweiten Hälfte auch immer mal wieder über schön herausgespielte Aktionen.

Für das Tor, den verdienten Lohn und Ergebniskosmetik, muss dann aber ein Standard herhalten. Pumba schlägt die Ecke flach in die Mitte, wo Käpt'n Ole zur Stelle ist und auf 1:6 verkürzt (76.). Danach ist es kein besonders gutes Spiel mehr, auch wenn beide Mannschaften zu Möglichkeiten kommen (ja, Niederwenigern hat tatsächlich nicht jede Chance genutzt). Den Schlusspunkt setzen aber trotzdem die Gäste, die tief in der Nachspielzeit einen Distanzschuss verwandeln und so doch beide Halbzeiten gewinnen.

Wir haben wieder eine gute Viertelstunde gehabt, in der wir auch das Tor gemacht haben. Das reicht aber natürlich nicht. Dafür haben wir uns defensiv zu viele Fehler geleistet, die heute mehr als irgendwann zuvor mit einer solchen Eiseskälte genutzt wurden, dass es uns eine ganz gehörige Lehre sein sollte. Wir befinden uns gerade nicht in der Lage, dass wir die Fehler von anderen ausbügeln können und so stehen wir nun einmal bei 69 Gegentoren und dem Titel „Schießbude der Liga“. Das ist nicht schön, aber Realität. Wir spielen immerhin mittlerweile gute zweite Hälften, was uns bei fünf Gegentoren in der ersten Hälfte herzlich wenig bringt, aber für eine gute Moral spricht. Zwar hat auch Niederwenigern scheinbar nicht auf Zweistelligkeit oder Ähnliches gespielt, aber dass wir nach dem 0:6 16 Sekunden nach dem Seitenwechsel nicht zusammengebrochen sind, ist zumindest eine erfreuliche Fußnote.

 

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Erster Sieg der Zweiten – sehnsüchtiges Tagezählen bis zum 30.11.

23.10.2016

VfL Kupferdreh II – Teutonia Überruhr III 4:1 (1:1)

Hammerjungs: Ridzewski – Fußballgott* (89. Pfeifer), Pfeifer (46. Bäsch), Stenzel (C) –
                            Schmitz (82. Oberste-Ufer), Dogan (46. Barrotta) – Oberste-Ufer (46. Lampey),
                            Menzel (46. Ajoud), Roesch – Beeker (89. Menzel) , Schmidt (89. Schmitz)

Tore: 0:1 (9.), 1:1 Arlt (39.), 2:1 Arlt (FE., 66.), 3:1 Barrotta (81.), 4:1 Barrotta (90.)

 

Es kommt häufig vor, dass Debütanten bei ihrem ersten Spiel für den neuen Verein in den Himmel gelobt werden und dann die an sie gestellten Erwartungen in den kommenden Spielen nicht erfüllen können. Doch für's Erste hat Kupferdreh mal wieder einen „Fußballgott“ gefunden. In seinem ersten Spiel, das er nur bestreiten durfte, weil man heute Teutonia Überruhr im Freundschaftsspiel gegenüber stand, netzte Tobi Arlt als Libero sogar doppelt und hielt hinten den Laden mit ganzer Routine dicht. Die stehenden Ovationen, die er zu seiner Auswechslung in den Schlussminuten gebührend erhielt, rangen dem 35-Jährigen aber wohl weniger Freude ab als das frisch gezapfte Pils, das er als Belohnung direkt bei Abgang vom Platz in die Hand gedrückt bekam. Bis zur Pflichtspielberechtigung sind es jetzt noch 38 Tage...

 

 

Tobi Arlt Fußballgott

 

Das Spiel begann ganz unschuldig. Nachdem wir eine Chance zur Führung vergeben, klingelt es relativ früh schon wieder im Gehäuse von Torwart Rille. Auf der rechten Angriffsseite bekommen wir keinen Zugriff auf den Stürmer, der von der Grundlinie aus seinen einschussbereiten Mannschaftskollegen sieht, der sich die Chance zum 0:1 nicht entgehen lässt. Dann wurde es ein verhältnismäßig gutes Spiel zweier C-Ligisten, das vom Schiedsrichter, heute ein Betreuer der Gäste, gut im Griff gehalten wurde. Richtig zwingende Möglichkeiten sprangen auf beiden Seiten nicht heraus, es unterliefen ein paar Fehler im Aufbauspiel, aber man arbeitete sich immer mal wieder nach vorne und ließ den Ball streckenweise ganz passabel laufen. Mitte/Ende der ersten Hälfte bricht Kevin mal durch und wird zwanzig Meter vor dem gegnerischen Kasten sehr weit links von den Beinen geholt. Für den fälligen Freistoß fühlt sich niemand verantwortlich und so trabt Tobi in Richtung Ball, noch das Unverständnis auf den Lippen, dass ausgerechnet er als Libero jetzt antreten muss. Was dann aber dem Rest auf den Lippen liegt, ist der Torschrei, verbunden mit vereinzelten „Fuß-ball-gott“-Rufen. Denn Tobi hat mit seiner ganzen Erfahrung und seinem absoluten Auge für die Spielsituation genau die Lücke gesehen, durch die der Ball durch den kompletten Sechzehner fliegend niemanden erreicht und ins Tor segelt. Was er bei dieser Ausführung besonders clever durchdacht hat, ist, dass der bemitleidenswerte Teutonen-Torwart nicht reagieren kann, da er nie davon ausgehen kann, dass der Ball entweder durchkommt oder ein Spieler dran kommt. So muss er passiv bleiben und als der Moment kommt, in dem er sieht, dass der Ball wohl aufs Tor geht, ist alles schon zu spät. Spaßeshalber wird in Richtung Malwin gerufen, man habe seinen dringend benötigten Elfmeterschützen gefunden.
Nach einem unschönen Zusammenprall zwischen Marvin R. und dem Keeper der Gäste, dem der Torwart Tribut zollen musste und verletzt seinem Vertreter weichen musste, war ziemlich zügig Pause.

 

In der Halbzeit ersetzten Gio, Pumba, Marvin B. und Aziz ihre Mitspieler Adi, Kevin, Lehrer und Pierre. Vor allem durch die Spieler mit Kreisliga-A-Erfahrung schlug beinahe zwangsläufig die Chancenwaage mehr und mehr zugunsten des VfL aus. Nichtsdestotrotz konnte auch Überruhr die Kupferdreher Abwehr immer mal wieder unter Druck setzen. Auf der anderen Seite profitierten wir von Gios Geschwindigkeit, die oft nur durch Fouls zu stoppen ist. So auch 15-20 Minuten nach Wiederanpfiff. Gio dringt in den Strafraum ein, liegt dann mit voller Körperoberfläche im Strafraum und der Schiri entscheidet wohl korrekt auf Strafstoß für Rot. Der geneigte Leser weiß um unsere Liebe zum ruhenden Ball aus elf Metern, Trainer Malwin natürlich auch. Darum erklärt er die Wahl des Schützens zur Chef-Sache und weist über das komplette Grün an, Tobi möge schießen. Das fordern auch Zuschauer und Auswechselspieler. Allerdings möchte Malwin Tobi Schmitz sehen, während der Rest des Hammers Tobi Arlt fordert. (Rückblickend betrachtet) glücklicherweise ist die Meinung auf dem Platz auch, Malwin habe Tobi Arlt bestimmt. Der greift sich den Ball, legt ihn sich zurecht und versenkt mit 30 Jahren Fußballerfahrung im Gepäck. Mittlerweile gibt es bei niemandem mehr Zweifel, ob „Fußballgott“ noch das angemessene Attribut für unsere Nummer Fünfzehn ist. Zwei Tore, Spiel gedreht, hinten dirigiert, astrein. Ganz nebenbei wurde noch der als Witz gemeinte Einwand nach dem 1:1 (s.o.) bewahrheitet.

Und der VfL wollte noch mehr, hatte Spaß am Fußball und nutzte aus, dass die Gäste-Gegenwehr schwand. Zweimal noch Forderungen nach einem weiteren Strafstoß vonseiten der Hausherren, Versuche aus erster und zweiter Reihe. Der VfL drückte, Teutonia hielt dagegen und kam ihrerseits vereinzelt zu Aktionen. Zum vierten Mal in diesem Spiel klingelt es, als Gio wunderbar von Pumba in den Lauf angespielt wird und mit viel Tempo, so wie er es liebt, in den Strafraum marschiert. Den Torwart lässt er ins Leere rutschen und vollendet ohne große Mühe. Das obligatorische „Buuuuuuuuuumm!“ erschallt wieder am Eisenhammer.

In der 89. Minute dann der Dreifachwechsel. Der dritte davon, Lehrer für Tobi, wird selbstredend bis zum Anschlag ausgekostet. Von dem wohl verdienten Pils war schon weiter oben die Rede. Dass nach der anschließenden von Pumba getretenen Ecke Gio per Flugkopfball die endgültige Entscheidung herbeiführte, war nur Nebensache.

 

Was kann man aus so einer Partie mitnehmen? Ein Sieg und trotzdem keine Punkte, viele Wechsel und trotzdem eine Möglichkeit sich einzuspielen, ein wenig Hilfe aus der Ersten und trotzdem ein Schub Selbstvertrauen. Wir hatten mal wieder Spaß am Fußballspielen. Egal, ob Freundschaftsspiel oder nicht: Wenn man auf dem Platz steht, will man gewinnen. Den Willen haben wir heute bewiesen. Vor allem, dass wir nach Rückstand das Spiel gedreht haben und schlussendlich uns nicht mit Glück besudelt haben, sondern hochverdient den Heimsieg eingefahren haben, ist sehr sehr schön. Um nicht zu sagen hammer.

 

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* bei Betreten des Platzes noch unter „Arlt“ geführt


Homepage immer "aktueller"

23.10.2016

Das Archiv wurde etwas erweitert.

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Eingangstor im neuen Gewand

21.10.2016

 Heute würdigen wir eine Partnerschaft, die einem jetzt schon beim Betreten des Platzes ins Auge fällt (hoffentlich nicht wortwörtlich...). Die starke Präsenz von SIngal Iduna, insbesondere von Innenverteidiger und Hauptsponsor Björn Winkler auf unserer Kleidung gibt es schon sehr lange, nun ziert sein Logo auch den Eingang des Eisenhammers.

 

Eingangstor


Wir hoffen auf eine weiterhin lange und gute Zusammenarbeit.

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Neue Zapfanlage wartet auf durstige Kundschaft

18.10.2016

Bei solchen Neuigkeiten ist das Fußballtennis im Training nur Nebensache! Was lange währt, wird irgendwann gut. Ob das auf den Fußball übertragen werden kann, werden die nächsten Wochen zeigen, doch im Falle des emsigen Stauderdeckel-Sammelns hat es sich in dieser Woche bewahrheitet. Knappe zwei Jahre, 1000 (!!!) Deckel und die Zustimmung von Perrys Frau brauchte es, um dem Eisenhammer seine Zapfanlage zu sichern. Um den Moment und die kindliche Vorfreude auszukosten, bedurfte es dann noch einmal anderthalb Stunden und einen aufopferungsvollen Cuetinho, der jeden einzelnen der eintausend Deckel in eine Holzvorrichtung gab. Bildmaterial dazu liegt leider nicht vor, dafür aber von Perry, dem stolzen Besitzer seines neuen Schmuckstückes.

 

neue Zapfanlage

 

Bleibt nur noch eins zu sagen: Zum Wohl und auf die nächsten tausend Deckel!

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Gebrauchter Tag – Erste und Zweite holen sich Auswärtsniederlagen ab

16.10.2016

SV Kray 04 I – VfL Kupferdreh I 3:0 (1:0), 11. Spieltag, Sonntag, 16.10.2016, 15:00 Uhr

Hammerjungs: Plohmann – Gonzalez – Winkler, Marcow, Kohlmann (C) – Hitpass –
                             Lampey (78. Oberste-Ufer), Grundmann (57. Schmitz), Roesch (62. Ekin) – Ajoud, Cuetinho

Tore: 1:0 (29.), 2:0 (72.), 3:0 (77.)

 

Reden wir nichts schön: Das war ein herber Rückschlag, den es jetzt erst einmal zu verdauen gilt. Es war wohl das wichtigste Spiel in den nächsten und vergangenen Wochen. Kray war bis heute mit uns auf Augenhöhe, ebenso wie bei uns brachte ein Dreier gegen Yurdumspor die bis dahin einzigen Punkte auf die Tabelle. Ein vorerst richtungsweisendes Spiel also für beide Mannschaften. Auch wenn ich mir jede Woche vornehme, die Personalsituation nicht mehr zu thematisieren, komme ich heute wirklich nicht drum herum. Von den 14 anwesenden Spielern standen lediglich acht zu Saisonbeginn im Kader der Ersten. Von diesen acht Spielern waren mit Tim, Dustin, Pumba und Ole noch einmal vier angeschlagen. Darüber hinaus spielten schon drei Spieler heute morgen in Rellinghausen für die Zweite. Die Leute aufzuzählen, die in der letzten Saison noch Kreisliga C gespielt haben, sei hier aus Platzgründen ausgespart.

 

Aber nun zum Spiel. Nach 20 Minuten war es ein ausgeglichenes, nicht besonders chancenhaltiges Spiel, Kray kam durch Flanken zweimal dem Tor etwas nahe, wir probierten es aus der Halbdistanz und mit schnellen Pässen in die Spitze. Cuetinho verzeichnete noch die größte Möglichkeit zu dem Zeitpunkt (18.). Beide Mannschaften versuchten es teilweise mit Einzelaktionen, auf unserer Seite Innenverteidiger Björn, was auf keiner Seite zu ernsten Torannäherungen führte. Schwarz/weiß und schwarz/rot lieferten sich ebenso zu viele Fehlpässe, als dass man dadurch Gefahr entfalten konnte.

 

Dann zwei Chancen innerhalb von vier Minuten für die Männer vom Eisenhammer. Aziz kann einen schönen Flankenball aus dem Halbfeld von Ole nicht verwerten (24.), Cuetinho scheitert nach einer Freistoßflanke ebenso (28.). Dieser Schuss hinwieder wird abgefangen und in unsere Hälfte weggepölt, wo er etwa 25-30 Meter von unserem Gehäuse auf der rechten Seite ins Aus trudelt. Der Einwurf findet seinen Weg zu einem Gastgeber, der Richtung Thomas' Tor marschiert und 20 Meter vor dem Tor gefoult wird. Der fällige Freistoß landet in der Mauer, wird aber nicht entschieden genug geklärt. So hat ein Krayer zu viel Zeit und kann die Kugel wieder in die Gefahrenzone bringen, wo ein dankbarer Kopfballabnehmer in womöglicher Abseitsposition einnickt. So ist das nun mal. Wenn man die Dinger vorne nicht macht, kriegt man sie hinten rein. Dabei hatte die Waage wohl gerade für uns ausgeschlagen, nachdem vorher Thomas den Rückstand noch häufig hatte abwenden können. Bis zur Halbzeit tat sich nicht mehr besonders viel, was bemerkenswert wäre.

 

Zwölf Minuten war die zweite Halbzeit alt, als Tim von seinen Schmerzen erlöst wurde und durch Tobi ersetzt wurde. Dustin wechselte von seiner Sechser-Position auf die Zehn. Dort fand er sich sehr gut ein, als er bereits in der 59. Minute mit einem beherzten Solo den Torwart prüfte. Im Gegenzug kann Thomas mit einer Wahnsinns-Fußabwehr noch das 2:0 verhindern. In der Folge merkte man immer mehr, warum das Wort Abstiegskampf erfunden wurde. Das Spiel wurde etwas ruppiger, wenn man auch (sofern man es mit Kupferdreh hält) einen Funken mehr Einsatz vermissen konnte, manch ein Zweikampf wurde leichtfertig verloren oder nicht gesucht beziehungsweise erreicht.

 

Während Cuetinho noch nach einem guten Solo und 70 Minuten am Torwart scheiterte, machte es die Heimtruppe kurze Zeit besser. Ein Pass in die Schnittstelle unserer Innenverteidiger macht den Weg für den Stürmer und eine Krayer Überzahl auf. Als der Ball in Fünfmeterraumnähe ist, wird er noch zurückgegeben und aus kurzer Distanz ins leere Tor geschoben (72.). Fünf Minuten später war der Deckel drauf: 22 Meter vor dem Tor verlieren wir im „Offensiv“zweikampf den Ball und der glückliche Stürmer nimmt es offenbar leicht (zu leicht) mit der restlichen Hintermannschaft auf, die er stehen lässt und zum 3:0 unter Zuhilfenahme des Innenpfostens vollendet.

 

Nun gingen beide Mannschaften mit den sich bietenden Chancen ziemlich schlampig um, beide Torhüter konnten sich noch auszeichnen.

 

Im Endeffekt ist das Ergebnis definitiv zu hoch. Ob der Sieger gerechtfertigt ist, vermag ich tatsächlich ehrlich gesagt nicht zu sagen. Wir hatten unsere Chancen und haben sie nicht genutzt. Weder zur Führung noch zum Ausgleich noch zum Anschluss. Hinten standen wir wieder vernünftig, haben viele Angriffe unterbunden, waren aber in manchen Aktionen zu löchrig.
Das Problem an „6-Punkte-Spielen“ ist jetzt leider, dass wir zwei Spiele brauchen, um den Schaden wieder gut zu machen. Auf die Gefahr hin, Durchhalteparolen auszupacken: Die Saison ist noch lang. Verletzte werden zurückkommen und jeden Gegner, auch Kray, werden wir noch mindestens ein Mal wiedersehen.

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ESC Rellinghausen III – VfL Kupferdreh II 5:3 (1:1), 9. Spieltag, Sonntag, 16.10.2016, 11:00 Uhr

Hammerjungs: Ridzewski – Ekin, Pfeifer, Päsler – Renell (C), Oberste-Ufer – Henn (71. Roesch),
                             Schmidt (44. Katzenmeier), Ramirez (46. Hanke) – Gohl, S. Strub

Tore: 0:1 Henn, 1:1; 2:1, 3:1, 4:1, 4:2 S. Strub, 5:2, 5:3 S. Strub

 

Auf jeden Fall eine interessante, sehenswerte Partie, die sich den Zuschauern bei schönstem Fußballwetter im Manfred-Scheiff-Stadion zu Rellinghausen bot. Aber in der Bewertung war es ein komisches Spiel. Auch in der Kabine herrschte keine Einigkeit: Hätte man das Spiel gewinnen können? Wäre ein Unentschieden gerecht gewesen? Hatte man womöglich eine höhere Niederlage abgewandt und gut Schadensbegrenzung betrieben? Immerhin hatte man lange geführt und war mit 1:1 in die Kabine gegangen. Andererseits befand man sich auch lange Zeit mit jeweils zwei bis drei Toren im Hintertreffen. Die einen sagten, man hatte namhafte Verstärkung aus der Ersten (die arbeitsbedingt die Stiefel für die Zweitvertretung schnürten). Andere warfen ein, dass viele Spieler verletzt oder angeschlagen waren oder im Laufe der Partie wurden sowie Platzverweise vom letzten Spiel beziehungsweise Abstellungen für die Erste zu verdauen waren. Auch der Tabellenstand (4. gegen 12.) wurde in den Raum gestellt.

 

Wie dem auch sei, kaum zwei Meinungen gab es darüber, dass das heute unser wohl bestes Spiel war. Einstellungstechnisch war das – wenn auch noch ausbaufähig in der Rückwärtsbewegung – sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. Allein, dass wir nach dem 5:2 nicht auseinander gebrochen sind, sondern nachgelegt haben, soll was heißen.

 

Von Anfang an gab es Möglichkeiten für beide Mannschaften, eher mehr für die mit viel Tempo und Erfahrung gespickte Offensive der Gastgeber. Insbesondere über Außen stellten die schnellen Antritte dem VfL-Defensivverbund das ein oder andere Problem. Doch es ist der VfL, der in Person von Dennis das erste Tor der Partie erzielt. Über rechts bricht Kevin durch und kann sich bei seiner Flanke sogar zwischen Dennis und Steffan entscheiden, da beide in guter Position sind. Der Ball fällt Dennis auf den Kopf, der nach wenigen Minuten zum 0:1 einnickt. Bei dem Kopfball bekommt er noch einen Ellbogen auf die Nase, kann sich aber über sein Tor freuen und weiterspielen. ESC scheint in der Folge nur noch auf die Schnelligkeit seiner Vorderleute zu vertrauen, was als probates Mittel häufig funktioniert, aber allmählich von der Hintermannschaft der Gäste besser in den Griff bekommen wird. Mitte der ersten Halbzeit: Wieder ein Angriff der Hausherren über die rechte Angriffsseite, Unordnung in der Hammer-Defensive. Der Ball kommt zentral an die Strafraumbegrenzung. Ein roter Fuß kann den guten Schuss noch zur Ecke abwehren. Der anschließende Eckball aber bringt nach einem Kopfball im Zentrum den Ausgleich.

 

In der Folge nur noch vereinzelt Angriffe der Kupferdreher, die aber stets Gefahr mit sich bringen. Der Rest der Kupferdreher Angriffsbemühungen bleibt Stückwerk oder wird mit einem Abseitspfiff unterbrochen. Die Mannen aus Rellinghausen prüfen Rille und seine Abwehr etwas häufiger – mit dem besseren Ende für die Gäste.

 

In der Pause dann schon der zweite verletzungsbedingte Wechsel, nachdem Philipp kurz vor der Pause durch den defensiv fleißigen Lasse ersetzt wurde: Robin H. für Robin R.
Beinahe hätten wir kurz nach Wiederanpfiff die zu dem Zeitpunkt vielleicht etwas schmeichelhafte Führung erzielt. Doch auch Rellinghausen brauchte nicht lange, um wieder ins Spiel zu finden und stellte ebenso den Chancenzähler nach der Halbzeit schnell auf „1“. Nicht lange ist gespielt, als diesmal über die linke Seite ein Angriff der in Blau gekleideten Gäste rollt. Nach gewonnenem Zweikampf im Sechzehner braucht der Angreifer nur noch den Ball rüber zu schieben, wo ein dankbarer Abnehmer wartet und den Ball zur Führung einschiebt. Den Ausgleich verpassen wir noch und so spielt ESC weiter nach vorn. Mit seiner wahnsinnigen Geschwindigkeit lässt der Rechtsaußen der Hausherren Patrick stehen und spielt den Ball an ihm vorbei. Rille möchte den Ball abfangen, kommt aber ein wenig zu spät und muss mit ansehen, wie er umspielt wird und der Ball ins leere Tor geschoben wird. Versuche aller Verteidiger, hinterher zu kommen, sind leider vergeben und so steht es 3:1. Wenige Minuten später wackelt das Netz erneut und mit 4:1 scheint das Spiel bereits entschieden. Doch der VfL wehrt sich mit Händen und Füßen gegen eine erneute Klatsche, macht defensiv eine besser Figur, lässt hinten weniger zu und kommt sogar zu Entlastungsangriffen. So auch nach einem schnell ausgespielten Freistoß aus der VfL-Hälfte von Dennis, den Steffan erläuft. In alter Stürmermanier geht er auf das Tor zu und versenkt in die kurze Ecke zum Anschlusstreffer.

 

Die Freude ist nur von kurzer Dauer. Wieder einmal wird auf der linken Abwehr-Seite der Querpass in den Strafraum nicht verhindert, wo ein Blauer aus zehn Metern relativ leichtes Spiel hat und den Drei-Tore-Vorsprung wieder herstellt.
Ohne dass sie hinten komplett aufmachten, kamen die wackeren Gäste in regelmäßigen Abständen vor das Tor der Heimmannschaft. Einmal sollten sie noch belohnt werden. Wieder ist es Kevin, der mit seiner zweiten Torvorlage des Tages Steffan vor dem Tor in Szene setzt. Aus der Drehung trifft Steffan den Ball mit dem etwas schwächeren linken Vollspann, sodass er sich unhaltbar seinen Weg in die Maschen bahnt. Dabei blieb es allerdings. Deutlich viel mehr passierte auf dem Platz nicht mehr, Zweikämpfe wurden gewonnen, Zweikämpfe wurden verloren, Torschüsse abgegeben, Torschüsse abgewehrt.

 

Alles in allem wohl ein vernünftiges Spiel. Ich hoffe, ich repräsentiere die Meinung Aller, wenn ich behaupte, dass gut und gerne etwas mehr drin gewesen wäre, wenn wir das Ecken-Tor nicht bekommen hätten und die Führung in die Pause hätten retten können. Ob dann auch ein Sieg verdient gewesen wäre, lasse ich bewusst mal offen.

 

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Glücklose Erste verliert Spiel und vier Spieler – aber auch die rote Laterne

09.10.2016

VfL Kupferdreh I – Fortuna Bredeney I 2:4 (1:2), 10. Spieltag, Sonntag, 09.10.2016, 15:00 Uhr

Hammerjungs: Plohmann – Gonzalez – Marcow, Renell, Kohlmann (C) – Gajewski (G/R: 83.),
                        Hitpass (34. Cuetinho), Lampey – Henn (87. Grundmann) – Barrotta, Ajoud (Bank: Roesch)

Tore: 0:1 (25.), 0:2 (41.), 1:2 Barrotta (45.+1), 1:3 (82.), 2:3 Barrotta (88.), 2:4 (90.+1)

 

In diesem Spiel war wirklich jede Emotion vorhanden: Freude, Ärger, Schmerz. Am Ende kann man auf ein mitreißendes, gutes Spiel zurückblicken, bei dem auf den ersten Blick nur das Ergebnis nicht stimmt. Auf den zweiten aber der bange Blick auf die kommende Woche. Zu den zwei Gesperrten aus der Zweiten (s.u.) kommen noch Lars, der mit einer sehr gründlich diskutierten gelb/roten Karte mindestens ein Spiel ausfallen wird sowie die gelbgesperrten Gaga und Gio. Dustin können wir nur alles erdenklich Gute wünschen, aber zumindest ein zartes Fragezeichen kann man auch hinter seinen Namen schreiben, wenn man den Kader für das wichtige Spiel in Kray (neues Tabellenschlusslicht) durchgeht.

 

Es begann, wie man es von zwei Mannschaften, die zusammen zehn Punkte aus jeweils neun Spielen auf die Tabelle brachten, erwarten konnte. Abtasten auf beiden Seiten, nur keinen Fehler machen. Dann der erste Sahneangriff des Spiels: Ein-Kontakt-Fußball der Hammerjungs auf der Hammerasche. Den Pass aus dem Mittelfeld in die Spitze spielt Dennis, Lars geht durch und setzt aus 14 bis 15 Metern den Lupfer an, der sein Ziel hauchdünn verfehlt (18.). Auch ein beherzter Alleingang von Gio wird nur durch eine Ecke belohnt. Die vom Trainergespann mit Libero, Manndeckern und Vorstoppern besetzte Defensive (Stichwort: Taktikfüchse) ließ bis dahin recht wenig zu. Kam doch etwas durch, rettete Thomas, dem man seine Verletzung nicht im Geringsten anmerkte. Nach 28 Minuten dann aber doch Unruhe im VfL-Sechzehner, Geburtstagskind Gonzo kann nach außen klären, wo aber ein blanker Gast steht. Die Flanke erreicht genau den Fuß seines Mitspielers, der aus kurzer Distanz einschiebt. Zehn Minuten später tanzt der Ball nach einem Einwurf auf der Linie, überschreitet sie aber nicht zum Ausgleich. Im Anschluss unterbindet Lars den Konter mit einem taktischen Foul – es sollte sein einziges Foul für heute bleiben. Zwischenzeitlich mussten schon zwei Ausfälle für das Kray-Spiel verzeichnet werden. Gio, der im Drehen aus zwei Metern an der Hand angeschossen wird und seine fünfte Gelbe kassiert, und Dustin, der nach Analyse eines geschulten Auges eine Außenbanddehnung im linken Knie erlitten hat und verletzungsbedingt nach 34 Minuten durch „Rückkehrer“ Cuetinho ersetzt wurde. Sein Ausfall natürlich eine ganz bittere Pille, die es auch schon in diesem Spiel zu schlucken galt.

 

41 Minuten gespielt, der VfL immer überlegener. Ein Bredeneyer bricht über links durch und spielt seinen Zehner an. Der legt ihn sich auf den Rechten, täuscht einen Schuss an, legt ihn sich auf den Linken und versenkt aus gut 20 Metern. Gut gemacht, genauso ärgerlich. Die 45. Minute läuft, man rechnet schon mit einem erneuten Pausenrückstand von 0:2. Doch plötzlich noch ein Vorstoß der Roten, ein Schuss, eine Hand, ein Pfiff. Der frische Cuetinho hatte uns einen Handelfmeter beschert. Gio tritt an und verwandelt ganz cool (45.+1). Der Schiedsrichter pfeift die Partie gar nicht mehr an, mit 1:2 geht es „psychologisch wertvoll“ in die Kabine.

 

Mit neuem Elan beherrscht Kupferdreh den Gegner in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff, nach 51 Minuten hat der heute sehr gut gefüllte Eisenhammer schon wieder den Torschrei auf den Lippen, als Gio einen Freistoß von Halblinks an den Pfosten schlenzt. Ole köpfte nach Einwurfflanke von Gaga den Ball 13 Minuten später über's Tor. Da war richtig was drin, das spürte jeder. Auch die Fortuna machte es durch gefährliche Konter zu einem über weite Strecken sehr ansehnlichen Spiel. Thomas wurde zwischen den Pfosten immer wichtiger. Aber auch seinen Vorderleuten konnte er danken, denn die komplette Abwehr erfüllte ihre Aufgaben in ungewohntem taktischen System sehr gewissenhaft und mit großer Ruhe.

 

Zu einer Zeit, wo wir schon den Ausgleich verdient hätten, versammelt sich Bredeney im Strafraum des Gastgebers zur Ecke. Dass dann ein Gast blitzeblank und ungedeckt die Kugel ins Gehäuse bugsieren kann (82.), ist deshalb umso ärgerlicher. Dass das heute ein besonders diszipliniertes und gutes Spiel von uns war, zeigt, dass man den Jungs auf dem Platz anmerkte, dass man hier trotzdem einen Punkt mitnehmen wollte und als Mannschaft zusammen stand.

 

Vor der Schilderung der nächsten Szene möchte ich festgehalten wissen, dass für gewöhnlich jeder Spieler im Spiel mehr Fehler macht als der Schiedsrichter, der bekanntlich auch nur ein Mensch ist. Ich schildere die Szene aus Vollständigkeitsgründen und wie ich es gesehen habe.

Der VfL drängt weiterhin auf den Anschlusstreffer, die Zeit reicht noch für zwei Tore, läuft aber langsam weg. Wir bauen das Spiel über die Mitte auf. Der Pass kommt raus auf die rechte Seite zu Lars, dem der Ball so unglücklich verspringt, dass die Kugel 30 Meter vor unserem Tor ins Seitenaus trudelt. Wer einmal Fußball und womöglich noch Abstiegskampf gespielt hat, weiß, wie sehr einen Spieler so ein „einfacher“ Ballverlust in so einer Situation ärgert. So ärgert es auch Lars, der den Ball nimmt, aber darauf verzichtet ihn (bereits gelbverwarnt und mit der Zeit im Hinterkopf) wegzuschlagen. So guckt er den Ball nur noch streng an, gibt ihn ab und konzentriert sich auf den Rückwärtsgang, um Schlimmeres zu verhindern. Nach Ansicht des Schiedsrichters hielt er den Ball zu lange, er entscheidet dementsprechend auf unsportliches Verhalten und verweist Lars mit der zweiten gelben Karte des Feldes. Lars, der „Trainingsweltmeister“ und Mannschaftsspieler durch und durch ist, kann nicht glauben, dass er seiner Mannschaft nicht mehr helfen kann und ärgert sich wohl umso mehr über den Ballverlust, vorrangig aber darüber, dass ihm Ärger über sich selbst als „Unsportlichkeit“ ausgelegt wird. (Meines Erachtens hinderte er keinen Bredeneyer daran, den Einwurf auszuführen).

Aber auch nach dieser Aktion ließen sich die Hammerjungs nicht beirren und spielten weiter nach vorne. Unzweifelhaft verdient kommt man dann auch zum 2:3! Pumba hatte eingeworfen, Gaga an die Latte geköpft und Gio aus kurzer Distanz vollendet (88.). Der Hammer war kurz vorm Biegen. Zwei Minuten für ein Tor. Und das sollte tatsächlich noch fallen. Volle Offensive der Rot/Goldenen. Der Ausgleich wird verhindert, der Konter vollendet. Gio läuft hinterher, doch er ist gegen den Alleingang und Linksschuss machtlos, ebenso wie Thomas im Kasten (90.+1). So hart kann Fußball sein. Es war sicherlich das intensivste Spiel der Saison. Eigentlich war es ein Spiel, bei dem das Ergebnis fast „egal“ war, weil das Spiel so packend war und viel Spaß gemacht hat. Aber wenn man dann doch als Verlierer vom Platz geht, ist das nichtsdestotrotz hart.

Außerdem gab es für eine solche Sichtweise zu viele Wermutstropfen.

 

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Zweite verpasst Aufholjagd

09.10.2016

VfL Kupferdreh II – Franz-Sales-Haus I 1:5 (0:3), 8. Spieltag, Sonntag, 09.10.2016, 11:00 Uhr

Hammerjungs: Berthold – Füsers, Stenzel (C, G/R: 70.), Bäsch – Schmitz, Schmidt (46. Gohl) –
                        C. Strub (G/R: 59.), Oberste-Ufer, Roesch – Päsler (46. Ramirez), Hanke (42. Pfeifer)

Tore: 0:1 (11.), 0:2 (18.), 0:3 (38.), 1:3 Roesch (52.), 1:4 (67.), 1:5 (70.)

 

Da ist er, der erste Hammertorschütze 2016/17 beim VfL Kupferdreh II. Marvin Roesch schießt nach fünf Spielen, in denen der gegnerische Torwart nur von einem eigenen Spieler überwunden wurde, unser erstes Saisontor für die Zweite. Dass dieser Treffer wieder nur nach Ergebniskosmetik aussieht und die Überschrift dieses Berichts nicht „Erstes Hammertor Türöffner zu fulminanter Aufholjagd“ ist, haben wir uns leider selbst in die Schuhe zu schieben. Wie schon in den letzten Spielen spiegelt das Ergebnis den Spielverlauf nicht in Gänze wieder, zwischenzeitlich stand das Spiel ganz schön auf der Kippe. Dann aber doch 1:5...

 

Bei herrlichstem Fußballwetter begann die Partie schleppend ohne echte Torchance in den ersten zehn Minuten, allenfalls eine Halbchance auf jeder Seite. Elf Zeigerumdrehungen nach dem Anpfiff dann aber schon das erste Mal, dass das Netz wackelt: Zwei unserer Verteidiger wollen sich den Ball zuspielen. Der Pass verhungert, ein Stürmer nimmt das Geschenk an, läuft durch und versenkt (11.). Es ist das alte Lied, die Tore fallen zu einfach. So auch das 0:2: Wir bekommen den Ball auf der linken Seite 35 Meter vom eigenen Gehäuse nicht weg und hindern den Gast nicht am Schuss. Es kommt, wie es kommen muss, der Sonntagsschuss senkt sich unhaltbar ins Netz (18.) und im Kopf Mancher ist das Spiel schon wieder abgehakt. Kurz darauf bricht Marvin über Rechts durch und bedient mustergültig den mitgelaufenen Philipp, der den linken Pfosten um Haaresbreite verpasst und den Ball knapp daneben setzt.

Kurz vor dem Seitenwechsel bringt ein Kopfball in Anschluss an einen Freistoß das in der Höhe unverhältnismäßige 3:0 für die Gäste aus Huttrop.

 

Doch als wäre die Mannschaft wie ausgewechselt (es standen immerhin „nur“ drei neue Spieler auf dem Feld) ging es nach der Pause auf das andere Tor, auf das der Franz-Sales-Häuser. Der VfL erspielt sich Chance um Chance, wird aber vorerst nicht belohnt. Aber das Spiel ist ein ganz anderes: Man erspielt sich Möglichkeiten, lässt den Ball laufen, kann das Spiel aufbauen und steht hinten sicher. Als der Druck zu groß ist, stibitzt Chris dem Abwehrverbund auf der linken Seite den Ball und passt ihn auf Neu-Stürmer Pico (er nahm Robins Position ein, Patrick spielte wieder in der Abwehr). Der bringt den Ball auf den Kasten, der Torwart kann noch parieren, Marvin setzt der Torflaute aber mit einem beherzten Abstauber (zwölf Meter vom Tor entfernt) ein Ende (52.).

Knappe drei Minuten später dringt wieder ein heute in weiß spielender Kupferdreher in den Strafraum ein und kommt zu Fall. Trotz wilder Proteste vonseiten der Gäste entscheidet der Unparteiische auf Strafstoß. Pico übernimmt die Verantwortung und tritt an – er tritt jedoch auch in den Boden und trifft den Ball schlecht. Der Torwart kann parieren. Die Gastgeber ließen sich nicht beirren und spielten weiter nach vorne.

Das Aufbäumen hat dann aber ein jähes Ende, als Chris, bereits gelbverwarnt, ungestüm in einen Zweikampf geht und mit Gelb/Rot des Platzes verwiesen wird. Mit ein bisschen Erbarmen hätte man ein Auge zudrücken können, aber die weißen Protesten hielten sich in Grenzen.

Mit der Überzahl im Rücken gewann der DJK mehr Spielanteile, wenn auch viel Stückwerk blieb. Auch als es schließlich zum 1:4 klingelt und die Messe prinzipiell gelesen ist, kann man nicht wirklich von einer gut genutzten Chance reden. Insbesondere kann man gar nicht von einer Chance reden. Trotz der Unterzahl hatte die VfL-Defensive den Gegner ganz gut im Griff. In dieser 67. Minute war man zum ersten Mal mit weniger Mann im gegnerischen Angriffsdrittel vertreten, Patrick hatte zwei Gegenspieler. Der eine bekommt den Ball, schon an der rechten Strafraumecke postiert. Er stellt ihn, allerdings nicht besonders gut und kann die Flanke nicht verhindern. Die vermeintliche Flanke hinwieder entpuppte sich als Tor“schuss“ und senkte sich in blöder Flugbahn ganz unglücklich ins Tor.

 

Kurze Zeit später zeigt sich Kapitän Pico mit einer Entscheidung des Schiedsrichters nicht zufrieden und wird ebenso wie Chris mit der Ampelkarte duschen geschickt. Da waren es noch zwanzig Minuten, die es in doppelter Unterzahl zu überstehen galt. Der Druck der Gäste nahm noch etwas weiter zu. Die Hausherren verlegten sich aufs Verteidigen. Das machten sie auch gar nicht mal so verkehrt. Lediglich einmal konnten die Huttroper von ihrer Überlegenheit Gebrauch machen und erzielten das 5:1.

 

Konjunktiv ist die Sprache der Verlierer, klar. Aber da wir verloren haben, können wir uns das ja erlauben: Hätten wir das 2:3 gemacht, wäre das Ding vielleicht ganz anders ausgegangen... Hätten wir nach wie vor mit 11 Mann gespielt, hätte es noch ein spannendes Duell werden können... Hätte, hätte, hätte. Es war teilweise ein vernünftiges Spiel, vorne fehlte die Durchschlagskraft, vor allem in Hälfte Eins, und hinten hielt Frank den Laden meist gut zusammen. Wenn wir es jetzt schaffen, bei jedem Spielstand als Einheit Fußball zu spielen, werden wir die ersten Punkte in naher Zukunft holen.

 

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Passable erste, schwache zweite Hälfte

02.10.2016

Blau/Weiß Mintard II – VfL Kupferdreh I 8:0 (2:0), 9. Spieltag, Sonntag, 20.10.2016, 13:00 Uhr

Hammerjungs: Schneider – Winkler, Renell (C), Kohlmann – Hitpass, Roesch (65. Bernreuther) – Ajoud,    
                        Barrotta, Lampey – Grundmann, S. Strub

Tore: 1:0 (18.), 2:0 (34.), 3:0 (50.), 4:0 (57.), 5:0 (65.), 6:0 (73.), 7:0 (84.), 8:0 (90.)

Bes. Vork.: Schneider hält FE (71.)

 

Null zu Acht. Moa. Es ist leider das alte Lied, das uns insbesondere gegen starke Gegner stets begleitet. Was die Personalsituation angeht, waren wir heute am vorläufigen Tiefpunkt. In der Startelf standen Basti (Dessen Absichten, in der Ersten zu spielen, wurden im vorigen Spielbericht behandelt), Marvin (aus der Zweiten) und Tim, der nach seinem Kurzcomeback in Werden direkt neunzig Minuten ran musste. Die zwei Mann starke Bank besetzten Mel (den nach seiner Einwechslung fortlaufend seine Verletzung plagte) und Patrick, dessen Einsatz ebensowenig vorgesehen war. Spielerisch hielten wir uns in den ersten 45 Minuten noch im grünen Bereich auf. In der zweiten Hälfte kamen wir zwar zu mehr Offensivaktionen, hatten hinten aber bedeutend viel mehr Probleme als zuvor. Da zeigte Mintard, warum sie zurecht so weit oben in der Tabelle stehen. Wir konnten mit der Geschwindigkeit nicht mithalten und hatten mehr mit uns selber zu tun als mit heranrauschenden blauen Angriffen.

 

Ganz zu Beginn startete es, wie man erwarten konnte. Die Partie war gerade mal 50 Sekunden alt, als der erste Mintarder Angriff den VfL-Sechzehner erreichte. Die scharfe Hereingabe landet aber im Endeffekt im Toraus. Doch schon da fingen wir an, konzentrierter und mit Leidenschaft zu verteidigen, sodass bis zur neunten Minute uns kein Torschuss mehr belästigte. In dieser neunten Minute dann Ecke für uns. Pumba schießt und zirkelt den Ball direkt aufs Tor. Der Torwart hält, aber in der Nähe der Linie. Wilden Protesten unsererseits folgt der Pfiff des Schiedsrichters und das Zeigen Richtung Mittelpunkt. Was aussah wie die schmeichelhafte Führung für uns war „leider“ nur das Anzeigen eines Stürmerfouls. Schade.

Mintard übernahm in der Folge immer mehr das Spiel und kam auch nicht ganz unverdient zur Führung. Nach einer Ecke kommt es zum Gestocher vor unserem Tor. Basti kann den ersten Ball noch entschärfen, der Nachschuss findet den Weg ins Tor (18.). Hätten die Jungs vom Hammer diesen Treffer noch etwas länger herauszögern können, wäre womöglich wirklich was drin gewesen, aber es sollte doch anders kommen. Und sogar noch schlimmer als gedacht...

Nach 34 Zeigerumdrehungen ein weiterer Standard für Blau und Weiß. Am zweiten Pfosten wartet ein Gastgeber und verlängert in die Mitte. Dort steht in stark abseitsverdächtiger Position ein Abnehmer, der erst noch den Torwart anköpft, den zweiten Ball aber versenkt.

 

2:0 zur Halbzeit, zweimal Nachschuss. Es hätte schlimmer kommen können. Gerade in der Schlussphase des ersten Durchgangs war aber doch erkenntlich, dass die Mülheimer den Essener Gästen überlegen waren. Wir standen streckenweise zu weit weg vom Gegner, aber angesichts unserer Personalnot und der Klasse des Gegners verteidigten wir ziemlich ordentlich. Auch nach vorne kamen wir mit Distanzschüssen und Kontern dem gegnerischen Gehäuse immer wieder nahe. Im Spiel nach vorne verloren wir durch viele schlampige Pässe zu oft den Ball.

 

In der zweiten Hälfte sah dann alles mit Ausnahme der Konter etwas schwächer aus. Spielerisch kann man zwar keinem Spieler explizit einen Vorwurf machen, aber es fehlte zumeist an der letzten Entschlossenheit in der Rückwärtsbewegung, am Umschalten in die Offensive und in gewisser Weise auch an der Einstellung. Und wenn diese Mischung zusammenkommt, fährt man auch mal mit einer Packung aus der „Provinz“ zurück.

 

Fünf Minuten nach dem Seitenwechsel klingelte es dann zum ersten Mal wieder. Der in Mintard traditionell sehr starke Wind ließ unseren Abstoß kurz vor der Mittellinie herunterfallen. Er fällt einem Mintarder auf den Fuß, der den Ball dann wie einen Bumerang zurück Richtung VfL-Gehäuse schickt. Am Sechzehner schirmt der Stürmer den Ball geschickt vor Gaga ab und marschiert in den Strafraum, wo er cool unten rechts einschiebt.

 

In der 57. Minute ist es dann ein klassischer Konter über drei Stationen, der das 4:0 besorgt. Anschließend vereinzelt mal Chancen auf beiden Seiten. Mintard nutzt seine Chance, Kupferdreh nicht. Mintard nämlich in Form eines Angriffes über links, der in die Mitte gebracht wird. Déjà-Vu: Schuss. Gehalten. Nachschuss. Tor. (65.)

 

Die Maschine von Mintard kam damit endgültig ins Rollen, unser Widerstand war endgültig gebrochen. Was uns noch fehlte, um in alte Muster zurückzufallen, war ein Elfmetergegentor. Und siehe da: In der 71. Minute bringt Gio einen Gegner zu Fall, der Pfiff folgt auf den Fuß. Basti und der Schütze entscheiden sich für die gleiche Seite, die linke Torwartecke nämlich, und unsere heutige Nummer Eins kann den Ball sogar festhalten. Zumindest das Elfmetergegentor blieb uns heute also erspart.

 

Das 0:6 ließ aber nur noch zwei Minuten auf sich warten, als ein Blauer den Ball humorlos in den rechten oben Knick zimmert. Daraufhin fängt sich der VfL ein wenig mehr und hält es elf Minuten ohne Gegentor aus (ohne das hier als irgendeine Art „Erfolg“ werten zu wollen). Nach 84 Minuten aber Solo über rechts, in den Strafraum gezogen, kurze Ecke, Tor. 0:7.

 

Damit nicht genug: Mit dem Schlusspfiff gewährt unsere Hintermannschaft noch einem Stürmer einen Freiraum mit einem Radius von gut acht Metern. Er kann den Ball sogar noch annehmen und sich vorlegen, bevor er sich die Ecke aussuchen kann und überlegt einschiebt.

 

Am Ende des Tages steht die deutlichste Niederlage der Saison und sogar die rote Laterne. Wir hatten es aber auch mit einem sehr starken Gegner zu tun und (so blöd das auch jede Woche klingt) extreme Probleme mit unserem Kader. Sicherlich gab es auch positive Aspekte zu beobachten. So standen unsere Verteidiger – am häufigsten vielleicht noch Ole – oft sehr gut und haben auch in Unterzahl die Situation hervorragend gelöst. Die Frage muss allerdings sein, warum sie in Unterzahl agieren mussten. Es heißt nun: Abhaken. Die Wochen der Wahrheit stehen vor der Tür, wenn am Sonntag Fortuna Bredeney sich am Hammer präsentiert, bevor in der folgenden Woche das Duell zwischen dem SV Kray und dem VfL Kupferdreh steigt.

 

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DER VFL GRATULIERT SEINEM "PERRY"

28.09.2016

Bereits am vergangenen Sonntag, dem 25.09.2016, hatte ein ganz besonderes Mitglied des VfL seinen Ehrentag:

Zwar kein Jubiläum oder runder Geburtstag, dennoch ist es sicher eine Erwähnung wert. Denn unsere gute Seele am Hammer, Perry Fischer, ist jetzt 65. Jahre alt.

Alle Teams des Vfl wünschen Dir einen herzlichen Glückwunsch und freuen uns auf die nächsten Jahre mit Dir am wunderschönen Eisenhammer.

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Zweite verliert Heimspiel in 7 Minuten

28.09.2016

Nichts zu holen gab es für die II. Mannschaft im Heimspiel gegen Teutonia Überruhr III. Am Ende hieß es, vielleicht um ein, zwei Törchen zu hoch, 0:5 (0:3).

Aufgrund von Personalabstellungen an die ersatzgeschwächte erste Mannschaft des Vfl (Bericht s.u.) und eigenen Ausfällen musste sich Trainer M. Pilny beim Alte Herren Team bedienen. Und so fanden sich gleich vier Oldies in der Startformation wieder. Dennoch gelang den Schwarz-Roten der Start in die Partie ganz gut.

Der Tabellenzweite aus Überruhr übernahm zwar von Beginn an die Initiative und versuchte von hinten heraus Druck aufzubauen, doch der VfL stand gut und sicher in der eigenen Hälfte und störte die Gäste energisch, sobald diese die Mittellinie überquerten. Bei eigenem Ballbesitz versuchte die Pilny-Truppe ihererseits sich nach vorne zu kombinieren, doch allzuoft wurde der komplizierte Ball versucht, statt eines schnörkellosen Abschlusses.

So blieb die Partie zunächst umkämpft, aber chancenarm. Das sollte sich dann ändern, als die 34. Minute anbrach: In glatten 7 Minuten kassierte der Vfl gleich 3 ganz bittere Tore. Zunächst spielte Routinier Gohl einen Ball aus 30 Metern viel zu kurz zum bedauernswerten Torwart Ridzewski zurück. Ein Gästeakteur sprintete dazwischen und brauchte nur noch einzuschieben (0:1, 35.). Keine zwei Zeigerumdrehungen später landete ein abgefälschter Freistoss im Netz der Hausherren (0:2, 37.) und wiederum 5 Minuten später übersah der sonst gute Schiedsrichter ein klares Offensivfoul der Überruhrer, die im Getümmel per "Trikottest" einen Vfl`er vom Klärungsversuch kurz vor der Linie abhielten und ihererseits das Leder über die Linie drückten (0:3, 42.).

Drei selten dumme bis unglückliche Gegentore führten also zum bitteren Halbzeitstand aus Sicht des VfL.

Das Bild änderte sich auch in Halbzeit zwei nicht. Man spielte ganz gut mit und kam dann auch zu der ein oder anderen Chance, die leider nicht verwertet werden konnte. Hinten stand man jetzt zunächst wieder sicherer. Auch die Leihgabe aus dem Trainerteam der Ersten, P. Pfeifer, entdeckte seine Liebe für den ungewohnten Verteidigerposten und machte auf dieser Position nach seiner Einwechselung ein Klassespiel. So verrann die Zeit, ohne dass sich auf beiden Seiten Entscheidendes tat. Aber der "Tag der unglücklichen Gegentore" für die Zweite war noch nicht vorbei: In der 80. Minute eilte Torhüter Ridzewski aus seinem Tor um einen Ball wegzuschlagen, ein Mittelfeldspieler der Teutonen nahm das Leder an und versuchte es einfach mal mit einem Direktschuss. Selbstredend segelte das Leder mittig unter die Latte nach Art eines "Tor des Monats" (0:4, 80.).

Den Abschluss an diesem Tag machte wieder Überruhr. Nur eine Minute nach dem 4:0 knallten sie natürlich noch einen Freistoß in den Winkel der bedauernswerten Jungs vom Hammer (0:5, 81.). Kurz darauf war dann Schluss und der VfL hatte erneut verloren. Auch das Lob der fairen Gäste aus Überruhr konnte keinen mehr wirklich trösten. Jetzt bleibt erstmal Zeit zum Wundenlecken, denn am kommenden Sonntag ist die Pilny-Truppe spielfrei.

 

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1:2 nach 67 Minuten – dann der Einbruch

25.09.2016

SC Werden-Heidhausen I – VfL Kupferdreh I 7:1(2:0), 8.Spieltag, Sonntag, 25.09.2016

Hammerjungs: Schneider – Hainold, Renell (C), Marcow, Winkler – Gonzalez (77. Grundmann),
                             Hitpass – Lampey, Barrotta, Kohlmann – S. Strub (Bank: Pfeifer)

Tore: 1:0 (11.), 2:0 (15.), 2:1 Lampey (55.), 3:1 (67.), 4:1 (68.), 5:1 (76.), 6:1 (84.), 7:1 (89.)

 

Es war ein Spiel der Gegensätze. Auf der einen Seite Bezirksliga-Absteiger SC Werden-Heidhausen. Auf der anderen Seite ein (wieder mal) stark ersatzgeschwächter VfL. Zum Vergleich: Zum Ende der letzten Saison ist der heutige Gastgeber zwar aus der Bezirksliga abgestiegen, der VfL holte allerdings in der Kreisliga A gerade mal halb so viele Punkte. Nach dem Neuanfang leben wir zwar häufig von einer starken mannschaftlichen Geschlossenheit (siehe Spiel gegen Yurdumspor), aber die vielen Ausfälle heute waren dann auch noch zu verdauen. So kam es zu vielen Comebacks und Debüts an diesem 8. Spieltag. Basti Schneider musste die beiden (!) verletzten etatmäßigen Torhüter vertreten und stand somit in dieser Spielzeit genauso häufig zwischen den Pfosten der Ersten oder Zweiten wie bei „seinen“ Alten Herren. In der Viererkette kam Björn zurück. Davor spielte Gonzo auf ungewohnter Sechser-Position. Er wurde eine Viertelstunde vor Schluss durch Rückkehrer Tim ersetzt, der sich nach mehrjährigen Verletzungsstrapazen nun Stück für Stück langsam zurückkämpfen wird. Beinahe wäre Patrick auch zu seinem Kreisliga-A-Debüt gekommen, aber Björn biss sich über 90 Minuten durch, wobei er 70 davon arg angeschlagen war. 

Tim macht sich für sein Comeback bereit. Rechts gibt Trainer Fabian Anweisungen.

Tim macht sich für sein Comeback bereit. Rechts gibt Trainer Fabian Anweisungen.

  

Auf dem Platz erkannte man die Vorzeichen Aufstiegsrennen gegen Abstiegskampf deutlich – wenn auch weniger extrem als womöglich erwartet. Werden hatte zwar unbestreitbar mehr Spielanteile, aber insbesondere vor dem 1:0 tat sich Werden schwer, da wir sehr konzentriert verteidigten, die Meter machten und den Kampf annahmen. Wir behielten unsere Ordnung und gewährten Werden weniger Chancen als noch beispielsweise BG Überruhr. Nach elf Minuten klingelte es dann doch. Ein Ballverlust in Mittelkreisnähe wird an den Sechzehner weiter gespielt. Basti kommt zwar raus, aber der Stürmer lässt ihm keine Chance und schiebt rechts unten ein.

Kurz darauf ist es gar ein Konter (!) im eigenen Stadion der Aufstiegskandidaten, der das Ergebnis heraufschraubt: Björn kommt in der Werdener Hälfte zum Abschluss und nicht schnell genug zurück. Auch der Rest unserer Hintermannschaft kann den schönen Flachpass von der linken Außenbahn der Werdener in den Lauf des herannahenden Stürmers nicht verhindern. Den Verdacht auf eine Abseitsposition kann ich an dieser Stelle nicht teilen. In jedem Fall nimmt der rot gekleidete Stürmer den Ball mit in den Sechzehner, lässt sich nicht von Pumba (dem einzigen, der mit allem, was er hat, das Tor noch verhindern möchte) ins Leere grätschen und bringt den Ball in der kurzen Ecke unter (15.).

 

Sicher hatten jetzt einige erwartet, dass wir nun abgeschlachtet würden, aber dem war mitnichten so. Zweifelsohne gehörte den Hausherren das Spiel, aber unser Defensivverbund machte es der Vordermannschaft des SC sichtlich schwer. Torschüsse fanden in Basti ihren Meister. Kämpferisch sind Dustin, Ibo (Entschuldigung: Ole) und Björn hervorzuheben, die Angriffe größtenteils im Keim erstickten und das Tempo der ehemaligen Bezirksliga-Spieler drosselten. Defensiv wurden wir sogar immer stärker, brachen nicht auseinander und blieben ruhig. Alles in dem Wissen, dass ein Tor hier viel bis alles wieder auf den Kopf stellen könnte. Wir entschieden aber, (noch) nicht zu hundert Prozent uns diesem Tor zu verschreiben, sondern erstmal nicht das dritte Gegentor zu bekommen.

 

Beide Hoffnungen erfüllten sich aber, als Pumba mit seinem ersten Treffer in der Kreisliga A das „Etappenziel-Ergebnis“ von 2:1 auf die nicht vorhandene Anzeigetafel brachte. In der Halbzeit noch mit einer halben Dose Eisspray taub gesprüht, lässt sein rechter Fuß zehn Minuten später einen Gewaltschuss ab. Der Torhüter steht fast unmerklich zu weit vor seinem Kasten, der Ball fliegt unserer Nummer Elf in 25 Metern Torentfernung genau auf den rechten Schlappen. Nach dem Schuss unter den Querbalken steht es nur noch 1:2 (55.). Und es steht die Behauptung im Raum, den würde er so nie wieder machen. Ersteres ist der Lohn für sehr gute Defensivarbeit, zweiteres ist wohl Quatsch, aber das wird die Zukunft zeigen.

 

Nach dem Anschlusstreffer, der natürlich schmeichelhaft, aber nicht ganz unverdient war, verlegten wir uns wieder vornehmlich aufs Verteidigen und hofften auf Fehler des Gastgebers und Konter für uns. Bei den Kontern wurden wir nur leider wegen Abseits zurückgepfiffen.

67 Minuten waren gespielt und es rollte mal wieder ein Angriff der Männer aus dem Löwental. Flanke von der rechten Seite, etwa auf Höhe der Sechzehner-Linie. Der bis dahin bärenstarke Basti muss bei dem Versuch, die Flanke herunterzupflücken in die Sonne schauen, verpasst den Ball deshalb und der Stürmer schiebt zur vermeintlichen Vorentscheidung ein.

 

Von da an kamen wir kaum noch vor das gegnerische Tor, Werden dafür immer häufiger vor das des VfL. Weiß/Orange verteidigte streckenweise gut und mit Herz, aber fünf Gegentore in 22 Minuten sprechen eine recht eindeutige Sprache. In der Folge waren einfach die Klasse und die Erfahrung des Gastgebers zu spüren, während bei uns die Kräfte schwanden und viele ihrer Kreisliga-C-Karriere Tribut zollen mussten. Schon 60 Sekunden nach dem 1:3 erreichte ein Pass von links den mitgelaufenen Stürmer, der recht unbedrängt für die Entscheidung sorgt. In Minute 76 ist es wieder eine Hereingabe von links in die Mitte, die Tor Nummer Fünf besorgt. Ein wirklich schön vorgetragenes Passspiel und ein Abschluss aus 15 Metern besiegelt das halbe Dutzend (84.). Spätestens hier ist das Ergebnis deutlich zu hoch und der Qualität und dem Einsatz unserer Abwehr nicht mehr angemessen. Zuletzt verschätzt sich ein weiß/oranger noch bei einem hohen Pass in den Lauf eines Roten, kann nur hinterher sehen und das Ergebnis von 7:1 ist perfekt. Wirklich unzufrieden muss man nicht sein. Immerhin spielte man gegen einen weiteren Aufstiegsfavoriten und das auch noch ohne ein paar Stammkräfte. Dennoch sieht ein solches Resultat wieder blöd aus und es gilt noch, ein paar individuelle Fehler abzustellen sowie dem Gegner noch weniger Raum zu gewähren. Unser Weg ist noch lang, aber mit langen Wegen kennen wir uns spätestens seit der Parkplatzsuche im Löwental heute bestens aus.
Und wir haben ja auch immer noch mehr Punkte als Schalke.

 

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Nach Serverproblemen wieder online

22.09.2016

Nachdem der Server in den letzten Tagen lahm gelegt war, ist unsere Homepage nun bald wieder auf dem aktuellen Stand.


 Lebens(ausrufe)zeichen vom Hammer

22.09.2016

VfL Kupferdreh I - Yurdum Spor I 2:0 (2:0), 7. Spieltag, 18.09.2016, 11:00 Uhr


Hammerjungs: Plohmann - Hainold, Renell (C), Marcow, Kohlmann - Hitpass - Ajoud, Barrotta,
                            Gajewski - Cuetinho (90.+1 Gonzalez), S. Strub (90.+3 Lampey) (Bank: Pfeifer)


Tore: 1:0 S. Strub (9.), 2:0 Kohlmann (35.)

90.+5: Yurdumspor drängt noch einmal in Nähe der Mittellinie Richtung VfL-Tor. Dustin mit einer blitzsauberen Grätsche ins Aus. Abpfiff. Feierabend. Und nichts als pure Erleichterung bei allem, was es irgendwie mit unseren Farben hält. Drei Punkte und zumindest mal für mindestens vier Stunden „über dem Strich“. Dann bog er sich, der Eisenhammer, wie es in der dritten Strophe unserer Vereinshymne heißt.

Heute stimmte fast alles gegen einen Gegner, der sich vor der Saison richtig kostspielig verstärkt hatte und den die meisten nicht mehr wie in der abgelaufenen Spielzeit als Abstiegskandidaten handelten. In einem wahnsinnig intensiven (aber nie wirklich unfairen) Spiel bewiesen die Hammerjungs (der Name war heute ganz besonders Programm) den besseren Kampfgeist und hatten auch das nötige Quäntchen Glück. In Halbzeit Eins hatten wir die besseren Chancen und standen hinten sicher, wenn die Angriffe nicht blitzschnell gespielt wurden. In Halbzeit Zwei herrschte vor allem der (faire) Kampf, den beide Mannschaften annahmen. Der letzte Grund, warum es an diesem Sonntag Morgen zu drei Punkten kam, war auch der letzte Mann in unserer Truppe, hat die Nummer Eins und hört ab heute auf den Namen „Katze“.

Die Partie brauchte nicht lange, um richtig Fahrt aufzunehmen. Gerade einmal fünf Minuten waren gespielt, als beide Mannschaften schon 1:0 hätten führen können. Steffans vergebener Chance nach unserem Freistoß stand ein Pfostenschuss der Gäste in Blau gegenüber. Das Tempo, die Menge an Torraumszenen und der Wille, jeden Zweikampf anzunehmen, waren derart hoch, dass man nicht davon ausgehen konnte, dass es bis zum Ende so weiter gehen konnte. Doch Gäste und Gastgeber bewiesen das Gegenteil. So beispielsweise in Minute Neun: Gio nimmt es mit drei bis vier gegnerischen Verteidigern auf, lässt jeden davon stehen und fasst sich aus knapp 13 Metern ein Herz. Der Torwart kann noch abwehren, aber Steffan beweist seinen Torriecher und staubt aus vier Metern ab. Da war sie, die erste Führung der Saison! Und dann noch eine verdiente dazu! Der Hammer glühte schon einmal! Doch er sollte noch brennen...

In der Folge war es ein offener Schlagabtausch mit hohem Tempo. Es ist auch unseren Stürmern und offensiven Akteuren, die extrem viel mit nach hinten gemacht haben, zu verdanken, dass die Herren in Blau aus ihrer individuellen Klasse keinen Profit schlagen konnten. Kam dann doch etwas durch das Mittelfeld, glichen wir mit Stellungsspiel und Mannschaftsgeist die teilweise fehlende Geschwindigkeit der Gegner aus. Und mit einem Thomas der Extraklasse natürlich.

Doch nach 35 Minuten das alte Bild: Tor durch einen Standard am Eisenhammer. Überraschenderweise aber dieses Mal FÜR uns. Wahnsinn! Was war nur los in diesem Spiel‽ Einwurf von links, 17 Meter von der Grundlinie entfernt. Da Ole so groß ist, wäre ein Kopfball-Tor von ihm natürlich nichts Ungewöhnliches mehr. Man erinnere sich nur mal an das Rüttenscheid-Spiel in der Vorbereitung. Nein, in diesem Spiel braucht es etwas Besondereres des Defensivspezialisten: Als der Freistoß reingetreten wird, löst sich Ole, allerdings zu weit nach vorne, sodass er den Ball nur noch mit der Hacke (!) erreichen kann. In einem spektakulären Bogen senkt sich der Ball tatsächlich in die Maschen zum 2:0 für Weiß-Orange.
Die Männer aus Rellinghausen waren weiterhin durch schnelle, lange oder ruhende Bälle gefährlich, Kupferdreh prüfte mit Weitschüssen den Schlussmann.

Auch im zweiten Durchgang hielten wir mit beeindruckender Laufbereitschaft dem erwarteten Druck der Gäste stand. Insbesondere Steffan lief Lücken zu, attackierte den Torwart und half hinten. Zwar war es zeitweise schmeichelhaft, dass Yurdumspor noch zu keinem Treffer gekommen war, aber man merkte jedem der elf Hammerjungs an, dass man sein gesamtes Herzblut da hinein investierte, dass das nach Ablauf der neunzig Minuten, der Nachspielzeit und der einen Extra-Minute der Nachspielzeit gefälligst noch so blieb.
Auch offensiv hatten die Schützlinge des Trainergespanns Witzler-Pfeifer-Wölting noch etwas zu bieten und setzten mit Entlastungsangriffen vermehrt Nadelstiche. Oft behalf sich der Gast mit Fouls, die zwar hart waren, aber sicherlich nicht überhart. Dementsprechend reagierte der Schiedsrichter vollkommen nachvollziehbar, als er einen Spieler der Gäste, der kurz zuvor verwarnt wurde, trotz eines gelbwürdigen Fouls nicht des Feldes verwies. Generell hatte der Schiedsrichter sehr großen Anteil daran, dass das Spiel so viel Spaß machte und man Abstiegskampf wörtlich nehmen durfte. Lediglich die gelbe Karte wegen Lachens an Cuetinho war diskussionswürdig, wenn auch sicherlich nicht spielentscheidend.

Halbzeit Zwei glich in weiten Teilen einem Krimi, kaum jemanden hielt es über die gesamten 45 Minuten auf dem Sitz. Mit Blick auf das Phrasenschwein sei an dieser Stelle auf die Binsenweisheit „2:0 war schon immer ein trügerisches Ergebnis“ verzichtet. Auf beiden Seiten – wenn auch auf Gäste-Seite etwas häufiger – ließ der Ball das Aluminium des Öfteren erzittern und Herzen wahlweise höher schlagen oder aussetzen. Doch die Aktion, die man als Szene des Spiels betiteln könnte, fand circa fünf Minuten vor Schluss statt. Angriff Yurdumspor auf der rechten Angriffsseite. Der Flügelspieler kann nicht gestellt werden und bringt den Ball in die Mitte des Strafraums. Unerklärlicherweise (in Anbetracht des Vorsprunges) sind wir plötzlich in Unterzahl im eigenen Sechzehner. Lediglich Rene stellt den angespielten Stürmer, kann ihn aber nicht daran hindern, sich zu drehen. Dem Stürmer bleiben zwei Optionen: Mit links in Richtung Giebel zirkeln oder den freien Mitspieler durchstecken. Zwei mindestens 90-prozentige Torchancen. Trifft man den Ball so wie der Stürmer, ist sicherlich der Schuss die bessere Alternative. Denn der Ball wird perfekt getroffen und bahnt sich den Weg Richtung Anschlusstreffer. Dass Thomas hinterherspringt, bringt noch keine große Zuversicht in die VfL-Gesichter und man sieht den Ball schon drinnen. Doch wie unser Keeper dann mit der linken Hand übergreift und die Kirsche aus dem Knick kratzt, ist sagenhaft bis unglaublich. Die Parade wird bejubelt wie ein Tor und der Glaube an den Sieg ist mit Händen zu greifen. Anschließend traut sich der VfL noch nach vorne und hat Möglichkeiten zum 3:0, Yurdumspor scheitert aber ebenso in den Bemühungen zum 2:1. Mit zwei frischen Kräften, die nahtlos an ihre Vorgänger anknüpfen, ist nach oben genannter Grätsche von Dustin, der kämpferisch einen eigenen Spielbericht verdient hätte, der Jubel riesig.

Zu Null, insbesondere kein Standardgegentor, das Spiel mit elf eigenen Spielern und ohne gegnerischen Elfmeter beendet. Klasse Spiel. Beziehungsweise Hammerspiel.

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Bittere Niederlage gegen Yurdumspor II

05.09.2016

VfL Kupferdreh II - Yurdumspor II 1:3 (0:2), 2. Spieltag, Sonntag, 04.09.2016, 13:00 Uhr

Hammerjungs: Schneider - Füsers (C),  Wölting, Ekin - Schmitz, Ponten - Oberste-Ufer (46. Katzenmeier),
Lampey,  M. Gonzalez (46. Schmidt) - Roesch, Hanke (77. Witzler)

Tore: 0:1 (15.), 0:2 (38.), 1:2 (69., ET), 1:3 (89.)

 

Beim Spiel der Zweiten gegen Yurdumspor sollte endlich der erste Dreier dieser Saison her.

Nach einer sehr guten Trainingsbeteiligung unter der Woche (noch einmal mein Kompliment dafür) hatten sich die Männer vom Eisenhammer für das Spiel Einiges vorgenommen. Leider konnte man in der ersten Halbzeit relativ wenig davon umsetzen: Die Zuspiele kamen zu selten an, die Abstimmung passte nicht richtig und man stand zu weit vom Gegner weg. Folgerichtig ging der VfL mit einem 0:2 in die Halbzeit.

 

In der 2. Halbzeit wurde das Spiel dann besser und man kam in der 69. Minute zum – mittlerweile verdienten – Anschlusstreffer, wenngleich es sich hierbei um ein Eigentor des Gegners nach einer Ecke handelte. Man kann aber sagen: Wir haben den Anschlusstreffer erzwungen. In der Folge warfen die Männer des VfL alles nach vorne, um zumindest noch den Ausgleich zu erzielen. Nach einigen vergebenen Chancen machte allerdings der Gegner den berühmten „Deckel“ auf die Partie und die Zweite musste sich mit 1:3 geschlagen geben.

 

Als Fazit bleibt unterm Strich stehen: Ein ganz bittere Niederlage gegen einen absolut schlagbaren Gegner.

 

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Zweite Saisonniederlage mit mehr Licht als Schatten

29.08.2016

Blau/Weiß Mintard III - VfL Kupferdreh II 4:0 (3:0), 2. Spieltag, Sonntag, 28.08.2016, 11:00 Uhr

Hammerjungs: Ridzewski - Ponten, Stenzel (C), Ekin, Oberste-Ufer (46. Katzenmeier) - Schmitz, Pilny - Roesch, Ajoud, Päsler - Schmidt (46. Hanke) (Bank: Ellert)

Am vergangenen Sonntag musste die zweite Mannschaft des VfL bei hochsommerlichen Temperaturen in Mintard spielen und wollte dort die unnötige Auftaktniederlage vergessen machen. Vorab sei schon erwähnt: Spielerisch ist uns das durchaus gelungen. Nebenbei wurde auch der neue Trikotsatz als zusätzlicher Motivationsschub eingeweiht.

 

 

Mannschaftsfoto Zweite 2016/17

 

Die Mannschaft wollte aus einer kompakten Defensive agieren und dem Gegner die Räume schon beim Spielaufbau nehmen. Vor diesem Hintergrund wurde die Abwehr taktisch auf eine Viererkette umgestellt, was in der ersten Viertelstunde mitunter zu Abstimmungsproblemen in der Defensive führte, die der Gegner mit den ersten beiden Treffern auch prompt ausnutzte. Auch der VfL hatte in der ersten Halbzeit seine Chancen, wurde aber dann kurz vor der Pause durch einen überaus zweifelhaften Elfmeter mit dem 0:3 bestraft.

 

In der Halbzeit war bei allen Spielern – trotz des Halbzeitergebnisses von 0:3 – der Wille vorhanden, nochmal zurückzukommen und das Ergebnis zu drehen. Dafür erstmal mein Kompliment!

 

Nach der Umstellung von Vierer- auf Dreierkette in der Halbzeit entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor und der VfL drückte auf den Anschluss. Leider fehlte bei den Abschlüssen an diesem Sonntag das nötige Glück und die Chancen wurden nicht genutzt. Auf der Gegenseite gelang Mintard dann mit einem Kunstschuss noch das 0:4.

 

Auch wenn das Ergebnis von 0:4 erst einmal hoch klingt, wurde nie der Kopf hängen gelassen und aufgegeben. Über die komplette Spielzeit haben die Männer vom Eisenhammer gekämpft und spielerisch mitunter auch richtig gut kombiniert. Man kann der Mannschaft hier absolut keinen Vorwurf machen, denn dieses Spiel war in allen Belangen ein Schritt in die richtige Richtung.

 

Wenn jeder Spieler sich Woche für Woche im Training weiter reinhängt und wir uns als Mannschaft von Spiel zu Spiel steigern, dann werden wir sicherlich in Kürze die ersten drei Punkte für uns verbuchen können.

 

mp


Katastrophale erste Halbzeit, nicht mehr als Schadensbegrenzung in Durchgang Zwei

28.08.2016

Sportfreunde 07 I – VfL Kupferdreh I 7:0 (5:0), 4. Spieltag, Sonntag, 28.08.2016, 11:00 Uhr

Hammerjungs: Gajewksi – Hainold, Renell (C), Marcow, Aharchi – Henn – Lampey (46. Zärnig), Barrotta, Hitpass – S. Strub (46. C. Strub), Cueto y Corte (Bank: Pfeifer)

Tore: 1:0 (3.), 2:0 (13.), 3:0 (24.), 4:0 (40.), 5:0 (43., FE.), 6:0 (51.), 7:0 (78.)

Bes. Vork.: Hainold versch. FE (20.)

 

Die große Hitze, wenige Auswechselspieler, ein wenig Pech vorne wie hinten, ein Ausfall ganz kurz vor Spielbeginn. Bla. Bla. Bla. Wenn man Ausreden finden will, kann man sie finden, keine Frage. Aber heute haben wir uns die Niederlage ganz allein selbst zuzuschreiben. Oder zumindest die Höhe der Niederlage. Gegen einen sicherlich nicht übermächtigen Gegner waren wir zwischenzeitlich mehr damit beschäftigt, unsere eigenen Mitspieler anzugreifen als den Ball führenden Gegner. Dass das nicht zum Erfolg führen kann, wurde dann in der Kabine auch ganz sachlich analysiert, angesprochen und abgestellt*. In Halbzeit Zwei war das zumindest nicht mehr unserer Hauptproblem. Aber dass die Sportfreunde mehr Tore gegen uns schießen als Blau/Gelb Überruhr und Kupferdreh/Byfang ist im Prinzip ein Witz, über den man wohl erst in den nächsten Tagen, Wochen oder Monaten lachen kann...

 

Mit den ersten zwei Torschüssen gehen die Hausherren nach 13 Minuten jeweils per Fernschuss in Führung (3., 13.). Beide Male ist die Gegenwehr in der Abwehr ausbaufähig bis nicht vorhanden. Besonders ärgerlich ist aber, dass wir nach sieben Minuten bereits drei Chancen hatten und nach 15 schon fünf. Dann sorgen ausgerechnet wir selbst für die gefühlte Vorentscheidung nach 20 Minuten: Gio geht im Strafraum zu Boden, die Hand des Schiedsrichters geht zum Punkt. Mit der Aufforderung von der Trainerbank, Kevin (letztes Jahr etatmäßiger und sicherer Schütze) solle schießen, zeigt sich manch ein Weißer unzufrieden. Lautstark. Es kommt, wie es kommen muss: Kevin verschießt und setzt sogar den anschließenden Kopfball daneben. Die Proteste nahmen nicht unbedingt ab. Rückblickend betrachtet war es aber Kevin, der im Anschluss noch ein kämpferisch starkes Spiel ablieferte und sich von der vergebenen Chance zum Anschlusstreffer am wenigsten aus dem Konzept bringen ließ. Fast schon zwangsläufig fällt vier Minuten nach dem Elfmeter das Tor Nummer Drei für die Gastgeber. Nach einem Fehlpass vor die Füße des am Strafraum postierten Stürmers umkurvt dieser Lars und schiebt zum 3:0 ein (24.). Musste man in vergangenen Spielen bemängeln, dass Gegenspieler höflich begleitet wurden, stellte der VfL nach dem Ballverlust komplett die Bewegung ein und verließ sich auf den in dieser Situation natürlich beinahe chancenlosen Lars.

In der Folgezeit machen wir zwar ein wenig nach vorne, aber der Elfmeter sollte unser letzter Torschuss für lange Zeit bleiben. Die Sportfreunde ruhten sich ebenso etwas auf dem Ergebnis aus und so wurde es eine Partie, die man bei Temperaturen von über 30 Grad wohl häufiger sehen durfte. Erst in den letzten fünf Minuten wurde es wieder aufregender, als den Jungs von der Veronikastraße ein Foulelfmeter zugesprochen wird. Lars hat zwar die Ecke, aber der Strafstoß ist zu gut geschossen (40.). Dem fast schon obligatorischen Elfmeter gegen uns folgte dann auch der noch obligatorischere Doppelschlag: Nach 43 Minuten wird eine Flanke von links relativ widerstandslos passieren gelassen und aus knapp zehn Metern in die Maschen gedroschen. Dann war die schlechteste Halbzeit der Saison (endlich) vorbei. Für die zweite Hälfte sollte Besserung kommen, vor allem kamen erst einmal aber Dustin und Chris. Die beiden verbliebenen Reservespieler – sieht man mal von Co-Trainer Patrick ab, der sich für den Notfall bereithielt – brachten sehr viel mehr Klasse ins Spiel der Gäste und waren vor allem kämpferisch die mit Abstand besten Kupferdreher heute. Exemplarisch dafür ein fast unbedeutender Zweikampf in der Nachspielzeit, den Dustin mit Kampfgeist an der Eckfahne gewinnt. Chris hatte am Ende des Spiels das dreckigste Trikot, weil auch er den zweiten Teil des Wortes „Abstiegskampf“ versteht.

Aber auch den verbliebenen neun Spielern aus der Startelf merkte man an, dass man sich was vorgenommen hatte. Wir begannen offensiver und kamen bedeutend besser aus der Kabine. Doch wie das nun mal so ist: Die Gastgeber machen mit dem ersten Torschuss nach dem Seitenwechsel wieder eine Bude (51.), das halbe Dutzend ist voll, die Anfangs“““euphorie“““ in dreifachen Anführungsstrichen schneller verflogen als der Kühleffekt nach einer Erfrischung des Kopfes mit dem Wassereimer. Wir verkauften uns trotzdem noch verhältnismäßig vernünftig (ohne das schönreden zu wollen). Selbst nach dem 0:6 zeigten wir nicht solche Auflösungserscheinungen wie noch in Halbzeit Eins.

Um den Reigen unserer Lieblingsgegentore zu vervollständigen fingen wir uns dann eine Viertelstunde vor Schluss noch ein Standardgegentor. Freistoß von links, komplett unbedrängter Kopfball aus sieben Metern, 7:0 (78.). Dann war's auch schon vorbei, in der Folge passierte nichts Weltbewegendes mehr.

 

Wir hatten unsere Möglichkeiten und haben sie nicht genutzt. Nicht nur das unterschied uns heute von unserem Gegner, sondern auch die Einstellung. Zumindest in der Hinsicht waren wir im zweiten Durchgang auf einem besseren Weg. Aber wir müssen schleunigst Training, Spiele und Mannschaftsgeist ernster nehmen. Man kann Spiele verlieren. Auch mal hoch. Aber nicht so.

 

*"abgestellt" nur der Alliteration wegen, aber es wurde deutlich besser.

 

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Pokal: Genau so viele Tore aus dem Spiel heraus wie der Lokalnachbar

23.08.2016

SG Kupferdreh/Byfang I – VfL Kupferdreh I 6:1 (2:0), 2. Runde, Dienstag, 23.08.2016, 19:30 Uhr

Hammerjungs: Plohmann – Hainold, Renell (C), Kohlmann, Winkler, Gajewski (46. Aharchi)–
                         Hitpass (72. Zärnig), Henn, Lampey – Cuetinho (46. S. Strub),
                         Barrotta (Bank: Stenzel, Marcow, Ridzewski)

Tore: 1:0 (30.), 2:0 (33.), 3:0 (60.), 4:0 (FE., 67.), 5:0 Aharchi (ET., 72.), 6:0 (74.), 6:1 Barrotta (81.)

 

Das sagt wohl alles: Eine halbe Stunde nach Abpfiff waren schon alle Spieler der SG aus dem Wilhelm-Haneke-Stadion verschwunden, wir saßen noch beinahe komplett und ungeduscht zusammen und waren stolz, waren zufrieden mit uns und der Welt.* Das mit gutem Grund: Es war eine bockstarke Vorstellung, die die Zuschauer – die meisten übrigens Hammerfans – von den „Gästen“ zu sehen bekamen. Das Wort Gäste trifft hier allerdings weniger zu als in den meisten anderen Auswärtspartien. Denn von den elf Spielern, denen das Trainergespann heute vertraute, schnürten sechs vorige Saison noch für den Lokalrivalen und heutigen Gegner die Fußballschuhe – in der Kreisliga C für die dritte Mannschaft. Nominell war Kupferdreh/Byfang in beinahe allen Mannschaftsteilen besser besetzt. Hätte jemand die ernsthafte Frage nach der Favoritenrolle gestellt, hätte er wohl Kopfschütteln und ein müdes Grinsen geerntet.

Das Spiel verlief dementsprechend, die Blauen haben auch verdient gewonnen, keine Frage, ABER: Man muss klar festhalten, dass wir es dem großen Nachbarn extrem schwer gemacht haben (ohne unfair zu werden) und sogar viele Nadelstiche nach vorne setzen können. Unser Tor war hochverdient, wohl im Gegensatz zu der Höhe des Ergebnisses. Die Hausherren konnten lediglich ein einziges Tor aus dem Spiel heraus erzielen und das zu einem Zeitpunkt, wo unsere Motivation zwischenzeitlich mal ganz weit unten war – warum klären wir später.

 

Dreißig Minuten lang hielten wir die Null. Und zwar nicht durch Glück, Aluminium oder weil Thomas alles gehalten hätte (Das soll nicht heißen, dass Thomas nicht gut gehalten hätte, im Gegenteil). Was wir in der Defensive abrissen, war Abwehrverhalten vom Allerfeinsten. Angefangen im Sturm, wo die gegnerischen Verteidiger genervt wurden, über das Mittelfeld, das sehr geschickt übergab und Räume zustellte, bis zum Torwart und der Verteidigung, in der alle bis dahin tadellos agierten. Von den drei Innenverteidigern machte jeder einzelne auch im weiteren Verlauf ein unfassbar starkes Spiel und hätte einen kompletten Bericht als Lob verdient, aber was Björn im Speziellen leistete, war ü-ber-ra-gend! Er holte Bälle, die schon verloren waren und gewann unmögliche Zweikämpfe, ohne meines Wissens in den 90 Minuten ein einziges Foul begangen zu haben. Aber dann kam diese dreißigste Minute. Ecke gegen die Männer vom Hammer. Rausgeköpft. Konter. Unfassbar eigentlich. Die Bank brach schon in Jubelstürme aus: Was sollte schon passieren, wenn wir nicht einmal durch Ecken verwundbar sind? Ein Ballverlust sollte passieren. Im Anschluss eine Pass in den Sechzehner, Schuss, 1:0. Verflixt. Doch noch diese blöde Standardallergie. Dann noch unser zweites Problem: Doppelschläge. Dreiunddreißigste. Wieder Ecke. Wieder rausgeköpft. Diesmal aber zum Gegner. Flanke von halbrechts nach links. Kopfball. 2:0. Wieder ein Standardgegentor. Wieder ein Doppelschlag. Wir wurden ein bisschen mutiger und versuchten, mitzuspielen. Auch wenn nichts Zählbares heraussprang: Wir sammelten Torabschlüsse, zwangen den Gastgeber zu Fehlern und standen hinten weiter bombensicher.

Es ging mit 2:0 in die Pause. Kaum etwas vorzuwerfen und mit einem Rest Optimismus, dass das heute doch vielleicht, vielleicht, vielleicht noch was geben könnte.

In der ersten Viertelstunde nach dem Seitenwechsel war es ein so gut wie offenes Spiel, Möglichkeiten auf beiden Seiten. Wir spielten tatsächlich mit. Bei Rückstand gegen den haushohen Favoriten. Wie schon gegen Blau/Gelb vor anderthalb Wochen machten wir das gut, aber ohne die letzte Konsequenz. Und wie schon gegen Blau/Gelb fingen wir uns ein blödes Gegentor, als wir gerade am Drücker waren. Genau eine Stunde gespielt, Foul zwanzig Meter vor unserem Kasten. Den fälligen Freistoß verwandelt Timo Kersten so gut, dass man geneigt ist, zu applaudieren. Dann ging es Schlag auf Schlag. In den folgenden 14 Minuten fingen wir uns noch die Gegentore Vier bis Sechs: Einen sehr fragwürdiger Elfmeter zum 0:4 aus unserer Sicht (67.), ein sehr ärgerliches Eigentor von Andre (72.) (Abstoß für uns, Andre möchte den Ball, rechnet aber nicht mehr mit ihm, dreht sich also weg, der Ball kommt doch, Andre ist überrascht und unter Druck, einfach nur weg die Kirsche, ab über's Tor – war der Plan. Was dann passierte, kann sich jeder denken...) und das erste herausgespielte Tor der Mannen von Michael Wüsten (74.). Zwischen dem 4:0 und dem 5:0 kam übrigens die Anweisung der Heim-Bank, man möge bitte mit höchstens zwei Ballkontakten spielen (was häufig auch nicht beherzigt wurde). Aber umso glücklicher waren wir, als wir zumindest das letzte Tor des Spiels, das so verdient war, erzielen durfte. Klar, heute gab es eine Menge Möglichkeiten, nach einem VfL-Tor „ausgerechnet“ zu schreiben, aber bei niemandem passt es wohl so gut wie bei unserer Nummer Zehn! Der Mann, der wohl für viele Gegenspieler auf Lebzeit die Verkörperung der SG Kupferdreh/Byfang (bzw. des SVK) sein wird, macht im alten Wohnzimmer nach einer seiner Einzelaktionen die Bude für den neuen Verein. Und dann noch so: Er nimmt den Ball an der Sechzehner-Kante an und hält zwei bis drei gegnerische Verteidiger nur durch Körpertäuschungen vom liegenden Ball fern. Als er die Lücke wittert, zieht er frech auf den kurzen Pfosten ab und versenkt in das Netz, das schon so oft durch seine Schüsse gezappelt hat (81.). Was 'ne Geschichte! Nur, dass er bis zur Veröffentlichung dieses Textes noch keine Kiste dafür gegeben hat, darf – nein, muss! – er sich wirklich ankreiden lassen.

Danach war uns beinahe alles egal. Wir hatten das Ergebnis noch verkraftbar gehalten (und fünf von sechs Toren nicht aus dem Spiel heraus bekommen) und hatten unsere Bude. Es rollten noch vereinzelte Angriffe auf beiden Seiten. Thomas und unsere Abwehr hatten was gegen Gegentor Nummer Sieben und uns fehlte vorne noch ein bisschen der Biss.

Aber das ist nicht schlimm. Hammerleistung heute, auf die man stolz sein kann. Obwohl wir schon in den ersten der Meisterschaftsspielen nicht schlecht gespielt haben, war das heute unsere beste Leistung, mit der wir in der laufenden Saison mindestens ein bis zwei Punkte geholt hätten. Man muss aber auch dazu sagen, dass wir heute auf der Bank sehr gut besetzt waren. Trotzdem eine tolle Mannschaftsleistung!

 

 

* Und die halbe Stunde nach Spielende war natürlich bei Weitem nicht das Ende der Fahnenstange...


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Auch gegen ESG nichts zu holen für die Erste

21.08.2016

VfL Kupferdreh I – ESG I 0:6 (0:1), 3. Spieltag, Sonntag, 21.08.2016, 11:00 Uhr

Hammerjungs: Plohmann – Aharchi, Renell (C), Winkler, Stenzel – Kohlmann, Marcow (46. Barrotta) – Lampey, Hitpass, Gajewski – S. Strub

Tore: 0:1 (16.), 0:2 (58.), 0:3 (60.), 0:4 (66.), 0:5 (71.), 0:6 (84.)

 

Es begann so schön feierlich am wunderschönen Eisenhammer. Vor der Partie wurde der unangefochtene Vorbereitungsweltmeister Lars (acht Wochen immer da, teilweise doppelt gespielt, auch mal im Feld und immer im Dienste der Mannschaft) mit einer hoch verdienten Urkunde geehrt. Eine kostenlose Currywurst inklusive Freigetränk sprangen ebenso heraus.

 

 

Trainingsweltmeister Lars

 

Zum Spiel: Wieder keine schlechte erste Hälfte der Jungs vom Eisenhammer. Wie schon gegen Kettwig lagen wir am heutigen Sonntag zur Halbzeit wieder nur mit einem Tor hinten. Das war unserer bockstarken Abwehr zu verdanken. Andre links sowie Gaga und Björn im Zentrum machten ein sehr gutes Spiel und haben ein immenses Kampfpensum an den Tag gelegt. Aber insbesondere in Halbzeit Eins ist Pico herauszuheben, der – auch wieder im Verbund mit Lars – die rechte Seite absolut dicht gehalten hat. Sei es nun rechts, links oder in der Mitte, ESG hantierte viel mit langen, hohen Bällen, aber dass die unseren Defensivverbund überstehen sollten, war eine seltene Ausnahme. In Sachen Spielaufbau kam nicht besonders viel vom Gastgeber, aber in der Defensive waren wir wie so oft wieder stark, hin und wieder kamen Nadelstiche in Form von Kontergelegenheiten, die der VfL aber nicht zu nutzen verstand.

Die beinahe einzige Unachtsamkeit in den ersten 45 Minuten wurde aber direkt genutzt. Ein gelber Gast bekommt die Kugel in Nähe der Mittellinie auf der linken Angriffsseite. Und macht erst einmal Meter. Viele Meter. Die Männer in Rot lassen ihre Gentleman-Qualitäten aufblitzen und gewähren freundlicherweise Geleitschutz bis zum Strafraum. Da gibt der Huttroper den Ball in die Mitte ab, der Stürmer sagt Danke und schiebt ein (16.). Unglückliches Ding. In der Folge blieb das Spiel das Gleiche, nach vorne ging bei uns weniger und wir verlegten uns auf's Kontern und standen hinten ziemlich sicher. Es ging mit 0:1 in die Pause.

 

Wir stellten in der Halbzeit um. Rene raus, Gio rein. Offensive sollte her. Und wir legten rasant los, waren deutlich druckvoller als noch vor der Pause – aber auch als ESG. Schaut man auf's Endergebnis, wird man es nicht glauben, aber in den ersten zehn bis fünfzehn Minuten von Hälfte Zwei ging es bloß auf das Tor der Gäste, inklusive Riesen-Chance zum Ausgleich! Dann der Doppelschlag der Gäste, einmal schnell in die Spitze gespielt (58.), einmal per Heber (60.). Keiner wusste, wie das passieren konnte, aber in der Phase, in der wir feldüberlegen waren, war das Spiel plötzlich vorentschieden. Zu dem Zeitpunkt wäre ein Punktgewinn womöglich schmeichelhaft gewesen, aber wir hatten Chancen und Herz, die das Unentschieden zumindest möglich gemacht hätten.

Aber spätestens nach einem beherzten Alleingang, der 30 Meter vor unserem Tor begann und erst nach vielen Ballkontakten im Strafraum und dem Abschluss aus elf Metern endete (66.), war unser Widerstand gebrochen, bevor wir nach Gegentreffer Fünf (71.) und Sechs (84.) endgültig das Spielen einstellten, abgesehen von einer riesigen Chance mit dem Schlusspfiff, als Pumba einem Abschluss mit links die Flanke auf Steffan vorzieht, der per Flugkopfball ganz knapp verpasst (90.).
Thomas verhinderte noch Schlimmeres.

 

Mal wieder blöd gelaufen am Hammer. Mit ein bisschen mehr Glück machen wir das 1:1 und dann sieht die ganze Kiste anders aus. Aber wir haben es nicht gemacht, noch fünf weitere Tore gefangen und das Spiel verloren. Bekommen wir es jetzt hin, eine gute Mischung aus der Defensive der ersten Hälfte und der Offensive der Anfangsviertelstunde in Durchgang Zwei zu finden, können wir im Verlauf der Saison, die bekanntlich noch sehr lang ist, eine gute Rolle spielen.

 

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Lehrgeld zum Ende des Doppelspieltages gegen ESG

21.08.2016

VfL Kupferdreh II – ESG II 0:14 (0:4), 1. Spieltag, Sonntag, 21.08.2016, 13:00 Uhr

Hammerjungs: Roesch – Ridzewski (C), Pfeifer, Ekin – Schmitz (31. Ellert), Pilny – Katzenmeier, Zärnig,
Ponten – Hanke, Ajoud

 

Das Positive vorneweg: Wir konnten eine Mannschaft stellen. Und es blieb ein faires Spiel, trotz des klaren Ergebnisses. Auf unserer Seite gab es keine Frustfouls oder andere Unsportlichkeiten, ESG verzichtete darauf, uns lächerlich zu machen und spielte das Spiel seriös zu Ende. Besonders fair: Ein Spieler der Gäste gab zu, dass ein Ball ihn berührt hatte und somit der Einwurf uns zustand und nicht ihm.

 

Über den Rest der Partie gibt es kaum etwas zu sagen, was das Ergebnis nicht auch sagen würde. Man könnte an dieser Stelle jetzt Durchhalteparolen, Entschuldigungen zu unserer Personalsituation oder gar Beschwerden über die hin und wieder glücklichen Tore (z.B. zwei Pfostentore) anbringen, aber darauf wird hier getrost verzichtet. Was tatsächlich den Ausgang des Spiels wohl beeinträchtigt hat, war die Verletzung von Tobi, der nach einer knappen halben Stunde beim Stand von 0:1 die Segel streichen musste. Zu dem Zeitpunkt kamen wir gerade etwas besser in die Partie, Aziz scheiterte aus 20 Metern am Pfosten. Das hinwieder sollte die letzte Tormöglichkeit für Schwarz/Rot bleiben. Nach Tobis Auswechslung lief nichts mehr zusammen, defensiv stand man eher schlecht als recht. Natürlich waren da auch gute Aktionen defensiv bei, natürlich hielt Marvin ein paar Bälle sehr stark, natürlich gab es auch Huttroper, die durch gute Defensivleistungen streckenweise gänzlich aus dem Spiel genommen wurden. Aber es lief selten zeitgleich in mehreren Mannschaftsteilen gut zusammen und das war gegen den Aufstiegsaspiranten deutlich zu wenig.

 

Hälfte Zwei lässt sich ganz gut mit dem Wort „Auflösungserscheinung“ zusammenfassen. Mehr sei dazu nicht geäußert, außer ein Kompliment an Dustin, der auch bei 0:8, 0:10 und 0:14 noch erbittert kämpfte und sich gegen die Angriffe, die unerbittlich auf das VfL-Tor rollten, stellte.

 

Hoffentlich war es nur ein Schuss vor den Bug, der uns gestärkt die Saison bestreiten lässt. Selbst wenn das wie eine Ausrede klingt und an vorherige Spielberichte erinnert: Wir brauchen noch etwas Zeit, um uns zu finden. Wir dürfen nur nicht verzagen und müssen alles mitnehmen, was geht, sowie aus allem lernen, was wir spielen. Dann kann es eine Saison werden, auf die wir Ende Mai stolz sein können.

 

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Gute erste Hälfte reicht nicht – Erste verliert in Unterzahl deutlich

17.08.2016

FSV Kettwig I – VfL Kupferdreh I 7:2 (2:1), Mittwoch, 17.08.2016, 19:00 Uhr, 2. Spieltag

Hammerjungs: Plohmann – Hainold, Marcow (62. Winkler), Kohlmann, Stenzel – Renell (C),
                             Henn (67. Aharchi) – Lampey (46. Rustemov), S. Strub, Gajewski – Cuetinho (Bank: Hitpass)

Tore: 1:0 (8.), 1:1 S. Strub (11.), 2:1 (38.), 3:1 (55.), 4:1 (66.), 5:1 (69.), 5:2 S. Strub (73.), 6:2 (75.),
           7:2 (FE., 90.+2)

Gelb/Rot: Cuetinho (59.)

 

Es hätte so schön werden können... Nach wie vor ersatzgeschwächt, wenn auch besser besetzt als noch gegen Blau/Gelb ging es am Mittwochabend zur englischen Woche nach Kettwig in die Ruhrarena. Das erste Mal Flutlicht und das erste Mal auswärts in der noch jungen Saison. Es gab noch Baustellen in der Aufstellung und sehr viele Auswechselspieler kamen gerade aus Verletzungen zurück, dazu kam ein Gegner, der nach der äußerst unglücklichen Niederlage am ersten Spieltag vor heimischer Kulisse mit Wut im Bauch viel zeigen wollte und musste. Trotzdem lag bis zum Ende von Hälfte Eins der erste Punktgewinn für die Männer vom Eisenhammer in der Luft. Selbst das erste Hammertor war schon verzeichnet.

Es begann schon mit zwei Mannschaften, die zeigten, dass sie Kreisliga-A-tauglich sind. Kein Abtasten, sondern direkt Offensive auf beiden Seiten und gute Defensive auf der jeweils anderen Seite. Doch nach 8 Minuten ist es unsere Defensive, die überwunden wird. Der Kettwiger Stürmer nutzt seine Schnelligkeit und erläuft einen Ball, der durch die berühmte Schnittstelle gespielt wird. Den Schuss des heranrauschenden Hausherrn kann Thomas noch fantastisch entschärfen. Der darauf folgende Einwurf markiert allerdings das frühe 1:0. Wir lassen uns vom Rückstand nicht beirren und spielen uns Möglichkeiten heraus. Die zweite dieser Chancen können wir schon drei Minuten nach dem 0:1 in das erste Saisontor ummünzen. Dennis sieht von der Mittellinie aus, dass Steffan startet und steckt ihn wunderbar durch. Steffan nimmt den Ball gut mit und schließt mit dem schwachen linken Fuß aus halblinker Position auf Höhe des Elfmeterpunktes ab, keine Chance für den Torwart.

Im Anschluss ein weiterhin sehenswertes Spiel mit ein paar Nickeligkeiten von beiden Seiten. Wir haben sogar die Chance, auf 2:1 zu erhöhen, als Mario durch ist und alleine vor dem Torwart auftaucht. Uneigensinnig legt er an der Strafraumkante ab und spielt in den Fuß eines Roten. Blöd nur, dass es kein Schwarz-Roter war, sondern ein roter Hausherr, er wähnte Steffan in näherer Umgebung zu ihm. Doch wir spielten weiter. Kettwig aber auch. Einen Diagonalball in den Strafraum köpft ein Spieler der Heimmannschaft in die Mitte, wo der Stürmer schon lauert und für den FSV die Halbzeitführung markiert (38.).

In der Halbzeit waren wir ziemlich zufrieden. Wir hatten Kettwig stark erwartet und wurden bestätigt. Doch wir hatten dagegen gehalten und sind vor dem Tor so gefährlich geworden, wie wir es uns vorgenommen hatten. Wir ließen uns sogar offen, auf zwei Spitzen umzustellen und die Weichen noch mehr auf Offensive zu setzen. Doch daraus wurde nichts...

Das Spiel wurde noch etwas giftiger, ohne dass es besonders unsportlich gewesen wäre. Aber nach 54 Minuten verbannte der Schiedsrichter den Kettwiger Trainer hinter die Bande, was die Stimmung noch etwas erhitzte. Nach Foul von Cuetinho sah dieser zudem Gelb, weil er monierte, sein Foul sei nicht so hart gewesen (sinngemäß). Zwischen diesen beiden Aktionen kam Kettwig allerdings - nach zweifelhaftem Freistoß - zum 3:1 (55.), was diesen beiden Aktionen noch mehr Brisanz gab. Wir waren drauf und dran, wie oben beschrieben umzustellen, wollten aber noch kurz warten. Doch es kommt immer anders als man denkt. In Minute 59 wird Kettwig ein Freistoß kurz vor deren Strafraum zugesprochen. Der FSV-Verteidiger, der genau weiß, dass bei Cuetinho die Kombination gelbe Karte und Gegentor einer Einladung gleicht, geht gezielt auf ihn zu und sucht das Duell Kopf an Kopf. Trotz einer solchen Provokation hält sich die Kupferdreher Nummer Zehn sehr gut im Zaum und geht nicht auf das Angebot einer Kopfnuss ein. Der Schiedsrichter möchte trotzdem ein unsportliches Verhalten gesehen haben und gibt den beiden „Streithähnen“ die gelbe Karte – beziehungsweise die zweite gelbe und somit den Platzverweis im Fall unseres Spielers. Unterzahl und 1:3-Rückstand gegen eine Truppe, die Bezirksliga-Absteiger Werden dominiert hat (auch wenn das Ergebnis trügt): Eine Herkules-Aufgabe. An Umstellung auf zwei Stürmer war nicht mehr zu denken.

Dann ging es Schlag auf Schlag. Ein weiterer Freistoß von links auf das rechte Fünfer-Eck wird in die Mitte verlängert – 4:1 (66.). Dann 69.: Keine Gegenwehr bei vierfacher Passstaffette in unserem Sechzehner – 5:1. Doch Freistöße können wir auch. Vier Minuten nach dem 1:5 tritt Kevin einen Freistoß aus Mittelliniennähe auf den Kopf von Ole, der auf Steffan ablegt und ihn zum 2:5 beglückwünscht. Und es ging munter weiter. Wieder sind es nur zwei Minuten seit dem letzten Treffer, als Kettwig den alten Vier-Tore-Vorsprung wieder herstellt. Pass über die linke Angriffsseite der Gastgeber, Thomas kommt dem Stürmer entgegen, der den mitgelaufe-
nen Nebenmann in Szene setzt. Dieser muss nur noch aus 14 Metern ins leere Netz einschieben (75.).

Hätten wir aber Thomas nicht gehabt, der in der Folgezeit wie schon in Halbzeit Eins und sogar während der Torflut einige Dinger mitunter spektakulär rausgeholt hat, wäre das Ding für uns heute noch bitterer geworden. Unser Schlussmann heute sicherlich stärkster Kupferdreher. Auch der andere Torwart, der heute wieder im Feld spielte, machte eine bärenstarke Partie. Was Lars heute gelaufen ist, laufen viele nicht in zwei Spielen.

In der Nachspielzeit noch einmal Aufregung im VfL-Sechzehner. Kevin mit einem riskanten Tackling, das der Schiedsrichter vertretbar als elfmeterwürdig einstuft. Der fällige Strafstoß schlägt rechts unten im Netz ein (90.+2), Thomas hatte sich für die linke entschieden.

Am Ende steht eine klare Niederlage, die in der Halbzeit nicht absehbar war. Unsere große kämpferische Leistung münzte sich leider nicht in eine mögliche Führung um. Defensiv zeigten wir zum Ende des Spiels Lücken, die wir auch in der Vorbereitung noch nicht gesehen haben. Natürlich ist das keine Universalausrede, aber 30 Minuten in Unterzahl gegen eine solch offensive Mannschaft zu spielen, zollt selbstredend seinen Tribut. Jetzt heißt es – sei es eine Plattitüde oder nicht – den Kopf frei bekommen und mit 100 Prozent auf das Spiel am Sonntag konzentrieren, wo wir zum Doppelspieltag ESG 99/06 begrüßen dürfen, die mit ihrer Zweitvertretung anschließend unserer Zweiten gegenüber stehen werden. Für beide VfL-Mannschaften sicher ein richtungsweisendes Spiel.

 

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Mit Anstand dem Aufstiegsfavoriten unterlegen

14.08.2016

VfL Kupferdreh I – Blau/Gelb Überruhr I 0:6 (0:4), Sonntag, 14.08.2016, 11:00 Uhr, 1.Spieltag

Hammerjungs: Plohmann – Hainold, Marcow, Winkler, Stenzel – Renell (C), Kohlmann – Lampey, Cuetinho,
                            Gajewski – S. Strub (Bank: Ridzewski, Gonzalez, Ajoud, Rustemov)

Tore: 0:1 (20.), 0:2 (27.), 0:3 (41.), 0:4 (43.), 0:5 (61.), 0:6 (63.)

 

Zuallererst sei die Ausgangslage geschildert: Beim VfL standen fünf Spieler auf dem Platz, die letzte Saison in der Kreisliga C aufliefen. Aus der blau-gelben Anfangsformation spielten drei bereits in der Regionalliga West (diejenigen, die „nur“ im Regionalliga-Kader standen mal herausgerechnet), einer spielte Oberliga und vier Spieler dürfen sich Landesliga-Spieler nennne. Zwei Bezirksliga-Kicker kamen noch dazu. Auf der Bank der Rot-Schwarzen nahmen vier Leute Platz, drei später spielten noch in der Zweiten, sollten also geschont werden, einer war verletzt. Selbst auf der Auswechselbank der Gäste nahmen Bezirksliga-Spieler Platz. Dazu kam noch, dass wir unsere Startelf wieder kurz vor Anpfiff überarbeiten mussten, da wir einen arbeitsbedingten Ausfall zu verzeichnen hatten. Dass wir mit Lars einen Torwart im Feld hatten, ist schon fast vernachlässigbar, da dieser ein fantastisches Spiel machte.

Doch dafür schlugen wir uns echt wacker. Zwanzig Minuten hielten wir die Null, bis Thomas einen harten Schuss hält, sich aber dem Nachschuss geschlagen geben muss. Doch wir steckten nicht auf und nahmen die Zweikämpfe erbarmungslos an. Entgegen der Erwartungen ging fast mehr Härte von Spielern der Gäste aus. Sieben Minuten nach der Führung werden zwei Zweikämpfe, die foulverdächtig aussahen, jeweils gegen uns entschieden. Es wird jeweils weiter gespielt, der Ball bahnt sich seinen Weg durch die Innenverteidigung und es ist dem Gäste-Angreifer ein Leichtes, Thomas aus sieben Metern zu überspielen und zum erneuten Jubel abzudrehen.

40 Minuten waren gespielt und es stand noch 2:0. Nicht unverdient, aber in keinem Fall zu tief. Klar machte der Gast das Spiel, aber von Dauerbeschuss oder ähnlichen Abschlachtungsszenarien waren wir meilenweit entfernt. Überruhr kam höchstens durch Fernschüsse zum Abschluss. Dann allerdings ein Doppelschlag kurz vor der Pause. Die erste Ecke können wir noch verteidigen. Nachdem der Ball allerdings geklärt ist, erobert ihn sich BGÜ zurück und kommt mit Querpässen wieder bedenklich nahe an den VfL-Sechzehner. Einer dieser Querpässe landete aber in stark abseitsverdächtiger Position beim Abnehmer. Wir klären wieder zur Ecke, die den Weg ins Tor findet (41.). Zwei Minuten später wieder Diagonalball von links nach rechts, Pumba kann den Kopf noch dazwischen bringen. Da er im Rückwärtsgang ist, schafft er es aber nur, in den Strafraum zu klären, wo sich ein dankbarer Stürmer findet. Ärgerlich, aber passiert. 4:0 zur Pause liest sich jetzt schon deutlicher. So skurril das klingen mag hat die Abwehr trotzdem einen super Job gemacht. Auch die Mittelfeldspieler haben ihre Defensivaufgaben sehr ernst genommen. Selbst Stürmer Steffan hat sich Bälle hinten erkämpft.

 

Für gewöhnlich bricht man nach der Pause komplett auseinander, wenn man so deutlich zurückliegt. Aber am Hammer gelten, wie man weiß, andere Gesetze. In der Anfangsviertelstunde von Halbzeit Zwei sind es die Gastgeber, die offensiv Akzente setzen und sogar leichte Vorteile gegen die turmhohen Favoriten haben. Beinahe wäre sogar der Anschlusstreffer herausgesprungen, nachdem der aus der eigenen Hälfte heransprintende Ole einen Chip aus knapp 20 Metern von rechts an den linken Pfosten setzt (59.). Dann durfte man die altbekannte Floskel „So ist Fußball!“ aber wieder aus der Kiste kramen und knappe zwei Minuten später mit ansehen, wie ein Ball, den wir gut stellten, aus dem Sechzehner an die Strafraumkante gelegt wurde und mit dem ersten Überruhrer Torschuss nach der Pause das 0:5 markierte. Weitere 120 Sekunden später ist das halbe Dutzend nach einem beherzten Alleingang über die rechte Angriffsseite voll. Vom Gefühl her das einzige Tor, das wir uns kämpferisch ankreiden dürfen, auch wenn der Angreifer natürlich eine hohe Geschwindigkeit hatte und die Möglichkeit auf einen Elfmeter mit jedem Schritt größer wurde.

 

Alles in allem ist man im Trainerstab mit der Leistung zufrieden. Es wird mit allergrößter Sicherheit Mannschaften geben, die gegen diese Truppe deutlich mehr unter die Räder kommen werden. Die wiederum müssen wir schlagen. Jetzt geht es erst einmal am Mittwoch nach Kettwig, bevor sich Sonntag die Personalsituation deutlich entspannen dürfte.

 

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Rückschlag für die Zweite

14.08.2016

Vfl Kupferdreh II – SV Borbeck II 0:5 (0:2), Sonntag, 14.08.2016, 13:15 Uhr

Hammerjungs: Schneider – Gonzalez, Ekin, Ridzewski – Ajoud, Pilny – Roesch (C, 46. Ellert), Päsler,
                             Oberste-Ufer – Hanke (26. Pfeifer), Schmidt

 

Mund abwischen und weitermachen. Selbst wenn es nach Durchhalteparolen klingt: Auch aus solchen Spielen kann man eine Menge mitnehmen. Wie schon zwei Stunden zuvor war der Kader der Zweiten sehr dünn besetzt. Schon in der Halbzeitpause hatten wir unser Kontingent erschöpft. Als sich Sercan im Verlauf des Spiels verletzte, bleib keine andere Möglichkeit als auf die Zähne zu beißen und die 90 Minuten durchzustehen, was er auch tat.

Dem Ergebnis bleibt nicht viel hinzuzufügen. Defensiv haben wir viel zugelassen – auch wenn fünf Tore wahrscheinlich unverhältnismäßig sind. Ein auf der Linie geklärter Ball trug nicht zur Ergebniskosmetik bei, da wir im Gegenzug den Elfmeter zum 0:2-Halbzeitstand gegen uns bekamen. Offensiv haben wir sehr wenig kreiert. Philipp und Aziz kamen immerhin zu Halbchancen.

Nächste Woche zu Saisonstart sieht die Personalsituation hoffentlich wieder etwas besser aus, sodass wir zumindest von unseren drei Wechselmöglichkeiten Gebrauch machen können.

 

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Beste Halbzeit der Vorbereitung sichert 4:1 für Rumpfkader

07.08.2016

VfL Kupferdreh I – DJK Dellwig I 4:1 (3:0), Sonntag, 07.08.2016, 11:00 Uhr

Hammerjungs: Plohmann – Hainold, Ekin (46. Winkler), Kohlmann, Stenzel – Renell (C) –
                             Aharchi (69. Roesch), Cuetinho (69. Schmitz), Gajewski – Ajoud (46. Rustemov, 87. Aharchi),
                             S. Strub (88. Cuetinho)

Tore: 1:0 Aharchi (10.), 2:0 Aharchi (26.), 3:0 S. Strub (37.), 4:0 S. Strub (69.), 4:1 (76., FE.)

 

„Hammerjungs“. Dieser Spitzname für die Männer vom VfL fand heute endgültig seine Berechtigung. Denn was die Jungs vom Hammer heute insbesondere in Hälfte Eins abgerissen haben, war echt der Hammer! Es war die mit Abstand schwierigste Aufstellung, die der Trainerstab gestern beschließen musste. Auf mehreren Positionen waren wir durch Verletzungen, Urlaub und Spontanausfälle arg gebeutelt. So fand sich auf dem Zettel gestern Abend eine absolute Rumpelelf zusammen. Mit so einer Mannschaft 4:1 zu gewinnen war nicht auszurechnen. Dann aber fanden sich statt der 17 mühsam aufgetriebenen und teilweise angeschlagenen Spieler, von denen auch noch eine ganze Reihe zwei Stunden später für die Zweite an den Start ging, sogar nur 15 am Hammer wieder. Mit der Hoffnung, irgendwie etwas zu reißen gingen wir ins Spiel. Mit einer breiten Brust und einem noch breiteren Grinsen zwischen den Ohren gingen wir in die Halbzeit und mit einer ganz großen Portion Stolz vom Platz. Was war passiert?

 

Mit Aziz und Sercan standen zwei Spieler am heutigen Sonntag gleich zwei Mal in der Startelf. Und beide zeigten ein hervorragendes Spiel. Aziz musste sogar mit der Stürmerposition etwas bekleiden, was für ihn äußerst ungewohnt war. Aber als hätte er es erfunden, wirbelte er herum, riss Löcher, beschäftigte die Gegenspieler, spielte gute Pässe und lief sich die Seele aus dem schon vor Spielbeginn lädierten Körper.

Er ist es auch, der die frühe Führung für seine Farben ermöglicht. Nach einem couragierten 30-Meter-Gewaltmarsch über rechts kommt er frei vor dem Torwart zum Abschluss. Der ist nicht bedeutend viel gefährlicher als eine bessere Rückgabe, aber er erobert sich den Abpraller zurück, zieht noch einmal ab und – scheitert wieder. Diesmal aber so gut, dass der gut postierte Steffan wiederum zum Abschluss kommen kann. Der Torwart kann abermals nicht parieren und der Ball fällt Andre vor den linken Schlappen. Mit diesem setzt er dem Kuddelmuddel vor dem Tor ein Ende und erlöst Fans, Mitspieler und Trainerstab (10.).

 

Doch statt uns hinten rein zu mauern und den B-Ligisten mit Aufstiegsambitionen kommen zu lassen, waren wir jetzt erst warm geworden und spielten weiter nach vorne und erspielten uns Chance um Chance. Beispielsweise sei ein Konter angeführt, den Steffan durch einen gewonnenen Zweikampf einleitet. Er überlässt an Cuetinho, der leider den Ball nicht im Tor unterbringen kann (20.). Dafür lief er heute so viel wie vorige Saison in anderthalb bis zwei Spielen – obwohl er nur 70 Minuten spielte! Ein immenses Laufpensum legte auch Gaga heute wieder aufs Parkett, der wie auch schon im letzten Spiel Lunge und Schuhe extrem belastete.

 

Aber wie aus dem Nichts heißt es plötzlich: Bibbern in der Mittagshitze! Eckball für die Gäste, die heute in „unserem“ Weinrot aufliefen. Der Schütze läuft an, bringt den Ball und an manchen Tagen kommt einfach alles zusammen: Der Ball wird … einfach geklärt. Fantastisch. Verdutzte Blicke an der Seitenlinie, aber man nimmt, was man kriegen kann. Es bahnte sich an, dass das heute ein ganz großes Spiel werden könnte.

 

Nach 26 Minuten der nächste Schritt in Richtung Prädikat „ganz großes Spiel“: Gaga nimmt sich an der rechten Außenlinie den Ball und wirft ihn auf Steffan, der auf Andre verlängert. Der satte Schuss, der zweifelsohne im Zusammenhang mit den Worten „fulminant“ und „Giebel“ stehen könnte (der geneigte Leser darf sich gerne einen solchen Zusammenhang denken, ich kann mich ja nicht um alles kümmern...), findet den Weg ins Tor (26.).

 

Weitere Chancen von uns folgten, auch die Gäste kamen mal (eher ungefährlich) vors Tor. Doch aus ähnlicher Position wie vor dem 2:0 bringt Gaga nach 37 gespielten Minuten abermals eine Einwurfflanke in den Sechzehner. Nach einer Verlängerung von Ole lässt sich Steffan nicht zweimal bitten und versenkt aus sieben Metern Entfernung (37.) zum 3:0-Halbzeitstand.

 

In der Pause gingen dann Aziz und Sercan, um sich für die Zweite zu schonen. Sie wurden durch Björn und Djemail ersetzt, die beide nur eine Halbzeit spielen konnten beziehungsweise wollten (deshalb auch unsere Probleme mit der Aufstellung). Björn sicherte hinten gut ab, Djemail brachte Schwung ins Mittelfeld, Doppeltorschütze Andre ging vor in den Sturm.

 

Die zweite Hälfte begann wie die erste aufgehört hatte: Mit Ballbesitz für Weiß und Dellwigern, die nicht komplett unter die Räder kommen wollten. Das gelang ihnen besser als in Hälfte Eins und bis zur 69. hielten sie der Heimmannschaft stand. Dann aber ein langer Ball auf Djemail. Einer wundervoll in den Lauf. Einer, den der Gegenspieler nicht bekommt. Einer, bei dem man richtig schön Fahrt aufnehmen kann. Sprich: Ein Ball, wie gemalt für Djemail. Der geht ein paar Meter, mit dem Wissen, dass Steffan über rechts schon lauert. Er bringt ihn auch rüber in den Lauf unserer Nummer 9. Er dringt in den Strafraum ein und braucht sich nur noch die Ecke auszusuchen. Er entscheidet sich für die kurze Ecke, in diesem Fall die rechte, und schiebt ihn locker zwischen Torwart und Pfosten ein. Nach 52 Minuten verhinderte noch jener Pfosten den zweiten Doppelpack des Tages, aber nun klingelte es. Im direkten Anschluss an die Vorentscheidung nahmen wir unsere zwei besten Torschützen der Vorbereitung herunter. Cuetinho weicht Tobi Schmitz und Andre wird ersetzt durch Marvin. Somit haben wir in den letzten 21 Minuten unsere drei etatmäßigen Torhüter auf dem Feld. Marvin machte viel Alarm und hätte auch einmal beinahe getroffen. Lars spulte Kilometer um Kilometer ab und setzte mit einem unglaublichen Einsatz und einem tollen Defensivstellungsspiel ein dickes Ausrufezeichen und war maßgeblich an dem guten Ergebnis beteiligt.

 

Ein annähernd perfektes Spiel verhindert der Pfiff des Schiedsrichters, der nach einem Zweikampf von Ole im Strafraum nachvollziehbar, aber auch hart auf Strafstoß für Weinrot entscheidet (76.). Der Schütze lässt sich von Thomas' Mätzchen nicht verunsichern, wählt zwar die gleiche Ecke wie unser Torwart, aber verwandelt den Elfmeter zu platziert links unten. An einem Tag, wo kein Tor per Ecke fällt, kann man auch mal beim Elfer das Nachsehen haben.

 

Auch nach dem Anschlusstreffer spielten wir munter nach vorne und hatten noch kleinere Möglichkeiten, auch die zweite Hälfte zu gewinnen. Bescheiden wie wir nunmal am Eisenhammer sind, begnügten wir uns aber mit diesem Ergebnis, das mehr als glücklich stimmte. Auch mehr als sieben Stunden nach Treffpunkt saßen einige nach diesem denkwürdigen Spiel noch mit den Spielern der Zweiten zusammen und labten sich an Perrys Köstlichkeiten. Denn wie heißt es in der Vereinshymne, die heute zum ersten Mal vor dem Spiel noch die letzten Prozente Motivation zum Sieg mobilisierte? Egal, ob die Mannschaft verliert oder siegt, wir feiern, bis sich der Eisenhammer biegt. In diesem Sinne: Wir sind der VfL! Hammer, Jungs! Aus der Vorbereitung haben wir uns mit einer Riesenleistung verabschiedet. Ab Sonntag geht es dann das erste Mal um Punkte, wenn Blau-Gelb Überruhr an den Hammer kommt.

 

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Björn Winkler Hauptfigur bei launigem Teil 2 des Doppelspieltages

07.08.2016

VfL Kupferdreh II – SG Altenessen IV 1:4 (1:2), Sonntag, 07.08.2016, 13:00 Uhr

Hammerjungs: Plohmann (C) – Arlt, Pfeifer, Wölting – Ekin, Pilny – Schmitz, Ajoud (46. Katzenmeier),
                            Winkler (46. Ellert) – Hanke (46. Päsler), Roesch

Tore: 0:1 (16.), 1:1 Winkler (24.), 1:2 (38.), 1:3 (48.), 1:4 (77.)*

 

Das Spiel der Zweiten begann mit Verspätung. Gar nicht mal, weil wieder viele Leute von der Ersten runter gekommen sind oder weil es keinen Schiedsrichter gab (diesen Umständen kam die Verspätung aber entgegen), sondern weil ganz Kupferdreh das Duell zweier Giganten erwartete. Für gewöhnlich gibt es Spielverlegungen wegen Großveranstaltungen nur im Olympiastadion, der Allianz Arena oder in der Veltins-Arena. Aber heute auch am Eisenhammer.
Es standen sich gegenüber Dennis Voßbeck für Altenessen und Björn Winkler für unsere Farben. Beziehungsweise sie standen nebeneinander. Die Zuschauer, der Wettkampfrichter, der Sonderbeauftragte Fabian und die beiden Kontrahenten machten sich auf das 100-Meter-Rennen des Jahres gefasst. Sie stellten sich an die extra für dieses Großereignis postierten Hütchen, die standesgemäß und korrekt abgezählte 80 Meter von den Zielhütchen entfernt standen. Und dann ging es auch schon los. Man verstand sein eigenes Wort durch den ganzen Lärm der Massen … noch ganz gut, aber es war trotzdem Stimmung am Hammer. Der Lokalmatador legte gut vor, wurde aber 10 Meter vor Schluss von seinem Verfolger und Ex-Lokalmatador abgehängt. Schade für Björn. Die Chancen waren da, aber er nahm sie nicht wahr. Wie auch mit 45 Minuten in der Ersten in den Knochen? Außerdem war die Strecke ja zu kurz. Also: Verehrte Leser, bitte vergessen Sie diesen Teil des Spielberichtes, es gibt zu viele Ausreden, um das ganze ernst nehmen zu können.

 

Dann wurde aber auch noch Fußball gespielt. Auch hier fiel die Aufstellung Verletzungen, Urlaub und unentschuldigtem Fernbleiben zum Opfer. Doch der VfL hielt sich noch recht tapfer. Nach vorne ging schon etwas mehr als gegen Juspo, aber die Stürmer in Blau machten es der Verteidigung nicht leicht. Uneingespieltheit kam dazu. So kam es zu größeren Lücken und teilweise unglücklichem Spielaufbau, aber wir sind auf einem guten Weg. Mehrere Leute haben heute wieder ein gutes Spiel gemacht und gezeigt, dass sie der Mannschaft noch helfen können. Insbesondere die beiden erfahrenen Verteidiger Tobi und André, die heute ihr erstes Spiel seit Langem absolviert haben, standen sehr souverän und waren an den Gegentreffern zumeist schuldlos. Während in der Ersten zeitweise drei Torhüter auf dem Feld standen, bestand hier bei der Zweiten die komplette Abwehr aus Mannschaftsverantwortlichen. Auch nicht schlecht. Naja, kleiner Verein und so.

 

Mit dem ersten richtigen Angriff, den die Gäste zu Ende fahren konnten, gerieten wir nach einer knappen Viertelstunde* in Rückstand. Nach schlechter Zuteilung kann Thomas den ersten Abschluss noch verhindern, ist aber beim Nachschuss machtlos.

Danach kam Altenessen noch zu viel Ballbesitz, auch hin und wieder zu einer guten Aktion, aber das 1:0 ging in Ordnung. Wir hatten auch kleinere Halbchancen, mussten uns aber aufs Verteidigen konzentrieren, was mal besser, mal schlechter funktionierte.

 

Wir kamen vorzugsweise nach Standardsituationen zu Chancen. Doch die meisten Ecken brachten nichts ein. Ein Freistoß bringt dann aber den Ausgleich. Aus halbrechter Position, gute 19 Meter vom Kasten entfernt, läuft Björn (!) an und versenkt den Ball ganz cool. Ich meine mich zu erinnern, dass wir auch im Training Standards und darunter auch Freistöße aus dieser Position geübt hätten. Allerdings meine ich mich weiter zu erinnern, dass dort die Freistoßmauer und die Personen, die alle Bälle hinter dem Zaun geholt haben, mehr Angst haben musste als der Torwart vor einem Gegentor. Erinnere ich mich aber auch ein drittes Mal korrekt, hat Björn heute ne Bude versprochen und die war ja wohl auch mehr als fällig nach dem Debakel vor dem Spiel.

 

Mit dem 1:1 im Rücken spielten beide Mannschaften etwas offensiver. Aziz kommt nach einem beherzten Alleingang nicht zum Abschluss. Altenessen macht es generell offensiv besser und hat das bessere Ende für sich. Einen Ball in den Strafraum erwischt ein Stürmer, der Patrick weggelaufen war, und schießt. Thomas kann noch parieren, aber nicht mit letzter Entschlossenheit, da er einen Pfiff vernommen zu haben meint. Der kam aber nicht von Aushilfsschiedsrichter Heiko, sondern von irgendwo anders her. Der Stürmer kommt ein zweites Mal zum Abschluss und bringt die Kugel leicht im Tor unter. Fast ein Duplikat des 1:0.

 

In der Halbzeit stellten wir etwas um, ohne dass man es unserem Spiel hinterher großartig ansah. Wir standen in gewissen Situationen leicht verbessert, kamen aber nur noch sehr vereinzelt zum Abschluss.

Kurz nach der Pause spielen wir in der Abwehr aber wieder in Unterzahl, die SG kommt mit mehreren Stürmern und braucht nur abzulegen. Ohne ernsthaften Druck unserer Abwehr von hinten netzt der Stürmer abermals und schraubt das Ergebnis auf 3:1 hoch.

 

Wir fingen uns zwar nicht besonders viele Konter, aber jeder war brandgefährlich, da die Offensivkräfte aus dem Norden sehr schnell waren. Als wieder einer dieser Konter rollt, wird Thomas per Kopfball geschlagen, aber Patrick kann per Kopf auf der Linie klären.

 

Die Männer vom Hammer bemühten sich weiter und kreierten ab und zu mal so etwas ähnliches wie Gefahr, aber gegen Altenessen war das heute zu wenig. Die Einstellung stimmte hinwieder und einen wirklichen persönlichen Vorwurf kann man niemandem machen. Immerhin versuchten wir, jeden Zweikampf anzunehmen, jeden Ball abzulaufen und jedes Mal defensiv alles zu geben. Daran änderte auch Gegentor Nummer Vier nichts, das aus einem Pass von der rechten Seite der Gäste ausging und nach einer Drehung und einem Linksschuss aus zehn Metern durch unsere Verteidiger endete.

 

Wirklich unzufrieden war nach dem Spiel keiner. Wir wussten von vornherein, dass das ein schweres Spiel war, mit Spielern, die zweimal spielen mussten, wenigen Auswechselspielern und geringer Einspielung. Immerhin haben wir ein Tor gemacht und wissen, dass das Ergebnis womöglich etwas hoch ist, da wir nicht ganz schlecht verteidigt haben. Es ist ein harter und ein langer Weg, aber wir sind überzeugt, bereit und heiß, ihn als Mannschaft zu gehen.


 

*alle Angaben ohne Gewähr

 

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Neues Archiv auf der Seite

07.08.2016

Die Berichte und Beiträge dieser Seite bis zum Ende des Jahres 2014 stehen ab sofort nicht mehr auf Willkommen-Seite zur Verfügung, sondern sind über den Reiter "Archiv" zu erreichen.

 

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Unglückliche Niederlage gegen Teutonia

05.08.2016

VfL Kupferdreh I – Teutonia Überruhr I 1:2 (1:0), Donnerstag, 04.08. 2016, 19:30 Uhr

Hammerjungs: 1. HZ: Gajewski – Hainold, Winkler, Kohlmann, Stenzel – Renell (C) – C. Strub (45.),
                                        Auffenberg,  Ajoud – Cuetinho, Aharchi

                             2. HZ.: Plohmann – Hainold (66. Zärnig), Winkler (79. Gonzalez), Kohlmann,
                                          Stenzel (77. Schmitz) – Renell (C) – Rustemov (69. Ekin), Özlüoğlu (85. Cuetinho),
                                          Aharchi (71. Ponten) – S. Strub


Tore: 1:0 Cuetinho (26.), 1:1 (62.), 1:2 (85.)

 

Tja. 20 Stunden nach dem Abpfiff weiß man immer noch nicht, was man von dem Spiel zu halten hat. Klar, Überruhr war deutlich stärker als man das von einem B-Ligisten erwarten durfte. Klar, wir mussten auf viele Stammkräfte verzichte. Klar, wir haben viel durchgewechselt. Klar, wir haben 45 Minuten in Unterzahl gespielt. Aber diese Niederlage fühlt sich doch blöd an. Defensiv haben wir uns wenig bis nichts vorzuwerfen (außer Ecken, was denn sonst). Offensiv haben wir viel kreiert. Aber es hat eben nicht gereicht. Über verdient oder unverdient zu reden ist müßig. Es steht in der Zeile unter dem heutigen Datum nun mal ein 1:2 neben dem gestrigen Datum. Aber halt nur in einem Testspiel.

 

Es begann in den ersten zehn Minuten schleppend ohne Tormöglichkeit auf beiden Seiten. Das können wir für uns als Teilerfolg verbuchen, denn Teutonia machte immensen Druck und presste sehr aggressiv. Trotzdem ist nicht besonders viel für die schwarz-gelben Gäste herum gekommen.

 

 

Im Anschluss daran kamen wir ein bisschen mehr vor das Tor, ohne aber richtig zwingend zu werden. Zum Glück haben wir unsere neue Nummer 10, die auch ohne richtig zwingend zu werden die Hütten macht. Nach 26 Minuten lässt sich Andre auf den linken Flügel fallen und holt kurz hinter der Mittellinie einen wundervollen Außenristpass auf Gaga heraus. Der verlängert sehr schön mit dem Kopf in den Lauf von Mario, der wiederum den leicht hoppelnden Ball kurz vor der Strafraumkante über den herausstürmenden Torwart hebt. (Mit links, aber sind wir großzügig, verzeihen wir viel, wenn wir führen.)

 

Aber apropos verzeihen: Wir begannen, uns nach dem Tor die Führung erst richtig zu verdienen. Exemplarisch dafür eine schöne Kombination über links. Der flache Pass kommt in den Strafraum auf den blanken Cuetinho, dem sich eine Menge Möglichkeiten bieten: Die ihm entgegeneilenden Gegner aussteigen lassen, direkt schießen, den Ball mit Richtung Tor nehmen oder – sehr empfehlenswert und für kaum einen Verteidiger dieser Welt ausrechenbar – sich eine Unebenheit der Asche zu Nutze machen und den Ball und der Sohle herspringen lassen. Das alte Schlitzohr entscheidet sich natürlich für letztere Variante.
Auch mehrere Freistöße oder andere Chancen hätten das Pausenergebnis noch etwas hochschrauben können, von Überruhr kam wenig.

 

Sekunden vor der Pause springt Chris (vielleicht) ein Ball an die Hand. Seinem „Schön!“ folgte der Platzverweis wegen Schiedsrichter-Beleidigung. Wir hatten also ganze zwei Minuten (bis zum Abpfiff und auf dem Weg zur Kabine) Zeit, um unsere kurz zuvor überlegte Aufstellung umzuschmeißen und umzustellen.

 

Doch wir kamen mit 10 Mann, von denen vier neu waren, bedeutend besser aus der Kabine und hatten ein ums andere Mal die Chance, so etwas ähnliches wie eine Vorentscheidung herbeizuführen. Die beste von diesen Chancen hatte sicherlich Steffan, der einen richtig starken Ball von Furkan in die Gasse nur um Haaresbreite am Tor vorbei setzt. Da hatte nicht nur Fabian den Torschrei schon auf den Lippen! Wir bauten immensen Druck auf und hatten sieben Minuten nach Wiederanpfiff schon fünf gute Möglichkeiten. Wir haben uns aber nicht belohnt! Zehn Minuten nach der Pause kippte das Spiel etwas. Die Teutonen spielten sich jetzt Chancen heraus und drängten uns zurück. Unsere Angriffe endeten zumeist mit dem Abseitspfiff des Unparteiischen.

 

Nach 62 gespielten Minuten jedoch blieb die Pfeife stumm. Eine Flanke aus dem Halbfeld findet blitzeblank vor Thomas den Gäste-Stürmer, der den Ball per Kopf genau neben dem Pfosten unterbringt. Selbst von Teutonenseite hieß es hinterher, dass den Stürmer da gut und gerne zwei Meter von unserem vorletzten Verteidiger trennten. Aber so ist Fußball.

 

Danach wurde es zumindest wieder interessanter. Beide Mannschaften spielten nach vorne, aber Tore blieben noch aus. Bis wir allerdings richtig nach vorne gespielt haben, brauchte es offensichtlich noch ein Gegentor. Aber was für eins! Irgendwie kommt der Ball in den Strafraum auf den Schwarz-Gelben, der gut 14 Meter vom Tor entfernt steht. Es steht mir nicht zu, über Absicht oder nicht zu urteilen, aber in einer sehr merkwürdigen Flugkurve senkt sich die Bogenlampe genau unter die Latte (85.). Sah nach einem klassischen Fall von „über den Schlappen gerutscht“ aus. Danach kamen wir wieder. Es hätte sogar beinahe noch geklingelt, aber das nötige Quäntchen Glück hat dann doch gefehlt.

 

Hauptsache, in einem Pflichtspiel stimmt das Ergebnis nach so einem Spiel, denn der Einsatz war stark (wir haben zu zehnt gespielt!!), wir haben nur Kümmeltore bekommen, bei denen man der Defensivreihe kaum Vorhaltungen machen kann und offensiv war das eine unserer besten Leistungen.

 

 

Die letzten Worte gelten selbstredend nicht dem Fußball. Wir danken Teutonia Überruhr, dass auch die Gäste in Trauerflor angetreten sind und sich an der Schweigeminute beteiligt haben.

 

gegen Teutonia

 

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Der VfL trauert um "Siggi" Wittoesch

03.08.2016

Der VfL bekam unter der Woche eine bittere Nachricht: Am vergangenen Samstag starb nach schwerer Krankheit das langjährige Vereinsmitglied Sigfried "Siggi" Wittoesch.

Siggi, geb. 17.05.1953,  war bereits seit 1996 Mitglied bei uns und machte auch die Fusion zum VfL Kupferdreh im Jahre 2001 mit. Damit war er eins der Gründungsmitglieder von Schwarz-Rot.

Der glühende RWE-Fan war  u.a. für die jeweils Verantwortlichen stets ein beliebter Ansprechpartner und half oft bei Fragen  den Verband bzw. die Statuten betreffend, denn Siggi war nicht nur lange Schiedsrichter für den VfL sondern auch in diversen Positionen beim Kreis tätig.

Wenn es seine Zeit gestattete liess Siggi es sich nicht nehmen, bei "seinem" Verein mal ein Spielchen anzuschauen.

Wir werden Dich nie vergessen, Siggi! Machs gut und ruhe in Frieden!

Unsere Gedanken sind selbstverständlich auch bei unserem Ex-Spieler und Sohn Stefan sowie beim Rest der Familie Wittoesch, der wir an dieser Stelle ein herzliches Beileid und viel Kraft wünschen!

Zum Zeichen unserer Anteilnahme wird die Mannschaft des VfL zum morgigen Freundschaftsspiel gegen Teutonia Überruhr mit Trauerflor antreten. Ausserdem wird es vor dem Anpfiff eine Schweigeminute geben!

ff


Update der Links unter "Tabellen"

03.08.2016

Soeben wurden die Links zu den jeweiligen aktuellen (und offiziellen) Ergebnissen und Tabellen upgedated. Damit kommt man über die linke Navigationsleiste schnell zu den neuesten Daten (Menüpunkt "Tabellen", dann auf die jeweilige Mannschaft klicken) der kommenden Saison.

Viel Spaß beim ausprobieren!

ff


Pico trifft, Mario mit rechts, Dennis doppelt – Scheibenschießen in Rüttenscheid

31.07.2016

Rüttenscheider SC II – VfL Kupferdreh I 1:7 (0:2), Sonntag, 31.07.2016, 11:00 Uhr

Hammerjungs: Gajewski – Bramsiepe (56. Ajoud), Gonzalez (46. Kohlmann), Winkler, Stenzel (81. Marcow) –
                             Renell (C) – C. Strub, Henn, Marcow (56. Ponten) – Cueto y Corte, Aharchi

Tore: 0:1 Renell (10.), 0:2 Henn (43.), 0:3 Cueto y Corte (54.), 1:3 (65.), 1:4 Aharchi (71.), 1:5 Henn (75.), 1:6 Stenzel (80.), 1:7 Kohlmann (73.)

 

7:1 klingt erst einmal so, als hätten wir Rüttenscheid an die Wand gespielt und ihnen keine Chance gelassen, zu atmen. Das war auch so – allerdings erst in Hälfte Zwei. Gerade in den ersten 45 Minuten machte es uns der C-Ligist echt schwer. Nach dem Pausentee mussten die Gastgeber aber der Personalzahl Tribut zollen, die noch schlimmer war als bei uns. So begann der RSC die zweite Hälfte gar zu zehnt, bis Verstärkung kam. Wir hatten viel Ballbesitz, wussten aber zumeist nicht besonders viel damit anzufangen.

 

Die ersten zehn Minuten waren dementsprechend höhepunktarm: Wir mussten uns daran gewöhnen, mehr Spielanteile zu haben und Rüttenscheid stellte uns gut zu. Doch kaum waren eben diese ersten zehn Minuten vorüber, klingelte es auch schon. Mario, der sich heute mit diebischem Grinsen die Zehn von Urlauber Giovanni sicherte, zeigte, warum Letzterer sich seine Nummer erst wieder zurück verdienen muss: Er gewinnt das Laufduell über rechts, lässt seinen Manndecker stehen, bringt die Flanke und bedient Chris wunderbar. Der nimmt den hohen Ball an. Bevor er aber seinen Ball wieder am Fuß hat, nimmt sein Bruder Gaga den Ball und versenkt ihn aus kurzer Distanz im Tor (10.). Endlich treffen wir auch mal mit unserer ersten Torchance.

 

Dann wenige Chancen auf beiden Seiten, zwar hin und wieder mal ein Abschluss, aber wahrlich kein Leckerbissen für die Zuschauer. Das nennt man in Fachkreisen wohl „taktisch geprägtes Spiel“. Naja. Am erwähnenswertesten vielleicht noch eine Wahnsinnsaktion von Björn. Er sprintet einem Ball hinterher, der „nur“ ein Einwurf für Grün-Weiß gewesen wäre, bekommt ihn und tritt kurz vor dem Seitenaus drauf. Doch statt einer Balleroberung von RSC und dem Konter spitzelt Björn den Ball durch die Beine seines Gegners und bekommt ein Foul zugesprochen (35.). Hätte ich es nicht gesehen, hätte ich es nicht geglaubt. Aber einen Treffer durften die mitgereisten Kupferdreher Zuschauer – eine Zahl weit jenseits von 10 – kurz vor der Pause doch noch beklatschen. Nach einem absoluten Zuckerpass von Gonzo, halbrechts 10 Meter hinter der Mittellinie, versucht Andre, der sich als Adressat wähnt, den Ball herunterzupflücken. Glücklicherweise misslingt das. Denn der eigentliche Adressat war Dennis, dem der Ball dann auch butterweich auf den Fuß fällt. Er geht noch einen Schritt mit dem Ball, fackelt dann aber nicht lang und bringt den Ball im kurzen Eck unter (43.). Endlich mal ein Abschluss. Das bemängelte Trainer Witzler kurz darauf in der Pause vollkommen zurecht.

 

Und das zeigte Wirkung: Zwar wurde auch in Halbzeit Zwei bei Weitem nicht jede passable Gelegenheit zum Abschluss genutzt, geschweige denn im Tor untergebracht, aber wir trauten uns mehr. Natürlich war es auch durch die Vorzeichen des Spiels uns ein Leichteres, Möglichkeiten zu kreieren, aber gegen Rüttenscheid muss man auch erst einmal sieben Tore schießen. Man sah, dass wir trotz Personalmangels noch den breiteren von zwei dünnen Kadern hatten sowie dass wir durch unseren Kreisliga-A-Anspruch mehr trainierten und besser im Saft standen.

Ab dem Anstoß nach 45 gespielten Minuten (den wir im Gegensatz zu den Hausherren nicht direkt aufs Tor schossen) war das Hammerteam spielbestimmend und kam auch zu Schüssen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis unsere Mannen auf 3:0 erhöhten. Dass es hinwieder Cuetinho mit dem rechten Schlappen ist, hätten wohl die wenigsten gedacht. Von einer Wette auf das, was jetzt (und in Minute 80) passierte, hätte vermutlich der seriöseste Buchmacher abgeraten. Eine halbhohe Flanke in den Sechzehner nimmt der Aushilfszehner mit dem rechten Fuß direkt (54.) und sucht direkt die Trainerbank. Nicht unbedingt, weil der Co-Trainer vorher gesagt hat, er würde treffen. Nicht unbedingt, weil der Co-Trainer ihn immer wieder Bälle mit rechts nehmen lässt. Sondern viel mehr, um wun-der-schö-ne Grüße nach Süditalien zu schicken.

 

 

Nach so einem Ding wird sogar das Bild blass...

Nach so einem Ding wird sogar das Bild blass...

 

Mario jubelt 2

 

Zum Glück kann man den Torjubel ja nach dem Abpfiff noch mal nachstellen und weitere Grüße nach Italien schicken...

 

Im Anschluss Chance um Chance für die Gäste aus dem tiefsten Essener Süden. Doch es klingelt auf der anderen Seite, für den Gastgeber. Nach unserem Ballverlust und einer Doppelchance sind wir hinten unsortiert. Der eingewechselte Ole versucht, das Unheil frühzeitig zu verhindern und erobert den Ball. Fast. Leider nur fast. Er springt wieder dem Stürmer vor die Füße, Ole fehlt links und alles nimmt seinen Lauf. Pass in die Mitte, wieder unglückliche Zweikampfführung, wieder springt der Ball dem Stürmer vor die Füße, Pass nach rechts auf den blanken RSC-Mann im Sechzehner, Abzug, 1:3 (65.). Ehrentreffer? Anschlusstreffer? Man wusste es nicht. Für das couragierte Auftreten des klassentieferen Gastgebers aber

in jedem Fall

nicht unverdient.

 

Es ging heiter weiter nach vorne, in Richtung RSC-Hütte. Kleinere vergebene Möglichkeiten, aber nur sechs Minuten nach dem Schönheitsfehler macht Andre das Tor, auf das er 71 Minuten hingearbeitet hatte. Gaga steckt ihn durch, Andre kommt vor den Gegenspieler, kreuzt diesen dann noch geschickt und zimmert ihn schlussendlich ins kurze Eck.

 

Dann war der Widerstand letztendlich gebrochen. Wir erzwangen die Fehler der Gegner und nutzten sie eiskalt. Der Rechtsverteidiger möchte von seiner rechten Seite aus den Torwart anspielen. Der Pass ist aber ein wenig zu kurz, Mario sprintet (Nach 75 Minuten! Man lese und staune!) in den Ball hinein, spitzelt den Ball am Torwart vorbei und... wird volle Kanne abgeräumt. Der Torwart möchte noch retten, was zu retten ist und sprintet genau wie Mario auf den Ball zu. Der Zusammenprall ist unvermeidlich und regeltechnisch in Ordnung. Mario kann den Ball zwar auf dem Boden liegend nicht mehr ins Tor schieben, aber der Ball kullert so wie so gemächlich Richtung Tor. Dennis wollte das immense Risiko, der Ball würde noch abgefangen, selbstverständlich nicht eingehen und schiebt ihn lieber selbst ins leere Tor, nachdem er als einziger sich Richtung Ball bewegt hatte.

 

Mario stand wieder, aber eine weitere verletzungsbedingte Auswechslung bahnte sich an. Pico hatte sich etwas weh getan und signalisierte schon Wechselbereitschaft. Vorher hatte er aber noch Defensivaufgaben zu lösen, die er auch in gewohnter Manier erledigte. Ein Gegenspieler mit Ball am Fuß, der auf ihn zurennt. Ein Pressball. Der Gegenspieler ist ausgeschaltet. Er hat den Ball. Klassischer Pico. Doch dann kam ALLES zusammen. Seine Seite war relativ menschenleer; richtig große Bewegung in unserem Sturm gab es nicht; der Wind stand günstig; und zuletzt: Die perfide Idee unserer Nummer 2, einfach mal abzuziehen. (Wie er uns später gestand, war das Ziel, etwas Besseres zu erreichen als einen gegnerischen Einwurf). Tatsächlich fand der Strahl den Weg ins Tor (80.). Die Menge tobte. Vollkommen zu Recht. Mit dem intonierten „Pico für Deutschland“ aus der Kurve verließ der Torschütze (an das Attribut muss man sich erst einmal gewöhnen) direkt im Anschluss daran den Platz. Wie das faire Sportsmänner nun mal so tun, gab er selbstredend vorher dem heute sehr guten Schiedsrichter die Hand. Dem Anlass entsprechend mit den Worten „Sie sind jetzt Teil der Legende“. Standesgemäß.

 

Aber es waren ja noch zehn Minuten auf der Uhr und es wurde noch ein wenig Fußball gespielt. Zu einer Ecke reichte es noch. Dennis bringt sie rein, Ole köpft sie rein (83.). Ein Eckentor für uns. Und zwar kein Eigentor. Wahnsinn. Was ein Tag.

 

Das Ergebnis sollte man jetzt nicht unbedingt allzu ernst nehmen, dafür war die Gegenwehr von Rüttenscheid nach der Pause einfach zu gering. Aber dass wir auch in der Halbzeit, in der der RSC sehr gut verteidigt hat, zweimal getroffen haben, gibt Mut. Außerdem ist eine gehörige Portion Selbstvertrauen an den Hammer geflossen. Auch taktisch konnten wir vereinzelt Dinge mitnehmen. So ungern ich mich wiederhole, aber personell war unser Zentrum mit Dennis und Gaga heute wieder ungemein stark. Wollte man einen herausheben, müsste man sagen, dass Dennis nicht nur wegen seiner zwei Hütten heute der beste Mann auf dem Platz war.

Wie sagen, wollte man. Will aber keiner. Wir haben das als Mannschaft heute wieder gut gemacht. Hammer, Jungs.

 

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Teilerfolg gegen B-Ligisten

31.07.2016

Juspo Essen-West I – VfL Kupferdreh II 0:0, Sonntag, 31.07.2016, 15:00 Uhr

Hammerjungs: Roesch – Gonzalez – Pfeifer, Bramsiepe (35. Stenzel, 70. Renell) – Pilny, Marcow (C) –
                             C. Strub, Ajoud, Ponten – Hanke, Päsler

Tore: Fehlanzeige

 

Knappe zwei Stunden nach Abpfiff der Partie der Ersten in Rüttenscheid vollendete die Zweite gegen Juspo Essen-West den Doppelspieltag. Im wahrsten Sinne des Wortes „Doppelspieltag“. Denn es war der Tag, an dem sehr viele Leute doppelt spielen durften. Beziehungsweise mussten. Mussten trifft es besser. Im üppigen 13-Mann-Kader des VfL standen ganze drei (!) Spieler, die weder um 11 Uhr im Walpurgistal waren noch Trainer sind. Dafür war das Spiel aber ziemlich vernünftig. Nach vorne ging ein bisschen, hinten wurde größtenteils dicht gemacht.

Dafür, dass es derart dezimiert gegen einen Vertreter der Kreisliga B ging, kann man mit dem Unentschieden sicher zufrieden sein. Nach dem Spielverlauf aber hätte sogar noch etwas mehr herausspringen können. Wären wir mit 1:0 vom Platz gegangen, wäre hier zwar wohl die Rede von einem „glücklichen Sieg an der Serlostraße“, aber die Chancen dazu hatten wir. Juspo wiederum erspielte sich ebenfalls hier und dort mal eine Chance, aber hüben wie drüben reichte es nicht, um die beiden Torhüter in Verlegenheit zu bringen. Davon, dass wir vielleicht mehr Möglichkeiten hatten (wie auch immer die aussahen), können wir uns nichts kaufen, macht aber Mut für die kommende Saison. Auch hinten sah das sehr gut aus: Malwin und Kapitän Rene haben im Mittelfeld schon viele Räume zugelaufen und Druck von der Abwehr genommen. Gonzo hat als Libero ganze Arbeit geleistet und das ein ums andere Mal (Halb)chancen der Gastgeber zunichte gemacht. In der Manndeckung kamen wir ebenso gut mit den quirligen Stürmern zurecht, egal ob Marcel bis zur 35. Minute, bevor er mit Leistenbeschweren runter musste oder Torschütze (klingt immer noch komisch, siehe Spielbericht der Ersten) Pico oder Florian, der dessen Stelle nach 70 Minuten übernahm (Pico kam schon angeschlagen aus Rüttenscheid, siehe Spielbericht der Ersten) oder Patrick, der heute auf ungewohnter Position spielte und mit der ungewohnten Nummer 10 spielte. Gut informierten Kreisen zufolge ist es übrigens ein weit verbreiteter Irrglaube, dass man dafür eine Kiste geben müsste.

Nach vorne fehlte leider zumeist der letzte Pass, auch wenn die Offensivabteilung sich häufig anbot. Kam der Ball aber mal, wurde es auch gerne mal gefährlich. Zum Torerfolg reichte es nicht, aber wir haben ja noch genug Training bis zum Saisonauftakt. Die Rückwärtsbewegung hat gestimmt, die Einstellung war sehr löblich und wir haben ziemlich verdient nicht verloren. Darauf kann man aufbauen.

 

 

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Stärkster Gegner, schwächster Kader – stärkstes Spiel

29.07.2016

VfL Kupferdreh I – Ballfreunde Bergeborbeck I 3:4 (0:1), Donnerstag, 28.07.2016, 19:30 Uhr

Hammerjungs: Gajewski (46. Roesch) – Marcow, Renell (46. C. Strub), Winkler, Aharchi – Henn, Kohlmann –
                             Cueto y Corte (70. Gajewski), Barrotta (79. Gonzalez), Ponten (46. Bramsiepe) –
                             Özlüoğlu (46. Stenzel)

Tore: 0:1 (8.), 1:1 Kohlmann (50.), 2:1 Cueto y Corte (66.), 2:2 (73.), 2:3 (75.), 2:4 (84.), 3:4 (89., ET)

Bes. Vorkommnisse: Barrotta verschießt Foulelfmeter (11.)

 

Am Donnerstag kam mit den Ballfreunden aus Bergeborbeck ein harter Brocken an den Hammer. Mit mehreren Siegen über Bezirksligisten im Gepäck stellten sie sich ersatzgeschwächten VfLern gegenüber. Dass wir schon in der Vorbereitung, während die Zweite kein Spiel hat, den Torwart im Feld einwechseln müssen, spricht Bände.

Auch auswechseln konnten wir nicht unbedingt, wie wir wollten. So spielte beispielsweise Andre innerhalb von 90 Minuten Rechtsverteidiger, rechtes Mittelfeld und Stürmer. Aber wir steckten beinahe jede Umstellung gut weg und konnten von Anfang bis Ende sehr gut mit den Aufsteigern in die starke Nord-A-Liga mithalten.

Dabei bahnte sich das nicht unbedingt an. Schon vor Spielbeginn dachte ich, der Spielbericht schreibe sich von allein, weil die Sprenkleranlage unseres Kunstrasens sehr einseitig war und weil die Mannschaft ohne Anweisung des Trainers beim Aufwärmen rückwärts lief. Offensichtlich nur Randnotizen. Es wurde auch noch guter Fußball gespielt.

Aufgrund der Vielzahl an Vorbereitungsspielen wollten wir natürlich viel ausprobieren. So ist es gegen Bergeborbeck mal zu einem 4-2-3-1 gekommen. Das wurde erstaunlich gut umgesetzt, vor allem Gaga und Dennis hatten eine gute Aufteilung und hielten die Mitte dicht. Nach acht Minuten gab es dann immer noch keinen Torschuss für die weißen Gäste, aber immerhin die erste Ecke. Es kam wie es kommen musste: Die Zuteilung ist gelinde ausgedrückt nicht den Ansprüchen entsprechend, ein Stürmer kommt angerauscht und bekommt viel Druck hinter den Ball. Der Kopfball ist nicht einmal unplatziert, aber Lars kommt trotzdem irgendwie an den Ball. Als ein Weißer gerade abstauben möchte, entscheidet der Schiedsrichter schon auf Tor. Der erste Kopfball hatte wohl schon die Linie überquert.

Wir steckten nicht auf (warum sollten wir auch?) und spielten nach vorne, wie schon vor dem 0:1. Ein beherztes Dribbling von Furkan wird dann im Strafraum barsch beendet. Der Schiedsrichter zeigt auf den Punkt. Gio läuft an und wählt die gleiche Ecke wie der Torwart, der den Ball im Nachfassen sogar festhält (11.).* Der Hammer ist einfach kein gutes Pflaster für Elfmeter und jetzt trifft es halt auch mal uns.

Das Spiel gewann zunehmend an Härte und verlor streckenweise an fußballerischer Klasse. Aber wenn mal eine Mannschaft vor ein Tor kam, war das die Heimmannschaft. Nach 20 Minuten hatten die Gäste genauso viele Schüsse wie wir Elfmeter. Dann kippte das Spiel allerdings etwas zugunsten der Männer aus dem Norden. Wir fanden kaum noch den Weg nach vorne, ließen hinten zwar etwas anbrennen, aber nicht so viel, wie man von den Voraussetzungen erwarten konnte. Defensiv werden wir immer stabiler!

In der Halbzeit begannen dann die großen Wechselspielchen, von denen oben schon die Sprache war. Wir kamen aber bedeutend besser aus der Pause und bauten großen Druck auf. Zwangsläufig fiel dann auch der Ausgleich in Minute 50: Nach einem schnellen Ball in die Spitze lässt Gio mehrere Mann stehen. In dem Moment, als der letzte Mann ausgedribbelt wurde, ihn nur noch der Keeper vom Tor trennt und jeder, wirklich jeder mit einem Schuss rechnet, bringt er die Flanke auf den mitgelaufenen Ole, der nur noch einzunicken braucht.

Es ging weiter Richtung Ballfreunde-Tor. 16 Minuten später erreicht ein 40-Meter-Sahnepass von Pico den Lauf von Mario. Der setzt sich scheinbar gegen den letzten Verteidiger durch, der wiederum sich aber noch nicht abschütteln lässt. Als Cuetinho ihn losgeworden ist, geht das Tänzchen weiter und er knüpft sich den Torwart vor. Nach mehreren Herzattacken bei den Zuschauern bereitet er der Spannung ein Ende und legt den Ball gekonnt mit dem – Achtung – rechten (!!!) Fuß an den Innenpfosten, von wo aus der Ball über die Linie geht. Die verdiente Führung!

Hier hätte das Spiel von uns aus zu Ende sein können. Zwar stimmte von hier an auch der Kampf noch, aber der Kampf der Bergeborbecker wurde leider mit mehr Glück belohnt, obwohl auch wir Chancen zum 3:1 hatten.

So beispielsweise nach 73 gespielten Minuten: Ein schöner Pass auf der linken Gäste-Seite findet im Sechzehner einen Abnehmer. Der Stürmer haut drauf, Marvin kann zwar noch abwehren, aber der Abpraller landet wieder vor dessen Füßen und er schiebt aus 12 Metern ein.
Doch damit nicht genug: Zwei Minuten später gibt es wieder einen Einwurf für Weiß, rechts, 35 Meter von der Grundlinie entfernt. Der Ball geht nach hinten, wird einmal quer gespielt und aufs Tor genagelt. Sonntagsschuss am Donnerstag! In einer beeindruckenden Kurve legt sich der Ball ins linke Kreuzeck. Wohl keine Chance für Marvin. Wie das in so einer Situation als Gegner nun mal so ist, war sich die Bank der Kupferdreher einig: So einen macht der nie wieder! Aber heute schon. Schade Schokolade.

Das Spiel wird offener. Wir wollen ein Tor, die Ballfreunde wollen ein Tor. Letztere bekommen es auch. Hinter einen Schuss von halbrechts bekommt Marvin nicht schnell genug Körper oder Hand und es steht 2:4 (84.).

Doch so konnten wir zeigen, dass wir auch moralisch was drauf haben und haben weiter gekämpft. Der Kampf brachte uns vorerst nur eine Ecke ein, aber Ecken bringen bei unserer Beteiligung ja mehr ein als Elfmeter. So kommt auch diesmal die Ecke herein und der Ball geht wie ein Strahl unhaltbar ins Netz (89.). Wir blieben uns aber in einer Hinsicht treu: Wenn einer am wunderschönen Eisenhammer nach einer Ecke trifft, hat der bitteschön ein gegnerisches Trikot an! Denn es war gar nicht Ole, der in der Situation den Doppelpack schnürte, sondern ein Bergeborbecker Pechvogel, der das verhindern wollte.

 

Alles in allem war es eine unheimlich starke Partie, vor allem in der Defensive (witzig, das bei vier Gegentoren zu schreiben). Aber wir haben auch endlich mal wieder ein paar Hütten gemacht, was auch im Hinblick auf die kommende Saison ein gutes Zeichen ist.

Ein Anekdötchen haben wir noch: Als Furkan recht unsanft von den Beinen geholt wurde, belehrte der Schiedsrichter mit dem gelben Karton in der Hand den Übeltäter: „Der Mann ist kein Ball.“. Wieder was gelernt.

 

 

*In irgendeiner Weise auf ein EM-Spiel hinzuweisen wäre jetzt überhaupt nicht angebracht!

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Auch die Alten Herren greifen wieder an

27.07.2016

 

Mannschaftsfoto Alte Herren 16/17

Es ist zwar keine Umbruchstimmung am Hammer wie bei der Ersten und Zweiten, aber auch die Alten Herren, die "gute Seele im Verein", sind wieder heiß auf die neue Saison.

Die kommende Spielzeit, die am 3.9. mit einem Auswärtsspiel bei Steele 03/09 beginnt, wurde bereits mit den ersten Trainingseinheiten eingeläutet. Mit Freude, aber auch einer gehörigen Portion Aufregung wird nun auf dieses Gastspiel am Langmannskamp hingearbeitet. Es ist die Rede vom "Spiel der Spiele"! Das Training ist selbstverständlich zu einhundert Prozent darauf ausgerichtet, dort das Maximum mitzunehmen: standes- und erwartungsgemäß mit Stauder, Perrys Currywurst, einer Prise Fußball... und Stauder.

Wir wünschen auch euch viel Spaß und eine erfolgreiche Spielrunde 2016/17, Hammerjungs!

 

Training Alte Herren

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Dritter Platz beim Stauder-Cup

24.07.2016

Drei Punkte aus drei Spielen und Platze Drei. Dreimal 1:0 und dementsprechend drei Tore in den drei mal dreißig Minuten. Auf diese Reihe hätten wir auch recht gerne verzichtet. Denn man konnte jetzt nicht wirklich sagen, dass wir auch nur in einem der Spiele wirklich die schlechtere Mannschaft gewesen wären.

Aber kurze Einordnung der Voraussetzungen: Vom berufenen 20-Mann-Kader fanden sich um viertel nach 9 morgens immerhin 15 zusammen. (Rechnet man Patrick mal raus, der sich nicht umzog). Es unterstützten die Mannschaft viele Spieler der vermeintlichen Ersten, sodass man nicht unbedingt davon sprechen konnte, dass wir mit der Zweiten antraten. Infolgedessen waren wir auch nicht klarer Außenseiter im ersten Spiel gegen Blau/Gelb Überruhr II (letztes Jahr 8. in der Kreisliga B) und eher ein wenig mit der Favoritenrolle gegen Teutonia II und Werden/Heidhausen II (jeweils Kreisliga C). Problematisch allerdings: Von den 13 Feldspielern konnte man vielleicht mit viel Wohlwollen drei Verteidiger ausmachen. Jemanden, der in letzter Zeit mal Libero gespielt hat, suchte man vergeblich.

So viel die Wahl des Trainerstabes darauf, im ersten Spiel mit Viererkette zu spielen. Eine unglückliche Entscheidung.

 

 

VfL Kupferdreh II – BG Überruhr II 0:1

Hammerjungs: Gajewski (C) – C. Strub, Ekin, Schmitz, Ponten (16. Päsler) – Kiyak (20. Schmidt), Hitpass, 
                             Lampey, Zärnig – Babić (22. Hanke), Özlüoğlu

Tor: 0:1 (16.)

 

Blau/Gelb Überruhr war sicherlich der stärkste der drei Gegner heute. (Warum sie die Gruppe nicht gewonnen haben, ist meines Erachtens ein Rätsel.). Die Blauen standen uns immer mit fünf, sechs Mann in unserer Hälfte auf den Füßen herum, sodass wir zu vielen Ballverlusten gezwungen wurden und nicht ganz so zur Entfaltung gekommen sind, wie wir uns das gewünscht hätten. Das weitaus größere Probleme war hinwieder, dass BG mit zwei Stürmern aufwartete und der VfL so mit den Innenverteidigern Mann gegen Mann spielen musste, ohne dass ein Libero absichern würde. Das wäre womöglich noch verkraftbar gewesen, aber dadurch, dass die Stürmer auch noch schneller waren als unsere Innenverteidiger, hatten wir ernst zu nehmende Schwierigkeiten.

Trotz alledem gelang es uns streckenweise echt gut, den Gegner vom eigenen Tor wegzuhalten und fehlende Geschwindigkeit durch Stellungsspiel und Mannschaftsgeist auszugleichen.

Nach Chancen auf beiden Seiten hatten wir sogar nach knapp 14 Minuten die bis dahin beste Chance des Spiels: Furkan lässt nach schönem Pass von rechts mehrere Gegner aussteigen, darunter auch den Torwart. Den Abschluss mit links kann bedauerlicherweise ein mitgelaufener Verteidiger abwehren. Zwei Minuten später klingelt es dann im Kupferdreher Gehäuse, nachdem der Ball in die Mitte des Strafraumes gesteckt wurde (16.).

Anschließend hielt Lars noch ein paar Bälle, der gegnerische Torwart hielt noch ein paar Bälle.

Im Endeffekt waren wir läuferisch noch etwas zurückhaltend, wenn es um den Rückwärtsgang ging. Nach vorne war es zwar etwas holprig, aber die Männer in den roten Trikots mit der goldenen Schrift kamen trotzdem zu Chancen, aus der Ferne wie aus dem Strafraum. Ein wichtiger Faktor hierfür war Bobby, der nach knapp drei Jahren mal wieder seine Farben vertreten durfte und mit Spielfreude und Kreativität heute glänzte.

Dass das nicht reichte, um eine recht starke Überruhrer Mannschaft zu schlagen, ist umso ärgerlicher.

 

 

VfL Kupferdreh II – Teutonia Überruhr II 0:1

Hammerjungs: Plohmann (C) – Kiyak, C. Strub, Ekin – Hitpass, Zärnig – Ponten, Päsler,
                             Lampey (19. Schmidt) – Özlüoğlu, Hanke (10. Babić)

Tor: 0:1 (17.)

 

Was gegen die eine Mannschaft aus Überruhr nicht klappte, sollte nun gegen die zweiten Überruhrer besser werden. Nach dem letzten Spiel, der Spielersituation, der Studie des Gegners im Spiel gegen Werden/Heidhausen und langer Überlegungszeit sprach viel dafür, auf Libero umzustellen - aber genauso viel dafür, bei der Viererkette zu bleiben. Einerseits war Teutonia mit himmelweitem Unterschied defensiver ausgerichtet als Blau/Gelb. So traute sich auch zumeist nur ein Stürmer in die Nähe des gegnerischen Sechzehners. Das wäre mit Viererkette womöglich leichter zu verteidigen. Andererseits bestand die Möglichkeit, mit drei Verteidigern (also inklusive Libero) mehr Spieler nach vorne zu schicken. Es wurde hin und her überlegt, noch ein paar Argumente für und gegen das eine oder andere abgewogen. Am Ende fiel die Entscheidung auf die traditionelle Spielweise mit Libero.

Ob es nun daran lag oder nicht: Wie man's macht, man macht's verkehrt. Zumindest das Ergebnis sprach wieder gegen uns.

Wie erwartet machte TTÜ die Hütte hinten dicht. Der Plan, Tore zu verhindern, ging 30 Minuten lang auf. An Torschüssen hinderten wir uns aber zeitweise selbst mehr als der Gegner. Zwar sprangen Chancen heraus, aber keine wirklich zwingenden mehr. Leistungsgerecht hätten wir womöglich mit Wohlwollen ein Tor verdient, aber über ein 0:0 hätte man sich wohl nicht beschweren können.

Doch dann das in Minute 17: Scharfer Pass von der rechten Teutonen-Seite in den Strafraum. Gerettet. Nein. Doch. Oh. Der Stürmer hat den Ball immer noch vor dem Fuß. Er dreht sich. Nur noch Thomas und knappe acht Meter trennen ihn vom Tor. So stark Thomas heute auch war, den kriegt er nicht. Platziert in die linke untere Ecke. Zack. Wieder Kupferdreh 0, Überruhr 1. Wieder ungefähr 17 Minuten gespielt. Wieder blöd gelaufen. Diesmal aber mit dem ersten und einzigen Torschuss gegen uns.

Aber wieder stecken wir nicht auf und machen was nach vorne. Blöderweise reicht es wieder nicht.

Diesmal hätten wir den Sieg zwar mehr verdient gehabt als im ersten Spiel (und insbesondere die Niederlage bedeutend viel weniger verdient), aber im Vergleich zu Spiel Eins waren beide Mannschaften schwächer. Also wir haben gegen BG besser gespielt und BG war besser als TTÜ.

Mund abputzen und weitermachen.

 

 

VfL Kupferdreh II – SC Werden/Heidhausen III 1:0

Hammerjungs: Gajewski (C, 16. Plohmann) – Ekin (25. Kiyak), C. Strub, Schmitz – Hitpass, Zärnig –
                             Lampey (27. Schmidt), Päsler (16. Babić), Ponten – Kiyak (16. Özlüoğlu), Schmidt (16. Hanke)

Tor: 1:0 Hanke (23.)

 

Und wir haben weitergemacht. Das sogar mit etwas, das den Namen „Rumpfelf“ wohl verdient hat. Vor dem Spiel bekannten nochmal zwei Spieler, dass sie lieber nicht von Anfang an spielen wollten. Im Laufe des Spiels meldeten die sich zwar zurück, dafür fielen aber weitere zwei Spieler währenddessen aus.

Aber wir haben es geschaukelt: Und zwar wie! Ein Sieg, der an Souveränität kaum zu überbieten ist. Wir schossen uns den Frust der zwei unglücklichen Niederlagen förmlich von der Seele. Hurra-Fußball, wie er im Buche steht. Folglich stand auch am Ende der höchste Sieg, der in unserer Gruppe erzielt wurde.

Spaß beiseite. Man muss bei dieser Milchmädchen-Rechnung bedenken, dass wir dann ebenso zweimal die höchste Gruppen-Niederlage einstecken mussten. Denn jedes der sechs Gruppenspiele endete mit 1:0.

Nüchtern betrachtet (macht beim Stauder-Cup keinen Spaß, ist aber in einem seriösen Spielbericht nötig) waren wir tatsächlich die bedeutend bessere Mannschaft. Wir hatten eine ganze Latte an Chancen, die der Torwart aber entschärfen konnte, am Fuß unseres Stürmers vorbeiflogen, verhungerten oder sonst wie sich nicht entschlossen, einzuschlagen. Dass da vorne mehr drin war, ist glasklar, aber wir hatten scheinbar wieder Spaß am Fußball spielen und haben nach vorne viel kreiert. Offen gestanden liegt das aber auch daran, dass Werden sichtbar die Luft fehlte. So spielten wir im Angriffsdrittel höchstens gegen vier Verteidiger plus Torwart. Dass dabei schöne Chancen herauskommen, scheint uns so gut gefallen zu haben, dass wir aber das gleiche Spielchen auch gespielt haben und gegen Ende nur noch vereinzelt unsere Mittelfeldspieler Werdener Angriffsbemühungen unterbanden.

Als wir uns gerade so geartete Auszeiten nahmen, kam direkt eine Riesenchance für den Meister der Kreisliga C zustande: Der Stürmer läuft verhältnismäßig alleine auf Thomas zu. Er versucht sich mit einem gechippten Ball, hinter den Thomas keinen Druck bringen kann, aber immerhin irgendwie im letzten Moment seine Fingerspitzen. Student durch und durch hatte er natürlich beim Einsatz zwei elementare Erkenntnisse auf dem Schirm: Erstens: Bei Ecken sind wir prinzipiell anfällig. Zweitens: Gegentore sind doof. Also was tun, wenn man den Ball nicht festhalten kann? Klare Kiste (im wahrsten Sinne des Wortes): Den Ball an den Pfosten lenken und schnell hinterher rennen. Die Meinung, da sei Glück im Spiel gewesen, ist keineswegs zu teilen.

Die Stürmer vom Hammer gaben dem Torwart nach 23 Minuten keine Chance zu solchen Gedankenspielchen. Sieben Minuten zuvor hatten wir neben dem Torwart (hat sich gelohnt) das komplette offensive Zentrum gewechselt und Bobby, Furkan sowie Robin gebracht (hat sich auch gelohnt). Furkan und Robin sind es auch, die das gewinnbringende Tor fabrizieren. Furkan zieht wieder eine Menge Spieler auf sich, dringt in den Strafraum ein und sieht, kurz bevor er den Ball nicht mehr hätte halten können, Robin. Er spielt ihm den Ball mustergültig in den Lauf, Robin macht drei Schritte vor und bringt den Ball genau zwischen Torwart und Pfosten unter.

Im weiteren Verlauf scheitern noch Furkan, Dustin und Pumba. Der Widerstand war endgültig gebrochen, aber zum höchsten Sieg der Gruppe reichte es ja trotzdem.

 

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Über den Reiter "Tabellen" können ab sofort die Spielpläne und Tabellenstände der laufenden Saison eingesehen werden.

Weitere Aktualisierungen folgen.


Solide Vorstellung gegen starken Mintarder Gegner

21.07.2016

VfL Kupferdreh I – BW Mintard II 0:3 (0:1), Donnerstag, 21.07.2016, 19:30 Uhr

VfL: Gajewski (45. Plohmann) – Hainold, Renell (C), Marcow, Kohlmann, Aharchi (81. Henn) –
        Henn (71. C. Strub), Barrotta, Hitpass (56. Schmitz), Zärnig (56. Misic) – Cueto y Corte (45. S. Strub)

Tore: 0:1 (9.), 0:2 (58.), 0:3 (86.)

 

Null zu Drei. Klingt erstmal deutlicher als es war. Sicher, das war nicht unser bestes Spiel. Sicherlich aber auch kein schlechtes. Die Zweitvertretung des Gastes aus dem Mülheimer Südosten gönnte es sich zudem, ein paar Bezirksliga-Spieler mit an den Hammer zu bringen. Hat man das und die Erfahrung unseres Kaders vor Augen, relativiert das dieses Resultat ein wenig.

 

In Hälfte Eins waren wir zu sehr weiten Teilen des Spieles mit der Verteidigung unseres Tores beschäftigt. Entlastung kam selten, aber dann recht schnell und nicht ungefährlich. So fand beispielsweise noch beim Stande von 0:0 eine Einwurfflanke von Gaga den Kopf von Gio (7.).

Obwohl der Kopfball nicht schlecht war, reichte es nicht, den Außenseiter in Front zu bringen. Dass es zu dem Zeitpunkt dann 1:0 nach Torschüssen für Rot/Schwarz stand, ist zwar nur eine Randbemerkung, aber zeigt wieder ein Mal, dass wir uns hinten immer mehr finden.

Den Torschuss zum 1:1 in dieser Statistik muss Lars allerdings direkt aus dem Kupferdreher Netz holen. Ein offen gestanden fantastischer Diagonalball findet sich genau im Lauf des rechten Stürmers mit dem blauen Jersey wieder. Da dieser schlichtweg schneller ist als Kevin, taucht er alleine vor Lars auf, da auch der Rest der Abwehr nicht schnell genug nachrückt. Er kann sich die Ecke aussuchen, entscheidet sich für die lange und lässt Lars keine Chance (9.).

Im Anschluss kommt Mintard zwar recht häufig in die Nähe unseres Sechzehners, allerdings ohne besonders häufig gefährlich zu werden. Das liegt zwar nicht immer daran, dass wir so toll verteidigen, aber zunehmend häufiger. Die Mannen in den schwarz-rot-karierten Kroatien-Gedächtnis-Trikots kommen leider zu noch weniger Offensivaktionen. Geht mal ein Mintarder Ball verloren, rücken wir nicht schnell genug nach oder verlieren den Ball direkt durch Ungenauigkeiten im Passspiel. Wird es dann mal gefährlich, muss in den meisten Fällen eine Standardsituation herhalten, die uns hinwieder nicht in den Genuss eines Torjubels bringt. Aber apropos Standards: Die brachten uns heute defensiv nicht in Kalamitäten, was ja schon einmal erfreulich ist. Auch hier merkt man: Es geht Schritt für Schritt vorwärts am Hammer.

Wer diesen Weg mit bestreiten möchte und sich ein Stück Eisenhammer ins Wohnzimmer, ins Auto oder auf die Arbeit mitnehmen möchte, kann ab heute die nigelnagelneue Vereinshymne inklusive Songtext und Hülle bei Perry im Kiosk käuflich erwerben.

 

Nach der Halbzeit dann einige Veränderungen: Das Wetter entschied sich, aus dem staubtrockenen einen weichen, nassen Platz zu machen und bot auch den zahlreichen Zuschauern herrlichstes Fritz-Walter-Wetter, was diese dann auch dazu bewog, sich das Spiel noch regengeschützter als vom Seitenrand aus anzusehen. Personell tauschten wir wieder einmal den Torwart. Für Lars kam Thomas. Beide machten heute übrigens ein sehr gutes Spiel, auch wenn keiner eine weiße Weste bewahrte. Des Weiteren beerbte Steffan Mario vorne drin. Ganz nebenbei stellten wir auch noch auf vier Verteidiger um.

In den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte dann tatsächlich die erhofften Verbesserungen: Wir spielten einen schönen, offensiven Fußball und waren in der Tat die bessere Mannschaft. Mintard hatte bisweilen wenig bis gar nichts zu melden. Aber wie das im Fußball nun mal so ist: Wenne die Dinger vorne nich machs, krissese hinten. Nach 55 Minuten noch dem 1:1 nahe, nach 56 Minuten gewechselt, nach 58 Minuten mit dem Gegentor. Einmal mehr nutzt Mintard seine Überlegenheit im Sprint, kann den Ball auf der linken Angriffsseite durchstecken, spielt den Stürmer in der Mitte an und der Ball zappelt im Netz (58.). Nicht unmöglich zu verteidigen, aber schwer zu verhindern und gut gespielt. Noch ärgerlicher aber: Wie schon in der ersten Halbzeit mit dem ersten Torschuss des Durchgangs. Aber wir ließen uns nicht hängen, nahmen weiterhin so gut es ging Zweikämpfe an, spielten mit und verteidigten bei gegnerischem Ballbesitz. Wie schon in der ersten Halbzeit verhinderte der Abseits-Pfiff des Schiedsrichters häufiger mal einen aussichtsreichen Angriffsversuch von uns. Meistens hatte er aber leider Recht.

Auf der anderen Seite leisteten wir uns ungewohnt viele defensive Schwächen (sicher auch der Stärke des Gegners geschuldet). Doch zumeist hatten wir einen Spieler, der das wieder ausbaden konnte oder das Glückdes Tüchtigen. Generell aber war der Einsatz vernünftig, wenn auch noch ausbaufähig. Kriegen wir da die letzten Prozente raus, sind wir in Zukunft schwer zu knacken und ein ernst zu nehmender Gegner für jeden A-Ligisten.

Als das Spiel sich dem Ende neigte, geht es diesmal durch das Zentrum, als es ein letztes Mal klingelt. Den Stürmer kriegten wir heute einfach nicht unter Kontrolle und so macht er Tor Nummer Drei für die Gäste (86.).

Am Ende des Tages steht die höchste Niederlage der Vorbereitung. Das Ergebnis ist ein bisschen hart, aber nicht zu ändern. Mintard war auch ganz bestimmt der stärkste Gegner der Freundschaftsspiele und zeigt uns, dass wir noch arbeiten müssen. Aber dann werden wir halt arbeiten. Wir sind schließlich der VfL!

 

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Weitere Verstärkung für den Trainer-/Betreuerstab

21.07.2016

Mit Fabienne Rose haben wir seit dem heutigen Donnerstag eine Zuständige für den medizinischen Bereich und unseren Arztkoffer.

 

Fabienne Vorstellung

 Fabienne (rechts im Bild) mit Cheftrainer Fabian Witzler (l.)

 

Im Spiel gegen Mintard durfte sie schon auf der Bank Platz nehmen. Gaga erwies sich als würdiger Kapitän und gewährte ihr einen ersten Einsatz. Nachdem Fabienne sein Bein fachmännisch... fachfräuisch mit der Allzweckwaffe Eisspray versorgte, sah man direkt einen Wandel im Kupferdreher Spiel, da insbesondere Gaga sich wieder wie ein junges Reh über den Platz bewegte.

 

Nach einer mehrwöchigen Pause nimmt Fabienne, die schon in der Vorsaison das eine oder andere Mal mit dieser Aufgabe betreut war, ihr Amt nun wieder auf.

Wir freuen uns und sagen: Herzlich Willkommen am Hammer.

 

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Durch zwei Standards geschlagen

17.07.2016

VfL Kupferdreh I - TUS Helene I 0:2 (0:1), Sonntag, 17.07.16, 13:00 Uhr


VfL: 1.HZ: Roesch - Hainold, Winkler, Marcow, Renell (C), Misic - Cueto y Corte, Barrotta, Hitpass, Henn -
                  S. Strub
        2.HZ: Gajewski - Hainold, Marcow (80. Gonzalez), Winkler, Misic (66. Schmitz) - C. Strub, Hitpass, Renell,
                  Henn - Barrotta, Özlüoğlu (85. Marcow)

Tore: 0:1 (22.), 0:2 (59.)

Am Sonntag kam TUS Helene zu uns an den Hammer. In der letzten Saison sprang für die Gäste in der stärkeren Nord-A-Liga ein starker sechster Platz heraus. Dass die Mannschaft seit über fünf Jahren so zusammen spielt, macht es für Gegner nicht einfacher.
Aber der heute sehr defensiv agierende VfL machte es den Gästen nicht leicht. Offensiv war das von uns nicht stark, aber dass es von Helene nicht bedeutend besser aussah, ist ein riesiger Erfolg für uns, auf dem man aufbauen kann und auf den man sogar stolz sein darf.

 

gegen TuS Helene

 

 


Unser Einsatz in der Defensive war wieder einmal sehr ansprechend. Auch die Mittelfeldspieler bildeten da keine Ausnahme und warfen sich in nahezu ihrem Zweikampf, den sie annehmen konnten. Selbstredend kann man nicht jeden Zweikampf auch gewinnen, aber der Einsatz stimmte. Manch ein verlorener Zweikampf führte jedoch zu gegnerischen Angriffen oder Freistößen. Mit Ersterem kamen wir ziemlich gut zurecht. Zweiteres stellte uns leider vor Schwierigkeiten. So auch in Minute 22: Ein Freistoß, knapp 30 Meter halblinks vom Tor entfernt, fliegt hinein. Die Zuordnung ist da schon nicht gut. Aber als Rene irgendwie an den Ball kommt und nach guter alter Pingpongmanier einen Gegner anköpft, ist die Ordnung endgültig passé. Dem Stürmer fällt der Ball unverhofft vor den Fuß und es ist ihm ein Leichtes, den Ball aus acht Metern an Marvin vorbei ins Tor zu befördern. Aus dem Spiel heraus gelang beiden Mannschaften weder vor noch nach dem Tor besonders viel. Und wenn, dann hatte die Verteidigungsreihe oder einer der beiden Torhüter was gegen den Einschlag. Während Helene viel mit langen, platzierten Bällen in den Lauf und in die Gassen arbeitete, versuchten wir unser Glück mit kurzen, schnellen Nadelstichen. Beides mal ganz nett, aber erfolglos.
 

Nach einer knappen halben Stunde wurden wir etwas mutiger und stellten auf 4-4-2 um. Das war zwar etwas offensiver, aber extrem viel am Spiel veränderte das nicht.

So ging es mit 0:1 in die Pause. Übrigens das erste Spiel, in dem der VfL nicht 1:0 führte!
Wir wechselten auf drei Positionen.

In Hälfte Zwei gehörten uns tatsächlich die ersten 10 Minuten. Offensiv konnte man sich das wirklich gut ansehen. TUS hatte in dieser Zeit keine einzige Chance nach vorne.
Doch dann übernahmen die Gäste wieder das Ruder. Nach unserer Druckphase ließen sie sich nicht lange bitten.
Einen Eckball können wir abermals nicht verteidigen. Der Stürmer trifft den Ball mit guter Technik und bringt ihn am Innenpfosten unter. Schon wieder ein Standardgegentor!
Andererseits: Wieder kein Gegentor aus dem Spiel heraus. Und Standards sind wohl einfacher zu trainieren.

Im weiteren Verlauf der Partie merkte man, dass die Kräfte auf beiden Seiten schwanden. So gab es vereinzelt Möglichkeiten für beide. In der 83. Minute wird Furkan unsanft im Sechzehner von den  Beinen geholt. Es wird wohl Schiris geben, die dafür auf den Punkt zeigen. Aber die Situation war wohl sehr gut erkannt, so brutal das auch aussah. Generell war der Schiedsrichter heute wirklich sehr stark.
So gab es lediglich Abstoß und das Spiel plätscherte nur noch vor sich her.

Leistungsgerecht geht das intensive Spiel mit 2:0 an die Gäste. Defensiv war das aber so, wie man sich das wünscht, allen voran Björn, der ein unglaublich hohes Lauf- und Kampfpensum an den Tag legte.

 


Glanzlose Vorstellung beim 5. KIA Siepmann & Becker-Cup der Zweiten

16.07.2016

Es gab Vieles, das dagegen sprach, dass wir heute besonders gut abschnitten. Dass es allerdings so bitter werden würde, damit war nicht zu rechnen.

Das Unheil nahm seinen Lauf, als es in der Whatsapp-Gruppe Absagen hagelte. So waren zum Treffpunkt sogar noch zwei Spieler dabei, die gestern noch nicht vorgesehen waren. Trotzdem fanden sich eine knappe halbe Stunde vor unserem ersten Spiel ganze neun Leute zusammen.

Dass wir zum zweiten Spiel doch noch zwölf Mann zusammen hatten, wurde durch kleinere Verletzungen relativiert. Weitere Probleme, die wir hatten: Auch andere Mannschaften füllten ihren Kader mit Spielern aus höheren Mannschaften auf, viele Spieler in Schwarz/Rot fanden sich heute auf ungewohnten Positionen wieder (für manche ist auch „auf dem Platz“ eine ungewohnte Position...), und zuletzt hatten wir vielleicht noch eine Prise Pech. Aber 1:10 Tore und 0 Punkte sprechen eine deutliche Sprache.

 

VfL Kupferdreh II – Heisinger SV III 1:3

VfL: Gajewski (C) – Gonzalez, Ekin, Stenzel – Kiyak, Lampey – C. Strub, Pfeifer, Ponten – Katzenmeier, Barrotta

Tore: 0:1, 0:2 (FE.), 0:3, 1:3 Lampey (FE.)

 

Im ersten Spiel stand uns der Gastgeber gegenüber. Trotz guter Spielanlagen gerieten wir 2:0 in Rückstand. Das erste Gegentor resultierte aus einem schwachen Stellungsspiel nach einem Freistoß. Die harte Regelauslegung bescherte uns wenig später einen Foulelfmeter gegen uns. Mannschaftsübergreifend (Erste/Zweite) war es der vierte Elfmeter in Folge mit gutem Ausgang für uns: Der Ball flog über die Latte. Doch wie schon im Spiel der Ersten gegen SuS währte die Freude nicht lange, denn der Elfmeter wurde wiederholt. Zu viele Rote seien in den Strafraum gelaufen. Beim zweiten Mal lässt sich der Schütze nicht lumpen, wählt das andere Eck und bingt seine Mannen mit 2:0 in Front. Daraufhin ließ der Kupferdreher Widerstand etwas nach. Kämpferisch war es höchstens noch „ok“. Insbesondere im Zentrum sah man, dass hier kaum jemand auf seiner Lieblingsposition spielte und es wurde offener. Zwar gab es noch vereinzelte Chancen für die Elf vom Eisenhammer, aber zwingend war anders und auf jede Chance kamen viele individuelle Fehler. Im weiteren Verlauf des Spiels fingen wir uns noch das erste Gegentor aus dem Spiel heraus.

Im Anschluss an eine vernünftige Ballstaffette ging Gio zu Boden. Wie so häufig bei ihm nimmt er den Ball selbst in die Hand und entscheidet, dass der Zehner vom VfL schießt. Der läuft an und versenkt ihn. Alles wie immer also? Weit gefehlt: Denn aufgrund der Nachnominierung von Gio musste der sich mit der Nummer 5 begnügen. Die 10 trug heute Marcel Lampey, der sich über sein erstes Tor vom Punkt seit vier Jahren freuen durfte.

Neuer Mut durchströmte den VfL. Auch wenn man wohl nicht mehr siegte, konnte man ja zumindest noch den ein oder anderen Akzent setzen. Einige wollten sich schließlich für die Erste empfehlen. Zu einer Möglichkeit kam es dann auch noch. Flanke von Chris auf Hakan, der zum Seitfallzieher ansetzt, den Ball aber verfehlt. Doch Patrick, heute Spielertrainer, brachte den Seitfallzieher fertig (hört sich spektakulärer an als es war) und findet mit Chris auch einen Ableger. Der bekommt allerdings nicht genug Druck hinter den Ball. Leichtes Spiel für den Torwart.

Man kann es versöhnliches Ende eines schwachen Spiels nennen, kann es aber auch lassen. Viel spricht dafür, es zu lassen. Auch wenn man zwei unglückliche Standards kassiert hat, war das wahrlich keine Offenbarung.

 

Kia-Cup

 

Wie man sieht, war die Stimmung immerhin noch besser als man befürchten könnte.

 

VfL Kupferdreh II – TUSEM Essen II 0:4

VfL: Gajewski (C) – Gonzalez Ekin, Stenzel – Kiyak, Lampey – C. Strub, Pfeifer, Ponten – Katzenmeier, S. Strub

Tore: 0:1, 0:2, 0:3, 0:4

 

Da Gio etwas angeschlagen war und auch am kommenden Sonntag spielen sollte, wurde er geschont. Steffan, der zwischen dem ersten und dem zweiten Spiel zur Mannschaft stieß, ersetzte ihn.

Doch wir waren TUSEM in beinahe allen Belangen unterlegen: Kampf, Chancen, selbst Mannschaftsgeist entschied TUSEM für sich. Man muss es so deutlich formulieren: Zu keiner Zeit hatte man das Gefühl, wir könnten das Spiel hier gewinnen. Klar hatte man die ein oder andere Möglichkeit vor dem Tor, aber TUSEM hatte mehr und bessere. Es hätte zwar nicht unbedingt 0:4 ausgehen müssen, aber die Niederlage war hoch verdient. Wenn man etwas Positives finden möchte, dann, dass wir nicht komplett aufgegeben haben und uns auf dem Platz nicht zerfleischt haben. Manche Angriffe waren auch schön vorgetragen, defensiv hat insbesondere Pico geglänzt, aber das war einfach nicht genug.

 

VfL Kupferdreh II – RSC II 0:3

VfL: Gajewski (C) – Gonzalez, Ekin, Stenzel – C. Strub, Ponten – Pfeifer, Kiyak, Lampey –
        Katzenmeier (7. Barrotta), S. Strub

Tore: 0:1, 0:2 (FE.), 0:3

 

Auch in unserem besten Spiel bekommen wir eine Reise.

Lange Zeit sah das ganze besser aus als in den ersten beiden 30 Minuten. Der Spielaufbau war etwas geordneter und zielstrebiger, es unterliefen weniger Fehler, aber vor allem der Einsatz war deutlich besser als zuvor. Ob es nun an den Umstellungen lag oder nicht: Abgesehen vom Ergebnis haben wir uns zumindest einigermaßen vernünftig verabschiedet.

Die letzten beiden Gegentore fielen relativ kurz vor dem Ende, sodass es auch 0:1 hätte ausgehen können. Wir hatten auch selbst vereinzelte Abschlüsse, die aber leider nicht den Weg ins Tor gefunden haben. Rüttenscheider Versuche scheiterten häufig an den beiden Manndeckern, die in dieser Partie einen guten Job machten. Auch im Zentrum standen wir etwas sicherer, wenn auch bei weitem noch nicht so sicher wie erhofft und wie es in Punktspielen aussehen soll.

 

 

Am Ende des Tages heißt es also: Ein Turnier für die Katz'. Der Trainerstab konnte natürlich wieder Lehren ziehen und Erkenntnisse gewinnen. Einerseits waren das aber Lehren und Erkenntnisse, auf die man gerne verzichtet hätte. Andererseits zieht man diese Lehren lieber jetzt als während der laufenden Saison.

Immerhin hat die Zweite morgen frei und wir müssen nicht mit Biegen und Brechen eine Mannschaft zum Entscheidungsspiel nach Heisingen schicken und mit einer Mannschaft gegen TuS Helene antreten.

Hoffentlich rentiert sich das und die Erste macht es besser.

 

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Zweiter Sieg im zweiten Heimspiel

15.07.2016

VfL Kupferdreh I – SUS Niederbonsfeld 2:1 (1:1), Donnerstag, 14.07.2016, 19:30 Uhr

 

VfL: Gajewski – Hainold (70. Bernreuther), Renell (C), Marcow (60. Gonzalez), Winkler, Aharchi (60. Stenzel) –
        Kiyak (60. Misic), Hitpass, Kohlmann – Barrotta, Özlüoğlu (46. S. Strub)

 

Tore: 1:0 Barrotta (10., FE), 1:1 (40.), 2:1 S. Strub (89.)

Bes. Vorkommnisse: Gajewski hält FE (40.)

  

Auch wenn es lange gedauert hat, steht am Ende doch der verdiente zweite Heimsieg. Auch wenn es wieder nur eine vermeintlich „mittelmäßige“ Kreisliga-B-Mannschaft war, der wir uns heute gegenübergestellt sahen, ist ein Sieg noch lange keine Selbstverständlichkeit und somit ein erfreulicher Erfolg. Offensiv kann man zwar im Endeffekt mit der Chancenerarbeitung und -verwertung hapern, aber defensiv ist der neue VfL in jedem Fall Kreisliga-A-tauglich! Auch wenn die gegnerischen Stürmer in der kommenden Saison wohl noch etwas mehr Qualität haben werden, muss man doch festhalten, dass die Gäste nicht mehr als drei ernst zu nehmende Chancen hatten.

Die Zuordnung im Mittelfeld war (vor allem nach kleineren Umstellungen in der Pause) in Hälfte Zwei schon besser als in den vorherigen fünf Halbzeiten dieser Saison.


Von Anfang an ging es auf das Niederbonsfelder Tor (beziehungsweise nicht auf das Kupferdreher), ohne dass wirklich Großartiges passierte. Zaghafte Passversuche in die Spitze fanden anfangs noch keinen Abnehmer, aber wir hatten zumindest den Ball. Und wenn wir ihn mal nicht hatten, ließen wir Bonsfeld zumindest nichts damit anstellen und haben die Zweikämpfe angenommen. Nach 9 Minuten können wir dann einen solchen Zweikampf in Form von Ole (Sascha Kohlmann) gewinnen. Der macht es dann schnell und wie in der vorigen Saison in Reihen der blau/weißen Lokalrivalen (zu denen unten in diesem Bericht und in naher Zukunft auf dem Platz mehr) und steckt den Ball mustergültig zwischen dem Linksverteidiger, der damit ausgehebelt ist, und dem linken Innenverteidiger, an dem Gio dran ist, durch. Was manch einer auf der Bank schon ahnt, wird wenige Bruchteile einer Sekunde durch den Schiedsrichter bestätigt: Gio legt sich den Ball am Gegner vorbei und nimmt Geschwindigkeit auf, sodass dem Gegner keine andere Wahl mehr bleibt als ihn von den Beinen zu holen. Elfmeter.

Dass der Gefoulte nicht selber schießen sollte und Italiener keine Elfmeter schießen können, ist beides ein Gerücht. Mehr wie Insigne als wie Zaza läuft Gio an und bringt den VfL in Führung. Die Nummer 10 schießt in der 10. Minute das 1:0. Wer Mathematiker ist, dem gefällt das.

 

In Minute 35 dann die Hoffnung, dass der Schiedsrichter ein zweites Mal auf den Punkt zeigt. Als Furkan nach einem Zweikampf im Sechzehner zu Boden geht, bleibt die Pfeife tatsächlich nicht stumm. Doch statt des erhofften Strafstoßes gibt es eine Gelbe für den Roten, der den Ball nach dem Fall an der Hand hat.

Fünf Minuten später ist es doch Elfmeter Nummer Zwei dieser Partie. Ein wunderschöner Pass der blauen Gäste über deren rechte Seite kann gerade noch von der Verteidigung entschärft werden, doch nicht auf lange Sicht: er findet noch den Weg in den Fünfer, wo Lars den Ball nur erreicht, indem er den Zweikampf mit dem Gegner sucht. Laut Schiedsrichter nicht regelkonform. Eine harte, aber vertretbare Entscheidung.
Hätte er ihn nicht selbst verschuldet, wäre es wohl genau die Situation, die Lars sich vor dem Spiel gewünscht hätte: Bei eigener Führung im Rücken gegen seinen Ex-Verein im Duell Elfmeterschütze gegen ihn.

Sogar der Ausgang ist wie erhofft: Schon früh entscheidet er sich für seine rechte Ecke, der Schütze ebenso und so geht der dritte Kupferdreher in Folge bei einem Elfmeter als Sieger hervor (Marvin gegen Vogelheim, Gio eine halbe Stunde vorher und nun Lars). In heller Begeisterung über diese Tat bleiben die Gastgeber zufrieden mit sich und der Welt an der Strafraumkante stehen und freuen sich mit Lars. Ganze zweieinhalb Sekunden. So lange dauert es nämlich, bis der Strafstoßschütze den Weg zum abgewehrten Ball zurücklegt, den Ball über Lars schießt und den 1:1-Halbzeitstand markiert (40.).

Es wäre jetzt gemein, zu sagen, unser Keeper hätte sich lieber wünschen sollen, einen Elfmeter gegen den Ex-Club FESTzuhalten...

 

So ging es für Bonsfeld schmeichelhaft mit 1:1 in die Pause, die mit dem ersten wirklichen Torschuss den Ausgleich markierten. Wirklich viele zwingende Möglichkeiten hatten wir auch nicht, aber wohl kein Gegentor verdient.

 

Mannschaftsfoto Vorbereitung

Auch die zweite Halbzeit war bis zur 80. Minute höhepunktarm. Am erwähnenswertesten vielleicht noch die Erkenntnis, dass man für die Ehe auf dem Fußballplatz bestraft werden kann: Nach einem scheinbar harmlosen Zweikampf trudelt der Ball ins Aus, Blau und Rot wollen beide einwerfen und versuchen, die Gunst des Unparteiischen zu erlangen. Rot in Person von Gio guckt in die Röhre, bekommt aber als Entschädigung die gelbe Karte (50.). Was zu großen Verwirrungen und Theorien auf der Bank führt, wird schnell zu noch größeren Verwirrungen und Theorien auf der Bank, als dieser dann sich wild am Finger ziehend zur Bank kommt. Regelexperten (seit letzter Woche wissen wir: die sind am Hammer zu Hause) dämmert es nun: Das Tragen eines Eheringes ist natürlich verboten und wird mit der gelben Karte geahndet.

Bedeutend interessanter wird es leider häufig nicht, auch wenn man erkennt, dass konditionell und taktisch sich der VfL langsam, aber sicher Kreisliga-A-Niveau nähert. Kämpferisch war das wieder vernünftig, vor allem die vier zentralen Defensiven Rene, Gaga, Björn und Dustin haben der Mannschaft Halt gegeben und alles reingeworfen, was sie zu bieten haben. Auch technisch waren einige schöne Diagonalpässe und Passstaffetten zu beobachten, ohne dass es allerdings wirklich gefährlich wurde.

 

Aber als hätte jemand einen Schalter umgelegt, gab es ab der 80. Minute beinahe Chancen im Minutentakt. Der Ball lief schön nach vorne, fand auch regelmäßig den Weg in die Spitze, aber am Anfang der letzten zehn Minuten sollte es noch nicht sein. Abseits, Verspieltheit, Pech oder ein schlampiger letzter Pass machten einen Strich durch die Rechnung.
Zwischenzeitlich hatten wir noch Glück, dass wir nicht auch noch das 1:2 fingen: Nach einem Kupferdreher Angriff ist plötzlich die linke Seite offen und der Gäste-Stürmer kann verhältnismäßig allein auf das Gehäuse unserer Elf zulaufen. Da Daniel Misic, der heute zum ersten Mal Linksverteidiger spielte und sich dort tapfer schlug, ihn mit großem Einsatz verfolgte und ihn so unter Druck setzte, musste dieser aus der Distanz abschließen. Für die schlechte Position und den Druck von hinten war der Schuss aber extrem gut und hätte wohl richtig gut gepasst. Aber unser Keeper konnte den Ball entschärfen und hielt so der letzten Herausforderung des Tages stand.

Als es schon nach Unentschieden aussah, legten wir aber noch einen Gang zu und wurden belohnt. Nach einem schnellen Einwurf kommt der Ball irgendwie zu Steffan, der mit Rücken zum Tor steht. Aber Wohl denen, die zwei Füße haben und aus der Drehung schießen können! Mit dem Blick auf dem Ball dreht er sich auf dem Absatz und tritt den Ball satt mit dem schwächeren linken Fuß aus knapp neun Metern unter die Latte (89.).

 

SUS macht natürlich auf und versucht noch den Ausgleich, was uns eine 3 gg. 1-Situation bringt. Die bringt aber aufgrund des wirklich starken Stellungsspiels des Verteidigers nichts ein und so bleibt es beim 2:1.

 

Es war zwar nicht das beste Spiel, das wir abgeliefert haben, aber wir haben uns ein wenig mehr gefunden. Kämpferisch ist das nach wie vor klasse und Sieg ist bekanntlich Sieg.

Soweit zur besten Nachricht des Tages. Die interessanteste Nachricht des Tages aber ist der Knaller, den uns die Losfee des FVN beschert hat: Am 23.8. startet für uns die Pokalsaison 2016/17 mit einem Auswärtsspiel am Hinsbecker Berg. Der Hashtag #derbyfieber zieht jetzt schon weite Kreise. Besonders pikant ist das Spiel natürlich unter dem Gesichtspunkt, dass mehr als die Hälfte des VfL eine SG-Vergangenheit hat und ein großer Teil sogar zu dieser Saison die Farben gewechselt und den Weg an den Eisenhammer eingeschlagen hat.

In diesem Sinne also: #derbyfieber und #sieg zum #neustart.

 

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Gut gespielt und unglücklich, aber irgendwie doch verdient verloren

12.07.16

Vogelheimer SV II – VfL Kupferdreh I 2:1 (0:1), Sonntag, 10.07.2016, 13:00 Uhr

 

VfL:  1. HZ: Plohmann – Hainold, Henn (43. Rustemov), Marcow, Renell (C), Aharchi – C. Strub,
                    Hitpass (36. Lampey, 44. Ponten), Zärnig – Barrotta, Cueto y Corte

         2. HZ: Roesch – Rustemov, Hainold, Marcow, Renell, Aharchi – Cueto y Corte (63. C. Strub),  Barrotta,
                     Ponten – Kiyak, S. Strub

 

Tore: 0:1 Renell (19.), 1:1 (82.), 1:2 (88.)

Bes. Vorkommnisse: Roesch hält FE (67.)

 

Einsatz Nummer Zwei für die Männer vom Eisenhammer. Wir dachten, dass die wirklich hochsommerlichen Temperaturen eher uns als den Gastgebern aus Vogelheim zugute kommen würden, da wir schon länger im Training waren und mit recht vielen Auswechselspielern angetreten sind.
Doch da sollten wir eines Besseren belehrt werden. Während drei unserer Auswechselspieler schon innerhalb der ersten 44 Minuten verletzte Mitspieler ersetzten, wechselte Vogelheim in der Pause nahezu die komplette Mannschaft. In der Hinsicht also: Vorteil Vogelheim. Das Spiel war – abgesehen vom Wetter, aber das war ja für Vogelheim das gleiche – aufgrund der Qualität, die Vogelheim auch in der Breite seines Kaders hatte, ein besserer Gradmesser als das Spiel gegen Heisingen. Die Mannschaft aus dem starken Nord-West-Kreis spielte in der vergangenen Saison in der Kreisliga B oben mit und wappnet sich in der Vorbereitung für den Aufstieg.

Im Gegensatz zum letzten Spiel, bei dem noch 20 Mann im Kader standen und einige Spieler, die gerne hätten spielen wollen, sich mit einer Laufeinheit begnügen mussten, wurden nun alle verfügbaren und spielbereiten Spieler auf zwei Mannschaften aufgeteilt. Da aber auch mit Fortuna Bredeney ein weiterer starker Gegner gefunden wurde und nach nur sechs Trainingseinheiten keine endgültige Einteilung gefunden ist (alle Spieler trainieren noch zusammen), sind die Aufstellungen noch nicht aussagekräftig und es stand insbesondere in Vogelheim nicht die komplette (vermeintliche) Erste Mannschaft auf dem Platz. So kamen auch beim zweiten Spiel in Bredeney Spieler zum Einsatz, die in der kommenden Saison für die Erste auflaufen und in Vogelheim umgekehrt. Insofern kann man mit dem 1:2 sicherlich leben, insbesondere, da die Leistung kämpferisch allererste Güte war. Selbst diejenigen, die sich verletzt haben, warfen bis zu ihrer Auswechslung noch alles in die Waagschale. Das ging auch lange gut.

Anmerkung: Eine Kurzzusammenfassung des anderen Spiels in Bredeney (Fortuna Bredeney II – VfL Kupferdreh „II“ 2:0) steht auf unserer neuen Facebook-Seite facebook.com/vflkupferdreh.

 Aber von Anfang an: Das Spiel plätscherte die ersten fünf Minuten vor sich hin, dann allerdings wurde es bedeutend ansehnlicher als das Spiel, das acht Stunden später im Stade de France steigen sollte. Aus VfL-Sicht ging es allerdings in den ersten 20 Minuten nicht über Entlastungsangriffe hinaus, auch wenn diese zweimal zu ziemlich guten Chancen wurden. Ansonsten war man damit beschäftigt, eine frühe Führung der Hausherren zu verhindern. Das ging aber besser als erwartet. Wenn die Zuteilung nicht stimmte, hatten die heute in weiß-orange spielenden Kupferdreher entweder genug Herzblut, Glück oder Torwartqualität, um den Einschlag zu verhindern.

Nach 18 Minuten ist es Mario Cueto y Corte, Neuzugang von Kupferdreh-Byfang mit Vogelheimer Vergangenheit, der einen satten Linksschuss aus über 20 Metern ablässt. Der Torwart verhindert die Führung für den VfL, die zu dem Zeitpunkt sehr schmeichelhaft gewesen wäre, so gerade noch mit seiner gesamten Körperlänge. Jedoch nur auf Kosten eines Eckballs. Der wird mehr schlecht als recht flach in die Mitte geschlagen, wo tatsächlich mit Gaga ein Kupferdreher Abnehmer steht. Dessen Schuss fliegt aber genau auf Giovanni zu, der den Ball in dieser Position aber nicht selbst verwerten kann. Also hebt er einfach das Bein, womit der Torwart nicht rechnet. Der Ball schlägt unten links ein und der neue Spielstand lautet 0:1 aus Vogelheimer Sicht.

 Das Spiel wird noch ein wenig intensiver mit Torchancen auf beiden Seiten. Von Latte, Torwart und widrigen Platzbedingungen, gepaart mit Glücklosigkeit und einer kleinen Spur Unvermögen (Vogelheim spielt einen Ball in die Spitze, der Stürmer schafft es, sich vor Thomas in sehr guter Position zu postieren und tritt in den sehr sandigen Boden) gab es viele Gründe, dass es nach einer halben Stunde immer noch 0:1 stand.
Doch dann fordern Hitze, der oben beschriebene, sandige Zustand des Platzes, Trainingsblessuren und das hohe Lauf- und Kampfpensum ihren Tribut. Zuerst muss Dustin Hitpass den Platz für Marcel Lampey räumen (36.), dann Dennis für Djemail (43.) und zuletzt Marcel sogar vor der Pause noch einmal für Florian (44.). In der Pause gestand dann Dustin Zärnig ebenfalls, dass er sich über eine Auswechslung nicht beschweren würde. So kam es, dass nach Wiederanpfiff nur noch zwei gesunde Spieler auf der Bank Platz nahmen: Thomas, der Marvin Roesch seine Chance im Tor gewährte, und Chris, der eigentlich in der Halbzeit zur Unterstützung nach Bredeney fahren sollte.Doch die Männer vom Eisenhammer zeigten, dass der VfL nicht zu Unrecht seine Wurzeln im Ruhrpott hat und Maloche, Schweiß und Herzblut zu diesem Verein gehören. Unerbittlich haben wir uns in jeden Zweikampf geworfen, um die Führung zu verteidigen. Dass das System neu ist, die Mannschaft nicht wirklich eingespielt ist und viele entweder schon lange nicht mehr Fußball oder die von ihnen geforderte Position gespielt haben, hat man sicherlich auch gesehen.

So gab es neben individuellen Fehlern, allem voran im Passspiel, auch kollektive Fehler, wie Absprache-, Laufweg- oder Stellungsfehler, aber das ist im zweiten Vorbereitungsspiel vollkommen normal und deutlich weniger wichtig als die Einstellung.

in Vogelheim


Es ging wenig nach vorne, aber wenn, dann gefährlich. Exemplarisch dafür ein Doppelpass auf engstem Raum 20 Meter vor dem Tor zwischen Giovanni und Mario (s. Bild) der aber leider nicht den Weg in die Spitze fand. Dadurch kam neuer Mut bei Weiß/Orange auf und es ging etwas schneller nach vorne (vorher dauerte das meist zu lang und erstickte so Angriffsbemühungen im Keim). Nach mehreren Halbchancen von Kupferdreh aber das: Der gegnerische Stürmer kommt mit viel Geschwindigkeit von Halblinks in Richtung Kupferdreher Strafraum. Kein Mittelfeldspieler ist in der Nähe oder in der Lage, ihn zu stoppen und so müssen die Innenverteidiger den Versuch wagen, ihn am Abschluss zu hindern. Das gelingt: Er kommt nicht zum Torabschluss. Wenn man allerdings pingelig ist, muss man darauf hinweisen, dass der Abschluss nur vertagt wurde, da der Stürmer nur unzureichend angegangen beziehungsweise begleitet wurde, erst nach Eindringen in den Strafraum bei immer noch hoher Geschwindigkeit angegriffen wurde, fiel und vom Schiedsrichter einen Elfmeter zugesprochen bekam (67.).

Da der Ball ganz unglücklich und vermutlich sogar falsch lag, hat Marvin im VfL-Tor sich erbarmt, den Ball doch noch einmal richtig auf den Punkt zu legen, tanzte dann auf der Linie etwas herum und hielt den Ball tatsächlich. Wirklich verdient war die Führung zu dem Zeitpunkt nicht mehr, es wäre aber ein für den Ausgleich unverdienter Zeitpunkt gewesen, da Kupferdreh durch die oben genannten Chancen etwas besser im Spiel war. Beflügelt von dem gehaltenen Elfmeter schöpfte der VfL Mut im Spiel nach vorne. Verärgert durch den verschossenen Elfmeter warf aber auch Vogelheim mehr nach vorne. Das wiederum kam uns zugute, Steffan wurde des Öfteren auf die Reise geschickt und hatte auch die Chance, den Sack eine knappe Viertelstunde vor Schluss zwar noch nicht mit dreifacher Doppelschleife zuzumachen, aber zumindest schon einmal etwas fester zuzuknoten und reisefertig zu machen. Doch er scheiterte und blieb so bei einem Tor in der Vorbereitung stehen. Auch Gio ließ eine weitere Großchance aus. Das soll zwar nicht darüber hinwegtäuschen, dass Vogelheim über das Spiel hinweg gesehen mindestens ein Tor verdient gehabt hätte, aber dass wir uns dagegen gestemmt haben und die genau richtige Einstellung an den Tag gelegt haben, auch wenn es konditionell immer schwerer wurde, ist dann noch erfreulicher zu beobachten. Die Vorentscheidung durch eine der beiden Chancen wäre dann natürlich noch schöner gewesen.

Wie schon in Hälfte Eins, aber insbesondere dadurch, dass im Zentrum mehr und mehr zu tun war und die Hitze sowie die Anstrengung die zentralen Spieler immer weiter belasteten, rotierten der zentrale Mittelfeldspieler und die Stürmer immer mehr, sodass verschiedene Leute hinten absicherten, aber nichtsdestotrotz VfLer zum Abschluss kamen. In der frühen Phase war das (wie schon in der ersten Hälfte) beeindruckend zu beobachten. In Minute 82 dann aber Ernüchterung: Aus der Mitte wird der Ball zwischen Innen- und Außenverteidiger auf links durchgesteckt. Der Vogelheimer ist schneller und frischer als die Kupferdreher Hintermannschaft, umkurvt den Torwart und trifft aus wenigen Metern das leere Tor. Gut gemacht, schwer zu verteidigen und kaum etwas vorzuwerfen. Kann passieren. Wäre es nur dabei geblieben.

Die Gastgeber wollten noch mehr, griffen noch weiter vorne an. Ein Ballverlust rechts neben dem Strafraum beschert Vogelheim die nächste Chance. Der Stürmer zieht wenige Schritte in die Mitte, schließt ab (88.) und hat Glück, dass der Ball von Marvins Fingerspitzen abgelenkt nicht den Weg an den Pfosten oder zur Ecke sucht, sondern den Platz links neben dem Innenpfosten findet.

Fazit: Wir konnten viele Eindrücke sammeln, positiv wie negativ. Mit einem bisschen mehr Glück hätten wir das Spiel vielleicht nicht verloren, aber wir können damit leben. Geht die Vorbereitung aber so weiter wie bisher, stellen wir die beste Elf auf und findet sich die Mannschaft noch besser, können wir Mannschaften wie Vogelheim, die in der Kreisliga A Süd/Ost sicherlich gut mithalten würden, auch mal schlagen. Läuferisch, technisch und taktisch war das schon ziemlich vernünftig, aber ausbaufähig. Richtig gut hinwieder sind wir regeltechnisch: Als Rene im Zweikampf seinen Schuh verloren hat, konnten alle mit der Kenntnis der neuen Regeln aufwarten und wussten, dass er bis zur nächsten Unterbrechung mit Schuh in der Hand spielen durfte (was er auch getan hat). Auch die Anstöße haben wir schon in viele verschiedene Richtungen gespielt. In der Hinsicht also: Hausaufgaben gemacht.

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VfL Kupferdreh startet mit Sieg in die Vorbereitung zur Saison 2016/17

 VfL Kupferdreh I – Heisinger SV II 4:2 (1:1), Dienstag, 05.07.2016, 19:00 Uhr

 VfL: 1. HZ: Plohmann – Hainold, Renell (C), Kohlmann, Gonzalez, Stenzel – Henn, Rustemov, Lampey –
                     Barrotta, S. Strub

         2. HZ: Gajewski – Hainold, Renell, Marcow, Winkler, Kiyak – C. Strub, Hitpass, Bramsiepe, Cueto y Corte,
                     Acar

Tore: 1:0 S. Strub (22.), 1:1 (41.), 2:1 Hainold (56.), 3:1 Acar (62.), 3:2 (73.), 4:2 Hitpass (88.)

 

vorbereitete Kabine

 "Kuddels" toll vorbereitete Kabine

 

Am Dienstagabend stand nach den ersten vier Trainingseinheiten, die die neu zusammen gesetzte Mannschaft unter dem Trainerteam um Fabian Witzler und Patrick Pfeifer sowie dem zukünftigen Trainer der Zweiten, Malwin Pilny, und den Betreuern André Wölting und Ulrich „Kudel“ Glettenberg gemeinsam bestritten hat, das erste Testspiel an. Gegner war die Zweitvertretung der Nachbarn aus Heisingen, letztes Jahr 9. in der Kreisliga B.

Ähnlich wie Kupferdreh, nur etwas weniger ausgeprägt, standen jedoch auch in Heisingen viele Spieler im Kader. Der VfL schöpfte sogar sein Trikotkontingent aus und berief 20 Spieler, von denen jeder mindestens eine Halbzeit spielte. Lediglich Kevin und unser Kapitän Gaga spielten durch. Der Rest musste sich mit einer Hälfte begnügen und 30 Minuten während der Halbzeit, in der er nicht spielte, lockere Platzrunden ziehen.

Trotzdem war das Laufpensum in den 45 gespielten Minuten enorm hoch, genauso wie die Kampfleistung. Da die Kupferdreher noch nicht annähernd in ähnlicher Formation spielten, verwunderte es nicht, dass Heisingen zu Beginn der ersten Halbzeit den Ton angab. Nichtsdestotrotz verhinderte der Kampfgeist der kompletten Elf zwingende Chancen oder gar einen Rückstand. Nachdem in der achten Minute der erste Fernschuss auf das Gästetor geschossen wurde, fand sich Kupferdreh von Minute zu Minute mehr und übernahm über weite Teile der ersten Hälfte das Spiel. Nach ein paar Annäherungen war es dann Steffan, der nach 22 Minuten Treffer Nummer Eins der Vorbereitung markierte, indem er einen gut erkämpften und von Gio uneigensinnig vorgelegten halbhohen Ball aus knapp 16 Metern ins leere Tor schoss. Auch bisher unbekannte oder zumindest nicht eingespielte Positionen wurden (übrigens auch in der zweiten Hälfte) gut umgesetzt, so dass das Spiel der Männer in den rot-goldenen Trikots streckenweise sehr ansehnlich war.

Anschließend kam es zu Chancen auf beiden Seiten, wobei Heisingen möglicherweise die Besseren hatte. Nicht unverdient fand so ein Fernschuss der Gäste vier Minuten vor dem Halbzeitpfiff den Weg ins Tor.

 In der Halbzeitpause dann das große Wechseln auf neun Positionen. Dennoch war die Anfangsgeschwindigkeit beim VfL enorm hoch, so dass im Gegensatz zur ersten Hälfte Kupferdreh von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft war. Selbstverständlich unterliefen auch hier individuelle Fehler, technisch wie taktisch. Das allerdings ist das Normalste der Welt angesichts der frühen Phase der Vorbereitung. Bedeutend wichtiger als die Fehler allerdings die Entwicklung innerhalb des Spiels. Wie schon in der ersten Hälfte wurde der VfL mit steigender Spieldauer immer stärker und stärker. Insbesondere kämpferisch und vom kameradschaftlichen Umgang miteinander her war die Leistung enorm stark und macht Mut für die anstehende Kreisliga-A-Saison.

Nach 56 Minuten ist es ein Freistoß von Kevin, der durchspielte, aus geschätzten 60 Metern, der über Umwege die erneute Heim-Führung bringt: Kevin bringt den Ball hoch in den Sechzehner, Sedat zieht im letzten Moment den Fuß weg, sodass der Ball noch einmal auftupft und dem Torwart, der damit nicht rechnen kann, somit das Nachsehen lässt. Der VfL war nun eindeutig tonangebend und drückte weiter auf Treffer Nummer Drei. Den steuerte Sedat knappe 10 Minuten nach dem 2:1 bei, nachdem er schön frei gespielt wurde.

Danach wurde es ein ausgeglicheneres Spiel. Die Kondition hatte ein wenig unter dem hohen Tempo der Anfangsphase gelitten. Rot/Gold kam zwar noch zu Möglichkeiten, teilweise sogar sehr guten, doch die wurden liegen gelassen, mal durch den guten Torwart, mal durch Pech, mal durch Fehlschüsse. Nachdem Lars ein paar Bälle seit dem 3:1 noch entschärfen konnte, hatte er beim 3:2 chancenlos das Nachsehen (73.). Der satte Rechtsschuss traf zwar noch die Unterkante der Latte, ging aber ins Tor. Obwohl das Spiel schon hätte entschieden sein können, wurde Kupferdreh noch einmal zur Offensive angehalten.

Und die kam. Während Heisingen nach dem Anschlusstreffer lediglich einen Torschuss verzeichnen konnte (einen Direktschuss nach dem Anstoß im Anschluss an das 4:2), kamen die Hausherren noch zu mehr oder weniger gefährlichen Chancen. Sei es durch sehr gute Flanken aus dem Halbfeld, Pässe in die Spitze oder Kombinationen: Es gab Abschlüsse. Und das sollte sich lohnen, denn zwei Minuten vor Abpfiff setzte Dustin einen direkt abgenommen Volley aus ungefähr 22 Metern unter die Latte.

 Schlussendlich steht ein verdienter Sieg mit einer nicht eingespielten Mannschaft, die sich aber sicherlich noch finden wird, über eine recht starke Kreisliga-B-Truppe. Dass wir in beiden Halbzeiten überlegen waren, zeigt, dass der Kader in der Breite stark ist und dass auch die Zweite für die kommende Saison gut gewappnet sein wird.

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Der VfL steigt in die Vorbereitung ein

07.07.2016

Tolles "Wir-Gefühl" am Eisenhammer: Man spürt förmlich die Aufbruchstimmung und den frischen Wind, den die neuen Jungs mitsamt Trainerstab und Betreuerteam zum VfL mitgebracht haben. Vor knapp zwei Wochen sind alle Spieler (I. und II. Mannschaft arbeiten in der Vorbereitung gemeinsam) in die intensive Vorbereitung gestartet. Am 24.06. traf man sich zum Trainingsauftakt mit anschliessendem Grillen.

 

Einstieg Vorbereitung

"Turnier" am Eisenhammer

 

Zunächst wurden 3 Mannschaften a 10 Mann gebildet und ein kleines Turnier gespielt. Im Anschluss stellten sich alle Schwarz-Roten zum Foto:

 

Einstieg Vorbereitung 2

Wir sind der VfL - Foto zum Vorbereitungsauftakt

 

Beim anschliessenden Grillen packte F. Witzer auch schon die nächste Bombe aus: Es gibt eine neue Vereinshymne. Diese ist demnächst käuflich zu erwerben - Infos folgen an dieser Stelle!

Man munkelt, das Kennenlernen wäre bei dem ein oder anderen Bierchen recht erfolgreich verlaufen!

Ab jetzt heisst es für die Jungs: Schwitzen und kämpfen für die sportlichen Ziele der Saison 2016/2017

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Um- und Aufbruch am Eisenhammer

07.07.2016

Puh! Durchgeatmet! Die Mannschaft von Trainer Ebner hat es also geschafft und ist nicht abgestiegen. Leider haben es große Teile der Mannschaft im Anschluss vorgezogen ihr Glück woanders zu versuchen oder die noch junge Karriere gleich ganz zu beenden. Die Truppe kam damals geschlossen mit Trainer Ebner vom SV Kupferdreh-Byfang als B-Jugend zum VfL und spielte dann weiter geschlossen noch 2 Jahre Jugend bis dieselben Jungs schliesslich komplett die !. Mannschaft vom Eisenhammer bildeten.

Sie beerbten dann die eben in die Kreisliga B abgestiegene Mannschaft von Ex-Trainer v.d. Gathen, die sich damals so unrühmlich vom Eisenhammer verabschiedete und schafften die Sensation, direkt in ihrem ersten Seniorenjahr vor 500 Zuschauern im Relegationsspiel am Krausen Bäumchen gegen den FC Kray III aufzusteigen.

Es folgten 2 Jahre harten Abstiegskampfes in der Kreisliga A, mit dem tollen Ende in der abgelaufenen Saison, als man erneut vor 500 Zuschauern ein Relegationsspiel bestritt. Diesmal verhinderte man den Abstieg am Langmannskamp dank eines 2:1 Erfolgs über den SV Isinger (Spielbericht s.u.).

Was bereits vorher intern bekannt war, wurde im Anschluss offiziell bekannt gegeben: Neben den vielen Spielern werden auch Trainer C. Ebner und der 2. Vorsitzende S. Bugert eine neue Herausforderung suchen und werden zum FC Stoppenberg II wechseln.

Um aufkeimenden Gerüchten an dieser Stelle gleich den Riegel vorzuschieben: Beide gehen nicht im Streit und haben sich stets sportlich und menschlich vorbildlich fair verhalten. Der Verein war lange im voraus informiert. Es gab im letzten Heimspiel eine offizielle Verabschiedung.

Wir wünschen den beiden Coaches sowie den scheidenden Spielern weiterhin viel Erfolg und sportlich sowie menschlich viel Glück. Ihr seid am Eisenhammer stehts herzlich willkommen.

Wo wir gerade bei Gerüchten sind: Auch an dem Gerücht, der VfL würde nach der Relegation gar nicht in der Kreisliga A starten wollen und die Truppe kurzfristig abmelden, ist nichts dran. Der VfL wird auch im nächsten Jahr das Abenteuer A-Klasse angehen.

Damit ziehen wir hiermit einen Schlußstrich unter die abgelaufene "Epoche" der jüngeren Vereinsgeschichte und wollen uns dem Aufbruch in ein "neues Zeitalter" widmen:

Der in der Alte Herren spielende VfL`er Fabian Witzler stellte sich unmittelbar nach dem Bekanntwerden des Ebner-Abgangs zur Verfügung in Personalunion als Trainer der I. Mannschaft und eine Art sportlicher Leiter tätig zu werden, was der Vorstand dankend annahm.

Er begann also damit sich ein tolles Team von Verantwortlichen zusammenzustellen, dessen Mitglieder wir in Kürze hier vorstellen wollen. Was diese Jungs in kürzester Zeit geschafft haben ist einfach sagenhaft. Den zahlreichen Abgängen am Eisenhammer stellten sie ebensoviele Neuzugänge entgegen, 15 an der Zahl. Zusammen mit dem verbleibenden Stamm an Spielern geht der VfL also auch im kommenden Jahr mit zwei Teams auf Punktejagd.

Wir begrüßen alle Neuzugänge am Eisenhammer und wünschen euch allen viel Spaß und Erfolg beim VfL!!

Damit nicht genug der Neuerung: Auch die zweite Mannschaft hat einen neuen Trainer: Malwin Pilny wird seine Karriere beenden und künftig die Aufgabe an der Linie übernehmen. Auch Dir, lieber Malwin, alles Gute!

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VfL Kupferdreh 65/82 e.V. , Nierenhoferstr. 18 , 45257 Essen  |  info@vflkupferdreh.de