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Datum Die nächsten Spiele
Ergebnis

27.04.17

(Donnerstag!)

I. Mannschaft :

Meisterschaftsspiel, 29. Spieltag, SF Niederwenigern II, 19:00 Uhr, Glück Auf Sportplatz
 

04.05.17

(Dienstag!)

II. Mannschaft:

Meisterschaftsspiel, 23. Spieltag, Preußen Eiberg II, 19:30 Uhr, Sportplatz Am Eisenhammer

 
Datum Die letzten Spiele
 Ergebnis

23.04.17

I. Mannschaft :

Meisterschaftsspiel, 28. Spieltag, SV Kray I, 15:00 Uhr, Sportplatz Am Eisenhammer

4:6 (2:3)

23.04.17

II. Mannschaft: 

Meisterschaftsspiel, 22. Spieltag, ESC Rellinghausen III, 13:00 Uhr, Sportplatz Am Eisenhammer
0:3 (0:1)

Hammerjungs verabschieden sich nach spannendem Scheibenschießen anständig aus der Liga

23.04.2017

VfL Kupferdreh I – SV Kray I 4:6 (2:3), 28. Spieltag, Sonntag, 22.04.2017, 15:00 Uhr

Hammerjungs: Schneider (C) – Witt, Marcow (82. Gonzalez), Kohlmann, Gallego – Hitpass –
                       Maliglowka (55. Rustemov), Renell, Lampey (34. Karim) – Henn, S. Strub

Tore: 1:0 Renell (2.), 1:1 (5.), 1:2 (7.), 2:2 S. Strub (23.), 2:3 (27.), 3:3 Karim (54.), 3:4 (58.), 3:5 (60.),
         4:5 S. Strub (65.), 4:6 (73.)

 

Die Spatzen pfiffen es von den Dächern, keiner rechnete mehr mit einem Klassenerhalt. Seit heute ist es also rechnerisch besiegelt. Mit einem munteren 4:6 gegen Tabellen-Nachbar Kray 04 steht der VfL Kupferdreh als erster Absteiger aus der Kreisliga A fest.

 

Handgestoppte 88 Minuten und 48 Sekunden ist das Spiel alt, als ein emotionales Zehn-Tore-Spiel, bei dem die zwei „Schießbuden“ der Liga ihrem Namen alle Ehre machen, überraschend früh beendet wird. Zu dem Zeitpunkt stand etwas Kurioses fest: Der VfL machte in der Englischen Woche den Abstiegskampf wieder richtig spannend – und stieg ab. Eine Woche ist es her, dass Bredeney und Kray mit je 16 Zählern sechs Punkte zum fünfzehnten Platz fehlten. Nach dem 1:12 von Yurdumspor und den jeweiligen Siegen über Kupferdreh von Bredeney (Donnerstag) und Kray (Sonntag) trennen die drei Mannschaften nur noch drei Punkte. Mit diesen Rechenspielchen hat der VfL seinerseits nichts mehr zu tun, die 22 Punkte von Yurdumspor sind seit dem Abpfiff nicht mehr zu erreichen, der Klub verabschiedet sich nach drei Jahren A-Liga in die Kreisliga B.

 

Aber nun von Mathematik zum Sport: Torreiche Spiele mit VfL-Beteiligung gab es schon viele in dieser Spielzeit, aber selten so packende. Es war früh klar: Hier begegneten sich zwei Mannschaften auf Augenhöhe, die vermutlich auch – so hart das klingt – zurecht beide da unten stehen. Knapp hundert Sekunden ist die Partie alt, als der Schiedsrichter zum ersten Mal einen Eckstoß ausführen lässt. Pumba bringt den Ball von der rechten Seite und findet Gaga, der aus guten zehn Metern einköpft. Die frühe Führung für das Schlusslicht! Doch nur fünf Minuten später ist das Spiel gar gedreht. Nachdem die VfL-Defensive sich durch einen einfachen Abstoß hatte aushebeln lassen und die Offensivabteilung des Gastes ohne große Mühe den Ausgleich erzielen konnte (5.), bot sich in der siebten Minute beinahe das gleiche Spiel noch einmal. Pass durch die löchrige Viererkette, Querpass, Bumm, 1:2. So schnell geht es. In dem Takt ging es zwar nicht weiter, doch es boten sich eine Reihe Torchancen für beide Seiten. Mal durch den Abseitspfiff vereitelt, mal durch den gegnerischen Torwart, ab und zu auch mal durch Unfähigkeit.

 

Unfähigkeit wollte man vonseiten des VfL auch kurzzeitig Stürmer Steffan vorwerfen. 23 Minuten waren bereits verronnen, die Null-Vierer wollen den Ball hinten herausspielen. Der Versuch scheitert kläglich, das Pressing des VfL macht diese Bemühung zunichte. So kann Dennis nach eigenem gewonnenen Zweikampf 25 Meter vor des Gegners Tor allein auf das Tor zumarschieren. Er hat nur noch den Torwart vor sich, als er in den Strafraum eindringt – und Steffan rechts neben sich, auf Höhe des zweiten Pfostens. In einem Anflug von Uneigensinnigkeit legt Dennis auf unsere Nummer Neun ab, der damit blank vor dem Tor steht. Oder stehen sollte. Der Ball ist etwas in den Rücken gespielt, aber das darf nicht als alleinige Ausrede durchgehen. Bei dem Versuch, an den Ball zu kommen, stolpert Steffan und fällt ungestüm auf den Kunstrasen. Die Hälfte der Bank dreht sich enttäuscht ab – vollkommen zu Unrecht. Denn Steffan nimmt sich den Ball nun auf dem Boden sitzend mit dem Fuß, legt ihn sich auf den Linken und scheint zu überlegen, ob er nicht so schießen sollte. Er entscheidet sich dagegen, steht aber auf, immer noch den Ball auf dem Fuß und schlenzt die Kirsche im Aufstehen mit dem schwachen linken Fuß in die lange Ecke, vorbei am Torwart, der wieder zwischen seine Pfosten geeilt war. Was ein Tor...

 

Der Gast aber nun aufgestachelt. Drückend. Aggressiv. Nur vier Minuten nach dem skurrilen Ausgleich klingelt es wieder. Wieder nach der Bauart der ersten beiden Dinger: Langer Ball (abseitsverdächtig...) über die Abwehr und Abschluss aus kurzer Distanz (27.).
Sieben Minuten später ist Schluss für Pumba, der mit Atemnot Rahel Platz machte – eine weitere Belebung für das Spiel. Beide Mannschaften hätten vor der Pause noch treffen können, möglicherweise sogar doppelt. Doch es blieb „nur“ beim 2:3 aus Kupferdreher Sicht, als der Schiedsrichter nach vierundvierzigeinhalb Spielminuten zum Pausentee bat. Bei diesem verdiente sich neben dem kampfstarken Dustin vor allem Mali ein Extralob, der sich in jeden Zweikampf warf und trotz seiner nicht allzu überragenden Größe jedes Kopfballduell für sich entscheiden konnte. Generell fehlte es nicht an Einstellung, einzig die kollektive Einstellung war das Problem: Es gab immer Spieler, die sich richtig reinhauten, aber seltenst waren alle elf Spieler absolut motiviert und fokussiert, sodass wir uns das Leben selbst schwer machten. Doch der VfL war weiterhin wild entschlossen, den drohenden Abstieg nicht ausgerechnet auf heimischem Platz gegen den anderen Abstiegskandidaten und Vorjahres-Fünfzehnten von der Schönscheidtstraße hinnehmen zu müssen. Drei Punkte mussten und sollten her!

 

Die Marschrichtung war klar, die Motivation stimmte endlich. Es ging, abgesehen von kleinen Nadelstichen, südwärts, zum Tor des gelben Gäste-Goalies. Keine zehn Minuten nach dem Seitenwechsel bebte der Eisenhammer folgerichtig wieder: Dennis steckt auf Rahel durch, der in alter Gio-Manier in den Strafraum eindringt und die Kugel mit dem Vollspann in die kurze Ecke nagelt (54.). Dann kam der angeschlagene Djemail für Mali (55.). Beide machten ein sehr überzeugendes Spiel. Djemail fand sich direkt mit einem Ballgewinn ein, durch den er mit seiner unglaublichen Geschwindigkeit bis zum Tor durchging, sich aber beim letzten Ballkontakt die Kugel etwas zu weit vorlegte, sodass der Schnapper den Ball abfangen konnte. Statt der vielleicht sogar fälligen Führung für Weinrot ging die Elf in Schwarz wieder in Führung, im direkten Gegenzug. Kupferdreh war natürlich weit aufgerückt, bekam aber keinen Zugriff auf den schnell abgeworfenen und ebenso schnell in die Spitze gespielten Ball. Kray spielte über wenige Stationen, bis Kray-Torjäger Andre Sollenböhmer unseren Torwart Basti umspielte und ins leere Tor zur erneuten Gästeführung abschloss (58.). Keine zwei Minuten später: Ballverlust der Hammerjungs 25 Meter vor dem eigenen Kasten. Im folgenden Zweikampf kann man (vielleicht aber auch nur durch die weinrote Brille gesehen) auf Foul und somit Freistoß für Kupferdreh entscheiden. Der Unparteiische entscheidet sich dagegen und lässt weiterlaufen. Ohne viel Federlesen haut der Krayer Mittelfeldspieler Patrizio Benvenuti einfach aus der zweiten Reihe drauf. Basti springt dem Ball gar nicht erst hinterher. Ein Sonntagsschuss, wie er im Buche steht und nur gegen den VfL zu passieren scheint. Unfassbar, wieder ein Zwei-Tore-Rückstand, den es zu egalisieren gilt, um den zweiten Punktgewinn zu feiern, drei Tore zur ganz rein theoretischen Chance auf den Klassenerhalt.

 

Und wieder dauert es nicht lange, bis es die Kupferdreher Bank wieder von den Sitzen reißt. Ole steht bei einem unscheinbaren Freistoß knapp hinter der Mittellinie bereit, linke Position. Er sieht Gaga und spielt ihn aufs Geratewohl an. Der Torschütze zum 1:0 aber verliert den Ball ziemlich schnell wieder, kann ihn aber wieder erobern. Das eröffnet ihm eine riesige Lücke, die er nutzt, um auf der linken Seite in den Strafraum einzudringen. Von dort aus bringt er die Flanke auf Halbbruder Steffan, der standesgemäß per Dropkick aus gut sieben Metern seine Farben wieder heran bringt (65.). Sein einfachstes Tor heute. Es geht wieder rauf und runter. Dennis versuchte sich beispielsweise per Fallrückzieher aus 16 Metern, Dustin per Distanzschuss. Hinten stand die Defensive häufig gut, Gerrit konnte seinen Gegenspieler gut aus dem Spiel nehmen und hohe Pässe unterbinden. Aus dem Nichts die Vorentscheidung! Kray führt einen Freistoß aus, ungefähr an der Stelle, an der acht Minuten zuvor Ole den Anschlusstreffer initiiert hatte. Nach einer kurzen Kopfballverlängerung landet der Ball auf Höhe des zweiten Pfostens, wo es für die schwarzgekleideten Gäste ein Leichtes ist, ungedeckt den Zwei-Tore-Vorsprung wieder herzustellen. Das Spiel wurde dann zusehends ruppiger. Angesichts der Ausgangslage nachvollziehbares Zeitspiel des Tabellen-Vorletzten nahm Überhand, was aber mit keiner gelben Karte bedacht wurde. Es gab keine bösen Fouls, aber immer wieder kamen zwei oder mehrere Spieler aneinander, die darüber diskutierten, ob manche Entscheidungen nun tatsächlich als Einwurf für die richtige Mannschaft ausgelegt wurden. Auch hier beließ es der Unparteiische zumeist bei mündlichen Ermahnungen, leidglich zwei gelbe Karten wurden in dem Zusammenhang gezogen. So schnell die Unruhe Einzug ins Spiel gefunden hatte, so schnell verschwand sie dann erfreulicherweise auch wieder, man besann sich wieder auf sportlichen Abstiegskampf. Die Hammerjungs versuchten alles in ihrer Macht stehenden, doch die Minuten rannen ihnen wie Sand durch die Finger. Als letztem Joker vertraute der heute als Chef-Trainer fungierende Lehrer auf Gonzo, mit der Hoffnung auf gewinnbringende lange Bälle aus der Innenverteidigung. Was auch versucht wurde, es blieb beim 4:6. Angesichts der kleinen Auseinandersetzungen und des Zeitspiels betrug die Netto-Spielzeit wohl nicht bedeutend mehr als 82 Minuten, aber was soll's? Womöglich hätte der VfL noch ein Tor gemacht, aber für ein oder drei Punkte hätte es vermutlich nicht gereicht. Abgestiegen. Tja. Alles andere wäre schon vor der Saison mehr als verwunderlich gewesen. Wir sehen das lediglich als kleine Randnotiz bei unserer Vorbereitung auf die bevorstehende Kreisliga-B-Saison, die sich von Juni 2016 bis August 2017 ziehen wird. In dieser „längsten Vorbereitung der Welt“ lief manches nicht ganz so gut wie erhofft, aber wir sind mehr als zuversichtlich, dass wir für die anstehende Reise gut gewappnet sind. Es hat sich was entwickelt am Eisenhammer und es wird sich noch etwas tun. Neue Vertragsunterzeichnungen sind schon für Dienstag anberaumt. All das kann positiv stimmen, auch an einem Tag, der im Zeichen des Abstiegs steht.

 

Kurzes Fazit zum Spiel: Wieder sind es kleine Schwächephasen, in denen wir zwei Tore auf einmal bekommen, die unsere Gegentorzahl in Höhen schießen lässt, die der Qualität unserer Hintermannschaft aber nicht entsprechen darf. Vier Tore zu schießen und nicht zu gewinnen, zeigt das deutlich. Der Kampf stimmte über weite Strecken – nur über weite Strecken. Wir müssen konsequenter werden. Aber die Vorbereitung ist ja noch lang.

 

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Zweite verliert von Unterbrechungen gezeichnetes Spiel

22.04.2017

VfL Kupferdreh II – ESC Rellinghausen III 0:3 (0:1), 22. Spieltag, Sonntag, 22.04.2017, 13:00 Uhr

Hammerjungs: Berthold (22. Oberste-Ufer) – Metzler, Arlt (C, 46. Schmidt), Roesch, Pfeifer – Ramirez,
                        Hagemann – Tarach, Menzel, Ajoud – Päsler (41. Katzenmeier)

Tore: 0:1 (34.), 0:2 (64.), 0:3 (78.)

 

Drei Verletzungen, drei Standards und eine Szene, wie sie nur in der Kreisliga vorkommt, bestimmten die Partie. Die Partie war gerade mal knappe zehn Minuten alt, als Berti mit einer klasse Faustabwehr einen Rellinghausener Angriff abwehrte. Der routinierte Torwart blieb kurz darauf liegen, sein Handgelenk war bei der Rettungsaktion in Mitleidenschaft gezogen worden. Es ging kurz weiter, bis dann vor einem Abstoß Berti fragen ließ, ob es nicht ein wenig Eis für ihn geben würde. Dem Wunsch wurde nachgekommen: Berti kühlte seine Hand, das Spiel pausierte. Anschließend wurde wieder Fußball gespielt. Nach einem zaghaften, aber eher kläglichen Offensivversuch des ESC schlug Berti wieder ab – und wurde zurückgepfiffen. Ratlosigkeit, was der Schiedsrichter, der mangels Alternativen aus den Reihen der Rellinghausener gestellt wurde, gesehen haben könnte. Die Antwort lag in der Frage, was er nicht gesehen hatte. Die Trikots seien schlecht unterscheidbar. Der Gast spielte in roten Jerseys, die Hausherren hatten deshalb vor dem Anpfiff auf schwarz/weiß statt ursprünglich rot umgesattelt. Doch tatsächlich war die Unterscheidung sehr anstrengend und schwierig. Das dritte Outfit der Hammerjungs waren nun grüne Leibchen, gegen rote Gäste auch nicht die Ideallösung, aber annehmbar und typisch Kreisliga. Berti schlug also nach weiteren drei Ruheminuten ab. Seine Hand hielt noch etwas durch, danach war aber Schluss, Berti musste die Segel streichen. Während sich Marvin für das Tor bereit machte, stellte Malwin um. Kevin kam ins Spiel, bekleidete die Sechser-Position, Robin rückte in die Innenverteidigung neben Tobi. Bis Marvin umgezogen war, pausierte das Spiel mal wieder. Chancen auf beiden Seiten waren bis dahin Mangelware. Beide Mannschaften waren defensiv besser organisiert als vorne. Spielfluss war (aus gegebenem Anlass) noch nicht aufgekommen. Auch ein über den Zaun geschossener Ball wurde nicht ersetzt, sondern kreisligamäßig vom benachbarten Ascheplatz geholt. Eine zähe Angelegenheit.

 

Nach Startschwierigkeiten über eine halbe Halbzeit nahm das Spiel aber Fahrt auf. Kupferdreh versuchte sich ein wenig, kam aber nicht ernsthaft vor das Gehäuse des Gäste-Torwarts. Rellinghausen kam zumindest zu Schüssen, die aber keine ernsthafte Prüfung für Marvin waren, der mehr mit Abstößen beschäftigt war als mit dem Abwehren von Fußbällen. Dass sich der Tabellen-Sechste schwer tat, war auch der konzentrierten und beherzten Defensivleistung zu verdanken. Allen voran haute sich Pierre in jeden sich ihm bietenden Zweikampf, die Viererkette stand sehr gut organisiert. Etwas mehr als eine halbe Stunde ist gespielt, als der Gast zur Ecke antreten darf. Zwei Mann bieten sich kurz an, was es für den VfL schwer macht, eine Zuordnung zu finden. Der Eckenschütze entscheidet sich für den aufrückenden Verteidiger an der Strafraumkante, der nach kurzer Ballannahme den Ball neben den kurzen Pfosten drischt. Wenig bis nichts zu halten für Marvin, 0:1. Mit dem Ergebnis ging es in die Pause, vorher war aber noch ein Ausfall zu verzeichnen. Für Sven, der sich kurz zuvor in den Strafraum durchgetankt hatte und dem Ausgleich nahe war, ging es nach dem Kraftakt und einem unglücklichen Kontakt im Strafraum nicht weiter, Lasse ersetzte ihn, Malwin mischte wieder ein wenig die Positionen.

 

Aus der Pause kam auch Kapitän Tobi nicht wieder, der über Probleme am Fuß klagte. Für ihn rückte der Lehrer in die nun komplett neu formierte Innenverteidigung, Philipp nahm seinen Platz in der rechten Außenverteidigung ein, sodass die Viererkette vier Verteidiger bildeten, die allesamt keine gelernten Verteidiger waren. Dafür aber war die Leistung der vier klasse, die Abstimmung passte, das Übergeben des Gegners passte, der Einsatz stimmte. Sinnbildlich dafür ist, dass das auch 2:0 und 3:0 jeweils aus Standards resultierten. Wie schon beim 1:0 muss eine Ecke für das 3:0 hinhalten. Ob das 2:0 einem Freistoß oder einem Einwurf entsprang, weiß ich nicht mehr so genau. Man möge mir verzeihen, das anschließende Spiel der Ersten war so ereignisreich, dass mir leider dieses eine der dreizehn heutigen Tore entfallen ist, ich versichere aber, dass es ein Standard war, versprochen. Ein bisschen Glück, dass aus dem Spiel keines gefallen ist, hatte die Elf in den Leibchen schon, aber in der Kreisliga C kann man auch nicht voraussetzen, dass jede hochkarätige Chance genutzt wird, geschweige denn, dass jede dieser Chancen verhindert werden kann. Wieder einmal kann man also wieder sehr stolz auf sich sein, wenn man defensiv eingesetzt wurde oder aber vorne die Zweikämpfe gesucht und angenommen hat, wie es eine Reihe unserer Mannen gemacht haben.

 

Zwischenzeitlich gab es sogar Druckphasen der VfL-Zweitvertretung. Hansi wurde vermehrt in Szene gesetzt. Auch wenn vieles Stückwerk blieb: Man schnürte die Gäste hinten über eine gewisse Zeit ein, ein deutliches Lebenszeichen der Offensive, die heute zwar leer ausging, aber Schritte in Richtung Torgefahr macht. Trotz der Niederlage muss man sich wirklich nicht schämen, es war schon ein ziemlich geiles Spiel! Die „Entdeckungen“ des Spiels sicherlich Pierre als klasse Kämpfer und Marvin als Rückhalt, der auch als Startelf-Innenverteidiger und ohne Warmmachen eine super Partie im Tor spielte. Die größte Entdeckung aber ohne Zweifel Robin Ramirez, der in seinem ersten Spiel als Innenverteidiger im Trikot des VfL sich kaum einen Fehler leistete und sehr solide agierte. So kann es weiter gehen! Jetzt ist aber erst einmal wieder eine Woche Pause.

 

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Hammerjungs unterliegen auch an der Meisenburg

21.04.2017

Fortuna Bredeney I - VfL Kupferdreh I 5:1 (1:0), 27. Spieltag, 20.04.2017, 19:00 Uhr

Hammerjungs: Schneider (C) - Witt, Kohlmann, Marcow, Gallego - Renell - Hitpass, Maliglowka (69. Gonzalez), Lampey (54. Hainold) - Henn, Barrotta

Tore: 1:0 (19.), 2:0 (52.), 3:0 (59.), 4:0 (69.), 4:1 Barrotta (79.), 5:1 (90.+2)

Auch beim Drittletzten aus Bredeney waren keine Punkte für den VfL zu holen. Dabei begann es ganz gut, in der ersten Hälfte war man auf Augenhöhe, das 1:0 (19.) schoss dann aber doch der Gastgeber und nicht der Gast. Die zweite Hälfte gehörte ganz den Hausherren, die am Ende verdient mit 5:1 gewannen. Das Hammertor schoss Gio nach einem indirekten Freistoß aus kurzer Distanz (79.).


 

Den restlichen Bericht machen wir uns an dieser Stelle einfach und verweisen auf die Kollegen von Fortuna Bredeney: https://fortuna-bredeney.org/Spiele/2017/fortuna-i-vfl-kupferdreh/


 

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Hollywoodreifer Abgang

09.04.2017

VfL Kupferdreh I – Blau-Weiß Mintard II 2:4 (0:3), 26. Spieltag, Sonntag, 09.04.2017, 11:00 Uhr

Hammerjungs: Plohmann (C, 86. Bammsiepe) – Marcow, Kohlmann, Gallego, Gajewski – Gonzalez,
                        Schmitz (74. Arlt) – Karim (53. Lampey), Barrotta, Maliglowka – S. Strub (Bank: Wölting)

Tore: 0:1 egal, 0:2 egal, 0:3 egal, 1:3 egal, 1:4 egal, 2:4 PLOHMANN (FE, 81.)

 

Schade eigentlich um die gute Leistung, aber an das Spiel an sich wird man sich wohl nicht so lang erinnern wie an die Szenen, die aus dem Drehbuch schienen. Richtig starke Leistung gegen den Tabellen-Vierten? Egal! Pumba 53 Minuten zu spät? Sonst einen ganzen Absatz wert, heute wurscht! Zwölftes Strub-Saisontor? Löblich, aber wohl in wenigen Wochen in Vergessenheit. Und Mali muss schon nächste Woche noch einen Ball aus dem Baum holen, um hier besondere Erwähnung zu finden. Der Star des Tages hieß (und heißt zur Stunde am Eisenhammer immer noch) Thomas Plohmann!

 

Nach großartigen Jahren am Hammer, wo er eine beständige Stütze der Mannschaft war und zum „harten Kern“ der Hammerjungs gehörte, zieht es ihn jetzt nach Bielefeld, wo er mit seiner Freundin zusammen zieht. Der Abschied wurde intensiver geplant als das Spiel, das schon wieder mit Notkader nach acht Absagen begangen wurde. Die Hoffnung, nicht komplett verhauen zu werden angesichts des stark eingeschätzten Gegners, sowie der absolute Wunsch, irgendwie einen Elfmeter für Thomas zu bekommen, waren vorherrschend. Beides ging wunderbar auf. Natürlich auch durch einen starken Thomas im Tor, aber auch durch manchmal etwas vermissten absoluten Willen und Kampf und nicht zuletzt durch das Angebot der Mintarder, die zweite Garde auflaufen zu lassen, hielten wir das Ergebnis in sehr gutem Rahmen. Als die Hoffnung auf ein Thomas-Tor langsam schwand und die feierhafte Auswechslung unserer Nummer Eins langsam vorbereitet wurde, kam es doch zu dem ersehnten Pfiff. Dass es auch noch ein berechtigter Elfmeter war, der Thomas-Rufe im Stadion erklingen ließen, unter denen die „Katze“ zum Punkt schritt, macht die Sache noch besser. Es war genau das Tor, genau der Elfmeterpunkt, von dem Thommy am Donnerstag nach dem Training noch Extra-Schichten geschoben hatte und sich auf den unwahrscheinlichen Fall eines Elfmeters vorbereitet hatte (das jämmerliche Ergebnis dieser Vorbereitung sei dem Leser hier erspart...). Nun hieß es: Mach es besser als beim Training, Thommy. Du hast es dir so verdient! Hau ihn einfach rein und mach dich zur Legende! Und er machte sich zur Legende!!!! Ganz abgezockt, als hätte er nie etwas anderes gemacht, schickt er sein Pendant in die falsche Ecke und trifft zum ersten Mal seit der F-Jugend wieder in einem Fußballspiel. Es ist einfach zu schön, um wahr zu sein. Bei seinem Abschied macht sich Thomas doch noch zu TORmas.

 

Fünf Minuten später ist dann das Kapitel Eisenhammer (vorerst?) für Thomas beendet. Unter Applaus der VfL-Familie wie ebenso von den Mintard-Verantwortlichen und sogar vom Schiedsrichter verabschiedet sich Thomas von jedem Spieler auf dem Platz und macht das Tor für Lars frei. Marci Bammsiepe ersetzt diesen in der Elf der Hammerjungs.

 

Lange nach Abpfiff wurde Thomas noch gebührend verabschiedet, mit unterschriebenem Trikot, Musik und einer guten Menge Flüssignahrung.

 

Mach et gut, Thommy, und hau' rein. Wir sehen uns bei der Mannschaftsfahrt und vielleicht noch das ein oder andere Mal auf ein Stauder am Hammer. Du bist immer willkommen.

Und unter uns: So schön ist Bielefeld gar nicht...

 

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Kuriositätenkabinett am Tag der Elfmeter

09.04.2017

DJK Franz-Sales-Haus I – VfL Kupferdreh II 1:0 (0:0)

Hammerjungs: Pfeifer (C) – Metzler, Linnemann, Roesch (g/r: 87.) , Pilny – Ramirez (46. Schmidt),
                        Oberste-Ufer – C. Tarach, Menzel, Ajoud – Päsler (25. Hanke)

Tor: 1:0 (81.)

Bes. Vork.: Pfeifer pariert anderthalb Elfmeter (67.-69.)

 

Klar, auf Asche zu spielen, wenn man einen wunderbaren Kunstrasen nebenan hat, ist bitter. Aber das ist man vom heimischen Eisenhammer ja gewohnt, deshalb hielt sich die Enttäuschung darüber, heute mal wieder auf rotem Rasen zu spielen, in Grenzen. Doch als der Platz, der hinter einem Hügel liegt und somit vor dem Aufwärmen noch nicht gesehen wurde, ins Sichtfeld der Gäste trat, wich die geringe Enttäuschung über den Belag regelrechter Verblüffung. Nicht nur, dass die Asche in ziemlich gruseliger Verfassung war (ist ja schließlich Kreisliga...), der Platz war nicht markiert. Notdürftig wurden Hütchen installiert, die noch besser als die verbleibenden Linien angaben, wo genau der Fünfer war, eine grobe Orientierung des Sechzehners lieferte und in etwa zeigte, dass es einen Platz gab, der dem Mittelpunkt nahe kam und deshalb zum Anstoßen ganz gut geeignet war. Auf Elfmeterpunkte wurde gänzlich verzichtet – dazu später mehr.

 

Fußball wurde so gut es ging dann auch noch gespielt. Das Spiel passte sich den Platzverhältnissen an. Die Torhüter waren mehr damit beschäftigt, die Hütchen zu prüfen, um zu sehen, ob sie sich noch im Sechzehner bewegten, als mit ihrer Aufgabe, Bälle zu halten. Der Franz-Sales-Häuser brachte es auf kleinere Arbeitsnachweis, als Björn schoss, Marvin eine Freistoßflanke brachte oder Aziz in den Strafraum eindrang. Der heute wieder einspringende Lehrer durfte ebenso eine gegentorfreie Halbzeit verleben, musste dazu aber nur einen Ball per Fußabwehr retten und eine sich senkende Flanke in Sicherheit bringen sowie einen Kopfball aus drei Metern von der Linie kratzen. Die Hausherren hatten zwar deutlich mehr Feldanteile, scheiterten aber, wenn sie doch mal es durch die VfL-Defensive schafften, mitunter recht kläglich. Viel ging neben den Kasten, viel blieb Stückwerk. Es sind genau solche Spiele, die die Hammerjungs in letzter Zeit gerne spielen. Defensiv sieht das immer besser aus, auch die Bewegung ohne Ball wird zusehends stärker. Insbesondere die beiden Innenverteidiger Heiko und Marvin machten eine gute Figur – dass nicht alles klappt, liegt in der Natur der Sache, wenn der Gegner so viel Ballbesitz hat.

 

Ohne Tore ging es also in die Pause, gutes Spiel der Kupferdreher. Sicherlich vorne noch ausbaufähig, aber hinten stark.

 

Die zweite Halbzeit hatte es dann in sich – auch wenn sie etwas Anlauf brauchte. Eine Viertelstunde lang geschah rein gar nichts, was irgendwie mit Torgefahr assoziiert werden könnte. Dann wurden die Huttroper wieder stärker und drückten auf die Führung. Mitte der zweiten Halbzeit dann ein Pfiff, nachdem Björn im eigenen Sechzehner sich mit seinem Gegenspieler beharkte, der den Kupferdreher Linksverteidiger aber ebenso deutlich am Arm hielt. Elfmeter – harte Entscheidung. Wenn man den gibt, muss man im Spiel fünf Elfer geben, pflege ich bei solchen Aktionen zu sagen. Wie recht ich diesmal doch (fast) hatte...

Während sich die Erste heute unendlich über den Elfmeter freute (siehe Bericht Hollywoodreifer Abgang), kam der hier denkbar ungelegen, auch wenn die Elfmeterbilanz des VfL ganz passabel war. Wie oben erwähnt, war ein Elfmeterpunkt beim allerbesten Willen nicht auszumachen. Der Schiedsrichter war also gezwungen, selbst elf Meter abzuzählen. Das geschah nicht ganz zur Zufriedenheit aller Akteure. Dass der Punkt nun einen Meter weiter an der Strafraumkante als am Fünfer war, war schwer zu glauben. Sei es drum. Der Schütze läuft zum „Elf“meter an – und der Lehrer ist dran!! Doch nicht entscheidend genug, von seiner Hand geht der Ball noch ins Tor. Bittere Enttäuschung, es lief so gut und jetzt so ein dusseliger Elfmeter... Der nächste Pfiff des Schiedsrichters signalisierte aber, dass etwas nicht korrekt gelaufen war. Gelaufen waren nämlich seinem Geschmack nach zu viele Spieler, und zwar in den Strafraum, bevor der Strafstoß ausgeführt wurde. Neues Spiel, neues Glück. Der Schütze läuft erneut an – wieder seine rechte Ecke, wieder ist der Lehrer da – und hält tatsächlich! Der Ball aber noch nicht geklärt, er fliegt zurück, auf den Schützen zu und... der Unparteiische lässt ein zweites Mal wiederholen! Abermals sollen zu viele Spieler sich zu früh bewegt haben. Proteste – auf beiden Seiten. Kupferdreh heilfroh über den gehaltenen Elfer (oder Neuneinhalber...), DJK erbost, da sie den sich anbahnenden Nachschuss schon im Tor sahen. Dritter Versuch. Neues Spiel, neues Glück, neuer Schütze. „Neue Ecke“, denkt sich der Lehrer. Er taucht diesmal vom Schützen gesehen in die linke Ecke. Und ballt die Fäuste. Der Strafstoß „zu platziert“, wie man so schön sagt. Wieder ist es die gleiche Ecke, die der Schütze und der Kupferdreher Schnapper wählen, doch diesmal braucht er nicht einzugreifen. Der Ball geht vom Pfosten ins Aus.

 

Jetzt war das Momentum auf der Seite des Gastes. Der wurde etwas mutiger, Hansi und Aziz kamen zu Angriffsversuchen. Zu mehr sollte es nicht reichen, doch auch ein 0:0 ein voller Erfolg für den punktlosen Tabellenletzten. Doch es kommt erstens immer anders zweitens als man denkt. Huttrop kam immer mehr. Das Abschlussglück aber nicht auf ihrer Seite, kamen sie zehn Minuten vor Schluss über eine Ecke nicht hinaus. Die wird hereingebracht, ist aber viel zu ungefährlich und landet im Aus. Ein Pfiff. Verwunderte Blicke zum Schiedsrichter folgen seiner Hand bis zu seinem Finger, der unmissverständlich auf den imaginären Elfmeterpunkt zeigt. Der starke Heiko soll geschoben haben. Ein aus meiner Perspektive Allerweltszweikampf bei Ecken. Doch ich bin schließlich Spielberichtsschreiber und kein Schiedsrichter. Auch Elfmeter Nummer Vier musste der Korrektheit wegen abgezählt werden. Gefühlt jedoch war der Ball noch näher am Kasten. „Der schießt in die Mitte“, geht es dem angehenden Mathe-Lehrer (Stochastik-Prüfung mit 2,7 bestanden, obwohl 20 Minuten zu spät zur Klausur gekommen) durch den Kopf. Ob das auch die Idee des Schützen war, wird ein Geheimnis bleiben. Dieser (der dritte Schütze des Tages) läuft an und verwandelt! Böse Zungen behaupten, es wäre der schlechteste des Tages gewesen, halblinks vom Schützen aus gesehen. Eher mittig als links, aber Tor ist Tor. Dem stehen gebliebenen Schlussmann bleibt nichts anderes übrig als seine Vorderleute seinem ungewohnten Kapitänsamt entsprechend weiter zu motivieren und zu hoffen, dass doch der erste Punkt der Saison gefeiert werden könnte.

 

Nach kurzem Aufbäumen und einer Chance von Hansi sowie einigen passablen Passstaffetten der Gäste kamen die Gastgeber wieder. Und sie kamen mit Zug zum Tor. Kevin legt einen Spieler sehr rustikal im Sechzehner. Der klarste Elfer des Tages wird nicht gegeben. Der Schiri lässt weiterlaufen. Man mag jetzt sagen: „Dann gleicht sich ja alles wieder aus. Zumindest der zweite Elfmeter war grenzwertig und dieser wird nicht gegeben.“ Da jedoch liegt ein Irrtum vor. Ich bin überzeugt, Kevin hätte seinen Gegner nicht von den Beinen geholt, wenn es noch 0:0 gestanden hätte. Sei es drum. Kurz vor Schluss kommt FSH noch einmal. Der bereits verwarnte Marvin wird in ein Eins-gegen-Eins-Duell verwickelt und weiß sich 20 Meter vor dem Tor nur mit einem Foul zu helfen. Der Angreifer geht aber weiter und schießt. Es wird zur Ecke geklärt. Mustergültig legt der Unparteiische aber die neue Vorteilsregel aus und verweist Marvin mit Gelb/Rot des Platzes, als der Ball im Aus ist. Unstrittige Entscheidung. Zu einem Tor reichte es beim Spiel zehn gegen elf auf beiden Seiten nicht mehr, die Akkus waren leer, die Sonne hatte ihr Übriges dazu getan.

 

Franz-Sales-Haus war natürlich ohne Wenn und Aber die bessere Mannschaft. Aber man hat gesehen, dass jeder Kupferdreher hier einen Zähler entführen wollte. Der Einsatz stimmte, der Kampf war da, Zweikämpfe wurden angenommen. Es hätte der verdiente erste Punkt sein können, doch ein Standard machte die Arbeit zunichte. Aber es hat Spaß gemacht. Taktisch verbessern wir uns hinten so gut, dass jetzt nur noch vorne der Schalter für Tore umgelegt werden muss, damit die Tabelle endlich mal Futter bekommt.

 

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Kudel kehrt zurück, beide Mannschaften halten Ergebnis im Rahmen

02.04.2017

Am Sonntag spielten die Erste (gegen Werden-Heidhausen) und die Zweite (bei Teutonia) jeweils um 11 Uhr und unterlagen mit 0:4. Da André sich entschuldigen ließ und Patrick bei der Zweiten auflief, war Fabian größtenteils allein am Eisenhammer. Ihm zur Seite stand aber ein gern gesehener „Gast“, der unter großer Freude seine Arbeitsstätte mal wieder betrat. Der schon gut genesene Kudel konnte aus seiner Kurzzeitpflege, die er nach überstandenem Krankenhausaufenthalt derzeit bekommt, für einen Vormittag an den Hammer gelotst werden und wurde sehr freundlich begrüßt. An seine Aufgaben als Betreuer war natürlich noch nicht zu denken, doch alle freuten sich über seine Rückkehr.

 

 

 

Gegen den Bezirksliga-Absteiger konnte auf Asche ein ordentliches Spiel abgeliefert werden, das im Ergebnis sogar etwas trügt. Ein bis zwei Tore waren den Hammerjungs in jedem Fall vergönnt, vier Gegentore klingen auch wieder nach schwacher Defensivleistung, die definitiv gegen den starken (aber stärker eingeschätzten) Gegner nicht stattfand. Bei guter Laune und nach Lob des gegnerischen Trainers wurde der Vormittag bei spanischen Klängen von DJ Carlos ausklingen gelassen.

 

Für die Zweite lief es ähnlich, auch wenn das gleiche Ergebnis etwas mehr Unzufriedenheit auslöste. Besonders stark war der Gastgeber von der Hermannshöhe nicht, allein der VfL war offensiv noch etwas schwächer. Während in Halbzeit Eins noch wenige Chancen und null Gegentore standen, fand die Pilny-Elf im zweiten Durchgang vorne kaum noch statt und schaffte statt Entlastung nur lange Bälle, die sehr regelmäßig zum Gegner fanden. Die Tore, die die Hausherren in der ersten Hälfte schon hätten machen können (wobei die Abwehr und allen voran Basti noch viel entschärfte), legte Teutonia ab der 60. Minute nach. In den Belangen Geschwindigkeit und Spielanteile lagen die Teutonen deutlich vorne. Beachtlich nur, dass beinahe alle Tore durch Konter (!) fielen, vorzugsweise nach VfL-Eckbällen.

 

Ein Nachsatz zu der Facebook-Meldung vom gestrigen Samstag: Es handelte sich um einen April-Scherz, wie von vielen erkannt. Ein weiterer Kunstrasenplatz am wunderschönen Eisenhammer ist noch nicht zu erwarten.

 

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Hömma, hat schomma ne Mannschaft drei Stück von denen gekricht?“

30.03.2017

ESG I – VfL Kupferdreh I 5:3 (2:1), 24. Spieltag, Donnerstag, 30.03.2017, 19:00 Uhr

Hammerjungs: Plohmann – Hainold, Kohlmann (C), Gallego, Marcow (81. Schmitz) – Hitpass, Renell (75. Karim) –
                        Lampey (62. Ramus), Barrotta, Gajewski – S. Strub (Bank: Arlt)

Tore: 1:0 (13.), 1:1 S. Strub (15.), 2:1 (40.), 2:2 Renell (53.), 3:2 (63.), 4:2 Gallego (ET, 78.), 4:3 Barrotta (89.),
         5:3 (90.)

 

Wenn die gegnerische Bank nach dem Spiel trotz Sieges vollkommen entrüstet über das eigene Ergebnis ist, kann man nicht so viel falsch gemacht haben. Tatsächlich war es ein bärenstarkes Spiel der Mannschaft vom Eisenhammer, die neben Kudel heute auch den Ausfall von Fußballphilosoph André Wölting verkraften musste, was interessante personelle Aufstellungen an der Fahne nach sich zog. Trotz des Chaos vor dem Spiel riss sich der VfL in den neunzig Minuten auf dem Platz den Allerwertesten auf und machte es dem Favoriten sehr schwer.

 

Spiele unter der Woche sind organisatorisch immer ein schweres Pflaster, auswärts ganz besonders. Während die ersten Mannen in blau und gelb schon zum Aufwärmen den Platz betraten, wartete der VfL noch auf Nachzügler, die um zwei Minuten nach sieben (man beachte die Anstoßzeit...) erst komplett waren. Ganz bitter neben den Ausfällen, die sich schon zwischen Dienstag und Donnerstag Mittag anbahnten, war die (viel zu späte) Erkenntnis, dass Gerrit, der in letzter Zeit eine echte Größe in der VfL-Aufstellung geworden war, wegen seiner fünften Gelben gesperrt war. Das erleichterte hingegen die Berufung eines „Nichtneutralen Schiedsrichterassistenten“, bei dem Gerrit nun debütierte – widerwillig, aber dafür auch gar nicht mal so gerne.

 

 

 

Personell klaffte mal wieder die obligatorische Lücke im Kader. Doch dass Neuzugang Dennis Ramus seinem Pflichtspieldebüt entgegenfieberte, war immerhin ein Lichtblick. Taktisch versuchten wir es mal mit einem 4-2-3-1, was auch dank der großen Laufbereitschaft ganz passabel funktionierte.

 

Das Spiel begann (überraschend direkt zu Anpfiff sogar mit 11 gegen 11 und vier rot-goldenen Auswechselspielern) mit einem druckvollen Angriffspressing von den Huttroper Gastgebern. Das allerdings wurde messerscharf vor dem Spiel vom Trainerstab analysiert und vorhergesagt, weshalb seine Schützlinge perfekt der Situation gewachsen waren. Zehn Minuten lang ging es für die Heimelf, die zwar zwischen 85 und 90 Prozent Ballbesitz hatten, nur über Fernschüsse. Das wiederum war nicht besonders schlimm, da Schlussmann Thomas so langsam warmgeschossen wurde und auf Betriebstemperatur kam. Beim VfL blieben Gegenangriffe Stückwerk, wenn auch manch ein Konter im Torabschluss mündete. Doch trotz des neuen Spielsystems stand der Gast hinten drin ziemlich souverän und kompakt. Natürlich kam auch mal was dem Tor gefährlich nahe, aber mit Torwart und etwas Glück auf unserer Seite spielten wir heute ausnahmsweise mal (und nicht wie sonst der Gegner) mit mindestens elfeinhalb Spielern. Bis zur 13. Minute aber hatte 99/06 noch keinen Abschluss im Kupferdreher Sechzehner. Das ändert sich schlagartig nach einer fantastischen Flanke von der rechten Seite, die perfekt auf den Kopf des Stürmers kommt, der mustergültig aus zehn Metern einköpft und Thomas nicht den Hauch einer Chance lässt.

Die Führung kommt etwas überraschend, wenn auch nicht unverdient. Die Antwort, eben so überraschend, des Tabellen-Schlusslichtes ließ nicht lange auf sich warten. Zwei Minuten nach dem Rückstand spielt sich Gio an fünf bis sechs Gegenspielern vorbei über den halben Platz. Angefangen zwanzig Meter vor dem eigenen Tor gewinnt er jedes Eins-gegen-Eins-Duell und tankt sich durch bis etwa 35 Meter vor das Gehäuse des Gastgebers. Dort spielt er, umringt von drei Gegenspielern, einen etwas steilen Pass auf Steffan, der sich aber durchwuselt den Ball knapp an dem herauskommenden Torwart vorbeispitzelt, von wo aus er langsam ins Tor trudelt.

 

Dann begann Teil Eins der großen Thomas-Plohmann-Show. ESG, durch den Ausgleich aufgestachelt, erspielte sich mit guten Kombinationen Chance um Chance, scheiterte aber immer wieder am Kupferdreher Rückhalt. Besonders beeindruckend parierte er eine Doppelchance in der 36. Minute, wobei er sich bei dem zweiten Versuch besonders lang machte und die Kugel irgendwie aus dem Tor kratzte. Wenige Sekunden nach dem Ausgleich allerdings hatte er noch das Glück des Tüchtigen, als ein Gegner nach guter Körpertäuschung die gesamte VfL-Defensive auseinander nahm und gefühlte drei Minuten allein vor dem Tor stehend aus fünf Metern nur den Innenpfosten traf. Sonst aber hielt Thomas alles, von Flanken über Fernschüsse bis hin zu Eins-gegen-Eins-Duellen. (Bei wem er sich das abgeguckt hat, wird an dieser Stelle aus persönlicher Befangenheit und einem ungewohnten Anflug von Bescheidenheit offen gelassen.)

 

Kurz vor der Pause musste es dann doch geschehen. Ole gewinnt einen ungeheuer wichtigen Zweikampf zwei Meter vor dem Sechzehner, kann den Ball aber nicht kontrolliert klären. So landet er vor den Füßen eines Blau/Gelben, der in der Hinsicht keine Verwandten zu kennen scheint und die Kugel ohne Annahme mit vollem Risiko in einer Wahnsinnsgeschwindigkeit derart in den Giebel nagelt, dass Thomas gar nicht erst Anstalten macht, hinterherzuspringen (40.).

Noch kürzer vor der Pause ist es fast wieder der erneute Ausgleich. Nach doppeltem Doppelpass zwischen Pumba und Gio kommt der Steckpass zu Steffan, der in den Strafraum eindringt und die ESG-Abwehr umkurvt. Als er abzieht, reißt er schon beinahe beide Fäuste hoch, die Bank erhebt sich leicht, doch der Schuss verpasst denkbar knapp den Winkel.

 

So ging es mit 1:2 in die Pause. Man kann nicht sagen, dass es unverdient war, doch leicht unglücklich war es dennoch aus Kupferdreher Sicht, das schon nach dieser guten Halbzeit einen Punkt verdient hatte. Die Vorstellung aber, dass dem Gastgeber gerade in der Kabine wohl die Hölle heiß gemacht wurde, sorgte schon für Genugtuung und stärkte die kesse Hoffnung, aus der Hubertusburg vielleicht doch noch ein Pünktchen zu entführen.

 

Erst einmal wurde in der Pause aber gewechselt – der Schiedsrichterassistent. Nachdem Gerrit vom Schiedsrichter ermahnt wurde, seine Aufgabe nicht seinem würdigen Ersatz (der spielfeldbegrenzenden Metallstange) zu überlassen, sondern bitte selbst an der Seitenlinie anwesend zu sein, gab er bereitwillig die Fahne an den aufopferungsvollen Norman ab, der fortan einen super Job an der Fahne machte.

 

 

 

Nach dem Seitenwechsel startete ESG wieder mit gnadenlosem Angriffspressing, das in den letzten zwanzig Minuten der ersten Hälfte kräftemäßig etwas vernachlässigt worden war. Die VfL-Abwehr wankte zwar und ein richtig erfolgreiches Aufbauspiel wollte auch nicht gelingen, doch sie hielt. Schon fünf Minuten nach der Pause wurde das Spiel etwas offener, mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Die Waage schlug etwas zugunsten der Hubertusburger aus, aber der VfL war im Spiel. Nach 53 Spielminuten bekommt Gaga dann einen Freistoß zugesprochen. Kevin tritt an, der Ball ruht etwa sieben Meter in der Hälfte der Gastgeber. Mit links bringt er ihn herein und trifft Kopfballungeheuer Gaga, der aus fünf Metern auf Steffan ablegen will, den Ball aber dafür nicht optimal trifft. Stattdessen senkt sich der Ball am verdatterten Torwart vorbei in die lange Ecke, wo er neben dem Pfosten einschlägt! 2:2, alles wieder offen!

 

In der 62. Minute kam Dennis Ramus zu seinem Einstand im rot-goldenen Trikot, Pumba machte Platz. Ohne dass ihn große Schuld trifft, fällt anderthalb Minuten später über seine Seite das 2:3. Doch das macht ESG einfach wieder stark. Sie kombinieren sich rechts durch und setzen mit einem flachen, harten Pass ihren Stürmer in Szene, der aus kurzer Distanz, aber spitzem Winkel seine Qualität zeigt und den Gastgeber zum dritten Mal am heutigen Tage in Führung bringt.

 

Ein Muster zeichnete sich ab. Kaum fiel ein Tor, wurde es prompt auf der Gegenseite gefährlich. Nun waren nach 65 Minuten also wieder die Hammerjungs an der Reihe. Gio bedient mit einem langen, steilen Pass den frei stehenden Lars auf der rechten Seite, der sein Tempo spielen lässt und den Ball in den Strafraum treibt. Dort legt er ganz stark in den Lauf von Steffan, der aus sechs Metern die Kugel im Netz versenkt! Doch der sehr starke Schiedsrichter Müller sah in dieser kniffligen Situation eine Abseitsstellung unserer Nummer Neun. Schade. Sahnemäßig guter Angriff von allen drei Beteiligten. Kein Vorwurf an Müller, der äußerst souverän gepfiffen hat. Einen perfekten Schiedsrichter wird man auch in hundert Jahren, selbst mit Videobeweis und erst recht nicht in der Kreisliga, nicht finden. Doch die Art, das Spiel zu leiten und die Entscheidungen fanden auf beiden Seiten Anklang, sodass man aus VfL-Sicht (man kann fast sagen, endlich mal wieder) richtig zufrieden mit einem Unparteiischen sein konnte, ohne dass er uns bevorteiligt hätte. Steffan stand vielleicht auch tatsächlich im Abseits.

 

Unsere Sechser machten ein bärenstarkes Spiel, bei dem viel Laufarbeit gefordert war. So verwunderte es nicht, dass eine Viertelstunde vor Schluss Gaga die Segel streichen und Rahel das Feld überlassen musste. Während Thomas wieder zu Höchstform auflief, verpufften unserer Konter etwas zu oft im Nichts, nachdem einfache Fehler das Spielgerät wieder zu blau-gelbem Eigentum machten.

 

Schlussphase (man lese und staune: es war immer noch spannend): 78. Minute: Ecke ESG. Thomas kann wegfausten, zu kurz, Fernschuss, Carlos fälscht ab, Eigentor. Ende, Aus, Mickey Maus? Denkste! Heute war alles drin. Auch aus einem 2:4 vielleicht noch ein Unentschieden zu machen. Die Angriffsmaschine lief wieder. Die Partie erreichte eine unglaubliche Geschwindigkeit, es ging mit Kontern und Gegenkontern hoch und runter. Nach einer weiteren Rettungstat bleibt dann Thomas mit Kreuzbandbeschwerden liegen, Riesen-Schock für Kupferdreh! Er kann noch weiterspielen, rund sah das aber nicht aus. Kaum war der Schiedsrichter-Ball ausgeführt, ging es wieder zur Sache. Möglichkeiten hüben wie drüben. Steffan schießt – vorbei. Gegenangriff – Thomas ist da, langer Pass – zu ungenau. Mal eine Verschnaufpause durch ein Foul an einen Gast. Kevin tritt wieder an, wieder halblinke Position, diesmal nur gute dreißig Meter vor dem Tor. Gio bekommt den Ball, kann ihn irgendwie behaupten und zieht aus acht Metern ab – drin (89.)!!!

3:4 in Huttrop ist zwar ein gutes Ergebnis, aber wenn man schon einmal da ist, will man dann auch mehr. Wir machten auf, beorderten Rahel in den Sturm, den ebenfalls eingewechselten Tobi Schmitz ins Mittelfeldzentrum und ließen Dreierkette spielen. Alles oder nichts.

 

Am Ende war es dann nichts. ESG kam nach einem Konter sogar noch zum 5:3, an dem Thomas vielleicht etwas hätte machen können, wenn er nicht verletzt wäre (vielleicht auch nicht, keine Ahnung). Trotzdem wird man das Gefühl nicht los, dass das ein richtig gutes Spiel war. Irgendwie fühlte es sich sogar ein bisschen an wie ein Sieg. Die Jungs haben gekämpft, drei Buden gemacht und den Gegner zur Verzweiflung gebracht. Sogar Schiedsrichter Müller beglückwünschte den Verlierer am Ende zu einem guten Spiel. Aus einem Spiel, das eigentlich vor dem Anstoß schon verloren war, haben wir eine ganze Menge gemacht und das ist schön.

 

Das Schlusswort verdient Thomas, der eines der besten Spiele eines Kreisliga-Torwarts gemacht hat, die ich jemals gesehen habe. Geil gespielt, Junge, werd' bitte, bitte bald wieder fit.

 

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Zweite erstem Dreier so nah wie nie

26.03.2017

VfL Kupferdreh II – Heisinger SV III 0:1 (0:1), 18. Spieltag, Sonntag, 26.03.2017, 13:00 Uhr

Hammerjungs: Pfeifer – Metzler, Roesch, Arlt (C), Pilny – Oberste-Ufer, Stenzel – C. Tarach, Menzel, Ajoud –
                        Schmidt

Tore: 1:0 Ajoud (Vorlage: Menzel, 3.) 0:1 (33.)

 

Bei einer Niederlage zu schreiben, ein Systemwechsel habe gefruchtet, scheint erstmal sonderbar – ist es auch. Nichtsdestotrotz stand am Ende von neunzig kräftezehrenden und endlich mal wieder nervenaufreibenden Minuten zwar eine größere Zahl auf der rechten Seite des Spielstandes als auf der linken, doch andererseits auch die beste Saisonleistung. Dass nach 89 Minuten noch kein Sieger feststeht, kam in dieser Spielzeit noch gar nicht vor und dass man in der 90. sogar noch einen Punkt einfahren kann, ist – so traurig das auch ist – schon beinahe ein Erfolg.

 

Nicht nur den sonnigen Temperaturen geschuldet, machte das Spiel nicht nur denjenigen der Hammerjungs Spaß, die ein Tor schossen, eine Vorlage gaben oder einen Elfmeter parierten, sondern beinahe allen. Allgemeine Zufriedenheit machte sich mal wieder nach Abpfiff breit. Das hingegen war äußerst überraschend, wenn man sich mal die Vorzeichen des Spiels vor Augen führt. Der Personalnotstand war dieses Mal so weit ausgebrochen, dass aufgrund händeringender Versuche, noch Ersatzspieler zu organisieren, fünf Minuten vor Anpfiff immer noch nicht klar war, ob man sich nicht doch noch einen Spieler beschaffen oder notfalls backen konnte. Dem war nicht so. So trat der VfL zu elft an, mit Aziz, der noch zur Ersten musste, dem Lehrer im Tor, der diese Position zwar schon häufiger bekleidete, aber nunmal immer noch nicht die Wunschlösung auf dieser Position ist. Dazu kamen noch zahlreiche Spieler, die in der Woche nicht einmal trainiert hatten. Um die Bank nicht komplett verwaist zu haben, nahm dort Präsident Heiko Platz, der unverhofft sein Debüt als Trainer feierte. Darüber hinaus wurde auf dem wunderschönen Hammerteppich gespielt, der furchtbar stumpf war, da die Bewässerung gerade erneuert wurde. Zuletzt kam noch hinzu, dass sich zum ersten Mal eine Viererkette hinter den beiden Sechsern formierte. Ganz zu schweigen von dem Gegner, der uns im Hinspiel daheim in Heisingen mit 9:0 zurück an den wunderschönen Eisenhammer geschickt hat und es sich auf Platz Drei der Tabelle gemütlich macht.

 

Tatsächlich begann das Spiel dann so, wie es jeder erwartet hätte: Mit einem schnellen Tor nach knapp drei Minuten. Doch zu jedermanns Überraschung wackelte das Netz des Gäste-Torwarts! Nach einer absoluten Traumecke von Pierre Menzel, die wie gemalt perfekt und in sagenhaft überwältigend starkem Bogen auf Aziz' Kopf fiel, dem es zwar wegen der hingebungsvoll getretenen Ecke leicht fällt, sie im Tor unterzubringen, doch auch einen fulminant tollen Job macht. Er steigt, so scheint es, höher als jeder andere, visiert den Ball an, bringt sein Haupt im exakt richtigen Moment an die Kugel, sodass dem Torwart wie den umstehenden Verteidigern nicht der Hauch einer Chance bleibt, die Kugel am Einschlag zu hindern. Wahnsinn, super Ecke (Pierre Menzel, klasse Typ!), toller Kopfball, einwandfrei... war das nicht, befand der Schiedsrichter. Er entscheidet auf Foulspiel und gibt Freistoß. Über diese Entscheidung konnte man geteilter Meinung sein, aber so ist es im Fußball: Mal hat man kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu. „Aha, und wenn das noch nicht einmal ein Tor war, warum beschreibst du das dann so lang und breit, du Heiopei? Hast du einen an der Waffel?“ könnte ein berechtigter Einwand lauten. Die ehrliche Antwort auf die Frage ist schlicht „Ja.“. Meine weiteren Beweggründe sind allerdings sehr diffizil und komplex und haben allergrößtenteils mit der Hübschigkeit dieser Situation zu tun.

 

Nicht weiter überraschend wurde auch nach der dritten Minute weiter Fußball gespielt – und das gar nicht mal so spektakulär. Torraumszenen waren eher Mangelware. Der in der ersten Hälfte sehr wackelige Lehrer konnte zumindest noch einen Schuss aus der zweiten Reihe ans Lattenkreuz lenken, der VfL konnte seine anfängliche Überlegenheit nicht konsequent genug ausspielen und kam höchstens zu Halbchancen. Wäre da nicht dieses unsägliche Tor gewesen, hätte man von einem „0:0 wie es im Buche steht“ sprechen können. Doch der VfL-Schlussmann ließ nach 33 Minuten einen erschreckend harmlosen Ball aus linker ungefährlicher Position passieren, der gemächlich in die lange Ecke trudelte.

 

Es war wieder einmal eine Halbzeit, die wie gemacht war für Konjunktive in der Retrospektive: Hätte das 1:0 für uns mal gegolten, wäre das ein ganz anderes Spiel geworden. Könnte der Fliegenfänger hinten ungefährliche Bälle genauso gut parieren wie schwierige Bälle, wäre erst recht noch alles drin. Naja, 0:1. Eigentlich war ja noch alles drin. Also wieder raus aufs sonnengeflutete Feld.

 

Wie schon in Durchgang Eins fing der Gastgeber überzeugender an und war feldüberlegen. Wieder kamen kleinere Torannäherungen heraus, doch um den Torwart in Verlegenheit zu bringen, reichte es nicht. Mitte der zweiten Halbzeit wurde Trainer Hommel immer mutiger und beorderte zuerst Pico als zweiten Stürmer nach vorne, dann sogar gegen Ende Björn als dritten Angreifer (Hansi war ebenso für Phil nach vorne gerückt, der hinten wichtige Zweikämpfe gewann). Vor allem Pico sorgte mit wachsender Zeit immer weiter für Gefahr. So kam er oft gut in Angriffsposition, wo er entweder im Eins gegen Eins gestoppt wurde oder hauchdünn im Abseits zurückgepfiffen wurde. Heisingen war über Konter gefährlich, doch unsere gesamte Hintermannschaft machte in der zweiten Hälfte sehr viel richtig und ein gutes Spiel. Immer wieder kam ein Hammerbein zwischen Pässe, immer wieder wurden gegnerische Stürmer super verteidigt. Vor allem den Innenverteidigern Marvin und Tobi merkte man nicht an, dass diese Position eher Neuland war. Was dann doch mal durchkam, konnte der Lehrer parieren, mal mit dem Kinn im Eins gegen Eins, mal mit dem linken Schienbeinschoner, mal ganz konventionell mit den Händen (wenn auch ein Ball gefährlich danach aussah, hinter der Linie gewesen zu sein...). So blieb es spannend bis zur letzten Minute – und die hatte es in sich. Kevin wird per Einwurf geschickt und marschiert die linke Seite herunter, zieht auf Höhe der Sechzehnerkante nach innen und wird gefällt. Freistoß. Wohl die letzte Aktion. Björn führt aus. Für einen Direktschuss ist der Winkel etwas zu spitz, so würde es wohl auf eine hohe Hereingabe hinaus laufen. Dass die Mauer zu nah steht, ruft zwar Protest hervor, stört Björn aber nicht, der eine Idee hat... Drei Schritte Anlauf und der flache Pass ins Zentrum auf Tobi. Der lässt durch! Absolutes Chaos im Strafraum der Gäste. Immer wieder kommt ein Bein an den Ball, rotstutzige Hammerbeine, die die Kirsche irgendwie zum verdienten Ausgleich prügeln wollen, schwarzstutzige Gästefüße, die nur klären wollen. Kevin versucht es, trifft nicht recht, Hansi scheitert an einem Unterkörper, unmöglich zu sagen, von welcher Mannschaft, linke wie rechte Schuhe kommen dem Ball entgegen und der erste Spieler, der ihn richtig trifft, trägt Schwarz und Weiß, pölt die Kugel nach vorne und findet sogar einen Mitspieler, der sich der Mittellinie zuwendet – und dann ist sofort Schluss. Niedergeschlagene und völlig ausgelaugte rote Oberkörper gehen zu Boden und legen sich aufs warme Grün. Es sollte nicht sein. Die letzte Konsequenz bei Toraktionen zeigte, warum magere zwölf Törchen und null Punkte die VfL-Zweitvertretung als Tabellenschlusslicht ausweisen. Die Defensivleistung hat aber auch gezeigt, dass das nicht so bleiben muss und dass zu den 101 Gegentoren nicht mehr viele hinzukommen, wenn wir so weiter spielen. Der Einsatz hat in jedem Fall gestimmt. Was jetzt wohl wäre, wenn wir auch noch trainieren würden...?

 

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VfL verhilft Yurdum Spor zu Befreiungsschlag im Abstiegskampf

Yurdum Spor I – VfL Kupferdreh I 5:1 (2:0), 23. Spieltag, Sonntag, 26.03.2017, 15:00 Uhr

Hammerjungs: Plohmann – Witt, Hainold (75. Ajoud), Kohlmann (C), Marcow – Renell, Hitpass,
                       Gajewski (61. Gonzalez) – Rustemov (61. Lampey), Barrotta – S. Strub

Tore: 1:0 (9.), 2:0 (FE, 45.), 2:1 Rustemov (50.), 3:1 (66.), 4:1 (82.), 5:1 (FE, 85.)

 

Wie gerne erinnert man sich am wunderschönen Eisenhammer an das Hinspiel, das die bislang einzigen Punkte der Saison für den krisengeschüttelten VfL bereit hielt! Wie gerne würde man das Hinspiel aus Yurdum-Sicht aus den Köpfen streichen, wo man als einzige Mannschaft der Liga die Truppe vom Eisenhammer nicht hatte besiegen können! Da es Yudum Spor seit jenem ominösen Hinspiel nicht viel besser ging als dem VfL, da sich beide Teams reihenweise Niederlagen abholten, war ein Spiel zu erwarten, in dem beide Mannschaften sich jeweils realistische Chancen auf Punkte ausmalten. Beide Mannschaften waren ebenso sehr ersatzgeschwächt, was das Spiel qualitativ nicht besser, aber dafür noch interessanter machte.

 

Das Spiel bot viel Kampf, Laufduelle und rassige Zweikämpfe, ohne dass es besonders unfair geworden wäre. Die Gäste fanden zwar gut ins Spiel, fingen sich aber nach nur neun Minuten schon das erste Gegentor ein, das es natürlich erheblich schwieriger machte, den Gastgeber noch zu ärgern. Es entwickelte sich ein Spiel zweier Mannschaften, die sich nicht viel nahmen und jeweils sehr schlampig mit ihren Möglichkeiten umgingen. Während auf Gästeseite das Problem bei den Pässen lag, die in letzter Linie nicht an den Mann gebracht wurden, scheiterte die Heimelf am Nutzen der Chancen. Einiges hielt Thomas sehr gut, doch bei der größten Chance für die Blauen brauchte er gar nicht erst einzugreifen. Der Gastgeber nutzt eine eklatante Lücke in der Abwehr der Hammerjungs und spielt seinen Stürmer hoch an. Für eine Direktabnahme ist der Ball zu schwer zu nehmen, doch für gewöhnlich nimmt man so ein Ding an und knallt es so rein, dass dem Torwart nicht der Hauch einer Chance bleibt. Nicht so der Stürmer von Yurdum Spor, der es aus sieben Metern mit einem Fallrückzieher probiert, der ungefähr genau so weit am Kasten vorbeifliegt. Die Stimmung innerhalb der Reihen der Rellinghausener wurde dadurch nicht besser. Die Zwistigkeiten der Gegner musste der VfL nun ausnutzen, kam aber partout nicht vor das Tor. Im Gegenteil: Thomas musste sogar noch spektakulär mit der Nase retten. Kurz vor der Pause der erste richtige Aufreger in einem Spiel, in dem die Emotionen schon kochten: Gio versucht den angreifenden Stürmer im Sechzehner zu stellen. Der aber geht im Zweikampf zu Boden und bekommt den Strafstoß zugesprochen. Sehr knifflige Entscheidung. Aber es ist diese Fußballerweisheit: Stürmer im eigenen Strafraum... Den fälligen Elfmeter verwandelt der Gastgeber zum 2:0-Halbzeitstand. In diesem Spiel war noch so viel mehr drin für die Mannschaft vom Eisenhammer, dass das 0:2 äußerst unglücklich war. In der Pause war klar, dass wir noch einmal alles versuchten, zumindest ein Tor musste her, um die Partie offen zu gestalten und den Gegner in größere Schwierigkeiten zu bringen, die sich schon untereinander bei einer Führung untereinander anmachten.

 

Druckvoll ging es aus der Pause, Steffan, Gio und Djemail schienen endgültig Lunte gerochen zu haben und versuchten, ihre Harmlosigkeit aus der ersten Halbzeit wieder gut zu machen. Es dauert auch nur fünf Minuten, bis Djemail mit vollem Tempo einen haarsträubenden Fehlpass 25 Meter vor dem Tor erläuft. Mit seiner unglaublichen Geschwindigkeit ist er auch verletzt noch so explosiv, dass er von keinem Verteidiger gehalten werden kann und tatsächlich zum Anschluss trifft (50.). Doch wer jetzt ein Feuerwerk erwartete, der irrte. Klar war das Spiel wieder offen und der VfL versuchte sein Bestes, doch es wollte nichts gelingen. Besonders als Djemail ging, fehlte das Zünglein an der Waage, um Punkte aus dem Manfred-Scheiff-Stadion mitzunehmen. Dann kam es, wie es so oft kommt in dieser Saison: Dem 3:1 (66.) folgte ein umstrittener Freistoß zum 4:1 (82.) und als wäre 4:1 nicht schon sowieso viel zu hoch, kassierten wir mit dem (diesmal klaren) zweiten Elfmeter des Tages auch noch das 1:5. Wie begossene Pudel ging es also mit einer Packung vom Tabellen-16. vom Platz. Auch die Umstellung auf einen weiteren Stürmer eine Viertelstunde vor Schluss wollte nicht fruchten. Dass das Ergebnis wieder einmal fast lächerlich hoch war, sieht man ihm natürlich nicht an. Wir haben besser gespielt als der Spielstand aussagt, aber was nutzt das schon? Wer vorne die Tore nicht macht und sie hinten kassiert, verliert nun einmal, auch wenn der erste Elfmeter und der Freistoß fragwürdig waren. Ausnahmsweise verzichten wir an dieser Stelle auch einmal auf das gute alte Was-wäre-wenn-wir-vollzählig-wären-Spiel und belassen es dabei, auf das nächste Spiel hinzuweisen. Am Donnerstag geht es um 19 Uhr an die Hubertusburg nach Huttrop, wo ESG auf uns wartet.

 

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Erste unterliegt auf Asche

19.03.2017

VfL Kupferdreh I – SV Burgaltendorf II 2:5 (0:3), 22. Spieltag, Sonntag, 19.03.2017, 11:00 Uhr

Hammerjungs: Plohmann – Witt, Kohlmann (C, 23. Maliglowka), Gallego (63. Gonzalez), Gajewski – Renell,
                        Hitpass (63. Karim), Lampey – Henn, Barrotta – S. Strub (Bank: Ajoud, Schmitz)

Tore: 0:1 (21.), 0:2 (39., FE), 0:3 (43.), 0:4 (50.), 1:4 Barrotta (47.), 1:5 (67.), 2:5 S. Strub (87.)

 

Trotz sintflutartigen Regens tags zuvor war die Hammerasche in erstaunlich gutem Zustand. Die Vorahnung, das Spiel würde abgesagt, erwies sich als unzutreffend. Obwohl auch die Hammerjungs keine große Lust verspürten, 90 Minuten auf diesem Geläuf zu verbringen, dürfte der Zustand und die Art des Platzes doch ein Vorteil für uns gewesen sein.

 

Es wurde das erwartet schwache Spiel, zu großen Teilen dem Boden geschuldet. Hüben wie drüben kaum Torchancen, das Spiel dümpelte vor sich hin, einzig Dennis setzte nach tollem Pass von Dustin ein Ausrufezeichen, als er die Latte traf. Auch auf der Gegenseite Chancen Mangelware. Nur einmal bekam der SVA eine Möglichkeit nach schönem Direktspiel, als der Stürmer aber aus knapp fünf Meter den Ball über die Latte statt über die Linie drückte. Defensiv hielten wir die Ordnung, kamen in die Zweikämpfe. Im Laufe der ersten Halbzeit wurde das aber immer weniger und es gab Lücken für den Gast. Eine Lücke nutzte dieser prompt, um relativ überraschend in Führung zu gehen. 21 Minuten waren gespielt, Abwehrchef Ole wollte ausgewechselt werden und der freistehende Stürmer war in abseitsverdächtiger Position, darf aber einschieben. Ausgeglichenes Spiel, trotzdem 0:1. Blöd gelaufen. Auch wenn Burgaltendorf gerade besser wurde, hatte sich das Tor noch nicht wirklich abgezeichnet. Kurz darauf kam Mali für Ole, Dennis rückte in die Viererkette und machte da ein bockstarkes Spiel. Die Blauen bekamen laufend mehr Ballbesitz, wussten aber nicht viel damit anzufangen. Dem VfL gelang es nicht, Konter auszuspielen und so schleppte sich das Spiel der Halbzeit zu. Dann aber Aufregung sechs Minuten vor dem Pausenpfiff. Lautstark geht ein SVA-Akteur im Sechzehner zu Boden, Pfiff, der Schiedsrichter zeigt an, Dennis habe an dessen Schulter etwas geschoben. Harte Entscheidung. Dass er den Ort des Foulspiels im Strafraum gesehen hatte, machte die Lage nicht bedeutend besser. Ob Freistoß oder Elfmeter folgerichtig gewesen wäre, kann nur schwer gesagt werden, in jedem Fall unglücklich für uns. Aber was soll's? Den fälligen Strafstoß schickt der Schütze platziert in die andere Ecke als Thomas und so steht's kurz vor der Pause 0:2. Unser Versuch, mit dem Anstoß den Gegner zu überrumpeln, klappte nicht und so ging es wieder in die andere Richtung. Es wurde wieder gefährlich: Steckpass zwischen unsere Viererkette, Abschluss, Thomas kann parieren. Doch er kann nur abklatschen lassen, der Schütze kommt wieder in Ballbesitz. Unser Schlussmann hindert ihn daran, sich zu drehen und wieder zum Abschluss zu kommen. Die enge Deckung Thomas' geht sogar bis außerhalb des Sechzehners, kurz vor die Außenlinie. Dort hat der Altendorfer keinen Anspielpartner und kann nur mit dem Körper Thomas vom Ball trennen, der beinahe auf der Seitenlinie liegt. Unsere Nummer Eins schießt ihm den Ball vom Fuß ins Aus, der Schiedsrichter möchte ein Foulspiel gesehen haben. Der folgende Freistoß findet seinen Weg auf den Kopf des langen Neunzehners der Gäste, der sich nicht lang bitten lässt, die Einladung annimmt und zum 0:3 einnickt.

 

Bittererweise ist das der Halbzeitstand. Wir haben nicht bedeutend viel schlechter gespielt, liegen aber wieder beinahe uneinholbar weit zurück. Wieder mussten zwei Standardsituationen herhalten, es ist zum Mäusemelken. Doch wir nahmen uns vor, vernünftig weiter zu spielen und zumindest nicht zu Null vom Platz zu gehen, womöglich ging ja noch ein bisschen mehr – wie im Hinspiel, wo aus 0:3 plötzlich ein 4:3 gemacht wurde.

 

Kurz nach dem Seitenwechsel aber schon der K.O.: Knappe viereinhalb Minuten ist die zweite Hälfte alt, als Burgaltendorf einen Angriff, bei dem die Mannen vom Eisenhammer artig Spalier stehen, abschließen und den Deckel auf die Partie machen. Hoch anzurechnen ist dem VfL, dass er nicht aufsteckte und zumindest noch auf Torejagd ging. Mit etwas Wut im Bauch tankten wir uns durch, doch Ballverluste brachten den Gast immer wieder in Ballbesitz. Nach 57 Minuten klappte es dann aber doch. Zwei Zweikämpfe werden gewonnen, Steffan kann in den Strafraum eindringen und legt uneingennützig auf Gio ab, der mühelos aus kurzer Distanz einschiebt. In der Folge gab es ein paar Verwarnungen, Freistoßgelegenheiten und Fehlpässe auf beiden Seiten. Das Spiel, nun da es entschieden war, wurde etwas offener, beide Mannschaften investierten mehr in die Offensive. Erfolgreich war erst der Gast. Nach guter Einzelaktion erhöht die Mannschaft von der Windmühle auf 5:1 (67.). Gaga köpfte gegen Ende des Spiels noch über das Tor, nachdem Gio ihn mit einem Freistoß von der Grundlinie mustergültig bedient hatte. Zudem kam Steffan zu seinem Tor. Mali, der sich sehenswert durchgesetzt hatte, schießt aus halbrechter Position. Der Torwart lässt abklatschen und Steffan ist aus kurzer Distanz zur Stelle und prügelt den Ball regelrecht über die Linie (87.). Thomas parierte sehenswert, bevor der Schiedsrichter die Partie (über)pünktlich beendete.

 

Tja, die Niederlage musste nicht unbedingt sein. Chancenmäßig war uns der Gast nicht deutlich überlegen, hatte zwar kleinere Druckphasen, investierte aber scheinbar nicht kontinuierlich über die ganze Zeit genug in das Spiel, um sich den Sieg richtig zu verdienen. Die Asche stand zweifelsohne einem richtig hochklassigen Spiel ebenso im Weg wie die Voraussetzungen beider Teams, die wohl beide dem Ende der Saison entgegenfiebern dürften.

 

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Alte Herren verabschieden sich anständig aus Stadtpokal

18.03.2017

VfL Kupferdreh Ü32 – VFB Frohnhausen Ü32 0:1 (0:1), Stadtpokal-Sechzehntelfinale, Sonntag, 18.03.2017, 17:00 Uhr

Hammerherren: Berthold – Arlt – Esser, Gallego – Linnemann (64. Schmitz) – Wölting, Marcow (C), Kohlmann – Barrotta, Maliglowka – Witzler (41. C. Tarach)

Tor: 0:1 (33.)

 

Da Basti Schneider heute heiratete und den Großteil des Teams und Trainerstabes einlud, musste der VfL Spieler (und Trainer) zusammensuchen. Und wurde fündig. Alles, was über 32 war, wurde für das Spiel angefragt und war begeistert bei der Sache. So fand sich eine bunte Mischung aus Erster, Zweiter und „echten“ Alten Herren am Samstagabend zusammen. Auf Asche angesetzt, fand das Spiel letztlich doch auf unserem Teppich statt, da die Witterungsverhältnisse (Stichwort: Schmuddelwetter) die Asche schlicht unbespielbar machten.

 

Das Spiel begann furios, mit Chancen auf beiden Seiten im Minutentakt. Allen voran Gio kam dem Tor für unsere Farben in der Anfangsphase bedenklich nahe, scheiterte aber stets am Schlussmann. Nach zehn Minuten verflachte das Spiel etwas, ohne dass es ein schlechtes Spiel gewesen wäre. Die Spielanteile verschoben sich immer weiter zugunsten des VfL. Gio, Fabi und Mali hatten Möglichkeiten zur Führung, allesamt wurden sie liegen gelassen. In der Mitte der ersten Halbzeit aber egalisierten sich beide Mannschaften zusehends, bis nach 25 Minuten der Rest der ersten Hälfte klar dem Gast aus dem Norden gehörte. Einen Fernschuss kann Berti noch überragend parieren. Es folgten weitere Torannäherungen, Flanken und Ecken. Eine Ecke ist es auch, die das goldene Tor des Tages besorgt: Nach 34 Minuten wird die Ecke auf den kurzen Pfosten geschlagen, wo der einschussbereite Ralph Schröder den Ball per Kopf über die Linie drückt, nichts zu halten für Berti im Kasten. Das hatte sich abgezeichnet. Ab der 30. schien es so, als wäre das höchste der Gefühle für die Mannen vom Eisenhammer, mit einem Unentschieden in die Kabine zu gehen. Das gelang nicht.

 

Der zweite Durchgang begann so furios wie der erste. Chancen auf beiden Seiten. Doch schon drei Minuten nach dem Seitenwechsel zeichnete sich ab, dass diese Hälfte klar an die Schwarz/Weißen gehen würde und Frohnhausen nur darauf aus sein könnte, das Ding irgendwie über die Zeit zu schaukeln. Unentwegt lief der VfL an, machte, versuchte, schoss, flankte. Doch zu einem Tor reichte es nicht, schlimmer noch: Für die Situation wurde der Ball viel zu selten gefährlich. Vieles blieb Stückwerk, da sich immer ein Fehler einschlich, Fehlpass, schlechte Annahme etc. Es blieb dennoch ein gutes Spiel und man hatte das Gefühl, jeden Moment könnte es passieren mit dem Ausgleich, keine Frage. Aber um das Tor zu erzwingen, fehlte dann ein bisschen. Womöglich war ausschlaggebend, dass die Mannschaft nicht eingespielt war oder der Platz glatt wie Seife war. Nicht zu vernachlässigen ist aber auch die konzentrierte Abwehrleistung des Gastes, der sich zwar nur noch aufs Verteidigen (beziehungsweise Wegpölen und Bolzen) besann, das aber grundsolide bis zum Schluss durchhielt und mit dem Achtelfinaleinzug belohnt wurde. Am Ende beinahe sogar noch das 2:0. In der Nachspielzeit ist der eingewechselte Tim Teige durch und bekommt den Ball in Sechzehnernähe in den Fuß gespielt, nur noch Berti vor sich. Hinter sich aber Fußballphilosoph Andre Wölting. Der zupft einmal am Trikot und der Angriff ist beendet. Zwei Fragen stellte man sich: Gelb oder Rot? Elfmeter oder Freistoß? Eins allerdings war klar: Das Spiel war verloren. Frohnhausen würde sich Zeit lassen und danach wäre die Partie vorbei. Zuerst die Entscheidungen des Schiedsrichters: Er ließ Gnade vor Recht walten und sah vom Platzverweis und der Sperre ab, zeigte die (dunkel)gelbe Karte und zudem nicht auf den Punkt. Der Freistoß (knapp vor der Sechzehnerbegrenzung) wurde ausgeführt und danach war... nicht Schluss. Konter des VfL. Einwurf. Schluss? Nein, den Einwurf gab es noch. Noch ein Einwurf. Schluss? Nein, den Einwurf gab es noch. Der Ball kommt tatsächlich durch zu Hansi... oder zumindest in seine Nähe, der starke Torwart ist vor ihm zur Stelle, begräbt den Ball unter sich und dann ist tatsächlich Schluss.

 

Dem Gast reichen zehn bis fünfzehn Minuten Feldüberlegenheit für das Tor, das die Hammerherren bei ihren Chancen vermissen ließen. Schade. Aber ein gutes Fußballspiel war es allemal. Verdient oder unverdient interessiert nächste Woche eh keinen mehr, aber es tut gut zu wissen, dass man eine gute Vorstellung abgeliefert hat. Glückwunsch nach Frohnhausen zum Sieg und viel Erfolg in den nächsten Wochen.

Den größten Glückwunsch natürlich an Basti, alles Gute!

 

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Live beim Stadtpokalspiel der Alten Herren

18.03.2017

Spieltag!!!
Ideale Verhältnisse für ein Pokalspiel auf Asche. Die Nervosität steigt, wen bieten die Hammerherren wohl auf? Und die größere Frage: Welche Zuschauer lassen sich eventuell durch Regen vom Eisenhammer abhalten? Hoffentlich keiner! Wenn es doch ein paar Schönwettergucker gibt oder vielleicht jemand hochzeitstechnisch verhindert sein sollte, gibt es hier den FUSSBALL.DE-Liveticker:

http://www.fussball.de/…/…/01U2DND4FK000000VS54898DVSKEV7A5…

Alle Highlights und (hoffentlich) ein paar Fotos gibt es im Laufe des Spiels zudem bei Facebook!

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Ankündigungen

16.03.2017

Die erste Veranstaltung, auf die hingewiesen wird, ist eine Premiere. Denn zum ersten Mal wird am 30.April am wunderschönen Eisenhammer in den Mai getanzt. Alles Wichtige findet sich auf dem Aushang, der auch am ganzen Eisenhammer unübersehbar aushängt. Wichtig hierbei: Kinder zahlen den ganzen Tag über nichts, Erwachsene bekommen Speisen und Getränke jeweils für den Hammerpreis von einem Euro.

 

 

Zur Planungssicherheit bitten wir jeden, bis zum 20.04. zuzusagen. Am besten bei Perry im Kiosk. Sollte das aus welchen Gründen auch immer nicht möglich sein, ist auch ein anderer Weg (telefonisch, per Mail, ...) möglich.

 

Ferner sei auf zwei Veranstaltungen in nächster Zukunft hingewiesen:
Morgen in einer Woche (24.03., 19 Uhr) findet im Jugendraum die diesjährige Jahreshauptversammlung statt.

 

Zuletzt: Am Samstag (17 Uhr) steigt das Achtelfinale des Ü32-Stadtpokals, in dem unsere Alten Herren der Truppe vom VfB Frohnhausen gegenüber stehen werden. Ein Besuch lohnt sich, Perrys Currywurst am Samstagabend, Fußball, dazu noch im Pokal, und ein kühles Getränk nach Wahl... Das klingt doch unverzichtbar! Wer dennoch passen muss (Hochzeit wäre einer der wenigen Gründe...), kann sich hier sowie auf unserer Facebook-Seite auf dem Laufenden halten, wo eine Live-Bericht-Erstattung zu erwarten ist...

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Sehen wir es doch mal positiv...

12.03.2017

Heisinger SV I – VfL Kupferdreh I 12:2 (7:1), 21. Spieltag, Sonntag, 12.03.2017, 15:00 Uhr

Hammerjungs: Plohmann – Gallego, Hainold, Kohlmann (C), Gajewski – Lampey, Renell,
                         Marcow (64. Schmitz) – Maliglowka (64. Gonzalez), Barrotta – S. Strub

Tore: 1:0 (6.), 2:0 (18.), 3:0 (24.), 4:0 (25.), 4:1 Lampey (32.), 5:1 (36.), 6:1 (41.), 7:1 (42.), 8:1 (51.), 9:1 (53.),
         10:1 (58.), 10:2 S. Strub (65.), 11:2 (84.), 12:2 (86.)

 

Yurdum Spor II – VfL Kupferdreh II 8:2 (3:1), 16. Spieltag, Sonntag, 12.03.2017, 13:00 Uhr

Hammerjungs: Pfeifer – Arlt (C) – Ekin, Päsler – Oberste-Ufer, Karim – Roesch, Stenzel, Metzler – Pilny,
                        Katzenmeier

Tore: 0:1 Karim (6.), 1:1 (FE., 15.), 2:1 (18.), 3:1 (36.), 4:1 (47.), 5:1 (FE., 49.), 6:1 (52.), 7:1 (77.), 8:1 (85.),
         8:2 Stenzel (87.)

 

 

An so einem wunderschönen sonnigen Tag muss man ja nicht immer alles schlechtreden. Und der geneigte Leser hat sicherlich auch keine sonderlich große Lust, sich den Tag durch die ewige Leier vermiesen zu lassen. Spielermangel vorne und hinten, in der Ersten und Zweiten, zwanzig Gegentore, zwei Reisen bekommen, #doppelmoa, blablabla. Dabei gab es doch so viel Schönes heute. Nicht nur, dass das Wetter bezaubernd war: Wir haben auch vier Tore geschossen, Mali hat ein tolles Comeback gegeben und zudem haben wir einen Schritt in der Fairplay-Tabelle gemacht, wie lange nicht mehr. Nur eine gelbe Karte in 180 Minuten, das ist schon toll!!! In der Ersten sind wir gar ohne Verwarnung (und Platzverweis) ausgekommen, haben uns trotz laufender Demütigung nicht untereinander zerfleischt und sind auch der Schiedsrichterin wie den Gegnern gegenüber ruhig geblieben, dass es nur so eine Wonne war. Zudem liegt die Elfmeter-Killer-Quote der Zweiten in den letzten beiden Spielen bei 33,3% und ist somit exakt so hoch wie die aller Bundesliga-Torhüter in dieser Spielzeit zusammen!! (Quelle: http://www.transfermarkt.de/1-bundesliga/elfmeterstatistiken/wettbewerb/L1)

 

Der größte Freund dieses Spielberichtes ist heute das Wort „zumindest“. Denn zumindest erzielte die Zweite die erste Führung seit sehr langer Zeit. Das kam so: Nach mehreren Schussversuchen von Pico, Lasse und Björn kommt die Pille Rahel vor die Füße, der aus fünfzehn Metern in halbrechter Position sein erstes Kreisliga-Tor für die Hammerjungs markiert. Im Anschluss war die Freude groß, ein schönes Gefühl, das auch glatte neun Minuten anhielt. Auch wenn ein Elfmeter und zwei weitere, vielleicht vermeidbare, Tore den Spieß herumdrehten und die Rellinghausener Gastgeber mit 3:1-Führung in die Pause brachten, war es doch eine der besten Halbzeiten der letzten Zeit, und das mit einem recht dünn besetzten Kader, den erst im Laufe des Spiels Reservespieler füllten. In der zweiten Halbzeit hatte die nicht mehr ganz verwaiste Bank dann noch die Ehre, das letzte Tor des Spiels zu bejubeln, das Pico besorgte. Inzwischen hatte Yurdum Spor zwar das Ergebnis kurzzeitig auf 8:1 hochgeschraubt, unter anderem durch einen zweifelhaften Elfmeter zum 5:1, aber wir wollten ja bei „zumindest“ bleiben. Und das Tor von Pico ist doch schon einmal etwas, an das man sich nach dem Spiel gerne erinnert.

 

Zumindest zwei Tore in Heisingen, kann man in Bezug auf die Erste sagen. Man lese und staune: Mehr haben an der Uhlenstraße nur drei Mannschaften in dieser Saison geschossen, ebenso zweimal trafen nur weitere drei Mannschaften. Nicht nur das haben wir geschafft, sondern auch etwas viel Wichtigeres (für die Moral und so weiter...): Der Heisinger Trainer war – recht ungewöhnlich bei dem Spielstand von 10, 11 und 12 zu 2, aber immerhin... - zwischenzeitlich sichtbar verärgert und schimpfte wie ein Rohrspatz auf seine Elf. Das kann man als Kompliment für uns auffassen und Macht meiner redaktionellen Freiheit fasse ich das einfach mal so auf.

Auch auswärts beim großen Favoriten gab es wie erwähnt zumindest zwei Tore für unsere Seite, die natürlich auch gebührend gewürdigt werden sollen. Das erste erzielte Pumba nach einem Sahnepass mit dem Außenrist von Gaga genau in seinen Lauf. Er zieht mit seinem rechten Huf aus über zwanzig Metern ab. Der Ball senkt sich genau zwischen den etwas zu weit vor seinem Kasten stehenden Schlussmann und Torlatte, schönes Ding (32., 1:4)! Das zweite Hammertor besorgte Steffan. Einen harmlosen Rückpass zum eingewechselten Ersatz-Torwart kann dieser nicht wegschlagen. Es ergibt sich eine kuriose Situation, in der der Heisinger Keeper über den Ball tritt und Steffan als dankbarer Verwerter nur noch am verdutzten Torwart vorbeigehen und den weiter trudelnden Ball einschieben muss (65., 2:10). Ein Tor mit Hammervergangenheit schoss zudem noch Timo Schmidt (36., 5:1), der seit dieser Saison mit seinem derzeit in Südafrika lebenden Bruder Torben die Schuhe für Heisingen schnürt.

Ein weiteres „zumindest“ können wir mit etwas Wohlwollen noch ausgraben und tun das selbstredend gerne: Zumindest einen Schuss durfte unser Zehner Gio ablassen – wenn auch es auch nur ein Abstoß war.

Ist man mal ganz ehrlich, war eine der schönsten Szenen heute der Abpfiff, an dessen Ende die tapfer kämpfenden Kupferdreher zwar ohne Punkte, aber dafür wenige Augenblicke später zumindest mit einem sehr gut gekühlten Getränk in der Hand die Sonne genießen konnten. Am Ende ist es die erwartete Niederlage geworden. Dass sie höher ausgefallen ist, als gehofft, ist zwar schade, wird aber nichts daran ändern, dass wir weiter positiv in die Zukunft blicken. Vielleicht nicht immer so positiv wie bei diesem rosaroten Spielbericht, aber dennoch ohne Niederlagen zu ernst zu nehmen. Wir können den Phrasendrescher bemühen oder es lassen. Es steht aber fest: Für uns gilt nach wie vor „Von Spiel zu Spiel denken“, „Neues Spiel, neues Glück“ und „Das nächste Spiel ist immer das nächste“. Im Prinzip spielen wir gerade die längste Saisonvorbereitung aller Zeiten und spielen uns jetzt schon seit Juni für die kommende Spielzeit ein, in der man hoffentlich Siege statt Tore feiert. Am Sonntag geht es dann gegen Burgaltendorf und, wer weiß, womöglich wird es was mit Zählbarem für die Tabelle. Nur nicht den Mut, die Lust und das Mannschaftsgefühl verlieren, dann wird es schon bald wieder was.

 

Das größte „zumindest“ gilt natürlich unserer Alten Herren: Nach einem atemberaubenden 9:1 gegen eine gemischte Truppe vom SV Leithe und Winfried Kray geht es am Samstag um die nächste Runde im Pokal. Um 17 Uhr wird der VFB Frohnhausen am wunderschönen Eisenhammer vorstellig, wenn es im ersten Heimspiel der Pokalsaison um den Einzug ins Achtelfinale geht. Erfolgstrainer Faxe hat dazu jüngst seine Einschätzung gegeben:

 

 

Zuletzt gehen noch unsere ganz besonderen Wünsche an Kudel, der sich nach einem Arbeitsunfall einen Wadenbein- und Sprunggelenksbruch zugezogen hat. Wir wünschen alles erdenklich Gute und eine schnelle Genesung, damit wir so bald wie möglich unseren Zeugwart, Betreuer und Linienrichter wieder am Hammer begrüßen dürfen.

Momentan liegt er im St. Josef-Krankenhaus in Zimmer 5510 und wird am Donnerstag operiert. Über jeglichen Besuch, und sei es noch so kurz, würde er sich sehr freuen. Alles Gute, Kudel, wir brauchen dich!

 

 

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Gerrit bleibt

06.03.2017

Nach dem gestrigen Sonntag hat nun auch Gerrit Witt seinen Kontrakt verlängert und bleibt ligenunabhängig auch in der kommenden Saison ein Hammerjung.

Der vielseitig einsetzbare Linksfuß, der jüngst sein erstes Tor für den VfL erzielt hat, kann auf der linken Seite alles spielen, vom Linksverteidiger über linken Sechser bis hin zum linken Halbstürmer. Zu dieser Saison an den Hammer gekommen, hat er sich gut integriert und fügt sich immer besser in die Mannschaft ein. Mit seinen gerade einmal 21 Jahren steht ihm noch eine große Zukunft bevor, die er hoffentlich noch lange am wunderschönen Eisenhammer in den Farben Rot und Schwarz verbringen wird.

 

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Ohne Sechs, Spiel Sieben

05.03.2017

VfL Kupferdreh I – Sportfreunde 07 I 1:7 (0:3), 20. Spieltag, Sonntag, 05.03.2017, 11:00 Uhr

Hammerjungs: Plohmann – Marcow, Hainold (73. Bammsiepe), Henn, Gajewski – Gonzalez,
                        Hitpass (gelb/rot: 79.), Renell (C) – Witt, Lampey – S. Strub

Tore: 0:1 (10.), 0:2 (21.), 0:3 (39.), 0:4 (52.), 0:5 (63.), 1:5 S. Strub (76.), 1:6 (81.), 1:7 (89.)

 

Heute gab es den Startschuss zur zweiten Hälfte der Saison 2016/17. Die Hammerjungs hatten denkbar schlechte Karten: Nach einer wirklich erfolgreichen Vorbereitung trafen uns die Ausfälle heute schwer. Neben Gio (gesperrt), Carlos, Björn, Mali (alle verletzt) und Ole (krank) reihte sich auch noch kurzfristig der gerade so formstarke Djemail in die Liste der Ausfälle ein. Auf der Bank nahmen neben Marci mit Björn M. und Pico nur noch zwei Spieler ihre Plätze auf der spärlich besetzten Bank ein, die für die Zweite eingeplant waren. Zwar war aufgrund der starken Vorbereitung und Trainingsleistung durchaus Hoffnung vorhanden, doch es zeigte sich umso mehr: Diese schmerzliche Verluste sind schlicht nicht zu kompensieren.

 

Hinzu kommt die Punktspiel-Allergie. Wir fingen uns wieder Tore, die sich in einer Kacktor-Galerie sicher gut machen würden. Von den sieben Gegentoren resultierten fünf (!) aus Standards. Auch wenn nach vorne nicht viel ging, was ja prinzipiell dem Match-Plan entsprach, ist das Ergebnis viel zu hoch – das heißt nicht, dass ein Punkt heute verdient gewesen wäre. Aber um drei bis vier Tore tiefer hätte das Ergebnis schon ausfallen dürfen.

 

Es begann wie zu erwarten war: Sportfreunde bewegte den Ball, der VfL verteidigte geduldig und kompakt. Das erste Tor fiel aber nach unserem Geschmack zu früh, als dass richtig was gehen könnte. Der ersten Torannäherung der Gäste folgt eine Ecke, die ihren Weg auf den langen Pfosten zum viel zu freien Ex-Kupferdreher Basti Honnings findet, der gegen die alte Mannschaft dankbar den Kopf hinhält und gegen die Laufrichtung köpfend Thomas keine Chance lässt (10.). Auch der zweite Torschuss findet seinen Weg in das Gehäuse der Gastgeber. Freistoß aus gut zwanzig Metern. Sollte vermieden werden, wurde in der Kabine gesagt. Der Schütze macht sich den starken Rückenwind zu Nutze und haut die Kugel von sich aus gesehen oben rechts in den Giebel (21.), Thomas hatte keinen Stich. Zu dem Zeitpunkt noch keine Hammerchance, aber eben auch nur die beiden für Sportfreunde. Es blieb das gleiche Bild: Sportfreunde schob den Ball hin und her, ohne richtig gefährlich zu werden, Kupferdreh stand gut, konnte nach vorne aber nichts ausrichten. Dann mal ein weiterer Freistoß aus dreißig Metern. Es sollte der dritte Torschuss der Gelben werden. Diesmal ist Thomas an dem sehr stramm geschossenen Ball dran und kann grandios abwehren. Auf Kosten einer Ecke – die er selbst zugeben muss. Gelebtes Fair-Play. Wie sollte es anders sein: Bei der Ecke haben wir das Nachsehen, der anschließende Kopfball zappelt im Netz der Roten (39.). Vier Schüsse, drei Tore, dreimal Standards, gnadenlose Effektivität.

 

Mit einer kleinen Rotation (Rene, Dennis und Gerrit tauschten ihre Positionen untereinander) ging es aus der Pause. In der zweiten Hälfte kamen wir zu etwas mehr Chancen, wurden aber häufig im Abseits zurückgepfiffen. Sportfreunde kam zu mehr Chancen, Thomas konnte sich häufig auszeichnen und seine Mannschaft vor größerem Rückstand bewahren. Kurz nach der Pause ging Dustin mit Ass und König in einen Zweikampf und holte sich die gelbe Karte ab (51.). Die Null-Siebener hatten alle Trümpfe in der Hand und brachten sogar noch einen Joker ins Spiel. In der Pause kam der kopfballstarke Hüne aus den Reihen des Gastes. Sieben Minuten in der zweiten Hälfte sind um, als er bei einem Einwurf gesucht wird. Die Kopfballverlängerung ist eher hoch als weit, er bekommt aber den zweiten Ball selber wieder auf den Kopf. So spielt er weiter auf Basti Honnings, der mit dem Rücken zum Tor stehend aus fünf Metern ebenfalls per Kopf seinen zweiten Treffer markiert. Sehr eigenartig Tor, diese Kopfball-Staffette (Mythos Eisenhammer). Unnötig zu erwähnen, dass es seinen Ursprung in einem Standard (Einwurf) hatte. Sportfreunde gewann nun noch mehr Lust am Spiel und kam sogar zum ersten Tor ohne Standard. Nach Lauf über die rechte Angriffsseite, ohne dass ein Roter entscheidend stören kann, findet die Flanke wieder den ehemaligen VfL-Spieler Basti Honnings, der seinen Torzähler auf „3“ nach oben dreht (63.).

 

Das Spiel war verloren, doch wir kamen zumindest aus dem Schneider. Nach einer Ecke (Standard...) für 07 fahren wir den ersten vernünftigen Konter des Spiels, Gonzo bedient aus dem Halbfeld Steffan, der nahe der Abseitsgrenze an der Abwehrreihe vorbeiläuft, dem Torwart keine Chance lässt und eiskalt verwandelt (76.). Immerhin nicht zu Null. Vielleicht ging ja noch etwas Schadensbegrenzung... Doch den Trumpf des Tores verspielten wir recht zügig. Bei einem Zweikampf holt der bereits verwarnte Dustin den Gegner von den Beinen und wird vom Schiedsrichter mit der Ampelkarte vom Platz gestellt (79.). Eine harte, aber vertretbare Entscheidung, bei der wohl auch die Zahl der kleinen Fouls eine Rolle gespielt haben dürfte.

Der anschließende Freistoß. Ja, Standard, richtig. Der geneigte Leser hat eine Vorahnung, was kommt. Auch an der Bank wurde schon der Stift gezückt. Der Freistoß ist gar nicht einmal so stark geschossen, tupft aber mehr als unglücklich vor Thomas auf (81.). Mit diesem Kacktor Hoch Hundert durfte sich jetzt jeder Spieler an mindestens ein Tor als Mitverantwortlicher ankreiden. Deckungen wurden nicht gefunden, Fehlpässe gespielt, Rückwärtsbewegungen nicht konsequent umgesetzt und nun leistete sich also auch der sonst sehr solide Schlussmann einen. Absolut bezeichnend. Thomas aber ließ sich nicht beirren und konnte davor wie danach Normalform beweisen und sich auszeichnen. Kurz vor Schluss durfte er doch noch ein Mal hinter sich greifen. Zum zweiten Mal ist es kein Standard, aber trotzdem ein Kacktor. Gonzo tritt ärgerlich über den Ball, der einen Null-Siebener erreicht. Der Schuss, den dieser dann aus zwanzig Metern ablässt, fliegt wie gemalt in den Winkel. Wenn man schon kein Glück hat, kommt auch noch Pech dazu. Heute lief es einfach nicht, die Voraussetzungen und die Umstände waren sehr unglücklich. Wir dürfen uns nur nicht entmutigen lassen und müssen an der Vorbereitung statt an diesem Spiel anknüpfen. Wenn dann das Personal noch zusammen ist, können wir bestimmt wieder den Fußball spielen, der uns in den letzten Wochen so viel Spaß gemacht hat.

 

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Wenig Licht und viel Schatten

05.03.2017

VfL Kupferdreh II – Blau/Weiß Mintard III 0:9 (0:2), 15. Spieltag, Sonntag, 05.03.2017, 13:00 Uhr

Hammerjungs: Pfeifer – Arlt (C) – Stenzel, Bäsch – Ekin, Metzler – Roesch, Ajoud (56. Katzenmeier),
                        Oberste-Ufer – Ramirez (54. Althaus), Päsler

Tore: 0:1 (44.), 0:2 (45.), 0:3 (46.), 0:4 (50.), 0:5 (61.), 0:6 (63.), 0:7 (72.), 0:8 (82.), 0:9 (88.)

Bes. Vork.: Pfeifer hält FE (34.)

 

Schönes Wetter, 44 Minuten zu Null, Kevin ist wieder da. So gesehen war es ein positives Spiel beim „Debüt“ von Sven Beeker, der den erkrankten Malwin an der Seitenlinie vertrat. Doch 0:9 spricht eine andere Sprache. Ohne Torabschluss in der ersten Hälfte und mit ein paar zaghaften Versuchen in Durchgang Zwei waren wir viel mit Verteidigen beschäftigt, was sogar knappe vierzig Minuten lang gut gelang. Nicht viel kam auf das Tor von Ersatz-Ersatz-Ersatz-...-Torwart Patrick. Das Verschieben gelang gut gegen die erfahrene Truppe aus Mülheim. Kaum etwas kam durch. Nach 34 Minuten dann die größte Chance zur Führung für die Gäste. Pico fällt einen Gegenspieler, Elfmeter. Patrick entscheidet sich für die gleiche Ecke wie der Schütze und pariert. Kurz darauf erreicht aber auch er wieder Normalform und lässt erst einen Freistoß abprallen, der zum 0:1 verwandelt wird (44.) und kann eine Minute später nach eigenem verunglückten Abstoß nur einem Fernschuss nachsehen, der in die rechte Ecke fliegt (45.). Daraufhin ist Pause. 44 Minuten gelungene Abwehrarbeit in zwei Minuten zunichte gemacht.

 

Als eine Minute nach Wiederbeginn das 3:0 fällt, ist der Deckel im Prinzip schon drauf. In der fünfzigsten Minute erzielt der Gast das 4:0 und hat somit den Auswärtssieg in der Tasche. Vier Tore in sechs Minuten reichen dafür. Danach zwischenzeitlich Auflösungserscheinungen beim VfL. Zweite Bälle gehen grundsätzlich an Mintard, der Rückwärtsgang scheint nach der kräftezehrenden ersten Hälfte auch immer schwerer gefunden zu werden. Ein 0:4 im Nacken macht es da nicht einfacher, jedem Ball hinterher zu gehen.

Das Scheibenschießen ging munter weiter, am Ende hieß es 0:9. In Hälfte Zwei hatte der VfL aber auch ein paar Chancen, allein Pico scheiterte dreimal knapp. Zumindest die Ergebniskosmetik hätten wir uns da verdient gehabt, doch jedes Mal, wenn ein VfL-Akteur vergab, gab es es regelmäßig postwendend das Gegentor. Ein bitterer Tag, vor allem nach der Niederlagen der Ersten.

Es liegt jetzt an uns, diesem Sog mit unbedingtem Einsatz, Willen und Herzblut zu entkommen und jede Woche im Training auf das Spiel hin zu arbeiten. Nächste Woche geht es nach Rellinghausen, wo die Zweitvertretung von Yurdum Spor auf uns wartet.

 

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Weltexklusiv: Faxe äußert sich zu kommendem Pokalspiel

02.03.2017

 

Nicht nur der Wiederbeginn der Meisterschaft wirft seine Schatten voraus. Das Pokalspiel der Alten Herren im Ü32-Stadtpokal wird mit Spannung erwartet. Zu diesem Anlass gewährt Coach Faxe Einblicke in die aktuelle Lage und gibt Einschätzungen zum Gegner Essener SC Preußen, zur eigenen Mannschaft und zu der Rolle, die die Fans seiner Meinung nach in dem Spiel spielen werden.

 

Linux-Nutzer scheinen Probleme mit diesem Video zu haben. Wer oben kein Video sieht, möge bitte hier klicken.

 

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Herzliche Einladung zur diesjährigen Jahreshauptversammlung

01.03.2017

Die Jahreshauptversammlung des VfL Kupferdreh findet in diesem Jahr am Freitag, den 24.03. um 19:30 Uhr im "Jugendraum" der Sportanlage am wunderschönen Eisenhammer statt. Genaueres kann der Einladung (s.u.) entnommen werden.

 

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Erste beendet Vorbereitung ungeschlagen

28.02.2017

Nachtrag: Am vorletzten Sonntag (19.02.2017) spielte die Erste 4:4 (3:1) in Heisingen. Nach starker erster Halbzeit, in der Steffan den frühen Rückstand aus der vierten Minute egalisierte (1:1, 9.) und Dennis (2:1, 23.) sowie Gio (3:1, 42.) den Vorsprung auf 3:1 schraubten, ließen die Hammerjungs etwas nach. Lediglich Djemail traf im zweiten Durchgang noch zur zwischenzeitlichen 4:2-Führung (69.). Nach dem 4:4 in der 81. Minute wurde noch ein Heisingen-Akteur mit Glatt-Rot vorzeitig zum Duschen geschickt (82.). Nach der ersten Hälfte zu urteilen, ist das Unentschieden bitter, aber vertretbar.

 

Nun zu den heutigen Ereignissen:

 

VfL Kupferdreh I – WSV Bochum I 3:3 (2:1), Dienstag, 28.02.2017, 19:30 Uhr

Hammerjungs: Plohmann – Witt, Henn, Kohlmann (C), Marcow – Renell, Hitpass (81. Roesch), Gajewski –
                        Rustemov (46. Lampey), Barrotta – S. Strub (81. Karim)

Tore: 1:0 S. Strub (2.), 1:1 (8.), 2:1 Rustemov (23.), 2:2 (53.), 3:2 Lampey (85.), 3:3 (89.)

 

Zum Abschluss der Vorbereitung kam mit dem WSV Bochum der Tabellen-Sechste der Bochum A-Liga zum Flutlicht-Spiel an den wunderschönen Eisenhammer. Schmuddelwetter und bitterkalt war es auf dem Teppich, der kurz vor Anpfiff noch eine Weile lang weiß statt grün war. Das „Unwetter“ zog aber ab, das Spiel konnte stattfinden. Mit vier ungeschlagenen Spielen in Serie und einem trotz mancher Ausfälle breiten Kader gab es allen Grund für eine breite Brust für die Männer in Rot.

 

Das Spiel begann furios. Gerade einmal 61 Sekunden sind gespielt, als Steffan nach einer blitzschnellen Balleroberung die Hammerjungs in Führung bringt. Das ging ja gut los! Genau das, was wir uns vorgenommen hatten. Nach gegnerischen Ballverlusten der schnelle Pass in die Spitze. Und so einen lässt sich Steffan natürlich nicht nehmen. Dem starken Torwart keine Chance lassend verwandelt er eiskalt. Das Spiel ging munter und wahnsinnig temporeich weiter. Beinahe im Minutentakt gab es Tormöglichkeiten. Nach acht Minuten gleicht der Gast dann aus, nachdem wir einen Ball nicht wegbekommen, der womöglich vorher schon im Aus war. Besonders bitter: Nur wenige Minuten vorher hatten wir einen Einwurf für den Gegner zugegeben. Aber so ist das (Fußballer-)Leben. In jedem Fall konnte Thomas gegen den strammen Schuss aus gut fünfzehn Metern nichts ausrichten und die Uhren waren wieder auf Null gestellt.

Rasant ging es weiter. Wir setzten viele Nadelstiche. Lars' Flanke (9.), Steffans Schuss vor dem blanken Keeper (11.) und eine Chance von Gio nach super Pass von Djemail (13.) brachten ebenso wenig ein wie die Fernschüsse und ansehnlichen Steckpässe auf Bochumer Seite. Schon nach einer Viertelstunde hätte es 3:3, 4:2 oder ähnlich hoch stehen können, Chancen im Minutentakt gegen die Kälte war die Devise. Doch so stark beide Offensivreihen das machten, lag es nicht nur an der mangelnden Chancenverwertung (aber an der auch), sondern vor allem an beiden Schlussmännern, die heute sensationelle Tage hatten, dass es nach zwanzig Minuten immer noch nur 1:1 stand. Beide Torhüter in Sachen Strafraumbeherrschung und im 1 gegen 1 wahnsinnig stark.

Nach 23 Minuten hat dann aber der Torwart mit der ungewöhnlichen Nummer 95 auf dem Bochumer Torwart-Trikot das Nachsehen gegen einen weiteren Hammer-Konter, den Djemail auf die Reise geschickt klasse vollendet. So ging es noch zwanzig Minuten weiter. Möglichkeiten auf beiden Seiten, ein wahres Chancenfestival. Der VfL vielleicht in der Summe mit etwas mehr Chancen, sodass die Führung in Ordnung ging, aber auch der Gast mit einer guten Vorstellung. Dessen Problem waren einzig die vielen kleinen Fehler im Aufbauspiel, die wir unsererseits immer wieder ausnutzten, aber zu selten mit Toren bestrafen konnten.

 

In der Halbzeit ging dann der beste Mann auf VfL-Seite. Djemail, der offensiv an den meisten Chancen beteiligt war und defensiv einige Bälle abgefangen hatte, blieb in der Kabine, um sich für das Wochenende zu schonen, und wurde durch Pumba ersetzt, der endlich mal wieder weiter vorne ran durfte. Es sei vorweg genommen: Wie schon in Heisingen war das Spiel in Hälfte Zwei mit himmelweitem Unterschied schlechter als noch vor der Pause.

 

Der Gast hatte sich offensichtlich etwas vorgenommen in der Kabine und drückte mehr und mehr. Defensiv standen wir in vielen Situationen gut, in manchen (und entscheidenden) aber eben nicht. Thomas rettete die ersten Minuten noch die Führung, war aber nach 53 Minuten machtlos. Vorausgegangen war ein blöder Ballverlust im zentralen Mittelfeld, der kaum noch auszubügeln war. Der WSV spielte es schnell aus und glich zum zweiten Mal in der Partie aus. Es folgten Minuten, in denen beide Mannschaften zu viele Fehler machten, als dass sich eine die Führung verdienen würde. Immer wieder wurden Bälle verstolpert oder hergeschenkt. Klar kamen beide auch mal zu Chancen, aber im Gegensatz zur ersten Hälfte hatten beide im Offensivbereich abgebaut. Die Defensivreihen standen dagegen etwas sicherer. Das Spiel wurde zunehmend ruppiger. Wenn es auch kein brutales Spiel war, es war etwas Feuer drin. Nach einer gelben Karte (75.) wegen Reklamierens wurde Gio dann gar zwei Minuten später (77.) mit Gelb/Rot des Feldes verwiesen, nachdem er sich in einem Zweikampf hinreißen ließ – oder von Rene „gefoult“ wurde, was den Gegner wiederum zu Fall brachte, da gehen die Meinungen auseinander.

Wie dem auch sei, der VfL zu zehnt und die Stimmung etwas hitziger. Nach wenigen Augenblicken, in denen beispielsweise der Torwart der Bochumer noch wegen Meckerns verwarnt wurde, entspannte sich die Stimmung, der VfL blieb in Unterzahl. Das Spiel dagegen gewann wieder an Torraumszenen, wenn auch vorwiegend auf Seiten der Heimelf, also für die gelben Gäste. Etwas überraschend geht dann der VfL aber wieder in Führung und wieder ging es schnell: Katze Plohmann schlägt weit auf Gaga ab, der mit dem Kopf in den Lauf von Pumba verlängert. Pumba muss in den Zweikampf gegen den Verteidiger, während der Ball schon in den Strafraum geht, sodass sein Zweikampf eventuell schon vergebens war. Doch mit ganzem Körpereinsatz fährt er, schon im Strafraum, das rechte Bein aus und spitzelt den Ball am herauskommenden Torwart aus halblinker Position vorbei (85.). Die dritte Führung der Hammerjungs an diesem Dienstag-Abend.

Nun ist es logischerweise nur noch der Gast, der angreift. Die zehn Roten verteidigen allerdings zuerst stark, sodass mehrere Minuten lang kein Abschluss für Bochum möglich ist. Mit der letzten Aktion aber können sie sich noch durch das letzte Drittel der VfL-Defensive kombinieren, bis der Ball aus knapp neun Metern ins Tor bugsiert wird (89.). Obwohl die 90. Minute noch nicht einmal angebrochen war, pfiff der Schiedsrichter die Partie gar nicht mehr an und beide Mannschaften begnügten sich mit einem am Ende gerechten Unentschieden. Dem VfL gehörte die erste Hälfte, dem WSV die zweite und so gewinnt die jeweils bessere Mannschaft ihre Halbzeit mit 2:1. Wichtig ist für uns, dass wir 2017 auf dem Feld ungeschlagen sind (in fünf Spielen!) und uns als Mannschaft in jedem Fall stark weiterentwickelt haben. Wichtig wird im Hinblick auf die Rückserie sein, dass wir weiterhin unsere Tore machen (die drei heute waren die schwächste Ausbeute in diesem Jahr!), auch nach Rückständen nicht aufstecken, aber auch noch weniger Tore kassieren (die drei heute waren die wenigsten in diesem Jahr!). Dass uns Gio am Sonntag fehlt, ist natürlich bitter. Aber das soll uns nicht davon abhalten, mit einer Menge Selbstvertrauen in die Meisterschaft zurückzukehren, wenn am Sonntag die Sportfreunde aus Rüttenscheid am Eisenhammer vorstellig werden.

 

Hingewiesen sei noch ein letztes Mal ausdrücklich auf das Ü-32-Pokalspiel am Samstag um 17 Uhr beim SC Preußen (Seumannstraße).

 

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Bestes Meisterschaftsspiel des Jahres

19.02.2017

SV Isinger II – VfL Kupferdreh II 6:2 (4:0), 13. Spieltag, Sonntag, 19.02.2017, 13:00 Uhr

Hammerjungs: Pfeifer – Arlt (C) – Gonzalez, Marcow – Schmitz (46. Bammsiepe), Ekin – Roesch, Karim, Ajoud –
                       Althaus (46. Gaga), Stenzel

Tore: 1:0 (11.), 2:0 (14.), 3:0 (23.), 4:0 (34.), 4:1 Stenzel (47.), 5:1 (55.), 5:2 Gaga (72.), 6:2 (88.)

 

Drecksasche, Dreckswetter, Drecksspiel. Wieder einmal einer dieser Tage, an dem alles zusammenpasste. Nachdem bei der Ersten mit Sascha Renell (Stichwort: sensationell) schon ein etatmäßiger Feldspieler zwischen den Pfosten stand, suchte auch die Zweite nach einem Torwart, der in Marvin Roesch scheinbar gefunden war – bis heute morgen. Da meldete sich dessen Finger und zwang ihn, das Ziel Torwart zu verwerfen. Also der Lehrer im Tor. Moa. Glorreich wurde es nicht, aber mit dieser Leistung seiner Vorderleute hätten wohl auch höherklassige Schnapper die (relativ deutliche) Niederlage nicht verhindert.

 

An das Kray04-Stadion an der Schönscheidtstraße haben wir in Kupferdreh, vor allem die Erste, nach der schwer zu verkraftenden Niederlage gegen den damals Tabellen-Vorletzten Kray 04 (5 Punkte Rückstand vor dem Spiel, 8 Punkte Rückstand nach dem Spiel) keine guten Erinnerungen. Duplizität der Ereignisse: Kupferdreh Vorletzter, Isinger Vorletzter, fünf Punkte Abstand. Am Ende waren es acht.

 

Mit hohen Erwartungen gingen wir in das Spiel. Dass es leicht werden würde, hatte niemand gedacht, aber dass wir streckenweise dem Gastgeber, der nun wirklich keinen guten Fußball spielte, so sehr unterlegen war, war erschreckend. Die ersten zehn Minuten dominierten die Hausherren ballbesitztechnisch. Der einzige Torschuss in dieser Phase des Spiels mündet nur in eine Ecke. Doch diese Ecke birgt Gefahr. Zwar können wir die ersten Bälle klären, die zweiten Bälle landen allerdings in großer Regelmäßigkeit beim Gegner. Nach einigem Hin und Her ist es ein Strahl von der linken Strafraumkante, der mit Hilfe des Innenpfostens das 1:0 besorgt. Marke Sonntagsschuss. Bis das Spiel dann (vor)entschieden ist, dauert es nicht mehr lange. Drei Minuten nach der Führung: Nach einem Ballverlust kann die Hintermannschaft des VfL den Gegner nicht stoppen und der kann aus rechter Position auf Höhe des Elfmeterpunkts schießen. Die Kugel schlägt in der kurzen Ecke ein, Schnapper Lehrer sah nicht besonders gut aus.

In der Folge höchstens Mini-Chancen für die Gäste. Der gegnerische Torwart beinahe beschäftigungslos. Mitte der ersten Halbzeit verunglückt ein Abstoß, der aber doch noch Tobi Schmitz erreicht, allerdings unter großem Bedrängnis. Der Rückpass ist ein Geschenk für die blau/gelben Gäste, die mit mehreren Männern in unserem Sechzehner stehen. Einer umkurvt Patrick und schießt den Ball am zurückgelaufenen Gonzo vorbei ins Tor. Weitere zehn Minuten später droht es, ganz bitter zu werden für das „weiße Ballett“: Nach 34 Minuten steht es 4:0 im Kellerduell. Eine Halbzeit zum Vergessen. Dass vier Tore gefallen sind, soll aber nicht darüber hinweg täuschen, dass es von beiden Seiten eine über weite Strecken grausige Vorstellung war. Exemplarisch dafür eine Szene kurz vor der Pause: Ecke für Isinger, die den Ball verstolpern und nur aufs Tor zu bringen versuchen. Jeder Schussversuch aber mündet in einen „Pass“ zu einem weiteren Isinger-Akteur. Der VfL aber nicht in der Lage, die Situation zu entschärfen. Die abschließende Flanke landet im Aus. Einzig, dass Isinger weniger grausig war, rechtfertigt das Ergebnis. Ein paar Torannäherungen gab es noch für die Hammerjungs, aber in der Summe war das offensiv wieder einmal zu wenig. So wie Kollektivstrafen im bezahlten Fußball diskussionswürdig sind, so sollte jetzt auch nicht die Mannschaft als Gesamtheit über einen Kamm geschoren werden, der ein oder andere hatte mal gute Aktionen, mal schlechtere, aber im gemeinsamen Zusammenspiel fehlte in Halbzeit Eins eine Menge, die noch gegen ESC da war. Waren die letzten Spiele wichtige Schritte in die richtige Richtung, kann diese Halbzeit getrost als Stolpler nach hinten bezeichnet werden.

In der zweiten Hälfte wechselten wir zweimal, beide Wechsel zeigten Wirkung und schlugen an. Doch nicht allein die Einwechselspieler belebten das Spiel. Die komplette Mannschaft schien rundum erneuert und zeigte ein besseres Gesicht. Druckvoller, aggressiver und motivierter ging es scheinbar aus der Pause. Der erste Angriff rollte, da waren noch keine sechzig Sekunden von der Uhr. Kurz danach klingelte es auch schon: Nach Zuckerpass von Gaga geht Pico in den Sechzehner, legt den Ball am Keeper vorbei und schiebt ein. 1:4. Ging da etwa noch etwas? Getreu dem Motto „Wir hatten keine Chance, also nutzten wir sie“ ging es weiter. Die Anfangseuphorie verblasste aber allmählich. Zwar war die Folgezeit noch immer kein Vergleich zum ersten Durchgang, aber Isinger kam immer besser ins Spiel und übernahm minütlich mehr Spielanteile. Defensiv jedoch standen wir etwas stabiler. Dennoch kam die Heimelf wieder und wieder zu Möglichkeiten – wenn auch zu größtenteils ungefährlichen. Eine gut genutzte Möglichkeit reichte aber aus, um den Zweifel über den Ausgang des Spiels zu 99% auszuräumen: Nach einer recht ansehnlichen Passstafette landet der Ball im Fünfer vor den Füßen eines Gelben, der unten rechts einschiebt. Erfreulicherweise gaben wir uns nicht selbst auf, sondern versuchten noch etwas. Mut der Verzweiflung trifft es zwar nicht vollständig, aber wir wollten uns vernünftig verkaufen. Vermehrt gab es mal Torschüsse und sogar schöne Kombinationen. Die beste vergibt Marvin leider nach tollem Zusammenspiel von Gaga und Pico. Ein Spielzug mit Signalwirkung. Die Hintermannschaft des VfL für einige Minuten unbeschäftigt. Für den erneuten Anschluss musste eine Ecke hinhalten. Marvin von rechts, Kopfball Gaga, Tor. So einfach ist es manchmal.

Nach knapp 75 Minuten hielt der Lehrer dann auch den ersten Ball fest. Eine Kopfballrückgabe aus drei Metern von Gonzo nimmt er souverän auf.
Je besser das Spiel für seine Vorderleute lief, desto schlechter wurden die Abstöße. Immer wieder kam der Ball postwendend zum SVI zurück. Zum Glück ohne schlimme Folgen. Schlimme Folgen hatte ein relativ passabler Abstoß auf Gaga, der etwas Mühe bei der Ballannahme hat, die Kugel dann aber kontrolliert. Mit einem Tor und einer Vorlage im Gepäck will er seine Torbeteiligungen womöglich auf Drei erhöhen und serviert mit einem Rückpass dem SVI-Stürmer im Stile eines Mittelfeldstrategen à la Andrea Pirlo den Ball auf dem Silbertablett, der mühelos am Lehrer vorbeigeht und zum 6:2-Endstand verwandelt.

 

„Unentschieden“ in der zweiten Hälfte. Ein schwacher Trost, aber immerhin. Es kam einiges zusammen, das diesen Sonntag wenig ruhmreich in Erinnerung bleiben ließ. Ob es schlussendlich am Platz lag (eine der Standard-Vermutung nach Spielen auf Asche), bleibt im Rückspiel zu überprüfen. Die Frage, ob die Torwart-Situation heute eine entscheidende Rolle gespielt hat, kann an dieser Stelle aus Befangenheit nicht abschließend geklärt werden (Arbeits-Hypothese: Ein anderer Torwart hätte vielleicht weniger oder unter Umständen andere Tore hereinbekommen, aber das Spiel nicht gerettet). Die Trainingsbeteiligung wird nach solchen Spielen auch gerne moniert (heute gerechtfertigte Erklärung). Am Ende des Tages kam wohl alles zusammen. Positiv lässt sich aber festhalten, dass das Meckern sichtbar abgenommen hat. Auch bei Fehlern wurde keiner persönlich angegangen, was den Mannschaftsgeist nachhaltig stärken sollte. Wenn wir jetzt noch mehr als zehn Minuten vernünftigen Angriffsfußball spielen, dürfte in der Zukunft auch noch einmal ein Sieg drin sein.

 

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Datum für den Hinterkopf

16.02.2017

Ein ganz wichtiger Termin für den Verein vom wunderschönen Eisenhammer wurde unlängst bekannt gegeben. Am 4.3. spielt die Ü32 des VfL in der ersten Pokalrunde der Stadtmeisterschaft beim Essener SC Preußen, Anstoß an der Seumannstraße ist 17 Uhr. Das Spiel sollte, auch oder vor allem durch einen breiten Ansturm von Hammerfans gewonnen werden, um in der Folgerunde das erste Heimspiel im Pokal austragen zu dürfen. Also: Termin frei halten und schönen Fußball genießen am Samstagabend.
Zu diesem Anlass bietet den geschätzten Besuchern die VfL-Homepage ein Exklusivinterview mit dem heimlichen Star des Teams: Erfolgstrainer Faxe hat sich weltexklusiv (naja, die Facebook-Homepage hat die Rechte auch...) an dieser Stelle zu Zielen und Ansprüchen geäußert. Sachlich, ehrlich und vor allem mit Fußballverstand - wie immer also, unser Faxe.

 

Im Hinblick auf dieses Großereignis und mit ordentlich Vorfreude ging es auch am gestrigen Mittwoch wieder ans Training. Lockeres Aufgalopp, bevor der ganze Ernst wieder Anfang März losgeht, wo man wieder topvorbereitet sein wird. Welch einen Einfluss die bloße Aura des Faxe auf seine Spieler hat, ist an den folgenden beiden Fotos.

Zwei Nachträge noch:
1) Sicherlich ist dem geneigten Leser beim Betrachten der Jacke vom Bomber der wahnsinnig elegante, stilistisch hochwertige Aufnäher aufgefallen. Dieses für alle Gelegenheit passende Utensil ist für wahnwitzig kleines Geld bei Perry im Kiosk zu erwerben.
2) Sollte das Video wegen Plugin-Schwierigkeiten nicht abspielbar sein, sei auf unsere Facebook-Homepage verwiesen, wo das Video ebenfalls veröffentlicht wurde (kann auch ohne Anmeldung abgespielt werden).

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 Närrisches Treiben am Eisenhammer

15.02.2017

 Nein, diesmal ist an dieser Stelle nicht der Fussball gemeint, sondern eher karnevalistische Aktionen. Das närrische Fussballspiel, das mit viel Trara in jedem Jahr beim Nachbar am Hinsbecker Berg ausgetragen wurde, musste in diesem Jahr kurzfristig eine neue Heimat suchen. Denn an der gewohnten Stelle wollte oder konnte der Gastgeber die Veranstaltung nicht austragen.

 So fragten die Karnevalisten in ihrer Verzweiflung beim VfL nach. Und wir zeigten uns wieder von unserer besten Seite. Spontan wurde zugesagt, in Windeseile Getränke und Speisen besorgt und durch den Vorsitzenden H. Hommel höchstpersönlich sogar der Platz noch zum Teil von Schnee und Eis befreit.

 Und so zeigte sich den zahlreichen Aktiven und Zuschauern am vergangenen Sonntag ein ungewohntes Bild: Anstelle von akribischer Vorbereitung auf das anstehende Fußballspiel dröhnte laute Karnevalsmusik aus den Boxen, es gab bereits vor dem "Spiel" das ein oder andere Bierchen und das Wetter strahlte mit den Jecken und Zuschauern um die Wette.

 Es folgte der zeremonielle Einmarsch der Karnevalisten samt Prinzenpaar, Spielmannszug und allem was dazugehört. Nicht zu vergessen natürlich die FF Kupferdreh, die als Herausforderer erstmalig an den Start ging. Mehr zu den Vorgängen im Vorfeld an dieser Stelle:

 https://www.waz.de/staedte/essen/ost/naerrisches-fussballspiel-der-jecken-in-kupferdreh-ist-gerettet-id209407665.html

 

 Einmarsch der "Gladiatoren"

 

Zum Dank erhielt unser Vorsitzender Heiko, stellvertretend für den Verein, eine Auszeichnung vom Festausschuss Kupferdreher Karneval (FKK), den er sichtlich gerührt an sich nahm.

 

 Unser Voristzender bei der Dankensrede seitens des FKK

 

Es folgte alles, was zu einer ordentlichen Karnevalsveranstaltung dazugehört: Festreden, Tuschs, allerhand Kalauer und natürlich das wirklich lustige Fussballspiel, das von einem bestochenen Schiedsrichter, betrunkenen Spielern in Kostümen und einer Herausforderertruppe, die ihr Tor mit kreuz und quer verbundenen Feuerwehrschläuchen sicherten, nahezu alles bot was das Karnevalisten und Zuschauerherz höher schlagen lässt.

 Es folgte nach dem Spiel noch die Siegerehrung (man munkelt dass traditionell immer der Herausforderer gewinnt) und als Highlight ein Gesangsauftritt des Essener Kinderprinzenpaars.

 Danach zogen die Närinnen und Narren wieder aus, aber nicht ohne sich bei Perry, Heiko und den helfenden Händen des Vereins bedankt zu haben. Rundherum war es also eine gelungene Veranstaltung, bei der wir sowohl unsere Hilfsbereitschaft für den Stadtteil als auch unsere Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt haben, wie uns auch die begeisterten Karnevalisten bestätigten.

 Radioberichte unter : radioessen.de, ein Video gibt es noch auf unserer Facebookseite.

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Ambivalente Vorstellung der Zweiten am Krausen Bäumchen

12.02.2017

ESC Rellinghausen III – VfL Kupferdreh II 1:0 (1:0), Sonntag, 12.02.2017, 12:45 Uhr

Hammerjungs: Gajewski – Pfeifer, Arlt, Gonzalez – Ekin, Katzenmeier (46. Hanke) – Roesch, Ajoud, Metzler – Althaus, Gohl

Tore: 1:0 (8.)

 

Nichts zu sehen von der schwächsten Abwehr der Liga in der Wintersonne von Rellinghausen. Dass mit Lars ein bärenstarker Schlussmann die Hammerjungs heute verstärkte, darf nicht als alleinige Begründung dafür gelten. Eine Halbzeit mit nur einem Konter(!)-Gegentor und eine Halbzeit komplett ohne Gegentor. Das gab es selten. Problematischer war da eher das Angriffsspiel. Natürlich kann man Offensivschwäche nicht nur an den Stürmern und offensiven Spielern festmachen. Alle zwölf Mann waren schlichtweg zu unkreativ, behäbig im Vorwärtsgang und in manchen Teilen zu egoistisch.

 

Aber das Übergeben hat in einem großen Prozentsatz an Spielsituationen gut funktioniert. Die Abstimmung untereinander schon ziemlich löblich, wenn auch (klar!) verbesserungswürdig. Taktisch gab es defensiv wenig zu bemängeln, einzig die Kondition zwang den ein oder anderen dazu, seine Defensivaufgaben und Gegenspieler im Verlauf des Spiels nicht mehr komplett zu verfolgen.
Acht Minuten kamen wir tatsächlich mit dem drückend überlegenen Gastgeber sehr gut zurecht. Auch die langen Bälle wurden sehr häufig unterbunden. Angriffsbemühungen zwar Mangelware, aber defensiv sehr sicher. Einer der ersten Angriffe des VfL mündet dann in einen Freistoß für die Roten. Der wird kurz ausgeführt – Ballverlust. ESC kann daraufhin seine größte Stärke ausspielen: die Schnelligkeit. Mit wenigen Ballkontakten stehen die Hausherren frei vor Lars, da ist es schon zu spät, 1:0 (8.). Obwohl oder gerade weil das wenig am Tor geändert hätte, blieben die VfL-Akteure mit zu vielen Leuten vorne und rannten nicht mit vollster Entschlossenheit dem Ball hinterher.

Es blieb ein Spiel auf ein Tor. Besser gesagt: Ein Spiel in eine Richtung. Denn zu wirklich vielen Abschlüssen kam auch ESC nicht. Mal sprang eine Ecke heraus, mal rettete der Lehrer auf der Linie, mal war Lars zustelle. Konzentrierte und gute Arbeit im Abwehrverbund. Die vereinzelten Nadelstiche, die von der Pilny-Elf kamen, wurden leider zu unentschlossen vertan.

 

Dirigent Malwin

So ging es mit 0:1 aus unserer Sicht in die Pause. Sicherlich das Ergebnis, das das Spiel am besten beschrieb. In der Halbzeit stellten wir etwas um, einige Positionen wurden hin und her getauscht, im Endeffekt ersetzte Robin Lasse.

 

Am Spiel im Großen und Ganzen änderte das wenig. Jedoch war der Konsens hinterher, die Halbzeit sei besser gewesen als Durchgang Eins. Das hatte verschiedene Gründe: Ganz banal natürlich die Sicht auf das Ergebnis, das bestätigte, dass wir unsere erste gegentorlose Halbzeit gespielt hatten. Doch wir kamen auch immer wieder zu Offensivbemühungen. Der Ball wurde vorne mal gehalten und Angriffschancen kreiert. Pascal hatte einmal den Ausgleich auf dem Schlappen, hätte vom Sechzehner aus abziehen können, gab aber an Aziz ab. Daraufhin verlief der Angriff wie so oft im Sand. Doch wir hatten etwas mehr vom Spiel als noch 45 Minuten zuvor.

Man muss an dieser Stelle aber auch einmal ganz ehrlich einräumen, dass das Spiel beinahe minütlich schwächer wurde. Sowohl die Blauen als auch die Roten rangen mehr nach Luft als mit dem Gegenspieler. Positiver ausgedrückt: Es war ein Leckerbissen für Taktikliebhaber, die Abwehrreihen arbeiteten weiter auf beiden Seiten gut. Abgefangene Pässe, gewonnene Zweikämpfe im Mittelfeld, akribisches Decken. So liefen die Minuten herunter. Mal hier eine Auswechslung, da eine Parade (unter anderem Sensationsdinger von Lars), dort ein verlorenes Dribbling, vereinzelte mutige Läufe der Verteidiger nach vorne. Doch spektatkulär wurde es fast nicht mehr und so plätscherte das Spiel dem 1:0-Schlussstand entgegen.

 

Was bleibt? Was nimmt man aus so einem Spiel mit? Allem voran natürlich die solide Abwehrarbeit. Wie erwähnt: Das einzige Gegentor resultierte aus unserem Freistoß, ein lupenreines Kontergegentor. Auch wenn offensiv nicht alles lief, kann man da aber auch seine Schlüsse raus ziehen und beobachten, was man verbessern kann. Auf jeden Fall nimmt man aber diese Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen mit. Dass die überwältigende Mehrheit (auf beiden Seiten) am Ende des Spiels pumpte wie die Maikäfer heißt ja nicht nur, dass die Kondition verbessert werden muss, sondern auch, dass man konditionell heute Einiges getan hatte (dann noch mit dem Fahrrad zurückzufahren ist selbstredend die Königsdisziplin...).

Zuletzt danken wir noch geschlossen dem Bomber für die tolle Vorbereitung am Donnerstag.

 

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Flutlicht, Gaga im Tor, Schiri mit Fahne, Siegesserie – Tag der Premieren am Eisenhammer

10.02.2017

VfL Kupferdreh I – GTSV Essen 4:3 (2:1), Freitag, 10.02.2017, 19:00 Uhr

Hammerjungs: Gaga – Haarnold, Ole, SignalIduna, Spanier – Azubi, Flamingo 1, Pumba – DJ Email,
                        Dybala – Flamingo 2 (eingewechselt: Sachse (46.), Gonzo (63.), Tipico (73.))

Tore: 1:0 Henn (4.), 2:0 Rustemov (7.) , 2:1 (38.), 3:1 Hitpass (61.), 4:1 Lampey (63.), 4:2 (67.), 4:3 (72.)

 

Hammer am Hammer. Drei Spiele, drei Siege. Bei widrigen Platzverhältnissen wurde mit dem GTSV nicht nur die erste gehörlose Mannschaft der Saison besiegt, sondern sogar die dritte Mannschaft in Serie. Auch wenn oben genannte Platzverhältnisse einen nicht unerheblichen Einfluss auf den Sieg hatten, war das schon über weite Strecke eine wahnsinnig starke Vorstellung der Hammerjungs. Läuferisch war nicht viel zu erwarten, nachdem der Bomber unsere Jungs gestern ordentlich lang gemacht hatte. Aber denkste! Mit dem beinahe höchsten Laufpensum der Spielzeit wurde Kilometer um Kilometer abgespult und den Gästen kaum Platz zu Tormöglichkeiten gelassen.

 

Es war eine komische Stimmung auf dem Platz. Der gewohnte Fußballlärm mit Anweisungen von Außen, Kommunikation unter den Spielern und eventuelles Gepöbel wich einem melodischen Geklacker der Stollen auf dem angefrorenen Kunstrasen. Dass der Schiedsrichter eine Fahne trug, damit seine Spielunterbrechungen vom Gast besser wahrgenommen wurden, war nur wenige Minuten ungewohnt. Nur wenige Minuten dauerte es auch, bis der VfL sich an die Gesamtsituation gewöhnte und in Führung ging. Gerade einmal vier Minuten sind gespielt, als Dennis einen Ausrutscher des Torwarts ausnutzt und eine Zuckerflanke unseres spanischen Außenverteidigers verwertet. Der obligatorische Flamingo-Jubel fehlt heute im Gegensatz zum Doppelpack von letzter Woche nicht. Man sah den Gästen ihre Probleme mit dem Boden förmlich an. Auch uns wollte nicht alles gelingen. Einzig wir kennen diese Verhältnisse von zahlreichen Trainings schon und waren so in immensem Vorteil.

Nur sieben Minuten sind vorbei, als es auch schon zum zweiten Mal klingelt. Gio erobert sich einen Ball ganz stark vom Verteidiger, der ihn auszuspielen versucht hatte. Mit Zug zum Tor zieht er Verteidiger auf sich, woraufhin Djemail sträflich allein gelassen wird. Der kann das hohe Anspiel von Gio relativ problemlos nutzen und den Spielstand auf 2:0 hochschrauben.

Obwohl der Boden eher schlechter als besser und zusehends rutschiger wurde, fanden sich die Gäste mit der Zeit besser zurecht. Wir überließen ihnen etwas mehr den Ball, ohne dass besonders viel dabei rumgekommen wäre. Taktisch verschoben wir allererster Güte und mussten uns nur in wenigen Ausnahmen sehr guten Hereingaben geschlagen geben. Doch im Tor zeigte sich mal wieder klar, wer auch sensationell ist: Sascha Renell. Und das nicht nur des Reimes wegen. Die Kontermöglichkeiten, die sich uns boten, konnten wir zwar zum Teil in gute Torchancen ummünzen, Zählbares kam aber nicht dabei heraus.

EEEEEEEEEEEEEEEEEndlich war es dann mal wieder so weit. Sehnsüchtig hatten wir auf das erste Standardgegentor des Jahres (im Feld; die Halle sei mal außer Acht gelassen) gewartet. Heute in der 38. Minute war es so weit. Ein bisschen Billard war dabei, aber schlussendlich hatte Gaga das Nachsehen. Glück gehabt. Weder eine Halbzeit ohne Gegentor noch drei Spiele ohne Standardgegentor. Sonst wären wir womöglich noch abgehoben.

Mit 2:1 ging es dann in die Pause. Defensiv standen wir sehr gut (kein Gegentor aus dem Spiel heraus) und offensiv ging auch mehr als vor wenigen Monaten noch. Guter Weg ist das Stichwort.

In der Halbzeit begann dann das lustige Wechselspielchen. Immer ein Indiz dafür, dass das Spiel etwas schwächer wird. Solange es sich im Rahmen hielt, litt das Spiel noch nicht darunter. Es blieb noch etwas dabei, dass der GTSV etwas mehr Ballbesitz hatte, damit aber wenig bis gar nichts anfangen konnte. Bei VfL-Ballbesitz dagegen wurde es etwas gefährlicher. So auch beim Doppelschlag zwischen Minute 61 und 63. In der 61. ist es Dustin, der nach einem Lauf in den Strafraum cool unten links einschiebt (Flamingo-Jubel eingeschlossen). Zwei Minuten darauf macht Pumba scheinbar den Deckel drauf. Nach Anspiel von Gio ist er einen halben Schritt vor dem Keeper vor dem Ball, dem er keine Chance zur Abwehr gibt.

Doch nachdem in der 66. Minute zum dritten Mal beim Gastgeber gewechselt wurde, erhielt die Unordnung in der Defensive Einzug, die auch prompt (keine Minute später) genutzt wurde. Die Mannschaft aus der Nord-B-Liga kombinierte sich schnell und gekonnt durch unsere Hintermannschaft und schenkte Gaga einen ins kurze Eck ein. Toll gespielt, schwach verteidigt.

Was wäre ein Spiel bei Minusgraden ohne das nötige Herzklopfen? Es wurde doch noch einmal spannend am späten Freitagabend. Erst recht nach ziemlich faden fünfzehn Minuten ohne nennenswerte Toraktionen, als der Kupferdreher Rechtsverteidiger überlaufen wird und in letzter Klärungsaktion unglücklich an Torwart Gaga vorbei den GTSV-Stürmer „bedient“, der mühelos vollendet. Doch nach wenigen Möglichkeiten auf beiden Seiten, die ungenutzt blieben, pfiff und winkte Schiedsrichter Kai Haase pünktlich ab und entließ beide Mannschaften in die warmen Kabinen und unter die warmen Duschen. 4:3. Der Sieg ist das wichtigste, den haben wir in der Tasche. Phasenweise hätte an der ersten Zahl noch etwas mehr gedreht werden können. Dass es wieder drei Gegentore geworden sind, ist ärgerlich, weil sie sich nach schwächerer Defensivleistung anhören als verdient. Aber man kann sehr zufrieden sein, insbesondere mit Hälfte Eins. Und wenn man mit elf Gegentoren aus drei Spielen dreimal gewinnt, kann auch die Offensive nicht so verkehrt sein. Hoffen wir mal, dass die Zweite dem Trend der Ersten folgt und dem Jahr 2017 ebenso ihren Stempel aufdrückt.

 

Und nicht vergessen: Am Sonntag steigt zusätzlich zum Spiel der Zweiten in Rellinghausen noch das Närrische Fußballspiel am wunderschönen Eisenhammer, "Anstoß" 11:11 Uhr!

 

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Wunderschönes Fußballwetter, viele Tore, Rückkehr des Kacktores, Henn-Doppelpack und der zweite Sieg im zweiten Vorbereitungsspiel

05.02.2017

VfL Kupferdreh I – ESC Rellinghausen II 5:4 (3:3), Sonntag, 05.02.2017, 11:00 Uhr

Hammerjungs: Gajewski (46. Plohmann) – Marcow (67. Arlt), Kohlmann (C), Bammsiepe (46. Haarnold) –
                        Lampey (46. Karim), Hitpass (59. Gonzalez), Renell – Rustemov (48. Roesch), Barrotta –
                        Henn (77. Rustemov)

Tore: 0:1 (7.), 1:1 Henn (13.), 2:1 Henn (15.), 3:1 Barrotta (34.), 3:2 (38.), 3:3 (40.), 4:3 Barrotta (49.), 4:4 (69.),
         5:4 S. Strub (82.)

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Am heutigen Sonntag schlug die etwas ersatzgeschwächte Zweite des Essener Sportclubs aus Rellinghausen am wunderschönen Eisenhammer auf. Wunderschön war auch das Wetter, strahlender Sonnenschein tauchte das noch nasse Grün des Kunstrasen-Teppichs im Kupferdreher Süden in ein warmes Gelb. Der VfL wartete wie schon in der Vor-Woche mit einem sehr breiten Kader auf. Die Spieler, die in der ersten Hälfte nicht zum Einsatz kamen, schnappte sich Co-Trainer Patrick zur Ausdauereinheit. Die zehnte und letzte Runde (davon zwei Temporunden) waren gerade gelaufen und man hatte sich gerade auf die sonnendurchflutete Auswechselbank gesetzt, als auch das Spiel schon begann. Gutes Timing.

Die Partie begann furios. Viele Möglichkeiten auf beiden Seiten, auch durch dem glitschen Grün geschuldete Fehlpässe oder Annahmeschwierigkeiten. Ein Chancenübergewicht hatten die Hammerjungs, bei denen Dennis in ungewohnter Stürmerposition im Zusammenspiel mit Gio und Djemail für ordentlich Alarm sorgte. Doch in Führung gingen die Gäste. Wieder einmal nach einem Standard der frühe Rückstand. Auf Höhe der Mittellinie kommt der Freistoß von der linken Seite in den VfL-Sechzehner, wo ein gedeckter ESC-Akteur den Ball behauptet und sich so durchsetzt, dass er abschließen kann, 0:1, sieben Minuten waren da gespielt. Angesichts des Rückstandes und da auch das gewünschte Tannenbaumsystem der Hausherren nicht ganz so praktiziert wurde, wie sich das Trainergespann Witzler-Pfeifer-Wölting das vorgestellt hatte, wuchsen Bedenken und graue Haare an der Seitenlinie. Doch die VfL-Spieler beruhigten ihre Trainer. Chancen im Minutentakt... wurden vergeben. Nach neun Minuten scheiterte Gio nach toller Hereingabe von Gaga, anschließend brachte Dennis den Ball nicht im Tor unter (11.). Doch kurz danach rappelte es. Zu Allerleuts Verwunderung legte Gio schon wieder (gute Vorsätze für 2017?, siehe Spielbericht 29.01.) einen Ball in Tornähe ab. Okay, offen gestanden ist es auch eine nicht unerhebliche Aufgabe, von der Torauslinie das Tor zu treffen, lobend erwähnt werden darf der Pass trotzdem. An der Sechzehnerkante steht Dennis bereit, der leichtes Spiel hat, da der Torwart sich auf Gio konzentriert hatte und keine Möglichkeit zur Abwehr eines möglichen Schusses hat. Dennoch macht Dennis es knapper als nötig und schließt genau unter die Latte ab. Egal, Tor ist Tor (13.).

Im Anschluss gehörte das Spiel beinahe nur noch den Hausherren, der nächste Torschuss der Gäste fand in der 26. Minute statt. Zwei Minuten nach dem Ausgleich besorgt Dennis sein zweites Tor. Vorlage: Wieder Gio. Dieser legt den Ball elegant mit der Brust auf Dennis ab, der aus ähnlicher Position wie beim 1:1 direkt abzieht. Tolles Tor. Da kann man auch mal den einstudierten Jubel vergessen. Weiter ging es in Richtung Gäste-Kasten. 18 Zeigerumdrehungen nach Anpfiff verpasst Dennis knapp seinen Hattrick. Allein er hatte mehr Torschüsse als die Mannschaft aus Rellinghausen. Wieder Torschussvorlagengeber: Gio. Da spielte sich ein Duo auf, das man vor dem Spiel nicht unbedingt in dieser Reihenfolge von Vorlage und Abschluss erwartet hatte. Nach zwanzig Minuten probierte es Dennis noch einmal aus der Drehung, Gio versuchte sich nach Djemails Vorlage in der dreißigsten Minuten mit der Hacke. Wir hatten Lust aufs Spielen, drückten und spielten, allein die Tore fehlten.

Das Tor machte dann Gio. In der Halbzeit der besonderen Vorbereitungen durfte sich Schnapper Lars über einen Assist freuen. In der 34. Minute schickt er unseren italienischen Stürmer auf die Reise, der vor dem Torwart vor der schwierigen Entscheidung steht, Dennis den dritten Treffer aufzulegen oder seinen Versuch mit der Hacke wieder gut zu machen und selbst wieder eine Hütte zu machen. Er entscheidet sich für letztere Möglichkeit und erhöht hochverdient auf das überfällige 3:1.

Da ein ungefährdeter Sieg aber keinen Spaß macht und wir auch Gastfreundschaft nicht nur groß schreiben, weil es ein Substantiv ist, ließen wir den Gegner herankommen. Verlorener Defensivzweikampf auf rechts, 2:3 (38.). Schuss, Abpraller, Nachschuss, 3:3 (40.). Zack, da war es wieder spannend. Nach dem frühen Rückstand eine halbe Stunde lang komplett feldüberlegen, mit Chancen für drei Spiele, doch innerhalb von 120 Sekunden steht es statt 5:1 doch 3:3. Man merkt die Unzufriedenheit, kleine Fouls und kleine Meckereien häufen sich auf beiden Seiten, Chancen gibt es vor der Pause keine mehr.

 

Wir wechselten vier Mal in der Pause und ein weiteres Mal verletzungsbedingt nach 48 Minuten. Marvin Roesch kam. Der verliert gleich zum Einstand einen Zweikampf, macht das aber in der anschließenden Aktion gleich wieder gut, als er von der rechten Seitenauslinie mit einem Befreiungsschlag Steffan findet, der in Stürmermanier den Braten riecht, den Verteidiger überläuft und zwanzig Meter vor dem Tor ganz weit rechts den Ball erläuft. Mit dem Blick auf den Ball und trotzdem für den Mitspieler sieht er den mitgelaufenen Gio, der ungehindert zur erneuten Führung einschiebt (49.). Das Spiel wurde zusehends schlechter. Entlang der Bahn-Schienen der S9 bekam der Spruch „Lange Halle Wuppertal“ heute wirklich mal seine Berechtigung. (Wobei auch lange Halle Bottrop gespielt wurde, da taten sich beide Mannschaften nicht viel...).

Eine nennenswerte Chance bekam der weinrote Gastgeber noch, bevor es in die Schlussphase ging. Torwart Thomas schlug den Ball auf Gonzo ab, der mit dem Kopf verlängerte. Er erreichte Gio, der wiederum per Kopf Steffan sah und fand. Der Abschluss brachte immerhin eine Ecke ein (67.). Zwei Minuten später schlägt der Mythos Eisenhammer wieder zu. Ein typisches Hammer-Kacktor war ja bislang in diesem Jahr noch nicht gefallen. Das kann man ja mal ändern. Wie genau der Ball von der weißen 20-Meter-Linie ins Tor gekullert ist, lässt sich nicht mehr rekonstruieren. Klar ist nur, dass mindestens drei Leute im Laufe des Angriffs über den Ball getreten haben und der Ball kontinuierlich in Richtung Thomas-Tor getrudelt ist. Im letztmöglichen Sprint verpasst Tobi gerade so den Ball, bevor er schlussendlich die Linie überquert – sowohl Tobi als auch der Ball (69.).

Ein richtiger Schwung kam trotz des Tores nicht ins Spiel, man bemühte sich, aber qualitativ hochwertiger Fußball sieht nun einmal anders aus. Wir hatten ja auch eine Menge Wechsel vollzogen, ESC musste mehrere Neuverpflichtungen etablieren und trainiert wurde unter Woche ja sowohl am Hammer als auch am Krausen Bäumchen. Nach achtzig Minuten legte Gio den Ball nach einem Konter knapp am Pfosten vorbei, zwei Minuten später erkämpfte sich Steffan den Ball, setzte sich gut durch, quälte sich irgendwie in eine halbwegs passable Schussposition, aber der Winkel war zu spitz, die Mitspieler keine Option, der Gegner an ihm dran, dann schoss er einfach mal mangels Alternativen, … und … naja … traf (82.)! Sensationelles Ding. Der einzige auf der ganzen Platzanlage, der auch nur den Hauch einer Möglichkeit sah, dass aus dieser Möglichkeit noch das 5:4 entstehen könnte, war Steffan. In unnachahmlicher Manier schaffte er es irgendwie, die Kugel ins Netz zu bringen. Mit deutlicher Betonung auf „irgendwie“. Klassisches Strub-Tor. Guter Zeitpunkt.

Logischerweise zog der Gast dann noch einmal an. Nur durch einen guten Schuss von Neuzugang Rahel, der heute sein Debüt feierte, kamen wir noch zu einem Abschluss. Ein paar Schüsse der Gäste kamen dem Tor nahe, doch das war zu ungefährlich. Nach einem „Schuss“ aus 60-70 Metern von Marvin - der den Pfosten traf! - , einer darauf folgenden Verletzungsunterbrechung und zwei Minuten Nachspielzeit sowie einer Ecke (Oh Schreck!) passierte nichts mehr (Welch angenehme Überraschung!) und der Schiri pfiff die Partie ab.

 

Man konnte bei Weitem nicht mit allem zufrieden sein, was die Heimelf sich heute zusammen spielte. Auch vor den munteren Wechselspielchen, die für Freundschaftsspiele so typisch sind, gab es viel Verbesserungspotential. Aber offensiv waren wir heute stark wie sehr, sehr lange nicht. Der Abschluss war oftmals nicht schlecht, aber es fehlte doch noch etwas, um richtiggehend zufrieden mit dem Spiel zu sein. Aber was zählt, ist der Sieg. Insbesondere die Art: Nach Rückstand und zweimaligem Ausgleich sind wir stets zurückgekommen. Wir haben ja noch ein paar Vorbereitungsspiele, bevor der Ernst des Lebens wieder losgeht. Und unter dem Gesichtspunkt war das heute definitiv ein guter Schritt in die richtige Richtung.

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Spanische Neuverpflichtung für den VfL

04.02.2017

Namhafte Verstärkung für den VfL: Der Spanier Carlos Gallego, im Laufe seiner Karriere unter anderem in Pamplona aktiv, wird ein Stückchen Tiki-Taka an den wunderschönen Eisenhammer bringen. Der 27-Jährige, der sowohl mit dem rechten als auch mit dem linken Fuß seine Stärken hat, sucht sein berufliches Glück nun in Kupferdreh und schließt sich seit der Vertragsunterzeichnung offiziell den Hammerjungs an.

 

Willkommen, Carlos

Wir sagen: ¡Bienvenido, Carlos!

 

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VfL Kupferdreh siegt zum Jahresauftakt am Eisenhammer

29.01.2017

VfL Kupferdreh I - SG Altenessen III 6:4 (1:2), Sonntag, 29.01.2017, 11:00 Uhr

Hammerjungs: Gajewski (46. Plohmann) - Hainold, Henn (46. Marcow), Bramsiepe (46. Lampey), Winkler - Renell -
                       Metzler (46. Rustemov), Hitpass, Kohlmann (C, 82. Arlt) - Barrotta (84. Althaus), S. Strub (74. Maliglowka)

Tore: 0:1 (31.), 1:1 S. Strub (34.), 1:2 (38.), 1:3 (49.), 2:3 Barrotta (53.), 3:3 Hitpass (72., HE.), 4:3 S. Strub (74.),
         5:3 Hainold (77., FE.), 5:4 (79.), 6:4 Barrotta (82.)

 

Endlich war es wieder soweit. Fußball am wunderschönen Eisenhammer.

Nach vielen langen, dunklen, frostigen Tagen sollte heute endlich wieder der Ball am Eisenhammer rollen. Auch wenn nicht viel mehr als 36 Stunden seit dem Trainingsauftakt vergangen waren, traten wir heute zu einem ersten Freundschaftsspiel gegen die Dritte der DJK SG Altenessen an. Unser Ziel war zum einen, dass möglichst viele Spieler zum Einsatz kommen sollten, um Einsatzzeit zu sammeln. Zum anderen wollten wir natürlich mit einem Erfolg ins neue Fußballjahr starten.

So hat sich das Trainerteam entschieden, mit folgender Startelf zu beginnen:

Im Tor startete heute mit Lars unser bester Mann der Hallenrunde. Davor sollten im Zentrum zunächst Dennis und Bammsiepe verteidigen, außen kamen Haarnold und unser Jahrhunderttalent zum Zug. Gaga gab heute den Sechser, davon spielte Dustin. Auf einer der Außenpositionen im Mittelfeld kam über links Björn „Metze“, der nach einer langen Verletzungspause wieder möglichst viele Spielminuten sammeln sollte, zum Einsatz. Auf der rechten Seite spielte unser Kapitän Ole, der heute abseits seiner gewohnten Position zum Zuge kam. Allzweckwaffe halt. Für die nötige Torgefahr sollten unsere Tormaschinen Steffan und Gio sorgen…

 

Um die erste Halbzeit möglichst kurz zu beschreiben: Moa…

 

Unserer Mannschaft war die Winterpause und die teils ungewohnte Zusammenstellung deutlich anzumerken. Wir spielten fast die gesamte Halbzeit unerklärlich nervös. Wenn wir einmal im Ballbesitz waren, wurde dieser überhastet nach vorne gespielt und schnell wieder hergeschenkt. Keine Ruhe, keine Souveränität. Nach hinten standen wir zumeist zu weit weg von Gegner und Ball. Als Konsequenz gingen wir nach einer knappen halben Stunde durch einen (leider zugegebenen) tollen Fernschuss verdient in Rückstand. Den Torschützen auf Altenessener Seite möchten wir auf Grund seiner VfL-Vergangenheit und der beruflichen Verbundenheit zu Teilen unserer Mannschaft nicht nennen ;-) Unserer Mannschaft gelang aber durch eine richtig starke Offensivkombination keine fünf Minuten später der Ausgleich durch Steffan. Nicht unerwähnt soll dabei Gio bleiben, der auf den eigenen Torabschluss verzichtete und uneigennützig auf Steffan abgelegt hat. Stark gemacht, aber Ungläubigkeit und Staunen am Spielfeldrand. Gio? Uneigennützig auf Steffan? Tor? Es gab sogar Bestrebungen, dazu eine „Breaking-News“ über Facebook zu verfassen. Für das Jahr 2017 gab es offensichtlich ein paar gute Vorsätze.... Leider gehörte es wohl nicht zu den guten Vorsätzen, defensiv sicher zu stehen. So mussten wir noch ein zweites Gegentor hinnehmen. Damit ging es, leider verdient, mit einem 1:2-Rückstand in die Halbzeitpause.

 

Ok. Halbzeit. 1:2-Rückstand. Das war natürlich nicht der Plan. Weder war es der Plan der Spieler, vor allem aber war es nicht der vom Trainerteam. Die Pause wurde genutzt, um die Fehler der ersten Halbzeit deutlich anzusprechen (ja, die 15 Minuten Pause reichten tatsächlich aus) und um ein paar Änderungen in der Mannschaft vorzunehmen:

Zur zweiten Hälfte begann Thomas im Tor. Davor verteidigten nun der eingewechselte René zusammen mit Ole, der aus dem Mittelfeld zurückgezogen wurde. Auf den Außen verblieben Kevin und Björn. Unsere Zentrale blieb mit dem defensiven Gaga und dem offensiven Dustin bestehen. Auf den Außen kamen nun Djemail und der (zum Wohle der Mannschaftskasse) ausgeschlafene Pumba zum Zug. Vorne sollte weiterhin unser Offensivduo Steffan/Gio für Alarm sorgen.

 

Nicht nur den Zuschauern, auch der Mannschaft selbst muss unsere erste Halbzeit nicht gefallen haben. Auch die Ansprache und die Umstellungen schien zunächst ihre Wirkung entfalten. Und so sah man ab den ersten Ballaktion eine deutliche Veränderung im Spiel der Hammerjungs. Jedoch gab es zu Beginn der zweiten Hälfte einen weiteren Rückschlag: Durch einen Drecks-Ballverlust kassierten wir zunächst das 1:3. Sch…. drauf, Mund abputzen und weitermachen… Nach dem verpatzten Start in die zweite Hälfte schien sich das Team von diesem kurzen Rückschlag schnell zu 100% zu erholen, wach zu sein und den nötigen Willen zu zeigen. So verwandelte das Team einen 1:3-Rückstand innerhalb von gut 25 Minuten in eine 5:3 Führung. Unsere Tore erzielten:

2:3 Gio nach einer guten Hereingabe von Steffan (wohl ein Dankeschön für die starke Vorlage zum 1:1?)

3:3 Dustin (Elfmeter)

4:3 Steffan (nach Kombination von Gio und Dustin)

5:3 Kevin (Elfmeter)

Nachdem wir das Spiel gedreht hatten kam der Gast aus Altenessen durch den dritten Elfmeter des heutigen Tages noch einmal heran und erzielte das 5:4. Den Schlusspunkt zum 6:4 erzielte Gio nach einer sensationellen Vorarbeit von Mali, der im Laufe der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde und ein starkes Comeback am Eisenhammer hingelegt hat. Mali, wir freuen uns, dass du wieder am Ball bist! Nicht unerwähnt bleiben sollen noch die Einsätze von zwei weiteren Spielern des VfL. Zunächst wurde unser Fußballgott Tobi eingewechselt, der zehn Minuten vor Schluss unseren Capitano in der Abwehr ersetzte – und sich gleich in den Dienst der Mannschaft stellte und die Verantwortung der Kapitänsbinde übernommen hat. Die obligatorische Kiste folgte umgehend. In den Schlussminuten kam noch Pascal, der in der Winterpause den Weg zum Eisenhammer fand, zu seinem ersten Einsatz in Trikot der Hammerjungs. Wir wünschen dir alles Gute bei uns am Hammer!

Positiv zu betrachten ist natürlich der Sieg zum Jahresauftakt. Auch die Tatsache, einen 1:3-Rückstand innerhalb von 25 Minuten in eine 5:3 Führung zu verwandeln, ist auf jeden Fall lobenswert. Dennoch gibt es noch Einiges zu tun; die Leistung der ersten Halbzeit spricht da für sich. Zusammen werden wir sicherlich in den nächsten Trainingseinheiten weiter an uns arbeiten, um uns Schritt für Schritt auf die Rückrunde vorzubereiten…

 

Gelegenheit dazu bietet sich am kommenden Sonntag, wenn wir um 11:00 Uhr am wunderschönen Eisenhammer auf die zweite Mannschaft von ESC Rellinghausen treffen.

 

aw


Kleine Änderung im Vorbereitungsplan des VfL

24.01.2017

Statt am 12.02. steigt das Spiel gegen den GTSV Essen am Freitag, den 10.02., um 19:00 Uhr unter dem Flutlicht des Eisenhammers. Grund dafür ist ein närrisches Fußballspiel, dem in diesem Jahr das Wohnzimmer der Hammerjungs eine Bühne bietet.

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Tobi Schmitz verlängert

16.01.2017

Heute gilt es, Tobias Schmitz zu würdigen, der unlängst auch seinen Kontrakt um ein weiteres Jahr zu verlängern in Aussicht stellte. Das vermag unsere Seele gleichermaßen mit Stolz wie mit Freude zu erfüllen.

Verlängerung Tobi Schmitz

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Wenig ruhmreiche Vorstellung in der Halle

15.01.2017

Nach unserem Weiterkommen in der letzten Woche hatten wir unser Ziel prinzipiell erreicht, wollten aber dennoch auch in die Hauptrunde am Hallo, wenn wir schon einmal dabei waren. Die Aussichten waren gar nicht einmal so schlecht. Auf dem Papier war die Gruppe eine der leichteren, dank der sonderbaren Konstellationen in den anderen Gruppen würde eine Ausbeute von drei Punkten sowie einer Tordifferenz von -1 reichen, um weiterzukommen (sofern man damit nicht Letzter werden würde). Doch am Ende des Tages waren wir im Rechnen bedeutend besser als im Fußballspielen.

 

 

VfL Kupferdreh I – Essener FC 1:2, Samstag, 14.01.2017, 18:18 Uhr

Hammerjungs: Gajewski – Hitpass, Renell – Rustemov, Barrotta (Bank: Plohmann, Haarnold, Gonzalez, Bammsiepe, Witt,
                       Lampey, S. Strub)

Tore: 0:1 (2.), 1:1 S. Strub (12.), 1:2 (14.)

 

Ob verdient oder nicht, ob die später auch noch Teutonia schlagen oder nicht, gegen einen Freizeitligisten darf man mit unserer Klasse nicht verlieren. Wir waren wieder mit einer sehr starken Bank die Hammerstraße herunter nach Werden gefahren und sahen schon seit letzter Woche dieses Spiel als das wichtigste des Tages. Auch wenn vorher im Trainerstab eindringlich vor der Truppe aus der Freizeitliga gewarnt wurde, drei Punkte waren eingeplant.

Die Ernüchterung direkt nach weniger als 120 Sekunden: Ecke von der rechten Angriffsseite des EFC, flach hereingegeben, 0:1. Aus dem Nichts lagen wir mal wieder nach einem Standard zurück. Aber in der Halle besitzt ein Gegentor natürlich noch keine Endgültigkeit. Dass ein Tor mit jeder vergebenen Torchance mehr an Bedeutung gewinnt, ist ebenso klar. So dauerte es nach langem Anrennen bis zur zwölften Minute, bis Gaga mit einem beherzten Sprint an der rechten Außenlinie in Tornähe kam. Er legt den Ball mit gutem Auge rüber auf Gerrit, der in den Ball schlittert, aber am linken Pfosten scheitert. Steffan ist in bekannter Stürmermanier da und vollendet mit Links aus kurzer Distanz. Das war nur der Startschuss für unseren Sturmlauf. Ein paar Tormöglichkeitne waren noch zu verzeichnen. Doch dann verlieren wir in der Vorwärtsbewegung den Ball. Der Ballverlierer kommt nicht hinterher, so kann sein Gegenspieler fast unbehelligt aufs Tor zulaufen und schiebt ehrlich gesagt schon ziemlich gekonnt den Ball ins Tor, es war höchstens der vierte Torschuss des FC. Auch in der Folge sind wir offensiv zu abschlussschwach und zu statisch, um hier noch einen Punkt mitzunehmen. Der Essener FC machte das deutlich besser als erwartet, war offensiv zwar mit dem ein oder anderen Fehlpass, aber im Angriffsspiel schnörkellos. Defensiv machten sie das, was uns in dieser Runde schlussendlich den Kopf kostete: Sie verteidigten alle. Einer lief für den anderen und nutzte auch die Schwäche des VfL, der weit unter seinen Möglichkeiten agierte.

 

 

VfL Kupferdreh – Heisinger SV 3:7, 19:12 Uhr

Hammerjungs: Gajewski – Rustemov, Hitpass, Haarnold – S. Strub

Tore: 0:1 (1.), 1:1 Rustemov (2.), 1:2 (3.), 2:2 Barrotta (4.), 2:3 (6.), 2:4 (8.), 2:5 (9.), 2:6 (12.), 3:6 Rustemov (14.), 3:7 (15.)

 

Mit dem Heisinger SV wartete dann ein ganz anderes Kaliber auf die Hammerjungs. Wir passten uns wieder an, wurden auch stärker. Generell scheinen wir stets so gespielt zu haben, dass wir immer ein bisschen schlechter waren als der Gegner, egal, wie gut dieser war.

In den ersten vier Minuten war es ein sagenhaftes Spiel, jede Minute fiel ein Tor. Der Reigen begann mit einem Einwurf, der die direkte Vorlage für einen Fernschuss war, 0:1. Dann trafen auch wir mal nach einem Standard. Ecke von rechts, Steffan verpasst noch, Djemail trifft aber mit dem schwächeren rechten Fuß. Wieder eine Minute später legt der HSV wieder per Fernschuss vor, Gio nutzt einen Ballverlust zum Ausgleich. In der fünften Minute passierte mal nichts, in der sechsten klingelte es aber wieder im Gajewski'schen Kasten. Von hinter der Mittellinie kommt ein absoluter Zuckerpass in den Lauf eines der Heisinger, die wegen der Farbgleichheit in Leibchen auflaufen mussten. Dieser nutzt den Pass in die Schnittstelle zwischen rechtem Stürmer und rechtem Verteidiger, der genau in seinen Lauf kommt, und vollendet in die kurze Ecke. Dann kam der Einbruch beim VfL. Innerhalb von vier Minuten bekamen wir drei Gegentore, die Sache war geritzt. Zwischenzeitlich durften wir sogar nur in Unterzahl agieren. Der Holzhacker vom Dienst, nicht zu Unrecht Bammsiepe genannt, ist am Gegenspieler und reißt ihn dermaßen um, dass er mit einem riesigen „Bamm“ zu Boden geht. Die zwei Minuten sind noch sehr gnädig vom Unparteiischen. Keiner der letzten zwei Sätze entspricht auch nur im Ansatz der Wahrheit, aber auch die zwei Minuten waren etwas zweifelhaft. Nach dem 2:6 berappelten wir uns zumindest ein bisschen und kamen nach Einwurf von Steffan auf Djemail mit 3:6 wenigstens aus Blamagen-Regionen heraus. Heisingen zeigte beinahe mit der Schlusssirene noch einmal, was sie können, und kombinierten sich zum 7:3-Siegtreffer.

Der HSV spielte sehr stark, sehr schnell und war äußerst treffsicher aus der Distanz wie aus der Nähe. Defensiv war nur durch Standards und Ballverluste ein Durchkommen. Die Qualität der Mannschaft lässt sich auch daran ablesen, dass sogar ausgemachte Weltklasse-Spieler wie Timo und Torben Schmidt nicht von Beginn an und auch nicht beide gleichzeitig spielen durften. (Dass keiner von beiden getroffen hat, treibt zumindest ein winziges schelmisches Grinsen in das VfL-Gesicht.)

Auch wenn das Ergebnis es nicht aussagt: Mit Ausnahme katastrophaler fünf Minuten, in denen die Einstellung in vielen Teilen nicht stimmte, waren wir bedeutend stärker als noch im ersten Spiel. Ich maße mich sogar an, zu behaupten, dass wir mit einer Leistung wie gegen Heisingen relativ unbedrängt den Essener FC geschlagen hätten. Hätte, hätte, Mautvignette. So kam es wie auch letzte Woche zum Showdown im letzten Spiel.

 

 

VfL Kupferdreh – Teutonia Überruhr 3:7, 20:26 Uhr

Hammerjungs: Plohmann – Rustemov, Hitpass, Lampey – Barrotta

Tore: 0:1 (1.), 0:2 (2.), 0:3 (6.), 1:3 Rustemov (8.), 2:3 S. Strub (8.), 2:4 (9.), 2:5 (12.), 2:6 (13.), 2:7 (13.), 3:7 S. Strub (14.)

Ausgangslage: VfL Kupferdreh: 0 Punkte, Tordifferenz von -5. Teutonia Überruhr: 0 Punkte, Tordifferenz von -5. Da die Teutonen ein Tor mehr geschossen haben, sind sie nur Vorletzter. Mit einem Unentschieden wäre die Mannschaft aus Überruhr also Dritter, hätte aber mit der nächsten Runde genauso wenig zu tun wie der VfL. Gewinnt eine Mannschaft, ist sie Dritter, hat aber ebenso wenig mit der nächsten Runde zu tun, sollte sie nicht mit mindestens vier Toren Unterschied gewinnen. Also wird die Devise ausgegeben: 4:0 ist das Ziel. Easy. Sollten wir ein Gegentor kriegen, machen wir halt 5. Kein Ding. Problem: Das gleiche wird wohl auch in der gegnerischen Ansprache Thema gewesen sein. Ein hochinteressantes Spiel scheint in Aussicht gestellt zu sein. Nur einer legt den imaginären Taschenrechner wieder aus der Hand und hebt imaginär selbige. „Die liegen eh nach ein, zwei Minuten wieder Zwei Null zurück.“ Wie schon am vierzehnten Spieltag (Spielbericht „Fünf Gegentore in 17 Minuten – schöne Grüße nach Hamburg“ (06.11.2016), siehe unten) nimmt André wieder die Funktion des Fußballphilosophen ein. Müdes Lächeln. Teutonia verliert gegen den Essener FC 5:2 und soll uns jetzt auseinander nehmen?

Ja. Das ist die traurige Antwort. Nach zwei Minuten steht es 0:2. Das zweite Gegentor resultiert aus unserer eigenen Ecke. Dann fangen wir allmählich mit dem Fußballspielen an. Reichlich spät. Aber es ist auch noch reichlich Zeit. Wieder einmal ist es dann ein Standard, der uns die Hoffnung auf's Weiterkommen nimmt (6., 0:3). Offensichtlich ist es wirklich wahnsinnig schwer, drei Gegenspieler mit vier eigenen Spielern zu decken. Kaum war es fast hoffnungslos, kam auch wieder die Hoffnung auf zumindest Platz Drei zurück. Nach schnellem Abwurf von Schnapper Thomas läuft Djemail über rechts Richtung Tor und verkürzt (8.). Noch sieben Minuten. Wenige Sekunden später der Anschluss durch Steffan. Immer noch sieben Minuten. Aufregend, wie war das schon wieder passiert? Und vor allem: Passiert hier wirklich noch was Wahnisinniges und kommt tatsächlich eine Mannschaft aus dieser Gruppe weiter? Ja. Leider!!! Kaum sind wir wieder dran und haben Lunte gerochen, werden wir eiskalt ausgekontert (9., 2:4). Dann wird es ein offenes Spiel. Mindestens ein Punkt ist für uns noch drin. Mit genauso vielen Toren (2) wäre Teutonia aber sogar direkt in der nächsten Runde. Drei Minuten später: Immer noch 2:4, kein gutes Spiel mehr von uns. Noch eine Minute später: 2:7. Nicht zu fassen! Drei Gegentore in zwei Minuten. Einstellungstechnisch war da gar nichts mehr. Wir brauchten jetzt zwei Tore, um Teutonia die Suppe noch zu versalzen, fünf Tore, um nicht mit null Toren auszuscheiden, sechs, um Dritter zu werden und läppische zehn Törchen, um noch die Hauptrunde zu erreichen. Als hätte der Fußballphilosoph hellseherische Fähigkeiten... Zumindest das letzte Tor des Turniers zu schießen, ist uns vergönnt. Fast auf der linken Auslinie stehend lässt Steffan einen Schuss ab und trifft zum 3:7-Endstand. Dass es für die Gelben jetzt in den letzten Sekunden um sehr viel mehr ging als für uns, merkte man daran, dass der Teutonen-Torwart den Ball nicht herausgeben wollte, Gio wollte ihn aber herausgegeben haben. Ende vom Lied: Zwei-Minuten-Strafe für die Nummer Zehn. Trotz nicht besonders herausragenden Defensivverhaltens in der Unterzahl überstehen wir die letzte Minute mit Vier gegen Fünf ohne Gegentor.

 

Klar, es war im Prinzip die Bonusrunde. Die Kür nach der Pflicht in der Quali-Runde. Nichtsdestotrotz war das Abschneiden enttäuschend. Vielleicht stünden wir kommende Woche sogar am Hallo, wenn wir etwas mehr Glück gegen den Essener FC gehabt hätten. Mental wären wir dann in einer ganz anderen Ausgangslage gewesen – der Freizeitligist übrigens auch. Doch so eine Konjunktivschlacht ist mit unseren Ansprüchen einfach nicht vereinbar. Es war auch nicht alles schlecht. Die Stimmung in der Mannschaft war größtenteils vernünftig, ein paar schöne Angriffe waren dabei, defensiv hat vor allem Gerrit viel gearbeitet, manch einer hat wieder einen Torerfolg mehr.

Jetzt heißt es aber wieder: Volle Konzentration auf die Liga. In knapp zwei Wochen starten wir wieder in die Vorbereitung. Endlich wieder Hammerluft schnuppern.

 

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Langzeitverletzte verlängern im Doppelpack

11.01.2017

Kommen wir heute zu der Doppelpack-Verlängerung der beiden Pechvögel. Sowohl Marcel Bernreuther (links) als auch Tim Grundmann (rechts) sind die beiden Langzeitverletzten der Hammerjungs. Dennoch haben beide ihren Kontrakt bis zum Ende der kommenden Saison verlängert.

 

Verlängerung Tim Mel

Während Tim in dieser Spielzeit zumindest schon das ein oder andere Mal über die volle Spielzeit ein paar Minuten sammeln konnte, reichte es für Mel nur für einen Kurzeinsatz über 26 Minuten. Beide mussten anschließend wieder ihrer Verletzung Tribut zollen und konnten nicht einmal mehr im Training dabei sein.

Hoffen wir, dass wir 2017 etwas mehr von den Mittelfeldstrategen haben, die uns mit Sicherheit helfen können.

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UPDATE: Plan für Samstag steht

09.01.2017

Am Samstag, den 14.1. geht es für uns wieder nach Werden, sicherlich eine der besten Nachrichten. Sowohl, dass wir uns qualifiziert haben als auch, dass es nicht die Halle in Bergeborbeck geworden ist. Wir werden ab 18:18 Uhr in Gruppe 5 den Mannschaften vom Heisinger SV (Kreisliga A), von Teutonia Überruhr (Kreisliga B) und des Essener FC (Freizeitliga) antreten. Die genauen Uhrzeiten:

18:18 Uhr gg. Essener FC

19:12 Uhr gg. Heisingen

20:24 Uhr gg. Teutonia

Um sicher weiterzukommen, müssen wir Erster oder Zweiter werden. Falls wir Dritter werden sollten, müssen wir den Rechenschieber herausholen und hoffen, dass wir unter den zwei besten Gruppendritten der Gruppen 1-6 sind.

Alle Freunde des VfL sind herzlich nach Werden eingeladen.

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Hallenstadtmeisterschaft: VfL kommt gegen Eiberg weiter – wer hätte darauf gewettet?

07.01.2017

Ein gutes Pferd und so. Unentschieden war das Ziel, das man vor dem entscheidenden Gruppenspiel gegen Preußen Eiberg auslobte. Und genau das wurde es. Ohne in diesem Spiel einmal geführt zu haben und 25 Sekunden vor Schluss noch mit 3:4 in Rückstand. 3:4 gegen Eiberg. Klingelt da was? Genau, 3:4 hatten wir noch im Dezember in Eiberg ganz bitter verloren und somit eine gehörige Rechnung zu begleichen. Dass wir durch Steffans 4:4-Ausgleich eine Runde weiter gekommen sind (und Eiberg nicht...) freut uns natürlich doppelt, dreifach und wenn nicht sogar vierfach, nach allem, was wir in den vergangenen Wochen und Monaten durchgemacht haben.

Aber: Für einen Last-Minute-Ausgleich und pure Emotion tritt man ja bekanntlich gerne den Weg zur obligatorischen Stadtmeisterschaft in der Halle an.

 

 

VfL Kupferdreh – Croatia Essen 2:2, Samstag, 07.01.2016, 13:18 Uhr

Hammerjungs: Gajewski – Hainold, Henn – Barrotta, Rustemov („Bank“: Plohmann, Bammsiepe, S. Strub, Renell, Witt, Lampey, Winkler, Hitpass)

Tore: 1:0 Renell (5.), 2:0 Henn (9.), 2:1 (9.), 2:2 (14.)

 

Mit einem sehr breiten Kader angereist und der (schönen) Qual der Aufstellungswahl im Gepäck standen wir im zweiten Spiel unserer Gruppe Croatia Essen gegenüber. Wenige Minuten vorher zeigte TGD gegen Eiberg, dass die Ligenzugehörigkeit nicht besonders ausschlaggebend in der Halle ist. TGD, B-Ligist, gewann schließlich hochverdient nach 2:0-Führung vor Ablauf der ersten Minute und zwischenzeitlicher 5:0-Führung gegen unseren A-Ligakonkurrenten aus Eiberg mit 6:3.

Nun also wieder Kreisliga A gegen Kreisliga B. Die Hammerjungs, vielleicht seit langer Zeit mal wieder so etwas ähnliches wie „Favorit“ nahmen zu Beginn die Spielgestaltung in die Hand, auch wenn beide Mannschaften keine übermäßigen Offensivambitionen verfolgten. In den ersten Minuten blieb es ein Abtasten, hin und wieder mal hier oder dort ein Torabschluss. Dann übernahm Gaga den Ball. Der geneigte Leser würde sich jetzt womöglich im Stuhl zurücklehnen und ein paar Zeilen überspringen, denn die personifizierte Torgefahr ist er ja nun wirklich nicht. Was dann allerdings folgte war nicht nur eine passable Torannäherung, nicht nur ein Torerfolg, sondern schlicht und ergreifend das Tor des Tages (und es fielen einige am heutigen Samstag). Nach einem wahnsinnig starken Zweikampf (das klingt schon eher nach Gaga) setzt er sich gegen den Gegner durch, ist allein gegen den Torwart, überlupft (!!!!!!!) diesen und schiebt lässig die Kugel ins Netz. Sensationell ist auch Sascha Renell. Dieser Vers war wohl eine Prophezeihung. Und der Verfasser eben dieses Verses wusste, dass er am Abend zumindest über eine Szene wieder einen Bericht schreiben würde.

 

Sensationell ist auch Sascha Renell

Aber es ging ja noch weiter. Croatia kam etwas mehr, Kupferdreh hielt gut dagegen und war defensiv stark und diszipliniert. Nach Balleroberungen ging es dann schnell, wie in der 9. Minute. Djemail wird lang auf die Reise geschickt, legt den Ball rüber auf den mitgeeilten Dennis, der hält den Fuß rein, 2:0. So spielt man Hallenfußball.

Im Anschluss die einzige Strafe gegen den VfL im kompletten Turnier. Eine gelbe Karte für Dustin, weil Dennis bei ganz ganz strenger Regelauslegung vielleicht einen Wechselfehler begangen hat. Interessant. Die Karte blieb folgenlos. Genauso übrigens die gelbe Karte für einen Croatia-Akteur, der ebenso für einen Wechselfehler verwarnt wurde, weil sein verletzter Mitspieler nicht an derselben Stelle den Platz verlassen hat, an der er hereingekommen ist. Alles nicht schlimm, die Schiedsrichter waren in allen drei Spielen sehr stark, besonnen und annähernd fehlerlos.

Mit dem Anstoß nach dem 2:0 kommt der Ball postwendend zu uns zurück und ohne, dass ihn ein heute weiß gekleideter VfL-Spieler berührt hätte, schlägt er nach wenigen Stationen im Tor ein. Etwas mehr als fünf Minuten noch. Nach dem 2:1 drängte Croatia immer mehr, wir kamen kaum zu Torchancen, verteidigten aber weiterhin gut. Das geht nur leider in der Halle nicht besonders lang gut, so sehr man sich auch bemüht. Mit einem Lars in Topform und viel Kampfgeist können wir uns zumindest noch fünf Minuten ohne Gegentor erarbeiten, bevor ein offen gesagt etwas unglücklicher Ball doch den Weg zum Ausgleich findet. Ein hoher Ball, der von der Wand abprallt, springt genau zu einem Offensivmann des NK, der etwas lasch verteidigt wird. Der lässt es sich nicht nehmen, den Ball in die Maschen zu hauen (14.). Kurz vorher hatten wir schon Glück, dass es da noch nicht 2:2 stand: Einen fälligen Freistoß hatte Croatia zwar verwandelt, allerdings ohne, dass der Schiedsrichter die Partie freigegeben hatte. Zwischen dem also zu wiederholenden Freistoß und dem Ausgleich hatten wir aber auch noch eine Chance, die nicht genutzt wurde.

Mit einer ansehnlichen Leistung, die sowohl zu Sieg als auch zu Niederlage hätte führen können, teilten wir uns so nach dem ersten Spieltag den zweiten Platz mit Croatia Essen.

 

 

VfL Kupferdreh – TGD Essen-West 1:6, 14:12 Uhr

Hammerjungs: Gajewski – Hainold, Henn – Rustemov, Barrotta

Tore: 0:1 (2.), 0:2 (5.), 0:3 (7.), 0:4 (9.), 1:4 Hainold (11.), 1:5 (12.), 1:6 (13.)

 

Auch der VfL Kupferdreh hinderte TGD nicht daran, erneut sechs Tore zu erzielen und sich mit zwölf Toren aus zwei Spielen zu einem Turnierfavoriten hochzumausern. Vor allem zwei Spieler aus der Offensive waren schlichtweg überragend und konnten weder von der Eiberg-Defensive noch von der VfL-Verteidigung gehalten werden. So stand es nach neun Minuten bereits 4:0 für TGD, die enorm hoch pressten, sich Torchancen erspielten und diese dann auch mit dem nötigen Glück versenkten, so zum Beispiel als ein Wandabpraller beim zweiten Nachschuss ins Tor gelümmelt wurde.

Eine der raren Möglichkeiten für uns versenkte Kevin, als wir schnörkellos die linke Linie hinunterspielten und Hainold (beziehungsweise Haarnold) in der Nähe des Handballkreises ins lange Eck zielte. Dann das gewohnte Bild: TGD dominierte und machte unter anderem mit einem weiteren Pfostentor das 6:1 und somit den Sieg perfekt.

Da aber anschließend Eiberg in einem enorm spannenden, hochklassigen und packend mitanzusehenden Spiel Croatia mit 3:4 unterlag, lief es auf einen Showdown zwischen den beiden A-Ligisten (1 zu 0 Punkte nach zwei Spielen) hinaus...

 

einer der wenigen Angriffsversuche

 

VfL Kupferdreh – Preußen Eiberg 4:4, 15:24 Uhr

Hammerjungs: Gajewski – Hainold, Henn, Hitpass – Barrotta

Tore: 0:1 (1.), 1:1 Barrotta (2.), 1:2 (3.), 2:2 S. Strub 4.), 2:3 (8.), 2:4 (9.), 3:4 Hitpass (13.), 4:4 S. Strub (15.)

Was war das, wenn kein Showdown? Allein in den ersten vier Minuten fielen vier Tore, beide Teams trafen doppelt. 34 Sekunden waren gespielt, als das erste Dribbling der Preußen mit der Führung belohnt wurde, schon da änderten wir unsere Taktik, hinten drin zu stehen und attackierten weiter vorne. Als Konsequenz spielen die Blauen einen haarsträubenden Fehlpass in Gios Füße, der zum Ausgleich verwandelt (2.). Für kurze Zeit ist der VfL wieder in der Blitztabelle vorbeigezogen. Wieder keine 60 Sekunden später: Eiberg spielt einen Sahnepass in Djemails Rücken, der Stürmer nimmt den Ball zweimal mit, steht vor Lars und versenkt. Eiberg wieder eine Runde weiter. Heiter weiter. Anstoß Kupferdreh. Nach mehreren Stationen verpufft der Angriff tief in der Eiberger Hälfte. Doch die Kugel fällt Gaga wieder zu, der einen Pass abfängt. Er passt rechts raus auf Steffan, der nicht lange fackelt und seine Farben wieder auf Platz Drei springen lässt. Toremäßig entspannt sich die Partie dann etwas, bevor es am Ende richtig schön adrenalingeladen werden solte. Zwar fielen zwischen der vierten und achten Minute keine Tore, munter nach vorne gespielt wurde trotzdem. Ein weiteres Mal zeigte sich aber, dass wir hinten (trotz insgesamt 12 Gegentoren) gute Zweikämpfe führen können und mit Lars einen der besten Schnapper hinten in unseren Reihen haben.

Neues Jahr, altes Leid: Da ist auch schon wieder ein Eckengegentor. Kurz ausgeführt, Abschluss, 2:3 (8.). Wir wollen natürlich wieder innerhalb von 60 Sekunden ausgleichen. Das klappt allerhöchstens mittelprächtig gut. Der Ball ist eine Spielminute später wieder im Tor, aber es ist wieder Lars, der hinter sich greifen muss. Ein Fernschuss aus Mittellliniennähe besorgt das 4:2. Die Fünf aus Eiberg mit einem Bein in der Zwischenrunde. Wir brauchten ein paar Angriffe, um uns darauf zu fokussieren, den Zuschauern hier noch einen Schlussspurt zu bieten. Ab der elften Minute aber rannten wir an. Rannten, sprinteten, kämpften, spielten, wurden offensiver und offensiver. Mit Erfolg! Knappe zweieinhalb Minuten sind noch auf der Uhr im Löwental, als Dustin eine Vorlage von Gio zum Anschluss verwertet. Dann kam Steffan für Gio zur absoluten Schlussoffensive. Die Männer vom Sachsenring kamen kaum noch nach vorne, auch wenn es dann brenzlig wurde. Aber die meisten Angriffe gingen auf das Tor vor der Wechselbank der Cichon-Mannschaft. Eine Minute noch. Kurze Besprechung auf der Hammerbank. Gio für Björn? Gio für Björn! Abwehr wird überbewertet. Wir rennen an, suchen Lücken, finden aber keine. Verzweiflungsschüsse. Ärgern. Ball wiedergewinnen. Ball hinterherlaufen. Grätschen. Weiterversuchen. Und hoffen. Hoffen auf den einen Ball. So einen wie den auf Steffan 25 Sekunden vor Schluss. Halbrechte Position, knapp vor dem Handballhalbkreis. Annehmen? Nee, so einen Ball doch nicht. Draufziehen muss man den. Wenn der nicht drin ist, ist es das. Kein Druck. Die Bank steht. Die Zeit steht. Steffan nicht. Der bewegt sein rechtes Bein in Richtung Ball. Und haut das Ding trocken in den Giebel! 4:4! Nicht zu fassen! Was ein Spiel!

Doch man denke an das Spiel gegen Werden 80, da lag man sich nach 3:3 in der Nachspielzeit in den Armen und verlor das Spiel noch. Netto noch 20 Sekunden. Time-Out und Anstoß. Letzter Angriff. Und es passiert... NICHTS. Ball im Aus. Kupferdreh in der nächsten Runde. Sensationell! Hammer, Jungs!

 

Steffan trifft

 

Im letzten Spiel unserer Gruppe führte übrigens Croatia bis zu letzten Minute mit 2:0 gegen das bockstarke TGD Essen-West, das in der 15. Minute aber noch zwei Treffer erzielte. Verrücktes Spiel. Verrückte Gruppe. Wir hätten fast gegen Croatia gewonnen und die gewinnen fast die Gruppe. Vollkommen egal. Wir sind weiter!

Schön war's in Werden. Und wir dürfen noch eine Runde. Die Termine und die Örtlichkeit werden in Kürze hier bekannt gegeben, sobald ausgelost wurde.

 

Vorrunde überstanden

 

 

Impressionen in ruhenden und bewegten Bildern sind auf unserer Facebook-Seite (https://www.facebook.com/vflkupferdreh) und bei den Kollegen von Reviersport (https://www.facebook.com/reviersport/?hc_ref=PAGES_TIMELINE) zu finden.

 

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Weitere Doppelpack-Verlängerung

05.01.2017

Mit Björn Metzler (links) und Patrick Gonzalez (rechts) haben zwei weitere Spieler ihr Bekenntnis zum VfL abgegeben.

 

Verlängerung Björn Metzler Gonzo

Björn hat in dieser Saison leider wieder leidvoll erfahren müssen, dass sich auf "Metzler" nicht nur zufällig "verletzt war" reimt.
Wie in beinahe jedem seiner Jahre im Herren-Bereich verbrachte er die fast komplette Hinrunde wahlweise im Krankenhaus, zu Hause oder auf der Tribüne, ohne ins Spielgeschehen eingreifen zu können. Jetzt ist er wieder zurück und konnte der Zweiten schon helfen. In der Vorbereitung wird er bei der Ersten bleiben und zum ersten Mal Kreisliga-A-Luft schnuppern.

Den Schritt vom Kader der Zweiten zum festen Bestandteil der Ersten hat Gonzo dagegen schon am Anfang der Saison beschritten. Mit seiner sagenhaften Ruhe am Ball, seinen Diagonalpässen und seinem sensationellen Stellungsspiel hat er schon viele brenzliche Situationen bereinigt.

Nun also stehen die beiden, die sich schon seit Kindesbeinen an kennen, endlich wieder gemeinsam im Kader einer Fußballmannschaft und werden das auch über die laufende Spielzeit hinaus tun.

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Nächster Vollzug einer Vertragsverlängerung

03.01.2017

Verlängerung Roesch

Die mannschaftsübergreifend wohl meisten Minuten dürfte Marvin Roesch gesammelt haben, der für "seine" Zweite noch keine Minute verpasst hat, das ein oder andere Mal für die Erste gespielt hat und sogar bei den Alten Herren schon ausgeholfen hat. Zuverlässig spielt er da, wo er gebraucht wird, sei es im Feld, im Tor oder nur auf Abruf auf der Bank. Dementsprechend sind wir froh, verkünden zu dürfen, dass auch er unlängst seinen Kontrakt beim VfL verlängert hat.

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Vorbereitungsplan für Interessierte

03.01.2017

Wer Interesse an einem Probetraining hat oder aus sonstigen Gründen den VfL in der Vorbereitung sehen möchte, kann gerne am Eisenhammer vorbeischauen. Hier ist der Vorbereitungsplan.

 

Vorbereitungsplan

Der Fehlerteufel hat sich leider eingeschlichen. Es müsste heißen "Nach dem ersten Meisterschaftsspiel findet das Training wieder wie gewphnt dienstags und DONNERSTAGS jeweils um 19:30 Uhr statt."

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